Knapp 9,3 Millionen Euro EU-Mittel für soziale Stadtentwicklung – Soziale Projekte u.a. in Johannstadt können starten

eingestellt am 07.06.2024 von Matthias Kunert (QM Johannstadt), Headerbild: Veranstaltung im Rahmen der Eröffnungswoche der Jugendkirche im Mai 2022. Foto: T. Funke, Evangelische Jugend Dresden

Die Landeshauptstadt nahm am 23. Mai 2024 die Rahmenbescheide für die Förderung von sozialen Projekten in Höhe von knapp 9,3 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) entgegen. Damit können die von verschiedenen Trägern beantragten Einzelvorhaben in den vier Stadtgebieten Friedrichstadt, Gorbitz, Johannstadt und Prohlis/Am Koitschgraben starten.

Beispielhafte Vorhaben sind Familienberatungsstellen, Sport- und Bildungsangebote, Fahrrad-Selbsthilfewerkstätten oder Gemeinschaftsgärten. Die Gelder stammen aus dem Förderprogramm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung Europäischer Sozialfonds Plus 2021–2027“ (ESF Plus). Mit dem Programm finanzieren die Europäische Union, der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden Angebote zur Förderung von Bildung, Beschäftigung und sozialer Eingliederung von sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Vereine, Träger und Akteure von sozialen Projekten konnten ihre Ideen bis zum 15. Juli 2022 bei der Landeshauptstadt Dresden einreichen. Die eingereichten Projektskizzen arbeitete die Stadtverwaltung in sogenannte „Gebietsbezogene Integrierte Handlungskonzepte“ (GIHK) ein. Im Dezember 2023 reichte die Landeshauptstadt die Förderanträge für die vier Stadtgebiete bei der SAB ein. Nach den positiven Bescheiden sollen die Projekte nun bis 2028 laufen.

Das Amt für Stadtplanung und Mobilität führte vom 4. Februar bis 4. März 2022 in den vier Stadtgebieten Friedrichstadt, Gorbitz, Johannstadt und Prohlis/Am Koitschgraben eine Befragung durch. 1.378 Bürgerinnen und Bürger sowie Träger von sozialen Projekten haben sich an der Umfrage beteiligt. Im Mittelpunkt der Befragung standen die Verbesserung der Lebensqualität und die Stärkung von sozialen Angeboten. Die Ergebnisse der Befragung bildeten einen wichtigen Baustein für die Konzepte, mit denen die Landeshauptstadt die Fördermittel beantragte.

Weitere Informationen: www.dresden.de/soziale-stadtentwicklung

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden

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7 Orte in der Johannstadt, die Sie möglicherweise noch nicht kennen

eingestellt am 05.06.2024 von Nadine Kadic, Headerbild: Wasserspiel auf der Lili Elbe Straße, Foto: Nadine Kadic

Wenn ich an die Johannstadt denke, habe ich klare Bilder im Kopf: vom gefüllten Fährgarten, der Uniklinik, dem Bönischplatz oder von der Trinitatiskirche. Mir fallen die bei Nacht leuchtende Waldschlösschenbrücke ein und der belebte Fetscherplatz.

Neben diesen bekannteren Orten verstecken sich in unserer Johannstadt aber noch weitere sehenswerte Plätze. Sie sind mir bei Spaziergängen aufgefallen oder wurden mir von Freunden ans Herz gelegt. Ich möchte sie einladen: Verlassen Sie bei Ihren nächsten Streifzügen durchs Viertel die gewohnten Wege und entdecken Sie neue Plätze in der Johannstadt.

#1 Trinitatisfriedhof – ideal zum Eichhörnchen beobachten

Eine Bank unter einen Baum neben einem großen, historischen Grabstein und weitere Gräber rings herum
Trinitatisfriedhof, Foto: Nadine Kadic

Eine Freundin erzählte mir, dass Sie gern Zeit auf dem Trinitatisfriedhof verbringt, um einen Moment der Ruhe zu genießen. Viele Sitzgelegenheiten laden auch tatsächlich zum Verweilen ein. Und wo könnte es ruhiger sein, als auf einem Friedhof?

Auf dem Trinitatisfriedhof gib es viele geheime Orte zu entdecken. Hier finde ich historische Grabmäler, idyllische Bepflanzungen und auch tierische Bewohner. Nicht erst einmal konnte ich auf dem Friedhof ein Eichhörnchen beobachten, das über die Wiese hüpfte oder zwischen den Bäumen kletterte.

#2 Springbrunnen am Sachsenplatz

Quadratischer Springbrunnen mit einem Mosaik auf dem Grund
Springbrunnen am Sachsenplatz, Foto: Nadine Kadic

Der Sachsenplatz ist ein Knotenpunkt, den ich regelmäßig durchquere und an dem ich selten Halt mache. Ich habe meist andere Ziele im Sinn, wollte mit dem Fahrrad Richtung Innenstadt fahren oder mit der Straßenbahnlinie 13 hinüber in die Neustadt.

An einem Tag im Juni mit viel Zeit und keinem konkreten Zielort radelte ich wieder einmal am Sachsenplatz entlang und ließ meinen Blick schweifen. Da entdeckte ich an einem versteckten Platz zwei kleine Springbrunnen. Stopp! Das sah ich mir genauer an und hatte einen weiteren geheimen Ort gefunden.

Auf der Florian-Geyer-Straße, Ecke Elsasser Straße fand ich die Zwillingsbrunnen mit farbenfrohen Mosaikbildern auf dem Grund. Auf einer Bank legte ich eine Verschnaufpause ein und beobachtete das Plätschern in dieser unverhofften Idylle.

#3 Elbufer in der Dämmerung

Abenddämmerung an einem Fluss mit Bäumen
Abenddämmerung an der Elbe, Foto: Nadine Kadic

Der schönste Ort in der Johannstadt, um den Sonnenuntergang mitzuerleben, ist am Elbufer. Da, wo die großen Bäume ihre Wurzeln fest in die Erde geschlagen haben und sich nicht vom hin und wieder auftretenden Hochwasser fortspülen lassen, lehne ich mich gern an den Stamm oder setze mich auf die großen Wurzeln und fühle mich wie im Urlaub am Meer.

An unserer Lieblingsstelle hängt ein Ast an einem Seil befestigt am Baum, sodass die Kinder sich in den Abend schaukeln können. Jetzt noch einige Steine auf dem Wasser hüpfen gelassen – und schon ist der Abschluss des Tages perfekt.

#4 Lili Elbe Straße

lilafarbene Blumen im Vordergrund und zwei Bänke, dazwischen ein Wasserspiel, bei dem Wasserstrahlen aus dem Boden sprudeln
Wasserspiel auf der Lili Elbe Straße, Foto: Nadine Kadic

Der junge Ort in der Johannstadt ist vielen Menschen vom Lili-Elbe-Sommerfest 2023 vertraut. Wer jedoch nicht dabei war, hat die Straße neben der 102. Grundschule Johanna vielleicht noch nicht entdeckt. Ein Abstecher hierher lohnt sich aber in jedem Fall.

Meine Kinder lieben die Straße und besonders jetzt, wo die Sonnenstrahlen wieder wärmer werden, fragen sie: “Wollen wir zur Lili Elbe Straße gehen?” Kürzlich hatten wir ein Kind aus einem anderen Stadtteil zu Besuch. Diesem musste die Straße gezeigt werden! Auch ich führe Besucher*innen gern an diesen Ort, weil ich ihn wunderschön finde.

Auf vielen Sitzflächen zwischen Blumen und Bäumen kann man entspannen. Die Kinder hüpfen auf Trampolinen, die im Boden eingelassen sind, klettern an Kletterstangen und springen durch das Wasserspiel am Boden.

#5 Obstbäume auf den Elbwiesen

lilafarbene Blumen im hohen Gras, dahinter Obstbäume
Obstbäume auf den Elbwiesen, Foto: Nadine Kadic

Auf dem Weg Richtung Elbe überqueren Spaziergänger die Johannstädter Elbwiesen oder sie radeln auf dem Elbradweg an den Wiesen vorbei. Dabei übersehen sie einen geheimen Ort, der direkt vor ihrer Nase liegt: die Streuobstwiesen. Kein Ort eignet sich besser, um die Seele baumeln zu lassen, als ein schattiges Plätzchen unter den Obstbäumen.

Die Streuobstwiesen sind ideal als Fotolocation geeignet, zum Ball spielen oder für ein entspanntes Picknick. Auch kleine Feste werden hier gern zelebriert und im Herbst gibt es in der Regel eine Apfelernte (wie beispielsweise die Apfelernte und das Apfelfest 2023).

#6 Volleyballfeld an der Holbeinstraße

Volleyballfeld im Freien mit Bäumen im Hintergrund und dahinter Hochhäuser
Volleyballfeld am Spielplatz Holbeinstraße, Foto: Nadine Kadic

An der Holbeinstraße habe ich den nächsten geheimen Ort gefunden, der sich hinter einer Hecke versteckt und vor allem für Menschen interessant ist, die es sportlich lieben. Mit Sand unter den nackten Füßen kann man auf einem Volleyballfeld den Tag mit Freunden verbringen und ein paar Bälle schmettern. Der Ort befindet sich auf der Grünfläche Dürerstraße/Holbeinstraße.

Fühlen Sie sich wie im Urlaub! Dass wir uns mitten in der Johannstadt befinden verraten lediglich die Hochhäuser im Hintergrund, die ihre Köpfe über die Baumwipfel zu strecken scheinen.

Neben dem Volleyballfeld befinden sich noch weitere Sportplätze. Auch wer gern klettert oder Fußball spielen möchte, kommt hier beispielsweise auf seine Kosten.

#7 Zaubergarten bei Diska

Können wir bitte einmal darüber sprechen, wie wunderschön der Garten neben Diska ist? Schon ein Blick auf das Grundstück lässt erahnen, dass hier Gärtner*innen mit viel Herzblut einen Zaubergarten geschaffen haben. Es handelt sich um die Vietnamesischen Gärten, die von einer Gruppe vietnamesischer Frauen bepflanzt und gepflegt werden.

Es lohnt sich, diesen Garten zu betreten. Man gerät ins Staunen! Hier finde bei meinem Erkundungsspaziergang kleine Teiche mit Seerosen, Bananenstauden und Ananas sowie verschiedene Blumen und Büsche und geschlängelte Wege. Verlassen Sie gern einmal die Pfotenhauerstraße für einen Abstecher durch dieses Paradies!

Kennen Sie weitere Orte?

Ich bin gespannt, ob Sie alle Orte bereits kannten? Schreiben Sie gern in die Kommentare, welche Neuentdeckung Sie machen konnten oder welchen geheimen Ort Sie selbst schon entdeckt haben und mit uns teilen möchten!

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Richtfest für’s neue Stadtteilhaus

eingestellt am 04.06.2024 von Gerd Gottwald (ZEILE), Headerbild: Der Rohbau aus Richtung Westen gesehen (© Gerd Gottwald)

Trotz Unwetterwarnung fand am Freitag, dem 31. Mai 2024 bei herrlichem Wetter das Richtfest für die neue Stadtteilhalle statt. Zunächst begrüßte Baubürgermeister Stephan Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) die geladenen Gäste zum Richtfest und dankte allen Beteiligten, von Stadtplanungsamt über Architekturbüro bis zur Baufirma Raue für den bisher planmäßigen Verlauf der Bauarbeiten.

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Stadtteilbeirat fördert acht neue Projekte in der Johannstadt

eingestellt am 25.05.2024 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), Headerbild: Der Stadtteilbeirat bei seiner Sitzung am 23.5.2024 in der Mensa des Schulstandorts Pfotenhauerstraße 42 (Foto: Bertil Kalex)

Am Donnerstag, dem 23. Mai 2024, tagte der Stadtteilbeirat Johannstadt und beschloss die Förderung neuer Bürgerprojekte. Darüber hinaus sprach sich das Gremium für die Freigabe der Sichtschutzwände im Johanngarten zur Graffitigestaltung aus.

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Auf der WiD Baustelle Nichts Neues

eingestellt am 24.05.2024 von Gerd Gottwald (ZEILE), Headerbild: So sah es bis 2021 an der Stelle des geplanten WiD Hauses aus Foto: Philine Schlick

Auf Nachfrage der Redaktion zum aktuellen Stand des Baufortschritts auf der Baustelle Florian-Geyer-Straße, Ecke Bundschuhstraße der WiD teilte uns Frau Herold (Leiterin Finanzierung/Marketing/Akquise) folgendes mit:

Die Förderbedingungen haben sich zwar verbessert, leider sind diese aber noch nicht auskömmlich, dass eine vollständige Finanzierbarkeit des Bauvorhabens aus Fördermittel und Darlehen gegeben ist. Für uns ist das sehr frustrierend, da die Planung abgeschlossen ist und wir wissen, dass bezahlbarer Wohnraum dringender denn je gebraucht wird.

WiD Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG

Also werden wir Johannstädter weiter auf dieses Bauloch blicken und hoffen, das eines Tage an dieser Stelle das geplante Haus (wir berichteten) stehen wird.

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Vom Kultur- zum Naturtreff: Eine neue Grünfläche für die Johannstadt. Einladung zur Planungswerkstatt

eingestellt am 22.05.2024 von Matthias Kunert (QM Johannstadt), Headerbild: Bestandsgebäude des Johannstädter Kulturtreffs auf der Elisenstraße 35 (Foto: Matthias Kunert)

Der Johannstädter Kulturtreff e.V., der Kindertreff JoJo des Kinderschutzbundes sowie die Johannstädter Außenstelle des Ausländerrats Dresden ziehen 2025 von der Elisenstraße 35 in das neue Stadtteilhaus auf der Pfeifferhannsstraße. Am alten Standort soll nach dem Auszug das derzeitige Gebäude abgerissen werden.

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Pilotstadtteil Johannstadt: Energiekachel entwickeln und dabei Privatsphäre schützen

eingestellt am 08.05.2024 von Bertil Kalex (Stadtteilverein), Headerbild: IÖR Media - Einblendung einer historischen Karte auf der Plattform. Zwei Personen betrachten einen Monitor.

Ein Gastbeitrag vom Leibnitz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. Dresden (IÖR).

Was?

Im Projekt Colouring Dresden unterstützen Dresdner Bürger*innen die Wissenschaft mit Gebäudedaten. Die sogenannten Citizens Scientists tragen auf der interaktiven Colouring-Dresden-Karte im Internet etwa ein, wie alt ihr Wohngebäude ist, wie viele Geschosse es hat oder wie hoch ihr Stromverbrauch ist. Diese Daten stellen Forscher*innen vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Forschungsprojekten, Planungsbüros oder Privatpersonen offen bereit. Sie können daraus z.B. Pläne für die Gebäude entwickeln, um sie klimaneutraler, energieeffizienter oder attraktiver zu machen.

Wieso?

Bei bisherigen Veranstaltungen und Diskussionen äußerten Citizen Scientists häufig Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre. Eine Sorge ist der Datenschutz, da die Daten derzeit gebäudegenau abgebildet sind. Hier soll eine sogenannte Datentreuhand helfen. Diese Technik mittelt die übertragenen Daten aus einem bestimmten Bereich, so dass auf der Colouring Dresden-Karte nur ein Durchschnittswert dargestellt wird. So können die Wissenschaftler*innen keine Daten zu einzelnen Gebäuden mehr identifizieren. Ein Vorteil für die Citizen Scientists ist, dass sie ihre eigenen Gebäudeinformationen mit den aggregierten Daten aus der Nachbarschaft vergleichen können.

Wie?

Diese Technologie wird im Rahmen des Projektes „Building Trust” an der Energiekachel von Colouring Dresden entwickelt und im Stadtteil Johannstadt getestet. Wenn die Energiekachel gelauncht wird und die Datentreuhand funktioniert, können Dresdner*innen z.B. einschätzen, ob sie im Vergleich mit der Nachbarschaft besonders viel oder wenig Strom verbrauchen.

Interesse geweckt? Dann komm gern am 3.6. ins Kulturcafé zur Ideenwerkstatt.

Umgestaltung des Areals Trinitatisplatz – Jetzt Ideen einbringen

eingestellt am 03.05.2024 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), Headerbild: Der Trinitatisplatz - eine der drei zu gestaltenden Flächen (Foto: Torsten Görg)

Bis zum 10. Mai sammelt das Büro Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden Meinungen und Ideen zur Umgestaltung des Areals rund um den Trinitatisplatz. Ziel ist es, den Ort lebendiger und attraktiver zu machen. Die Bedürfnisse und Wünsche der Gemeinschaft sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

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Kostenfrei nutzbarer Bilderschatz zeigt auch die vielfältige Johannstadt

eingestellt am 22.04.2024 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Elbeufer nähe Fährstelle Johannstadt Foto: Stadtarchiv Dresden, 17.6.2.40 Albrecht Voß Stadtteilfotografie Dresden, 060020

Die Stadtverwaltung hat Fotos der Stadtteile in Dresden im Themenstadtplan veröffentlicht.

Der Themenstadtplan bietet für interessierte Bürger die Möglichkeit, die Stadt Dresden und so auch die Johannstadt virtuell zu erkunden. Ab sofort können über 8.000 Stadtbildfotografien im Themenstadtplan entdeckt werden. Auch für die Johannstadt sind hunderte Bilder verfügbar. Erstellt hat diese der Fotograf Albrecht Voß in den Jahren 2021 bis 2023. Auf der Seite des Stadtarchivs unter www.dresden.de/stadtbildfotografie ist in Videos genau erklärt, wie die Suche funktioniert.

Permoserstraße 7, Foto: Stadtarchiv Dresden,17.6.2.40, Albrecht Voß, Stadtbildfotografie Dresden 060393

Der Leiter des Stadtarchivs Dresden Professor Thomas Kübler erläutert: „Wir freuen uns, den Bürgern so viele Bilder zur Verfügung zu stellen. Es galt, mit dem Projekt die Um- und Neugestaltung der Stadt zu dokumentieren und für zukünftige Generationen zu bewahren. Als Ziel stand für uns die Erstellung einer flächendeckenden Stadtbildfotografie, die zugleich kostenfrei für alle nutzbar ist. Hier lassen sich natürlich historische aber auch zukünftige Vergleiche ziehen.”

Welches Format und welche Auflösung ist erhältlich?

Die Fotos sind frei über die Online-Recherche im Stadtarchiv Dresden unter Stadtbezirk Altstadt im Grafikformat JPG erhältlich: Archivplansuche
Die Größe der Fotos beträgt 2.500 x 1.667 Pixel und kann in höherer Auflösung direkt beim Stadtarchiv per E-Mail unter stadtarchiv@dresden.de angefragt werden.

Grünfläche zwischen Lili-Elbe-Straße und Arnoldstraße im Winter
Grünfläche zwischen Lili-Elbe-Straße und Arnoldstraße, 18.01.2022, Stadtarchiv Dresden 17.6.2.40 Albrecht Voß. Stadtbildfotografie 060004

Für welche Zwecke können die Bilder verwendet werden?

Die Bildrechte liegen beim Stadtarchiv Dresden. Urheber ist der Fotograf Albrecht Voß. Die Fotos sind unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0 zugänglich. Jeder darf diese Inhalte vervielfältigen und weiterverbreiten, das Material für beliebige Zwecke verändern und darauf aufbauen, sofern das Stadtarchiv Dresden und der Fotograf als Quelle genannt werden und im Falle der Weitergabe dieselbe Lizenz verwendet wird. Bei der Verwendung eines Bilddokuments sind das Stadtarchiv Dresden, der Bestand, der Fotograf und die Bildsignatur zu nennen.

Was ist der Themenstadtplan?

Blick auf den Fetscherplatz in Richtung Norden
Fetscherplatz/ Striesener Straße 49, 21.04.2023, Foto: Stadtarchiv Dresden, 17.6.2.40 Albrecht Voß. Stadtbildfotografie 060877.

Der Themenstadtplan besitzt ein großes Repertoire an Themen, wie zum Beispiel Schulen, Wanderwege, Öffentliche Toiletten, Haltestellen und Hochwassergebiete. Aber auch spezielle Kategorien kann der Bürger entdecken, wie Trinkwasserspender, Standorte bzw. Unternehmen die am Reparaturbonus teilnehmen oder Kunst im Stadtraum gibt es zu entdecken.

Das Amt für Geodaten und Kataster stellt mit dem Themenstadtplan die Grundlage wie Kartendaten, die Geoinfrastruktur und das Know-how zur Verfügung. Die Amtsleiterin Klara Töpfer erklärt: „Um Themen zu veröffentlichen, arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Amtes eng mit den Kolleginnen und Kollegen der Fachämter zusammen. Wir sind sehr stolz, dass es mittlerweile über 570 Themen gibt, stetig neue hinzukommen und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden können”.

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden

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Ideen für eine lebenswerte Johannstadt gesucht – 2024 stehen über 50.000 € bereit

eingestellt am 15.04.2024 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), Headerbild: Lebensqualität im Viertel erhöhen? In der Johannstadt können Anwohner*innen und Einrichtungen selbst Hand anlegen und erhalten dabei Unterstützung. (Foto: Nadin Lange)

Vielerorts sind wichtige Entscheidungen über die Entwicklung von Stadtteilen der Lokalpolitik und der Stadtverwaltung vorbehalten. Anders in der Johannstadt: Hier können sich Bewohner*innen und Einrichtungen unbürokratisch an der Gestaltung des öffentlichen Raums und des Miteinanders im Viertel beteiligen und darüber hinaus sogar Unterstützung erhalten.

Möglich ist dies durch den 2018 vom Stadtteilverein Johannstadt e.V. gemeinsam mit dem Quartiersmanagement „Nördliche Johannstadt“ eingerichteten Stadtteilbeirat, ein mittlerweile 22-köpfiges Gremium, in dem Bewohner*innen, Geschäftstreibende und Vertreter*innen von Institutionen gemeinsam mit Politik und Verwaltung auf Augenhöhe über wichtige Anliegen der Johannstädter*innen beraten und Projekte im Stadtteil fördern. Dazu stehen dem Beirat zwei Fördertöpfe bereit: Der Verfügungsfonds für das Gebiet rund um den Bönischplatz und der Stadtteilfonds für die restliche Johannstadt.

Fördergebiete Stadtteilfonds und Verfügungsfonds (Kartengrundlage: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt, Ausgabe vom 27. September 2018)

Auch 2024 halten die beiden Fonds wieder insgesamt mehr als 50.000 Euro für lokale Projekte bereit. Neben den 20.000 Euro, die Bund, Land und Kommune im Rahmen der Städtebauförderung jährlich in den Verfügungsfonds geben, stellte der Stadtbezirksbeirat Altstadt, welcher neben der Johannstadt für weitere sechs Stadtteile zuständig ist, in seiner Sitzung am 6. Februar 2024 für dieses Jahr 33.3701,75 Euro für den Stadtteilfonds zur Verfügung, über deren Verwendung der Stadtteilbeirat eigenständig entscheiden kann. Zusätzlich kann für den Stadtteilfonds gespendet werden, um das Budget noch erhöhen – selbstverständlich gegen Spendenquittung.

Stadtteilbeiratssitzung am 29.2.24 (Foto: Matthias Kunert)

Der Stadtteilverein ist seit seiner Gründung in 2017 neben dem Quartiersmanagement eine wichtige Anlaufstelle für Bewohner*innen und Einrichtungen mit Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität im Viertel geworden. Von 2019 bis 2023 konnten allein mit der Förderung durch den Stadtteilfonds insgesamt 80 Projekte umgesetzt werden, die von der Verschönerung und ökologischen Aufwertung von Grünflächen über die Anschaffung von Geräten und Materialien für bürgerschaftliches Engagement bis hin zu Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten reichen und alle einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Johannstadt leisten.

Wer Ideen hat, kann sich an den Stadtteilverein oder an das Quartiersmanagement wenden und dort Beratung und Unterstützung erhalten. Gefördert werden können kleinere, von lokalem Engagement getragene Vorhaben, die im öffentlichen Interesse liegen und zu einem lebenswerten und nachhaltigen Stadtteil beitragen.

Weitere Informationen zu den Fördertöpfen in der Johannstadt finden Interessierte unter www.johannstadt.de/geld-fuer-mein-projekt. Der Stadtteilfonds und der Verfügungsfonds bieten allen Johannstädter*innen die Möglichkeit, ihre Ideen und Visionen für ein lebendiges und nachhaltiges Viertel zu realisieren und so die Gestaltung ihres direkten Wohnumfelds sowie des Miteinanders im Stadtteil selbst in die Hand zu nehmen.

Daneben ist jede*r in der Johannstadt Lebende oder Arbeitende dazu eingeladen, sich ein Bild von der Arbeit des Stadtteilbeirats zu machen. Die nächste öffentliche Sitzung findet am 23. Mai 2024 statt – Gäste sind herzlich willkommen.

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Ein Teil vom Zuckerfest in Johannstadt

eingestellt am 10.04.2024 von Anja Hilgert (ZEILE), Headerbild: nach dem Gebet beginnt das Fest Foto: Gerd Gottwald

 

Ein großes Zuckerfest zum Ende des Fastens

Zum Ende des Ramadan fand heute das bedeutende Fest des Fastenbrechens der Muslime statt. Besser bekannt ist der Feiertag hierzulande unter dem Namen “Zuckerfest”. Da der Termin des Festes vom Mondkalender abhängt, fällt es jedes Jahr etwas unterschiedlich – dieses Jahr also auf den heutigen Dienstag 9.April.

Nach der großen Fastenzeit, wo Angehörige des muslimischen Glaubens rund vier Wochen lang jeden Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nicht nur auf Genussmittel aller Art wie Zucker, Kaffee, Tabak, sondern überhaupt auf Nahrung verzichtet und auch sexuelle Enthaltsamkeit praktiziert haben, ist mit dem heutigen Tag die Zeit der Reinigung abgeschlossen und wird mit einem großen Freudenfest beendet. Das Leben darf wieder in seinen vollen Zügen genossen werden und dementsprechende Versüßung erfahren. In großem Stil werden Süßigkeiten verschenkt, vor allem an Kinder, die viele Geschenke erhalten. Daher der Name des Festes. Es wird je nach regionalen Traditionen drei oder mehr Tage lang ausgiebig in Gemeinschaft gefeiert.

im Vordergrund drei Frauen mit Kopftuch, im Hintergrundder Platz unterhalb der Albertbrücke voller Menschen
Alle Altersgruppen waren versammelt unterhalb der Albertbrücke
Foto: Anja Hilgert

Der neue Morgen nach dem Fasten

Nachdem das Fastenbrechen selber am Vorabend traditionell mit einer Dattel und einem Schluck Wasser beendet worden ist, beginnt der neue Tag für muslimische Glaubensangehörige mit dem morgendlichen, speziell für das Ende der Fastenzeit vorgeschriebenen Eid-Gebet. Dieses wird ebenfalls festlich in Gemeinschaft begangen.

Die Gemeinschaft der in Dresden lebenden Muslime feierte viele Jahre lang das Fest mit Gebet und Festaktivitäten auf der Grünfläche der Cockerwiese. Zu diesem für Dresden bereits traditionellen dortigen Feiern vieler verschiedener muslimischer Gruppen und Communities gab es in diesem Jahr erstmals eine gesonderte, zusätzliche, zweite große Zuckerfest-Veranstaltung. Dieser Teil des großen Zuckerfest-Feierns fand in der Johannstadt statt.

Zuckerfest 2024 in Johannstadt

Aus dem gesamten Stadtgebiet kamen die Menschen heute morgen an die Kreuzung Albertbrücke / Käthe-Kollwitz-Ufer, um dort über die lange steinerne Treppe ans Elbufer auf den großen gepflasterten Platz herabzusteigen, wo sonst der samstägliche Elbe-Flohmarkt stattfindet.

auf dem Fußweg neben Sachsenallee strömen viele Menschen Richtung Elbe
Aus ganz Dresden strömen die Menschen zur Albertbrücke
Foto: Gerd Gottwald

Jede an der Sachsenallee ankommende Straßenbahn entließ heute morgen Mengen von Menschen. Ganze Menschentrauben waren zu dem Nadelöhr an der einen Treppe unterwegs. Schon ab acht Uhr waren Parkplätze in den umliegenden Straßen knapp. Aus den Fahrzeugen stiegen festlich gekleidete Menschen aus. In vielen Rüschen fallende Röcke, lange, aufwändig genähte Gewänder, Kopfschmuck aller Art, mit Ziersäumen geschmückte Westen boten das außergewöhnliche Bild einer fein gekleideten Festtagsgesellschaft.

Das Fest wird von Muslimen der ganzen Welt gefeiert. Entsprechend vielfältig zeichnete sich die unterschiedliche kulturelle Herkunft in der Kleidung und äußeren Erscheinung der Menschen ab. Insofern war es auch ein Fest für die Sinne, diese Vielfalt dem versammelnden Platz zuströmen zu sehen.

Festgebet am Elbe-Platz an der Albertbrücke

Nach der Regennacht, die etliche Pfützen hinterlassen hat, haben die Veranstalter auf dem Kopfsteinpflaster vorsorglich Planen ausgelegt, um den am Gebet teilnehmenden Gläubigen einen trockenen Platz zum Sitzen und Niederknien anbieten zu können. Viele der Teilnehmenden versorgten sich selbst ebenfalls mit Plastiktüten oder auch Automatten, um mit oder ohne mitgebrachtem Gebetsteppich einen Platz vor der aufgestellten Kanzel zu beziehen. Zahlreiche Ordner sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung.

Dennoch patrouillierten genau vor dem Höhepunkt der Gebetseröffnung zwei Staatsbeamte der Polizei vorn vor der Menge entlang auf die Verantwortlichen zu, um auf Einhaltung der Ordnung hinzuweisen. Den Elbe-Radweg durchgängig frei zu halten, erwies sich während der Dauer der Veranstaltung als Herausforderung.

 

Kurzer Ablauf und Ende des Festaktes

Frauen mit Kopftuch und Kinder hinter einer Pfütze
Auf dem durchnässten Pflaster des Trödelmarktplatzes versammeln sich die Familien
Foto: Anja Hilgert

Am Rand der ausgelegten Planen reihten sich zahllose abgestellte Schuhe, nur vereinzelt standen noch Menschen an den Rändern, als um die Kanzel herum erste Redner auftraten. Verschiedene Vorredner sprachen zu den Versammelten, bevor das eigentliche Gebet begann. Von neun Uhr an war der Imam zu hören, der die zahlreichen Gläubigen zum Gebet zusammenrief. Ab dem Moment versammelte der Gebetsablauf durch alle Reihen der zahlreichen Männer wie auch Frauen hindurch alle Gläubigen zu einer großen Gemeinschaft.

viele Menschen stehen hinter ihren Gebetsteppichen Hintergrund Albertbrücke und Siluette von Dresden
vor dem Gebet
Foto: Gerd Gottwald

Nach dem Gebet löste sich die Menge nach und nach in einzelne Grüppchen auf, die sich unterschiedlich an die in den Brückenbögen aufgestellten Popcornstände oder zur Hüpfburg verteilten, während vorn aus dem Lautsprecher verschiedene Musiktitel spielten in immer anderen Sprachen und Rhythmen, um den Übergang zum weiteren Festgeschehen einzuläuten. Einige Communities trafen sich noch zu Fotoaufnahmen. Es entstanden Gruppenportraits in Festtagskleidung und zahlreiche persönliche festgehaltene Momente fürs Familienalbum. Oben auf der Brücke fassten sich ein paar junge Männer unter den Armen und übten Tanzschritte ein, in Vorfreude auf den in Erwartung stehenden Tag.

Wie das Fest eingezogen war, so zogen die Versammelten auch bald wieder auseinander, begaben sich in Strömen treppaufwärts und zogen weiter zu den familiären Orten der privaten Zuckerfest-Feiern inner- und außerhalb der Johannstadt.

 

 

 

Frühlingsfest der Stadtkohlrabis: Basteln, Tanzen und Gärtnern mit Madame Klimbim

eingestellt am 20.03.2024 von Nadine Kadic, Headerbild: Tanz und Bewegung mit Madame Klimbim Foto: Nadine Kadic

Können Sie den Frühling schon sehen, riechen und schmecken? Er ist endlich da! Und mit ihm erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben, sondern auch die Garten-Gemeinschaft in der Johannstadt. Am Montag, 18. März 2024 fand ein bezauberndes Frühlingsfest im Bönischgarten statt, bei dem mit allerlei Albernheit und Ausgelassenheit der Winter abgeschüttelt wurde.
Frühlingsfest der Stadtkohlrabis: Basteln, Tanzen und Gärtnern mit Madame Klimbim weiterlesen

Eröffnungsfeier des Bibliotop im Familienzentrum an der Lili-Elbe-Straße

eingestellt am 19.03.2024 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Schriftzug am Bibliotop Foto: Gerd Gottwald

Beitrag von Gerd Gottwald: wie hier bereits angekündigt, wurde am 15.März im Familienzentrum des Kinderschutzbundes Dresden auf der Lili-Elbe-Straße 7 das Bibliotop feierlich eröffnet. Mit viel Spaß und Engagement führte die Stadtteilclownin Madame Klimbim (Yaëlle Dorison) und ihr ebenso lustiger, musikalischer Begleiter durch die Veranstaltung. Eröffnungsfeier des Bibliotop im Familienzentrum an der Lili-Elbe-Straße weiterlesen