Vorschläge für Kunst- und Förderpreise 2021 gesucht

eingestellt am 28.10.2020 von Anja Hilgert (Stadtteilredaktion), Headerbild: Die Landeshauptstadt vergibt Förderpreise für Freie Kunst und produktive Intuition für 2021. Foto: Anja Hilgert

Passend dazu, dass die Landschaft sämtlicher Freien Künste enorm unter Mitleidenschaft gezogen ist, wo Kontakt-,  Ausgangs- und Veranstaltungssperren das kulturelle Leben bis unters Daseinsminimum reduziert halten, ergeht jetzt der Aufruf vom Amt für Kultur und Denkmalschutz an die Dresdner Bevölkerung, mitzuwirken, hinzuweisen und publik zu machen, wo in der Stadt frische, helle, wache, engagierte Talente an Kunstschaffenden tätig und verborgen sind. Die Landeshauptstadt vergibt insgesamt drei dotierte Preise für Kunstschaffende, die in Dresden produktiv künstlerisch tätig sind und will wissen, wer gilt bei den Dresdnern und Dresdnerinnen als wirklich schöpferischer Kopf oder kreativ begabte Truppe? 

Dresdner*innen können Kulturschaffende empfehlen

Sei es Theater, Film, Tanz, Performance, Installation und Musikkonzert oder was die Bühne und das Ausstellungswesen lebendig hält – gesucht sind Hinweise auf Künstler und Künstlerinnen vor allem der Off-Szene, die sich in den Kreisen von Dresdner Bevölkerungsschichten einen Ruf und Namen erworben haben. Wen würdest Du vorschlagen für einen Kunstpreis oder Förderpreis der Landeshauptstadt? Wer hat es endlich oder längst verdient, gewürdigt zu werden?

Mit dem Kunstpreis würdigt die Landeshauptstadt Dresden jährlich Kreative, Kulturschaffende oder Ensembles, die in der Landeshauptstadt einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit hatten oder haben, deren Werk von großer Bedeutung für die Stadt ist und überregionale Anerkennung findet. Bis zu zwei Förderpreise können an Dresdner Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende oder Ensembles vergeben werden, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren künstlerischen Leistungen eine herausragende Entwicklung erwarten lassen.

Jetzt gilt’s

Dresdnerinnen und Dresdner können bis Sonnabend, 31. Oktober 2020, Künstler*innen für den Kunstpreis und zwei Förderpreise der Landeshauptstadt Dresden für das Jahr 2021 vorschlagen.

Die Beigeordnete für Kultur und Tourismus Annekatrin Klepsch unterstützt das Forschen nach Mitbürgern und Mitbürgerinnen, die Kunst schaffen und mit ihren Werken künstlerisch in der Gesellschaft wirksam sind: „Ob Tanz, Literatur, Musik, Videoinstallation oder Fotografie, Dresden hat enormes kreatives Potenzial. Die Dresdnerinnen und Dresdner haben die Möglichkeit, Vorschläge für die einzelnen Preiskategorien einzureichen und dadurch den Fokus auf versteckte Diamanten in der Dresdner Kunst- und Kulturlandschaft zu lenken.“ 

Womöglich unter uns in der Johannstadt?!

Auch in der Johannstadt arbeiten Künstler*innen verschiedenster Genres in ihren  Werkräumen und Ateliers. Wer förderlich beitragen mag, Menschen, die ihre Lebensaufgabe der Kunst widmen, zu honorieren, und zu fördern, dass sie auch in Zukunft ihrer Arbeit produktiv nachgehen können, hat noch bis Sonnabend 31.10 Zeit für Vorschläge.

Vorschläge können bis Sonnabend, 31. Oktober eingeschickt werden an:

  • per Post  :

Landeshauptstadt Dresden
Amt für Kultur und Denkmalschutz
Postfach 12 00 20
01001 Dresden 

  • per E-Mail  :
    email hidden; JavaScript is required

Für die Vorschläge bitte unbedingt das Formblatt nutzen, das unter www.dresden.de/kunstpreis heruntergeladen werden kann. 

Landeshauptstadt Dresden erlässt neue Corona-Allgemeinverfügung ab Dienstag um 0 Uhr

eingestellt am 26.10.2020 von Anja Hilgert (Stadtteilredaktion), Headerbild: Verschärfter Infektionsschutz auch in Dresden Foto: Anja Hilgert

Nachdem in der vergangenen Woche bereits die 7-Tages-Inzidenz von 35 überschritten wurde, liegt der Wert zum Stand heute, 12 Uhr, bereits bei 57 und überschreitet damit die Schwelle von 50 pro 100.000 Einwohner*innen. Die Landeshauptstadt Dresden erlässt daher eine neue Allgemeinverfügung, die ab 27. Oktober 2020, 0.00 Uhr, gilt. Das spätere Inkrafttreten wurde gewählt, um den Bürgern eine Übergangsfrist und eine Möglichkeit für Nachfragen Anfang kommender Woche zu geben. 

„Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus im Moment in unserer Stadt und unserer Region verbreitet, macht weitere Einschränkungen in jedem Fall erforderlich“, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Wir werden die Verordnung erst nach dem Wochenende in Kraft treten lassen, damit die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die unterschiedlichen Wirtschaftsbereiche sich auf die neue Verordnung einstellen können. Wir müssen jetzt gemeinsam versuchen, durch eine konsequente Umsetzung der AHA-Regeln, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und die Gefährdung für Risikogruppen minimieren. Bitte unterstützen Sie uns alle dabei!“ 

Aktuelle Corona-Schutz-Verordnung

Die durch die sächsische Staatsregierung beschlossene aktuelle Corona-Schutz-Verordnung gilt von Dienstag,27. Oktober 2020, bis einschließlich Montag, 25. Januar 2021.

Datenerhebung

Betreiber mit genehmigtem Hygienekonzept von Gastronomie, Hotels, Beherbergungsstätten, Hochschulen, Aus- und Fortbildungseinrichtungen, Sportstätten, sowie Veranstalter von Groß- und Sportveranstaltungen und Ansammlungen im öffentlichen Raum müssen von den Besuchern und Gästen den Namen, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, die Postleitzahl und den Zeitraum des Besuchs erheben.
Die Daten dürfen nur zum Zweck der Nachverfolgung von Kontakten erhoben und nur auf Anforderung an das Gesundheitsamt übergeben werden. Sie sind nach einem Monat zu vernichten.

Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in geschlossenen Räumen

Neben der schon bestehenden Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung u.a. im Öffentlichen Personennahverkehr, in Geschäften und Läden sowie in Reisebussen und neu auch in medizinischen Einrichtungen zu tragen, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung auch für folgende Bereiche verpflichtend:

  • In allen für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr, insbesondere in Einkaufszentren, Beherbergungsbetrieben (Verkehrs- und Gemeinschaftsflächen, Speiseräume bis zum Erreichen des Platzes), Museen und öffentlichen Verwaltungen.
  • In allen gastronomischen Einrichtungen einschließlich Imbiss- und Caféangeboten. Verfügt die gastronomische Einrichtung über Sitzmöglichkeiten, ist das Tragen bis zum Erreichen des Platzes erforderlich. Am Sitzplatz selbst ist das Tragen einer MNB nicht erforderlich.
  • In Kirchen und Räumen von Religionsgemeinschaften und bei Sportwettkämpfen mit Publikum (ausgenommen ist der Bereich Freizeit-und Breitensport mit einer Besucherzahl bis 50 Personen) sowie bei Messen, in Tagungs- und Kongresszentren und bei kulturellen Veranstaltungen, insbesondere in Theatern, Musiktheatern, Kinos, Konzerthäusern, Konzertveranstaltungsorten, Opernhäusern, Musikclubs (ohne Tanz), Zirkusse. Dies gilt auch während der Aufführung.
  • Bei Sport- und Großveranstaltungen sowie Zusammenkünften und Ansammlungen im öffentlichen Raum (z.B. Bürgerversammlungen).
  • In Schulgebäuden und zusätzlich auch auf dem Gelände von Schulen, mit Ausnahme des Unterrichts sowie bei Tätigkeiten im Freien. Die Ausnahmen nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung für den Gruppen- oder Klassenverband gelten weiter.
    Personen, die entgegen dieser Verpflichtung keine Mund-Nasen-Bedeckung im Schulgebäude oder auf dem Gelände der Schule tragen, ist der dortige Aufenthalt untersagt.

Arbeitgeber sind gehalten, für ihre Beschäftigten mit Kunden- und Besucherverkehr geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) unter freiem Himmel

An Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs und in Bahnhöfen sowie auf Wochenmärkten unabhängig der Uhrzeit.

In den belebten Innenstadtlagen immer von Montag bis einschließlich Samstag in der Zeit von 7.30 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag. Ausgenommen ist die Fortbewegung per Fahrrad oder beim Joggen, sprich Fortbewegung ohne zu verweilen.

Beschränkung der Personenzahl

  • Private Zusammenkünfte und Feiern sowie Familienfeiern in Gaststätten oder von Dritten überlassenen Räumen: max. 10 Personen
  • Betriebs- und Vereinsfeiern: max. 10 Personen
  • Groß- und Sportveranstaltungen: max. 100 Personen
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum: max. 100 Personen. Für Versammlungen nach dem Versammlungsrecht gilt dies nicht. Hier gibt es gesonderte Regelungen.

Für Konzertveranstaltungsorte, Kinos und Theater gilt das Hygienekonzept und die darin benannten Schutzmaßnahmen.wenn zusätzlich folgende Auflagen beachtet werden:

  • Datenerfassung wie oben beschrieben,
  • Mund-Nasen-Bedeckung für die gesamte Dauer des Aufenthalts, einschließlich Aufführung,
  • verpflichtende Einhaltung eines Mindestabstandes nach den Regelungen der Allgemeinverfügung.

Sperrstunde und Alkohol-Ausschankverbot

Schank- und Speisewirtschaften sind von 22 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag zu schließen. Alkoholika und alkoholhaltige Getränke dürfen von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages nicht abgegeben werden. Dies gilt für alle Einrichtungen, auch für Gastronomie oder den Einzelhandel.

Versammlungen im Sinne des Versammlungsrechtes

Es wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Versammlungsteilnehmer und ordnenden Kräfte angeordnet. Außerdem sind nur ortsfeste Versammlung zulässig und Aufzüge untersagt. Zudem gilt als Obergrenze für die Zahl der Versammlungsteilnehmer ein Flächenansatz von vier Quadratmeter pro Person, um die Abstände zwischen den Teilnehmenden besser zu gewährleisten.

Prostitutionsstätten

Die Öffnung und der Betrieb von Prostitutionsstätten und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt.

Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens

Einrichtungen, wie Altenpflegeheime, Krankenhäuser und Einrichtungen der Behindertenhilfe, sind angehalten, strikte Besuchszeiten und Regelungen zur Reduzierung der Besuchszahlen einzuführen, soweit dies nicht schon praktiziert wird. Ziel ist es, einen Eintrag in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Personengruppen zu vermeiden.

Fälle in Einrichtungen der Johannstadt

Unter www.dresden.de/corona ist jetzt ein Dashboard zu von Corona-Fällen betroffenen Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Asylbewerberunterkünften verfügbar. 

Das Gesundheitsamt aktualisiert gegebenenfalls mehrmals täglich die Gesamtzahl der jeweils betroffenen Einrichtungen und der in Quarantäne befindlichen Personen. Über eine Karte können Nutzer zudem für einzelne Kitas und Schulen per Klick die Dauer der Quarantäne erfahren.   

In der Johannstadt derzeit betroffene Einrichtungen:

Fremdsprachenschule

Ende der Quarantäne 2/11/2020
Personen in Quarantäne 28
Adresse Gerokstraße 20
Stand 23/10/2020

 

Weitere aktualisierte Informationen:

Aktuelle Informationen des Freistaates Sachsen:

Infoportal Coronavirus
Antworten auf häufige Fragen
Amtliche Bekanntmachungen

Corona-Hotline des Freistaates Sachsen: 0800-1000214

Infos auf der Seite der Stadt Dresden

 

Von Bienen lernen: Jan Sarrazin und der Bienengarten der Johannstadt

eingestellt am 24.10.2020 von Anja Hilgert (Stadtteilredaktion), Headerbild: Bienenhaltung in der Johannstadt mit Mehrwert für den Stadtteil Foto: Anja Hilgert

Die Flugtätigkeit war noch rege an den Einflugschneisen der Bienenkästen in den Internationalen Gärten e.V. der Dresdner Johannstadt, als noch die Spätsommersonne lockte mit langen Strahlen voll Licht und Wärme, die nicht nur Menschen verwöhnen. Wachenden Auges verfolgt der Imker im Johannstädter Bienengarten die Regsamkeit seiner Bienenvölker zum Ende dieses Bienenjahrs.

Goldrute, Amaranth und Sonnenblumen, auch letzte Kornblumen, Horte von bodenkriechender Kapuzinerkresse, Ringelblumen und die Stände von Klee und Pfefferminze wachsen als später Ausdruck sommerlicher Fülle im Gehege der Johannstädter Bienen. Sie bieten in weit geöffneten Kelchen letzte Bestände an Nektar und Blütenstaub preis. Bienen, die mit ihren Fühlern sehr feinstofflich riechen, finden hier noch späte Nahrung, um die Honigvorräte fürs Überwintern ihres Bienenvolkes weiter aufzustocken.

Letzte Sammlertätigkeiten auf der Johannstädter Bienenweide Foto: Anja Hilgert

Vom weiten Weg der Johannstädter Bienen

Bis die Bienen ein sicheres Zuhause in der Johannstadt gefunden haben, sind gut sechs Jahre vergangen. Die Idee zur Bienenhaltung im Johannstädter Stadtteil kam in einer gärtnernden Gruppe im alten Internationalen Gemeinschaftsgarten auf, der sich damals noch auf der Pfotenhauerstraße, innerhalb der Gleisschlaufe der alten Straßenbahnführung befand. Um den vielen Kindern, die dort im Garten mit wirtschafteten, zu erklären, woher die Früchte kommen, die sie ernten, ging die Interessengemeinschaft für Bienen an den Start.

Michael Beleites, Landwirt und namhafter Akteur der Umweltbewegung zu DDR-Zeiten, stiftete im Frühjahr 2014 einen ausgeflogenen Schwarm aus seinen Beständen und wurde damit Bienenvater des ersten Volkes für die Johannstadt. Es erhielt sein Zuhause auf dem Dach des Wohncontainers in den Internationalen Gärten. Beratung folgte über den Kontakt vom Imkerverein, und weil es damals nicht so war wie heute, wo Imkerkurse für Stadtbienenhaltung aufs Jahr ausgebucht sind, musste man sein Wissen erarbeiten und „das so machen, wie man’s empfohlen bekommt und am Anfang einfach nur mitlaufen“, resümiert Jan Sarrazin den damaligen Einsteig in sein heutiges Tätigkeitsfeld. 

Unter dem Rauch aus dem Smoker ziehen sich die Bienen in den Stock zurück, so kann dieser für einen Einblick aufgedeckt werden
Foto: Anja Hilgert

Tierhaltung verlangt Einigkeit

Arbeit brachte das neue Hobby genug. Über Fördermittel der anstiftung finanzierte der Verein eine erste Ausstattung an Kisten, Rahmen und auch Imker-Schutzkleidung. Es war ein „Sprung ins kalte Wasser“, gesteht Jan Sarrazin, „Was aber gut war, sich gegenseitig zu befruchten und gemeinsam an der Sache zu wachsen.“ Nach einem Jahr war deutlich, wie intensiv und beständig die Betreuung an den Tieren dran sein muss, um sie gesund zu erhalten. Eine mehrköpfige Gruppe stellte sich für die Aufgabe nicht als entsprechend handlungsfähig heraus. Zu weit lag man auseinander, zu langwierig wurden Entscheidungsprozesse, zu unterschiedlich war die Verbindlichkeit. „Tierhaltung verlangt Einigkeit“, betont Jan Sarrazin und zeigte sich bereit, für das Projekt auf lange Sicht verantwortlich zu zeichnen. 

Das Bienenjahr geht zu Ende, die Vorräte in den Waben werden verdeckelt
Foto: Anja Hilgert

Bienenumzug und Quarantäne

Als 2016 die Internationalen Gärten e.V. im Zuge der Flächenumnutzung einem Parkhaus weichen mussten, organisierte er den Umzug auch für die Bienen ins neue Quartier des jetzigen Standorts Ecke Holbein/Permoserstraße. Dort allerdings gab es einen Vorbehalt: Die Bienen konnten vorerst nicht fest stationär aufgestellt werden, da im Laufe der Folgejahre, ungewiss wann genau, ein am Grundstück entlangführender Wegebau geplant war. Ungewissheit war kein guter Standortfaktor für rhythmisch lebende Bienen.

Jan Sarrazin wurde nicht müde, für seine Bienen zu sorgen und brachte die sechs Völker am bestehenden Stellplatz eines befreundeten Imkers unter. Auf der Homepage der Internationalen Gärten war für geraume Zeit zu lesen, die Johannstädter Bienen seien vorübergehend umquartiert und kehrten im Sommer wieder zurück in ihr angestammtes Zuhause. Doch noch hat das Warten auf die ersten Johannstädter Bienenvölker kein Ende. Bis heute stehen sie im Übergangsquartier und können nicht weg. Wegen des Ausbruchs der Amerikanischen Faulbrut bei einem der Imker steht die gesamte Stellfläche geschlossen unter Quarantäne. Die Johannstädter Bienen sind wohlauf, aber nicht reisefähig.

Die Königin gibt permanent Hormone ab und versammelt ihr Volk im unverkennbaren Eigengeruch
Foto: Anja Hilgert

Projektschmiede Bienengarten

Die Abwesenheit der Bienen beförderte unterdessen im Plenum der Internationalen Gärten Gedankenspiele und schließlich den Plan, die Bienenhaltung am Fuße der Hochhausbauten der Holbeinstraße auszubauen. Getreu dem allerersten Gedanken entstand der Ansporn, das Imkern in den Internationalen Gärten weiter mit Bildungsarbeit zu verbinden. Für Jan Sarrazins gehört es zum Selbstverständnis, mit seiner Arbeit an den Bienen einen Mehrwert zu schaffen. Also nicht allein für sich und etwa den Honigertrag zu wirtschaften, sondern noch mehr Menschen und vor allem Kindern und Jugendlichen Zugang zu verschaffen zum Wesen der Bienen. Von ihrem Wohlbefinden hängt für den Menschen viel ab, vor allem die Bestäubung von Pflanzen, sowohl des eigenen Nutzanbaus, darunter insbesondere die Obstbäume, aber auch im Allgemeinen. Das Wachsen, Erblühen, Frucht tragen, Fortpflanzen der Pflanzen, für das die Bienen Sorge tragen, ist unsere Lebensgrundlage.

Artenvielfalt und nachhaltige Nutzung der Natur inmitten der Johannstadt
Foto: Anja Hilgert

Es wurde „ein bisschen gesponnen, wie das gut umzusetzen wäre,“ um das Wesen und die Lebensweise der Bienen Interessierten und Besucher*innen näherzubringen.
Nachdem der Fußweg entlang der Längsseite des Grundstücks fertig gebaut war, konnte für den neuen bleibenden Standort Hand und Verstand angelegt werden. Der Aufstellungsort für die Bienen wurde unter Berücksichtigung aller Bedingungen vor Ort so geplant, dass die ausfliegenden Bienen nicht die Bahn passierender Fußgänger oder gärtnernder Vereinsmitglieder kreuzen würden. Jegliche Verletzungsgefahr musste ausgeschlossen werden, vor allem, wenn man daran dachte, Menschen achtsam an die Bienen heranführen zu wollen, um sie ihnen nah zu bringen. Die Angst vor dem Bienenstich ist mächtig und berechtigt, wenn man als Veranstalter die Verantwortung trägt.

Mit Bienen im Gehege

Ein regelrechtes Gehege wurde geplant mit ausreichend hohem Zaun, um den Bienenflug gleich von den Kisten weg nach oben zu steuern. Die umstehenden hohen Bäume der Umgebung gaben der Idee Sinn, denn ihre blütenreichen Kronen sind eine Haupt-Bienenweide!
Es ist längst kein Gerücht mehr, dass Stadtbienen mehr Nahrungsquellen, in reicherer Vielfalt und zu natürlicheren Bedingungen vorfinden als ihre Artgenossinnen auf dem Lande. Bienen besuchen auf Ihrem Sammelflug bevorzugt Blüten der gleichen Pflanzenart. Sie kommunizieren die Fundstelle an ihre Mitbienen im Stock weiter und teilen die ergiebige Futterquelle. Dazu braucht es Tausende gleicher Blüten. Für Jan Sarrazin Bienen zum Beispiel die von Linden. In der Stadt sind vor allem blühende Gehölze Bienenweiden: Bäume, Hecken und Sträucher werden ausgiebig angeflogen und besammelt.

Gut verträgliche Nachbarschaft mit Bienen
Foto: Anja Hilgert

Die Anschaffung aller notwendigen Baumaterialien für den neuen Bienen-Standort ermöglichte ein Projektantrag beim Stadtteilfonds Johannstadt. Jan Sarrazin fand durch Torsten Görg umfassende Beratung und die nötige konsequente Unterstützung bis zur Umsetzung seines pädagogischen Kerngedankens.
Unter Einsatz von „richtig viel ehrenamtlicher Arbeit“, entstand für die Öffentlichkeit gut sichtbar, unmittelbar am vorbeilaufenden Fußweg ein Areal, von dem Sarrazin hofft, dass es „hoffentlich jeden Tag zur Verschönerung der Johannstadt beiträgt.“ Eine Einzäunung in Wabenform gewährt den Passanten des Fußweges Schutz vor den Bienen und zugleich Einblick in die Bienenhaltung. Auch Kindergruppen, die aus den umliegenden Kitas jahreszeitliche Streifzüge durch den Garten unternehmen, kommen nicht in unmittelbaren Kontakt mit den fliegenden Bienen, die sich dennoch beobachten lassen.

Illustrierte Schautafeln am Bienengehege leisten erste kreative Vermittlungsarbeit
Foto: Anja Hilgert

Schautafeln aus dem Kinder-Bienen-Bilder-Buch 

In einem Kinder-Bienenbuch des polnischen Autors Piotr Socha fand Sarrazin schließlich die entscheidende Anregung zur Umsetzung der angedachten Schautafeln am Bienenzaun. Das Bienenbuch von Piotr Socha, auf polnisch erschienen, in 15 Sprachen übersetzt, illustriert auf einfache, kindgerecht anschauliche und klare Weise alles, was Bienenhaltung betrifft. Jan Sarrazin ist noch immer erstaunt und tief dankbar, dass der Verlag tatsächlich die Erlaubnis erteilte, 4 Bildseiten für die Zwecke von Schautafeln für die Johannstadt zu verwenden. Er scheute die Mühen nicht, die das hochformatige Scannen und hochwertige Fabrizieren der Tafeln mit sich brachte. Auf seinem vielbepackten Fahrrad schwang er durchs Viertel, um den Bienen-Standort professionell, nachhaltig und langlebig auszustatten.

Na klar, Honig von hier!

Den eigenen, Bioland zertifizierten Honig aus seinem Johannstädter „Stockwerk“ vertreibt Jan Sarrazin mittlerweile in der Verbrauchergemeinschaft Elisenstraße.

Sich damit in Ruhe und Zufriedenheit zu wiegen, kommt für Jan Sarrazin nicht in Frage. Da ist die Sache mit dem Mehrwert. Die Bienen sind gut durchs Jahr gekommen, die Völker sind stark und der Stock gut bevorratet. Das Gehege steht stabil eingerichtet und ist GPS-gesichert. In Zaungesprächen erhält Jan Sarrazin direkte Anfrage nicht nur zum Verkauf seines Honigs, sondern die Nachbarschaft ist den Bienen gegenüber freundlich und interessiert aufgeschlossen: „Na klar, der Honig kommt von hier!“

Alles durchs Flugloch hineingetragen: Im Stock geschieht die Verarbeitung zu Jan Sarrazins biozertifiziertem „Stockwerk“-Honig
Foto: Anja Hilgert

Per QR Code in acht Sprachen: Von Bienen lernen

 
Die Johannstadt ist ein kulturell sehr durchmischter Stadtteil, und insbesondere die Internationalen Gärten setzen sich für gelebte kulturelle Vielfalt und Verständigung ein. Für die Schautafeln, die in deutscher Sprache gedruckt sind, hat Sarrazin Ausgaben in acht weiteren Sprachen erworben: Chinesisch, Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch werden gerade als Tondokument eingelesen, das dann per QR Code mit dem Handy abrufbar ist.
Das Projekt im Johannstädter Bienengarten nimmt allmählich die Form an, von der die ursprüngliche Vision handelte. Nach der Ideenwerkstatt des Stadtteilfonds konkretisierte sich das weitere Vorgehen. Jetzt ist Jan Sarrazin soweit, seine Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen anzusteuern, um das gesammelte Wissen über die Bienen anschaulich zu verbreiten und nicht nur über, sondern vor allem von Bienen zu lernen: In einem zweiten soeben bewilligten Projektantrag geht es nun an die konkrete pädagogische Planung und Umsetzung von Workshops an Johannstädter Schulen für insgesamt 480 Schüler*innen, die darin an die Berufung des Imkerns herangeführt und mit der Lebensweise der Bienen vertraut gemacht werden.

Übers ganze Jahr bei der Arbeit: Imkern in der Johannstadt
foto: Anja Hilgert

Manche Biene fliegt taumelnd vor Gewicht in den Höschen zurück zum Flugloch. Dunkel orange ist ihr Gepäck, das sie gesammelt hat auf tagweiter Bahn. In den Blütenpollen steckt die Kraft eines ganzen Sommers.
Einzelne Tage, in denen die Kälte anzieht und kaum mehr Sonne durch dichte Wolkentiefs dringt, werden mittlerweile mancher Biene zum Verhängnis. Zu weit vom Stock entfernt an einer Blüte hängend, mit halbhohen Höschen, reicht die Kraft oft nicht mehr für den Heimweg. Für die Bienen ist der Winter bereits nah. Im Stock, den über Sommer mehrere Zehntausend Bienen bewohnten, sind bereits Vorräte angelegt, um das zusammenrückende Volk durch die kalte Jahreszeit zu bringen.
Jan Sarrazin ist zuversichtlich, dass sein Bienengarten Früchte tragen wird.

Bienengarten Johannstadt

  • Internationale Gemeinschaftsgärten Holbein-/Ecke Permoserstraße
  • den Honig „Stockwerk“ gibt es in der Verbrauchergemeinschaft Elisenstraße zu kaufen

Besuch des Bildungsbürgermeisters in der „Johanna“ und Dreh durch Dresden Fernsehen am 23.10.2020 

eingestellt am 22.10.2020 von Anja Hilgert (Stadtteilredaktion), Headerbild: Elemente neuer Nutzung des Schulhofgeländes an der Johanna-Grundschule. Foto: Anja Hilgert

Der vorgesehene Termin des prominenten Besuchs durch die Landeshauptstadt Dresden an der Johanna war zum Ende der Bauhütten-Woche am 15. Oktober 2020 aufgrund von Regenwetter und Pandemie-Hygieneschutz ausgefallen und wird jetzt Dank engagiert agierender Projektbeteiligter unmittelbar noch in den Herbstferien nachgeholt.

Am Freitag, 23. Oktober 2020, zwischen 12:45 und 14:15 Uhr, werden 5 Kinder der 102. Grundschule, die Leiterin des Horts Frau Ziegenbalg sowie die Projektleitung von „Schullebensraum“ für den Bildungsbürgermeister der Stadt Dresden eine kleine Führung zu den fertigen Bauprojekten aus der „Woche der Bauhütten“ geben und ihre Ergebnisse präsentieren.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser folgt gern der Einladung der Schule, um das Beteiligungsprojekt der „Woche der Bauhütten“ kennenzulernen, das Bestandteil des Zukunftsstadt-Projektes „Schullebensraum“ ist.
Dresden Fernsehen wird den Termin redaktionell begleiten und einen kleinen Beitrag im Rahmen des „Zukunftsstadt Dresden“-Projekts produzieren.

Eine Woche selbst gestaltete Schule
Foto: Anja Hilgert

In der zukunftsweisenden Schulaktion „Wir verwandeln unseren Schulhof“ hat die „Woche der Bauhütten“ an der 102. Grundschule „Johanna“ vom 12. bis zum 16. Oktober (johannstadt.de berichtete) die gesamte Schule zusammengebracht, also Lehrer*innen, Hortner*innen und vor allem die Kinder der ersten bis vierten Klassen mitsamt ihrer engagierten Eltern, um beim Umbau des Schulgeländes eigenverantwortlich Hand und viele Hände anzulegen.

Die Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren arbeiteten Klassenstufenweise und gemeinsam mit Handwerkerinnen und Handwerkern, Künstlerinnen und Künstlern sowie mit dem Projekt-Team von „Schullebensraum“ und der Lehrerschaft aktiv mit Holz, Sandstein und mehr an der Neugestaltung des Außengeländes, auch dem zukünftigen Schulhof bzw. an Objekten für ihre Schule wie z.B. zwei dritte Klassen ihre Garderoben neu gestalteten.

Bewegung und kreative Spielmöglichkeiten auf wenig Raum
Foto: Anja Hilgert

Das Projekt „Schullebensraum“ endet am 31. Dezember 2020. Eine Verstetigung ist aktuell zwar noch nicht geplant, dafür aber eine inhaltsreiche Projektauswertung in 2021, inklusive eines dazugehörigen Projekt- und Dokumentationsleitfadens für Beteiligte und ähnliche Projekte. Damit wird die Weitergabe der Methodenkompetenz professionell unterstützt und soll auch an anderen Schulen exemplarisch angewendet werden. Insofern ist die Einschätzung interessant, welche Bedeutung das Projekt für die Schulentwicklungsarbeit der Landeshauptstadt Dresden haben könnte.

Weitere Informationen:

Kontakt zur Schule:

Frau Frömmel (Schulleiterin), Frau Keßler (stellv. Schulleiterin)
Telefon: 0351 4593168
E-Mail: email hidden; JavaScript is required
Internet: cms.sachsen.schule/index

Mehr zum Projekt „Schullebensraum“

Ansprachpartner*innen: Sigrid Boettcher-Steeb, Thomas Kowalski, Projektsteuerung „Schullebensraum“
Telefon: 0170 4191994
E-Mail: email hidden; JavaScript is required
Internet: johannstadt.de/stadtteilverein/schullebensraum/

Johannstädter Gemeinschaftsgärten für biologische Vielfalt ausgezeichnet

eingestellt am 21.10.2020 von Anja Hilgert (Stadtteilredaktion), Headerbild: Beete anlegen für Artenvielfalt im städtischen Lebensraum Foto: Andrea Schubert

Dieses Jahr 2020 ist das letzte Jahr des Handlungszeitrahmens, mit dem die Vereinten Nationen den Schutz der Artenvielfalt zum Programm erhoben haben: Die UN-Dekade für biologische Vielfalt läuft von 2011 bis 2020 und soll die Bedeutung der Artenvielfalt für unser Leben bewusst machen und aktiv Handeln anstoßen. Deutschland hat zusätzlich die nationale Strategie der Naturschutz-Offensive 2020 deklariert, um Maßnahmen zum Schutz und der Erhaltung der biologischen Vielfalt mehr Aufschwung zu versetzen. In Dresden sind bereits mehrere „Projekte der Artenvielfalt“ entwickelt worden,  die neueste Auszeichnung erhielten die Gemeinschaftsgärten des UFER-Projekte Dresden e. V., darunter auch der Bönischgarten, unter Liebhabern kurz Boeni genannt, in der Johannstadt.

Die Gemeinschaftsgärten des UFER-Projekte Dresden e. V. sind als Projekt der „UN-Dekade biologischen Vielfalt“ ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Eva Jähnigen überreichte im Rahmen des UN-Tages zur Biologischen Vielfalt die auszeichnende Urkunde stellvertretend an Mitglieder des Vereins.

Ausgezeichnet in der Johannstadt

Einer der acht Gemeinschaftsgärten der nun ausgezeichneten UFER-Projekte ist der Bönischgarten in der Nördlichen Johannstadt. Wo einst eine öde Durchgangsfläche leer und unbeachtet zwischen Wohnblocks lag, grünt jetzt aus hochgebauten Beeten von Blumen bis Gemüse, was das Herz begehrt. Kapuzinerkresse leuchtet alarmierend rotorange und Sonnenblumen wachsen meterhoch und winken, wenn der Wind durch weht. Kleine und große Hände graben hier in der Erde, säen, pflanzen, hüten und stiften einen Ort, wo Farben, Düfte und Früchte wachsen. Selbstgebaute Palettenmöbel laden ins Viertel hinein verschiedenste Personengruppen zum Verweilen ein, auch morgens früh oder nächtlich spät.

Der Bönischgarten auf der Freifläche hinter Ärztehaus und Kaufhallen in der Nördlichen Johannstadt. Foto: Andrea Schubert

Der Bönischgarten ist wie die anderen Gemeinschaftsgärten auch ein urbaner Ort für Begegnung im Grünen, Nachbarschaft und kulturellen Austausch, wo vorher eine unbelebte Fläche war. Das Grundstück umfasst rund 1300m2 und ist von der Stadt gepachtet, zunächst im Rahmen einer Zwischennutzung. Seit April 2017 geht es hier darum, gemeinsam einen Garten oder grüne Oase entstehen zu lassen, zu bauen und zu spielen, zu backen und zusammen zu entspannen. Viele haben einander über den Bönischgarten erst kennengelernt und gemeinsame Interessen entdeckt.

Neben dem Gärtnern steht das Entstehen einer offenen Nachbarschaftsgemeinschaft im Vordergrund: Alle Beete werden gemeinschaftlich in Mischkulturen angelegt und gepflegt und die Erträge gemeinsam geerntet und vernascht. Anwohner*innen, Vereinsmitglieder und Gäste können gemeinsam ausprobieren, lernen und ernten. Der Verein bietet offene Gartenzeiten, Abendbrotrunden, Workshops und Bildungsangebote zur Bewahrung und Förderung von biologischer Vielfalt.

Auf einstigen Brachflächen Rosen blühen lassen!     Foto: Andrea Schubert

Mehr Mitstreiter*innen für Artenvielfalt

Mit dem Förderprogramm der UN-Staaten UN-Dekade für biologische Vielfalt sollen international mehr Mitmenschen für die Bedeutung der Artenvielfalt unter den Lebewesen dieser Erde sensibilisiert werden. Das Bewusstsein und die Achtung zu entwicklen, als Mensch die Fülle der Angebote der Natur frei zur Verfügung zu haben und für sich nutzen zu können, ist ein Appell ans kollektive Verantwortungsbewusstsein. Ein partnerschaftliches Verhältnis mit der Natur einzugehen, ein weiterer Schritt des Umdenkens, das durch die UN Dekade befördert wird. 

Als wichtigstes Element gilt das lokale Engagement für Erhalt und Garantie der Artenvielfalt innerhalb eines bestimmten Lebensraums. Die gärtnernde Gemeinschaft um den Bönischgarten tut dies beispielgebend und mit Lustgewinn in der Johannstadt. Zur Erhaltung, Kultur und Pflege von Pflanzen zählt auch die Saatgutgewinnung und Saatgutsicherung sowie die Weitergabe von Wissen insbesondere an jüngere Generationen: Kinder und Jugendliche herzlich willkommen!

Kleine Hände, die nach Schätzen graben    Foto: Andrea Schubert

Der Themenschwerpunkt der letzten beiden Dekaden-Jahre 2019/2020 ist den Insekten gewidmet als artenreichster Tiergruppe. Bei aller Kleinheit und Winzigkeit die immense Bedeutung hervorzukehren, die Insekten für den intakten Kreislauf der Natur haben, ist ein dringliches Anliegen des Aktionsbündnisses. Denn immer mehr Arten, die wir als selbstverständlich vorhanden voraussetzen, leben an der Grenze zum Aussterben: Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, um nur diese drei zu nennen, sind durch vom Menschen betriebene intensive Wirtschaftsweisen in ihren natürlichen Lebensräumen bedroht, mit Folgeschäden für das gesamte Ökosystem, Lebensgrundlagen menschlichen Lebens inclusive. 

Der Kreis schließt sich und macht deutlich, wie der Schutz der Artenvielfalt die Erhaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen bedingt.
Projekte, die im Zuge der UN Dekade ausgezeichnet werden, nehmen mit ihrem Engagement für den Erhalt der Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten eine Vorbildfunktion ein. Mit der Auszeichnung soll auf beispielgebende Initiativen aufmerksam gemacht werden, um so weiteres Interesse für die biologische Vielfalt in der Breite der Bevölkerung zu wecken und mehr Mitmenschen zu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden.

Wer Interesse hat und mitmachen will, kann direkt Kontakt aufnehmen: Vor Ort oder unter email hidden; JavaScript is required!

Weitere Informationen

Mittelmeertief lässt Elbe an die 4-Meter-Marke schwappen

eingestellt am 16.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Blick auf die Elbe. Foto: Anja Hilgert (Archiv)

Am Wochenende könnte am Elbpegel Dresden die 4 Meter-Marke erreicht werden. Hier liegt der Richtwert für die Hochwasser-Alarmstufe 1. Teile des Elberadwegs sind derzeit eingeschränkt. 

Die reichlichen Niederfälle der letzten Tage haben die Elbe anschwellen lassen. Noch ruft die untere Wasserbehörde keinen Alarm aus. „Unter Beachtung der Entwicklung in Tschechien ist dies verzichtbar“, erklärt Umweltamtsleiter Wolfgang Socher. „Ein weiterer Anstieg des Wasserstands nach dem Wochenende ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten“, ergänzt er.

Regenmengen zwischen 50 und 60 Millimeter

Am heutigen Freitag, 16. Oktober 2020, 7 Uhr, wurde zunächst die 3-Meter-Marke überschritten. Bis auf Einschränkungen auf Teilen des Elberadweges und ufernahen Parkplätzen sind keine Verkehrseinschränkungen oder gar Straßensperrrungen zu erwarten.

In Dresden wurden am Dienstag und Mittwoch Regenmengen von 50 bis 60 mm registriert. Die städtischen Gewässer zweiter Ordnung waren randvoll, zu Ausuferungen kam es jedoch nicht. An Weißeritz und Lockwitz traten keine Probleme mit der erhöhten Wasserführung auf.

Der Anstieg der Elbe geht vor allem auf die ergiebigen Niederschläge dieser Woche im Einzugsgebiet der tschechischen oberen Elbe zurück, ausgelöst durch ein Mittelmeertief. Besonders bei den linkselbischen Nebenflüssen führte der Regen zu erheblichem Anstieg der Wasserstände. Betroffen waren die Flüsse Louèna, Novohradka und Chrudimka. Für die tschechischen Kreise Liberec, Hradec Kralove und Pardubice war die höchste Hochwasser-Alarmstufe ausgelöst worden. Mittlerweile haben sich die Hochwasserscheitel eingestellt, die Wasserführung weist eine fallende Tendenz auf. Das Einzugsgebiet der Moldau ist kaum betroffen.

Thomas Löser hat sein Wahlkreisbüro am Bönischplatz eröffnet

eingestellt am 15.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Zu Gast bei Thomas Löser in seinem ersten Wahlkreisbüro. Foto: Philine Schlick

In das ehemalige Büro der TUI-Filiale am Bönischplatz 11 ist Anfang Oktober das Wahlkreisbüro des Grünen-Politikers Thomas Löser eingezogen. Die Entscheidung für den Standort Johannstadt kam nicht von Ungefähr. Die Tür steht Bürger*innen mit Redebedarf offen.

Das ehemalige TUI-Reisebüro ist jetzt Wahlkreisbüro. Foto: Philine Schlick
Das ehemalige TUI-Reisebüro ist jetzt Wahlkreisbüro. Foto: Philine Schlick

Noch wummern vor der großen Fensterfront am Bönischplatz 11 schwere Maschinen. Doch wenn der Umbau des Platzes endlich abgeschlossen ist, verspricht das Wahlkreisbüro in den ehemaligen Räumen der TUI-Filiale ein Treffpunkt zum ungestörten Austausch werden. Das Büro ist nicht nur als Anlaufstelle für Bürger*innen, sondern auch als Veranstaltungsraum gedacht, betont Thomas Löser.

Der Bereich für Podiumsdiskussionen. "Jetzt fehlt nur noch der Beamer", so Thomas Löser. Foto: Philine Schlick
Der Bereich für Podiumsdiskussionen. „Jetzt fehlt nur noch der Beamer“, so Thomas Löser. Foto: Philine Schlick

Ein Stadtteil, in dem Welten aufeinander treffen

„Mir ist es wichtig, dass hier nicht einmal im Monat Licht brennt und die Räume ansonsten leer stehen“, formuliert er überspitzt. Für einen geringen Obolus steht das Büro für Initiativen und Veranstaltungen offen. Derzeit, so Löser, werde das Angebot vom Johannstädter Plattenchor genutzt. Die übrigen Räume des großzügig geschnittenen Ladengeschäftes werden vom Ausländerrat und dem Recycling-Designer Johannplasto genutzt.

Blick durch die Scheibe des Wahlkreisbüros auf die Baustelle Bönischplatz. Foto: Philine Schlick
Blick durch die Scheibe des Wahlkreisbüros auf die Baustelle Bönischplatz. Foto: Philine Schlick

Als gebürtiger Johannstädter und unmittelbarer Nachbar hatte Thomas Löser das Ladengeschäft erspäht. Mit dem Standort „zwischen Gründerzeit und Platte“ ist er sehr zufrieden – nicht nur, weil ihn die Dresdner Baukultur interessiert, die hier „durch alle Zeitschichten“ besonders kontrastreich ablesbar ist: „Die Johannstadt ist ein Stadtteil, in dem Welten aufeinander treffen.“ Das Viertel spiegele die Diversität seines gesamten Wahlkreises wider, der neben der Johannstadt Altstadt, Seevorstadt, Friedrichstadt, Wilsdruffer und Pirnaische Vorstadt umfasst.

Thomas Löser wuchs in einem Hochhaus an der Gerokstraße auf. Als Jugendlicher zog es ihn über die Elbe in die Neustadt. Mittlerweile lebt er wieder in der Johannstadt, gemeinsam mit seiner Familie.

Anlaufstelle für alle Politikinteressierten

Einige Bürger*innen haben die offene Sprechstunde bereits genutzt, erzählt Thomas Löser. Sie versteht sich als Angebot für „alle, die mit den Füßen auf demokratischem Boden stehen“, erklärt er.  „Ich verstehe mein Büro als Gesprächsangebot für Politikinteressierte – auch wenn sie nicht Grüne wählen.“

Thomas Löser - mit Mütze und ohne. Foto: Philine Schlick
Thomas Löser – mit Mütze und ohne. Foto: Philine Schlick

Im Stadtrat setzt sich Thomas Löser für die Themen Bildung, Bauen und Wohnen sowie Stadtentwicklung ein. Als besonders brisantes Thema in der Johannstadt nimmt er die Schulentwicklung wahr. Deshalb widmet sich die erste Veranstaltung im Wahlkreisbüro am 17. November der Frage „Welche Schulstandorte braucht die Johannstadt?“ Zu Gast wird u.a. Jan Donhauser sein.

Am 1. Dezember findet die zweite Diskussionsrunde unter dem Motto  „Sachsen 100 Prozent erneuerbar?“ zum Thema Klima und regenerative Energien statt. Thomas Löser erachtet es als wichtig, dass das Thema Klimaschutz auch beim Bau von Gebäuden beachtet und repräsentiert wird. Die neue Turnhalle der 102. Grundschule beispielsweise werde aus Holz, einem nachwachsenden Rohstoff, erbaut. Ein Beispiel für die Zukunft, findet Löser.

Offene Bürgersprechstunde im Wahlkreisbüro Thomas Löser

  • Bönischplatz 11, 01307 Johannstadt
  • Dienstag von 15 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 13 Uhr
  • www.thomasloeser.de

Infoveranstaltung zum Parkraumkonzept am Uniklinikum

eingestellt am 15.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Blick in den Hof des Uniklinikums. Foto Alexandra Jentsch

Am Montag, 26. Oktober 2020, stellt das Stadtplanungsamt das Parkraum-Konzept für die Gestaltung des Umfelds des Uniklinikums vor. Wer an der Info-Veranstaltung teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 23. Oktober anzumelden.

Mitarbeiter*innen des Stadtplanungsamtes stellen zum Monatsende das Konzept zur Parkraumbewirtschaftung für das Umfeld des Universitätsklinikums Carl-Gustav-Carus vor. Die Informationsveranstaltung findet um 18 Uhr im Plenarsaal im Neuen Rathaus, Rathausplatz 1, Eingang Goldene Pforte, statt.

Verbesserung durch einen Bewohner-Parkbereich ab 2021

Das betreffende Gebiet ist begrenzt von der Fetscherstraße im Westen, dem Käthe-Kollwitz-Ufer im Norden, der Händelallee im Osten und der Blasewitzer Straße im Süden. Ziel ist eine bessere Organisation des ruhenden Verkehrs in den betreffenden Straßenräumen. Vor allem für die Anwohner*innen verbessert sich die Situation durch einen Anwohnerparkbereich. Dieser wird gebührenpflichtige Parkplätze und einzelne Parkplätze für ausschließliches Anwohnerparken haben. Mit einer Anwohnerparkkarte können Anwohner*innen im Gebiet überall gebührenfrei ihren Pkw abstellen.

Die Maßnahmen sollen im Jahr 2021 umgesetzt werden. Sie basieren auf dem Stadtratsbeschluss zum Luftreinhalteplan der Landeshauptstadt Dresden. Hinweise aus der Informationsveranstaltung werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Info-Veranstaltung

Zur Verhinderung und Verbreitung des Corona-Virus müssen bei Veranstaltungen der Landeshauptstadt die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden. Grundsätzlich gilt das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) beim Betreten von Gebäuden. In den Veranstaltungsräumen ist eine MNB bei Einhaltung der Abstandsregeln nicht erforderlich. Weitere Hinweise zu den Schutz- und Hygienemaßnahmen sind vor Ort ausgeschildert und auf www.dresden.de einsehbar. Bei Vorliegen von Krankheitssymptomen ist der Zutritt zu den Veranstaltungsräumen nicht gestattet.

Die Anzahl der Gäste und Sitzplätze ist reduziert, um den Mindestabstand einhalten zu können. Es erfolgt eine Kontaktdatenerhebung, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können.

Teilnahme an der Info-Veranstaltung

  • Info-Veranstaltung am 26. Oktober 2020 um 18 Uhr im Plenarsaal des Neuen Rathauses
  • Interessierte können sich per E-Mail an email hidden; JavaScript is required mit Angabe des Stichwortes „Parken am Uni-Klinikum“ und Angabe des Namens bis zum 23. Oktober 2020 anmelden

Warnstreik am Freitag in städtischen Kitas und Horten

eingestellt am 08.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Warnstreik. Foto: Fun energetic ecelectic/Moment/Getty Images, Landeshaupstadt Dresden

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft für Freitag, 9. Oktober 2020, zum Warnstreik an kommunalen Kitas und Horten in Dresden auf. Es ist derzeit nicht absehbar, welche Auswirkungen der Streikaufruf auf die Kinderbetreuung in den städtischen Einrichtungen tatsächlich haben wird.

Eltern sollten am Freitag mit Beeinträchtigungen bei der Betreuung ihrer Kinder in kommunalen Kitas und Horten rechnen. Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen empfiehlt Eltern vorsorglich alternative Betreuungsmöglichkeiten für den Tag zu organisieren. Verbindliche Aussagen über die Öffnung einzelner Kitas und Horte im Zeitraum des Streikes können leider erst am Streiktag getroffen werden.

Ab 6 Uhr morgens Übersicht über streikende Einrichtungen

Zum Abruf aktueller Informationen ist die städtische Internetpräsenz www.dresden.de/kitas-streik als Informationsportal eingerichtet. Am Streiktag wird auf dieser Internetseite beginnend ab 6 Uhr eine Übersicht derjenigen kommunalen Kindertageseinrichtungen veröffentlicht, die vom Streik konkret betroffen sind.

Zusätzlich wird der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen an diesem Tag eine telefonische Service-Hotline schalten. Unter der Telefonnummer 0351-4885111 erhalten Eltern am Streiktag ab 6 Uhr Auskunft, ob ihre Kita vom Streik betroffen sein wird.

Es steht keine Notbetreuung zur Verfügung. Eine Betreuung in anderen Kindertageseinrichtungen ist aufgrund der coronabedingten Schutzmaßnahmen nicht möglich. Das heißt, Kinder können nur in der Einrichtung betreut werden, mit der sie einen Betreuungsvertrag haben. Dies insbesondere, weil Teams und Gruppen verschiedener Einrichtungen nicht vermischt werden sollen. Gleichwohl werden die Einrichtungen öffnen, wenn pädagogische Fachkräfte zum Dienst erscheinen. Es können maximal so viele Kinder betreut werden, wie nach Personalschlüssel zulässig sind.

Elternbeitrag wird zurück erstattet

Eine streikbedingte, ganztägige Nichtinanspruchnahme des Betreuungsplatzes führt gemäß der Elternbetragssatzung in Verbindung mit der Fördersatzung der Landeshauptstadt Dresden
zur Minderung des Elternbeitrages. Eines gesonderten Antrages bedarf es hierfür nicht. Die Rückerstattung beträgt ein Zwanzigstel (1/20) des monatlichen Elternbeitrages. Sie wird voraussichtlich mit der Beitragszahlung für den Monat Dezember verrechnet. Alle betroffenen Eltern erhalten über die Rückerstattung und Verrechnung einen gesonderten Bescheid. Die Beitragsstelle bittet von zwischenzeitlichen Nachfragen abzusehen.

Warnstreik am 9. Oktober

Bauhüttenwoche in der 102. „Johanna“: Kinder auf den Bau!

eingestellt am 06.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Kathrin Keßler, Katrin Popelka und Sigrid Böttcher-Steeb haben die Projektwoche der Bauhütten geplant. Foto: Philine Schlick

Mosaik-Treppen, Sandsteinblöcke, Klettergerüste – was sonst Handwerkerhände vollbringen, schaffen die Schüler*innen der 102. Grundschule „Johanna“ in der Projektwoche der „Bauhütten“ unter fachkundiger Anleitung selbst. Alle freuen sich darauf, sich die Hände schmutzig zu machen. Auch, wenn die Umstände besser sein könnten. 

Vor den Schautafeln zur Bauhüttenwoche im Foyer der Grundschule gibt es Gedrängel. Ein Mann zeigt auf die Fotos, zwei Kindern verfolgen aufmerksam den Suchlauf seines Fingers. „Was möchtest du machen? Sandstein behauen, Vogelhäuser bauen, Mosaike für die Schultreppe…?“ Die Wahl fällt nicht leicht, denn alle geplanten Baustellen klingen spannend. Die stellvertretende Schulleiterin Kathrin Keßler bestätigt: „Am liebsten würden die Kinder alles machen.“

Vom Insektenhotel bis zum Klettergerüst

Am kommenden Montag beginnt für Schule, Hort, Kinder und Erwachsene der 102. Grundschule „Johanna“ mit der „Woche der Bauhütten“ eine aufregende Zeit. Vom 12. bis zum 16. Oktober gestalten die Kinder der ersten bis vierten Klassen ihr Schulgelände selbst. Dafür dürfen seit den Corona-Einschränkungen erstmals fünf bis zehn Kinder aus unterschiedlichen Klassen eines Jahrgangs zusammenarbeiten.

Hier könnte ein buntes Mosaik entstehen. Foto: Philine Schlick
Hier könnte ein buntes Mosaik entstehen. Foto: Philine Schlick

Für die verschiedenen Baustellen vom Insektenhotel bis zum Zaunbau können sich die Kinder eintragen. Durchgeführt wird die Woche gestaffelt: Am Montag die vierten, am Dienstag die dritten, am Mittwoch die zweiten, am Donnerstag die ersten Klassen. Jede Gruppe wird von einer*m Handwerker*n angeleitet, dazu kommen eine Lehrerin und eine Hortnerin für die Betreuung. Beginn ist um acht mit einem gemeinsamen Frühstück, Feierabend um 14 Uhr.

Der Schulbetrieb läuft nebenher weiter. Bei der momentanen Unterbesetzung – auch durch die Quarantäne-Situation – eine Herausforderung.

Herausforderung durch Schulstart und Corona

Die Bauhüttenwoche zur Verschönerung des Schulgeländes war eigentlich im Sommer geplant, doch wie so vieles hat sich das durch Corona verschoben. Das Schuljahr hat eben angefangen – das bedeutet den Start des „ganz normalen Schulwahnsinns“, wie Frau Keßler es nennt. Zu Schulkonferenzen, Elternabenden, der intensiven Betreuung der ersten Klassen, dem Start der Vorschule und der Schul-Anmeldung 2021 kommt das Zukunftsstadt-Projekt Schullebensraum noch dazu.

Derzeit wird der grüne Außenzaun versetzt, um mehr Fläche zu schaffen. Foto: Philine Schlick
Derzeit wird der grüne Außenzaun versetzt, um mehr Fläche zu schaffen. Foto: Philine Schlick

„Wir wollten es aber bewusst nicht auf später verschieben“, erklären Sigrid Böttcher-Steeb vom Projekt Schullebensraum, Kathrin Keßler und die stellvertretende Hortleiterin Katrin Popelka. Wer wisse schon, wie sich die Corona-Situation entwickelt. Zudem werde das Wetter im Herbst nicht besser. Jetzt kann noch draußen gewerkelt werden. „Wenn es nicht gerade Starkregen oder Hagel gibt, sind die Kinder auf der Baustelle“, sagt Kathrin Keßler.

Chance auf die Verwirklichung eigener Ideen

Was wie eine Strafaufgabe klingt, ist für die Kinder eine Riesenfreude. „Alle sind aufgeregt. Es gibt auch viele Anfragen, ob man nicht zwei Tage arbeiten dürfe“, erzählt Keßler. Am Freitag wird es eine Würdigung der getanen Arbeit geben, sagt Sigrid Böttcher-Steeb. „An diesem Tag gibt es für besonders engagierte Schüler*innen die Möglichkeit, nochmal beim Feinschliff mit anzupacken“, tröstet sie.

Pläne für neue Zäune zwischen Pausenhof und Schulgarten. Foto: Philine Schlick/Grafik Projekt Schullebensraum
Pläne für neue Zäune zwischen Pausenhof und Schulgarten. Foto: Philine Schlick/Grafik Projekt Schullebensraum

Das Schulgelände wird umgestaltet, weil die alte Turnhalle abgerissen und ersetzt wird. Dadurch büßen Pausenhof und Hortgelände Fläche ein. Diese wird zur Straße hin neu geschaffen. Derzeit wird der grüne Zaun entlang der Pfotenhauerstraße versetzt, um den Vorhof zu vergrößern. Damit dort nicht nur Rasen und Beton vorherrschen, wird die Fläche mit Klettergerüsten, Bänken und Skulpturen versehen – warum das die Kinder nicht selbst machen lassen?

Im vergangenen November packten Kinder, Schulpersonal und Eltern bereits gemeinsam an, um das Gelände zu verschönern. Dabei entstand der sonnengelbe Zaun, der von der Straße aus ins Auge fällt.

Außengelände der "Johanna". Foto: Christina Eppers
Außengelände der „Johanna“. Foto: Christina Eppers

Die Aktion fand Gefallen. Kathrin Keßler: „Die Kinder haben so die Chance auf die Verwirklichung der eigenen Ansprüche.“ Dokumentiert wird die Projektwoche von Kinder-Reporter*innen, die das Geschehen begleiten und anschließend ihre Ergebnisse präsentieren.

Woche der Bauhütten in der 102. Grundschule „Johanna“

  • vom 12. bis zum 16. Oktober zwischen je 8 und 14 Uhr
  • Für Sonnabend werden noch Helfer*innen für Vorbereitung und Aufbau von Zelten als Regenschutz gesucht. Freiwillige können sich hier melden: email hidden; JavaScript is required

Zerwühlte Elbwiesen: Waren Wildschweine am Werk?

eingestellt am 05.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: An der Elbe sind die Wiesen zerwühlt. Wer war das? Foto: Philine Schlick

Auf den Elbwiesen zwischen Waldschlößchenbrücke und Albertbrücke geben zerwühlte Wiesenbereiche Rätsel auf. Das Umweltamt schließt Wildschweine als Verursacher nicht aus, kann deren Aktivitäten jedoch nicht zweifelsfrei bestätigen. Hinweise sind willkommen.

Sie fallen zweifelsfrei ins Auge, die aufgewühlten Wiesenflächen an der Elbe. Unterhalb der Elblounge „Johann“, auf Höhe des Flohmarkt-Geländes oder im Bereich der Fährstelle. In der aufgebrochenen Grasnarbe picken Raben, Tauben und Krähen. Sie profitieren vom freigelegten Erdreich. Aber, wer hat hier zuerst gewühlt?

Die zerpflückte Grasnarbe gibt Rätsel auf. Foto: Philine Schlick
Die zerpflückte Grasnarbe gibt Rätsel auf. Foto: Philine Schlick

Dem Umweltamt geben die Spuren Rätsel auf. „Kaninchen können wir ausschließen, da diese in Dresden nicht mehr vorkommen. Am ehesten kommen Wildschweine in Betracht, die in diesem Bereich allerdings noch nicht beobachtet werden konnten“, so Anke Hoffmann vom Presseamt. Möglicherweise sind auch die Hasen, an die an der Elbe leben, verantwortlich.

Das Umweltamt will die Lage weiter beobachten, freut sich jedoch über Beobachtungen und Hinweise von Bürger*innen, da sich die Dienstzeiten des Umweltamtes selten mit den Zeiten zusammenfallen, in denen Wildschweine aktiv sind.

Wer hat etwas beobachtet?

  • Mail: email hidden; JavaScript is required

Uniklinikum für besonderes Engagement gewürdigt

eingestellt am 04.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Blick in den Hof des Uniklinikums. Foto Alexandra Jentsch

Bei „SCHAU REIN! – Die Woche der offenen Unternehmen“ gewähren sächsische Firmen und Institutionen ihrem zukünftigen Fachkräftenachwuchs besonderen Einblick. Bereits seit 2014 blicken hier Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen. Unternehmen können bereits jetzt ihre Angebote für die nächste Woche der offenen Unternehmen vom 8. bis 13. März 2021 anmelden.

„Dank der engagierten Partner konnten trotz Corona vom 9. bis 14. März 2020 rund zwei Drittel der geplanten 300 Veranstaltungen in 80 Unternehmen aller Branchen stattfinden“, sagte Dr. Robert Franke, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung, im Rückblick auf den vierzehnten Durchlauf.

Open-Air-Messe auf dem Postplatz

„Die Woche der offenen Unternehmen trägt dazu bei, den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft zu fördern. Durch frühzeitiges Engagement gelingt es, motivierte Auszubildende zu finden“, fügt Dr. Egbert Röhm hinzu, Geschäftsführer vom Verpackungsmaschinenhersteller Theegarten-Pactec und bei SCHAU REIN! verantwortlich für die beteiligten Wirtschaftsunternehmen. Mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und der 107. Oberschule in Dresden-Gruna wurden deshalb zwei besonders engagierte Partner im Rahmen der Openair-Azubimese auf dem Postplatz ausgezeichnet.

„Als einer der größten Arbeitgeber der Region investieren wir jährlich viel Engagement und Kreativität in innovative Formate zur Anwerbung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Prof. D. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden. „Dazu gehört auch eine kontinuierliche Teilnahme an der Berufsorientierungs-Initiative ‚SCHAU REIN!‘. Dass wir nun für unser kreatives Angebot ausgezeichnet worden sind, ist uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Wir freuen uns weiterhin über viele interessierte Schülerinnen und Schüler.“

Unternehmen sollen nächste Veranstaltungen schon jetzt planen

Mit 79 angemeldeten Schülerinnen und Schülern verzeichnete die 107. Oberschule den prozentual höchsten Teilnehmerzuwachs im Vergleich zum Vorjahr: „Über ein Viertel unserer Schülerschaft der siebten bis zehnten Klassen haben freiwillig eines der Angebote gebucht“, so die Lehrerin Katrin Wätzig bei der Urkundenübergabe.

Dr. Robert Franke: „Wir rufen die Unternehmen jetzt auf, ihre SCHAU REIN!-Veranstaltung zu planen und uns ihre Angebote auf  anzukündigen!“

SCHAU REIN!

  • vom 8. bis 13. März 2021
  • www.schau-rein-sachsen.de
  • Anmeldung für Unternehmen läuft bereits
  • ab Januar 2021 können sich Jugendliche anmelden

Zwischenstandsmeldung von der Flüwo-Baustelle am Käthe-Kollwitz-Ufer

eingestellt am 02.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Die Baustelle der Flüwo am Käthe-Kollwitz-Ufer. Foto: Philine Schlick

Die Wohnungsbaugenossenschaft Flüwo baut zwischen Florian-Geyer-Straße und Käthe-Kollwitz-Ufer ein Gebäude mit 120 Mietwohnungen. Zusätzlich entsteht eine Tiefgarage mit 122 Stellplätzen. Derzeit werden der Verbau und die Baugrube hergestellt.

Bagger und Kräne rollen auf dem Baugelände der Flüwo am Käthe-Kollwitz-Ufer. Direkt an das bestehende Wohngebäude, in dem sich auch die Seniorenresidenz „Am Elbufer“ befindet, wird die Wohnungsbaugenossenschaft einen Neubau mit 120 Mietwohnungen hochziehen. Auf der anderen Seite wird das Baugelände derzeit noch vom Caravan-Camping Johannstadt flankiert. Das 4700 Quadratmeter große Grundstück wurde entsprechend vorbereitet: Bäume entlang der Straße wurden gefällt, Bauzäune errichtet.

So soll die neue Wohnzeile der Flüwo aussehen. Foto: PR
So soll die neue Wohnzeile der Flüwo aussehen. Foto: PR

Wohnungen auf Wunsch mit Smart-Home-Elementen auszustatten

„Die moderne Ausstattung und die hochwertige Optik machen das Gebäude zu einem attraktiven Wohnort für unsere Mieter“, sagt Martin Mezger, technischer Prokurist der Flüwo. „Als genossenschaftliches Unternehmen ist uns ein faires und partnerschaftliches Verhältnis zu unseren Mietern wichtig. Wir verstehen und als Wohn- und Lebensbegleiter.“

Die Flüwo Bauen Wohnen eG wurde 1948 gegründet und bietet heute ihren insgesamt 10.000 Mitgliedern rund 9500 Mietwohnungen in 30 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg und dem Raum Dresden an. Die Flüwo ist als Genossenschaft von den Interesseneinflüssen Dritter unabhängig.

In dem Gebäude mit acht Hauseingängen soll eine breite Auswahl an Wohnungstypen mit modernen Ansprüchen an Ausstattung und Energiebilanz angeboten werden. Auf 9600 Quadratmetern Gesamtwohnfläche entstehen 1- bis 5-Raumwohnungen, von denen jede über einen Balkon, eine Terrasse mit Mietergarten oder eine Dachterrasse verfügt. Das Haus wird für intelligente Gebäudesteuerung ausgerichtet sein. Damit kann die Wohnung auf Wunsch mit Smart-Home-Elementen ausgestattet werden.

Die geplanten 122 Pkw-Stellplätze in der zweistöckigen Tiefgarage sollen den Mieter*innen vorbehalten sein.

Flüwo-Büro zieht ebenfalls ein

Besonderes Wohnen sollen die Maisonette-Wohnungen im zweigeschossigen Dach ermöglichen, die ein Wohngefühl wie „im eigenen Haus“ und von der Dachterrasse einen Blick über Dresden bieten sollen. Zwischen den Häusern befindet sich ein Gemeinschaftsbereich, an den sich ein Spielplatz anschließen wird.

Die Fassadengestaltung wurde mit dem Stadtplanungsamt abgestimmt und zeichnet sich durch eine dreidimensionale Form mit Erkern und Balkonen aus. Die Eingänge werden verglast. Im Sockelbereich kommen großformatige Sichtbetonplatten zum Einsatz.

Bisher befindet sich das Flüwo-Regionalbüro in der Lockwitztalstraße. Nach der Fertigstellung soll es im neuen Gebäude am Käthe-Kollwitz-Ufer einziehen, was auch mit einer Aufstockung der Mitarbeiter*innen einhergehen wird.

Die nächsten Schritte

Die Gründung des Gebäudes wird teilweise auf Pfählen und zwei Bohrpfahlwänden erfolgen, da der Untergrund aus Flusskies besteht, heißt es von Seiten der Flüwo.

Die Fertigstellung des Verbaus und der Baugrube sowie der statisch notwendigen Pfähle wird im Januar 2021 erfolgen. Parallel erstellt der Generalunternehmer die Ausführungsplanung für das Gebäude. Die Rohbauarbeiten sollen im Februar 2021 starten.

Der Bezug der Wohnungen soll stufenweise erfolgen, so Dominik Ottmar, Pressesprecher der Flüwo. Im Juli 2023 soll es los gehen.

Für die Baumaßnahme und die damit verbundenen Baumfällungen hat sich die Flüwo verpflichtet, als Ausgleich einen Beitrag zur Renaturierung einer Grünfläche zur Erweiterung des Trinitatisfriedhofs zu leisten.

Weihnachtsstimmung im Oktober: Anne Schikora organisiert den Johannstädter Advent 2020

eingestellt am 01.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Anne Schikora organisiert den Johannstädter Advent 2020. Foto: Philine Schlick

Die Kinder tun es, die Lebkuchenproduzent*innen tun es und auch Anne Schikora denkt im Herbst an Weihnachten. In ihrem neuen Amt als Organisatorin des Johannstädter Advents muss sie das auch. Aus ihrer Perspektive steht der Advent quasi vor der Tür. Die ersten Anmeldungen für den lebendigen Kalender sind bereits eingegangen.

Anne Schikora hat das Zepter von Torsten Görg übernommen und wird 2020 den Johannstädter Advent planen. Sie wohnt mit ihrer Familie in der Johannstadt, hat während des Corona-Lockdowns ihre Masterarbeit fertig geschrieben und möchte sich jetzt eine Pause gönnen. Diese sieht anders aus, als man sich gemeinhin eine Pause vorstellt. Denn Anne möchte sich in dieser Zeit engagieren und unter „selbst gemachtem Druck arbeiten.“

Als Praktikantin des Quartiersmanagements das Viertel mitgestaltet

Sich einzubringen sei ihr immer wichtig gewesen. Durch Studium und Familie sei das besonders in der stressigen Corona-Zeit etwas zu kurz gekommen. Als Andrea Schubert vom Stadtteilverein sie bei der vergangenen Ideenwerkstatt fragte, ob sie den Johannstädter Advent organisieren wolle, war ihre Freude groß, erzählt Anne. „Ich musste nicht lange überlegen.“

Mal "eine Pause machen" - und den Johannstädter Advent organisieren, dachte sich Anne Schikora. Foto: Philine Schlick
Mal „eine Pause machen“ – und den Johannstädter Advent organisieren, dachte sich Anne Schikora. Foto: Philine Schlick

Im Stadtteil ist sie keine Unbekannte: Vor zwei Jahren absolvierte sie im Rahmen ihres Master-Studiums „Raumentwicklung und Natur-Ressourcen Management“ an der TU Dresden ein Praktikum im Quartiersmanagement. Sie bereitete die erste Sitzung der Stadtteilbeirät*innen mit vor und lernte viele Akteur*innen im Viertel kennen, so neben Matthias Kunert auch Andrea Schubert und Torsten Görg.

Das Herz hing an der Johannstadt

Nun ist Anne Schikora dem Stadtteilverein beigetreten und wird Torsten Görg bei der Organisation des Johannstädter Advents ablösen. Als Grundlage dienen die bereits geknüpften Kontakte. Anne Schikora hofft, noch mehr Bürger*innen für den lebendigen Adventskalender zu gewinnen. „Man muss ja nichts Riesiges planen“, wirbt sie. Es gehe darum, kleine nachbarschaftliche Zusammenkünfte in der erfahrungsgemäß getriebenen Adventszeit zu ermöglichen.

Poster des Johannstädter Advents. Grafik: Grit Koalick
Poster des Johannstädter Advents. Grafik: Grit Koalick

Vorstellen kann sie sich Balkonkonzerte oder öffentliche Musikproben. „Bei uns im Hinterhof hört man es immer, wenn jemand ein Instrument spielt“, erzählt sie. „Wenn man das zeitlich einfach ein bisschen abstimmt …“

Anne Schikora wohnt an der Heinrich-Beck-Straße. Zuvor hatte die Familie eine Wohnung in einem der Hochhäuser an der Florian-Geyer-Straße. „Wir sind dann vor der Sanierung geflohen“, sagt Anne. Das Viertel sollte es aber unbedingt bleiben. „Das Herz hing an der Johannstadt.“

Anne Schikora ist es deshalb eine Herzensangelegenheit, den Johannstädter Advent auf die Beine zu stellen. „Vor dem verglasten Essenssaal der Pro Seniore Residenz könnte man ein Chor-Konzert stattfinden lassen“, teilt sie ihre Überlegungen. So könnten sowohl Bewohner*innen, als auch Passant*innen teilhaben.

Zur Sicherheit: Outdoor-Veranstaltungen

Über allem schwebt die Corona-Pandemie. „Unser Fokus liegt auf offenen Räumen“, sagt Anne. „Wer weiß, wie es mit den Beschränkungen im Dezember aussieht.“ Sie hoffe auf rege Beteiligung. „Vielleicht geben sich die Menschen ja gerade wegen Corona einen Ruck und sagen sich ‚Jetzt erst recht!'“

Das Glasfoyer der 101. Oberschule verwandelt sich in einen Adventskalender mit 24 Türchen

Die ersten Anfragen sind bereits eingetrudelt, bevor Anne Schikora die große Werbetrommel rührte. Aber es dürfen mehr werden. „Der Idealfall wäre natürlich, wenn es für jeden Tag fünf Ideen gibt, aus denen ich auswählen kann“, sagt Anne Schikora lachend.

Der Johannstädter Advent wurde 2016 durch das Quartiersmanagement ins Leben gerufen. Seit 2018 wird er vom Stadtteilverein organisiert. Vom ersten bis zum 24. Dezember öffnen sich Haus- und Hoftüren im Viertel. Zu erleben gibt es Überraschungen vom Brotbacken bis zum aufgeführten Sketch. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Johannstädter Advent 2020

  • Veranstaltungen können bis zum 20. Oktober angemeldet werden
  • Kontakt: advent@johannstadt.de

102. Grundschule: Eine Klasse und zwei Lehrer*innen in Quarantäne

eingestellt am 01.10.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion)

An der 102. Grundschule „Johanna“ in der Johannstadt wurde bei einem Kind Corona nachgewiesen. In Folge müssen die Mitschüler*innen und zwei Lehrer*innen für zwei Wochen in Quarantäne.

An der 102. Grundschule „Johanna“ ist ein Corona-Fall aufgetreten. Die Klasse des betroffenen Kindes inklusive zweier Lehrer*innen muss deshalb bis zum 9. Oktober in Quarantäne bleiben.

„Wir hoffen, dass es zu keinen Folgeinfektionen kommt“, so die stellvertretende Schulleiterin Keßler. „Alle Klassen sind bei uns voneinander getrennt. Auf den Fluren herrscht die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.“

Das Kind war am Wochenende krank geworden und daraufhin beim Arzt positiv auf Corona getestet worden.

Auch in der Neustadt ist ein Coronafall aufgetreten. In der 30. Oberschule wurde für neun Schüler*innen ebenfalls eine Quarantäne bis Freitag, 9. Oktober, ausgesprochen.

Stadtbezirksbeirat beschließt zusätzliche 16.000 Euro für Johannstädter Ballspielfläche

eingestellt am 29.09.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Die Fläche ist als Spielplatz ausgewiesen. Entstehen sollen hier Flächen zum Ballspielen. Foto: Philine Schlick

Für die geplante Ball- und Rasenfläche neben dem Bolzplatz unterhalb des Restaurants „Johann“ am Johannstädter Elbufer hatte der Stadtbezirksbeirat bereits 70.000 Euro beschlossen. Nun kamen bei der Planung unerwartet Kosten dazu: Eine Ascheschicht im Boden muss fachgerecht entsorgt werden. Am vergangenen Mittwoch wurde in einer Sondersitzung abgestimmt.

„So ist das manchmal, wenn man etwas anfängt. Es kommt etwas unerwartet hinzu“, zeigte Stadtbezirksamtsleiter André Barth bei der Sondersitzung im Bürgerbüro am Mittwoch Verständnis. Er warb auch mit eindeutigen Worten für eine Ja-Stimme der Stadtbezirksambeirät*innen: Es ging um eine Summe von rund 16.000 Euro, die für die Herrichtung einer Spiel- und Rasenfläche am Johannstädter Elbufer zusätzlich benötigt werden.

Kohlenstoffgehalt würde Deponie-Feuer löschen

Der Stadtbezirksbeirat hatte bereits Anfang des Jahres 70.000 Euro genehmigt. Jetzt stießen die Planer*innen unerwartet auf eine Asche-Schlacke-Schicht im Boden, die fachgerecht abgetragen werden muss. Sie wird in die seltene Deponieklasse 3 von 4 eingeordnet. Allein – wohin mit dem giftigen Abraum?

Blick von der zukünftigen Spielfläche in Richtung Elbe. Foto: Stadt Dresden
Blick von der zukünftigen Spielfläche in Richtung Elbe. Foto: Stadt Dresden

Die Verbrennungsanlage in Lauta rechnete aus, dass ihr Feuer bei der Menge des Abfalls aus Asche erlöschen würde. Planerin Eckert erklärte: „Die Schicht ist nur etwa zehn Zentimeter dick, allerdings kommt auf die Fläche einiges zusammen.“

Nach einigem Hin- und Her-Überlegen geht der Abraum jetzt in die Deponie nach Bautzen, wo er zwar auch nicht vernichtet, aber gelagert werden kann. Das dafür erstellte Angebot sieht Kosten in Höhe von rund 16.000 Euro vor, die die 13 anwesenden Stadtbezirksbeiratsmitglieder einstimmig beschlossen. André Barth ergänzte: „Es handelt sich um ein schönes und vernünftiges Vorhaben. Das Geld dafür kann ausgegeben werden, ohne andere Projekte zu gefährden.“

Saubere Lösung für das Landschaftsschutzgebiet

Im Stadtbezirksbeirat wurde die Frage gestellt, ob es nicht möglich wäre, die kohlenstoffhaltige Schicht im Boden zu belassen. Eckert gab zu bedenken, dass die Spielfläche sich einerseits im Landschaftsschutzgebiet und gleichzeitig in einem Überschwemmungsgebiet befinde und eine Beseitigung daher nachhaltiger wäre. „Das war die letzte Erhöhung“, versprach Eckert.

Die besagte Ballspielfläche wird vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft verwaltet, während der benachbarte Bolzplatz dem städtischen Sportstättenbetrieb untersteht. Entstehen sollen auf der derzeit verwilderten Wiese und dem Pflaster ein Basketball- und ein Volleyballfeld und ein Platz mit zwei Tischtennisplatten.

 

Stadtverwaltung Dresden setzt für weitere vier Jahre auf Carsharing

eingestellt am 26.09.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Ein teilAuto und die Generationen-Rikscha auf dem Parking Day 2020. Foto: Philine Schlick

Schon zum zweiten Mal hat die Stadtverwaltung Dresden ihren Nutzungsvertrag fürs Carsharing verlängert. Auch die kommenden vier Jahre werden Angestellte der Stadt mit Gemeinschaftsautos von teilAuto unterwegs sein. Dadurch können stadteigene Fahrzeuge eingespart und Auslastungsspitzen besser abgefangen werden. teilAuto ist auch ein Projektpartner der NaJo 2025.

Beim organisierten Autoteilen zahlt man nur für die tatsächlich anfallenden Fahrten. Neben vielen Privatpersonen entdecken immer mehr Verwaltungen, Institutionen und Firmen diesen Vorteil für sich.

Verwaltungsbürgermeister Dr. Peter Lames dazu: „Nicht genutzte Fahrzeuge verursachen unnötige Kosten. Deshalb ist es bei städtischen Autos wichtig, Augenmaß zu bewahren und ergänzend auf flexible Lösungen wie Carsharing zu setzen“.

E-Auto am Pirnaischen Platz ist beliebt

Zugang zu den Carsharing-Fahrzeugen bekommt man über eine Kundenkarte oder per App. Je nach Bedarf kann zwischen acht verschiedenen Fahrzeugklassen ausgewählt werden. Die circa 200 Stationen sind im Stadtgebiet verteilt.

„Im vergangenen Jahr konnten wir feststellen, dass unser E-Fahrzeug am MOBIpunkt Pirnaischer Platz besonders häufig zum Einsatz gekommen ist“, erklärt Marcus Buchfeld von teilAuto. „Dadurch ist es zu unserem am besten ausgelasteten E-Fahrzeug in Dresden geworden.“

In direkter Nähe zur Station befinden sich zahlreiche Ämter der Stadt. Auch für das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz werden mehrere Carsharing-Stellplätze eingeplant. Über die Stellplatz- und Garagensatzung lassen sich so Parkflächen einsparen. Zudem haben die Verwaltungsangestellten kurze Wege zur nächsten Gemeinschaftsauto-Station.

Wer ist teilAuto?

Der mitteldeutsche Anbieter teilAuto wurde 1992 in Halle/ Saale als ökologisch orientierter Verein gegründet und ist heute als Carsharing-Dienstleister in insgesamt 20 Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten. In Dresden stellt er 13.000 privaten und geschäftlichen Kunden insgesamt 330 Fahrzeuge an rund 200 Stationen bereit. 18 davon sind so genannte MOBIpunkte, die ÖPNV, Bike- und Carsharing direkt miteinander verknüpfen. Laut Umweltbundesamt ersetzt ein Carsharing-Auto bis zu 15 private Pkw und hilft damit, den Straßenraum zu entlasten.

Im aktuellen Luftreinhalteplan der Stadt Dresden sind Maßnahmen zur Förderung von Carsharing, wie die Integration von Gemeinschaftsauto-Angeboten in städtische Mobilitätskonzepte, bereits festgeschrieben.

teilAuto – Projektpartner der NaJo 2025

Wachsende Freude: Im neuen Gemeindegarten an der Trinitatiskirche ist Erntezeit

eingestellt am 25.09.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Sebastian Erdbeer ist Arzt am Josef-Stift. In seiner freien Zeit kümmert er sich um den Gemeindegarten. Foto: Philine Schlick

Wo vorher ein zerzauster Wäscheplatz war, gedeihen jetzt Kürbisse, Auberginen, Physalis und Sonnenblumen. Sebastian Erdbeer heißt der Mann mit dem grünen Daumen, der den Impuls gab, am Gemeindezentrum neben der Trinitatiskirche einen Garten anzulegen. In ihm treiben auch die gefällten Linden vom Spielplatz Pfeifferhanns-/Florian-Geyer-Straße wieder aus.

„Ich dachte mir, es kann nur schöner werden“, sagt Sebastian Erdbeer, der sich selbst als „passives Gemeindemitglied“ bezeichnet. Nun, nach Passivität sieht der Garten, den er gemeinsam mit Juliane Assmann vom Projekt „Anders wachsen“ und einer Handvoll Helfer*innen geschaffen hat, nicht aus.

Ein Garten zum Lernen

Auf angehäuften Beeten ranken sich Kürbispflanzen, Malven nicken im Wind und Amseln hüpfen im dichten Blattwerk. Ein halbes Jahr erst ist der Gemeindegarten alt. Er ist frei zugänglich für alle – ein Angebot, das gern genutzt wird. „Guck mal, Mama! Ein Kürbis!“, ruft ein Junge begeistert vom Gehweg aus.

Nicht nur Kürbisse gedeihen im Gemeindegarten. Foto: Philine Schlick
Nicht nur Kürbisse gedeihen im Gemeindegarten. Foto: Philine Schlick

Tatsächlich war es das ursprüngliche Ansinnen, den Kindern des ansässigen Johannes-Kindergartens den Ursprung ihres Essens näherzubringen. Mit Erfolg: Begeistert wurden Haferkörner untersucht und Sonnenblumen gepult, erzählt Sebastian Erdbeer, dessen Sohn die Kita besucht. Mittlerweile ist der Gemeindegarten zu einem allseits beliebten Anlaufpunkt geworden – spätestens seitdem es die Bänke gibt.

Sitzbank und Tor wurden von Jugendlichen gestaltet. Foto: Philine Schlick
Sitzbank und Tor wurden von Jugendlichen gestaltet. Foto: Philine Schlick

Aus besonderem Holz geschnitzt

Die überdachte Sitzgelegenheit aus grobem Holz wurde von Jugendlichen unter fachmännischer Anleitung Ende August gezimmert. Die Idee kam von Pfarrer Tobias Funke. Gefördert wurde das Projekt mit Geldern des Stadtteilfonds. Auch das Eingangstor zum Garten wurde so gestaltet.

Aus besonderem Holz sind die Beet-Einfassungen und der Kompost geschnitzt. Als im Innenhof Pfeifferhannsstraße-/Florian-Geyer-Straße Linden und Ahorne für breitere Feuerwehrzufahrten fielen, wandte sich Sebastian Erdbeer an die WGJ, die ihm das Holz zur Verfügung stellte. Die Linden haben an der neuen Erde Gefallen gefunden und nutzen ihre Chance auf einen zweiten Frühling.

Die Linden treiben im Gemeindegarten wieder aus. Foto: Philine Schlick
Die Linden treiben im Gemeindegarten wieder aus. Foto: Philine Schlick

„Wir fangen gerade erst an“

Sebastian Erdbeer zog mit seiner Familie vor vier Jahren nach Dresden. Erdbeer ist Arzt am Josef-Stift. Seinem Hang zum Gärtnern ging er in der Brache am Plattenwerk nach, indem er Frühblüher und Schößlinge pflanzte. Zuvor waren die „Hinterhof-Versuche“ an seinem Wohnhaus gescheitert. Es war schlicht zu dunkel für Pflanzen.

Im Wäscheplatz vor dem Gemeindezentrum schließlich erspähte er einen guten Platz für sein Garten-Faible. Der Vorstand zeigte sich offen für den Vorschlag. Bevor los gesät werden konnte, musste noch Erde herangeschafft werden. Die kam kostenfrei von der Humuswirtschaft. Über dem Schutt thronen jetzt Blüten und Früchte.

Salat schmeckt nicht nur Menschen gut. Foto: Philine Schlick
Salat schmeckt nicht nur Menschen gut. Foto: Philine Schlick

Sebastian Erdbeer zeigt auf zart sprossendes Grün: „Hier kommt schon der Spinat, Postelein und Asia-Salat.“ Die, erklärt er, sind frostunempfindlich und können jetzt gesät werden. Etwas verärgert zupft Sebastian einen welken Salat von der schwarzen Krume. Mit sicherer Bewegung fährt seine Hand in die Erde und bringt den Verursacher zutage: Ein Engerling wollte hier nach seiner Mahlzeit den Winter verschlafen. Ich lege eine gutes Wort für ihn ein – schließlich sieht der Salat wirklich sehr lecker aus.

Erfahrungen für die nächste Saison

Mit dem Herbst bricht die Erntezeit für den Garten an. Der letzte Arbeitseinsatz soll mit Kürbissuppe beschlossen werden. Doch Pläne für die kommende Saison reifen bereits: Kornelkirschen sollen die Lücken in der Hecke füllen, Tomaten sich an den Wäschestangen hochranken. Für ein halbes Jahr wurde bereits viel vollbracht. „Wir fangen gerade erst an“, sagt Sebastian Erdbeer.

Gemeindegarten an der Trinitatiskirche

  • Fiedlerstraße 2, 01307 Dresden
  • am Zaun befindet sich eine kleine Saatgut-Tauschbörse
  • Saatgut kann auch zum Bundschuhstraßenfest getauscht werden

Interkulturelle Tage 2020: Alle Veranstaltungen in und um Johannstadt

eingestellt am 24.09.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Plakat der 29. Interkulturellen Tage. Foto: PR

Vom 20. September bis 11. Oktober finden in Dresden unter dem Motto „Mein Name ist Mensch“ die Interkulturellen Tage statt. Veranstaltungen von Workshop bis Film, von Gesprächsrunde bis Ballspiel machen darauf aufmerksam, wie Gesellschaften und Biografien interkulturell geprägt und vernetzt sind. Es folgt eine Liste der Veranstaltungen in und um Johannstadt:

Freitag, 25. September

14 bis 16.30 Uhr: Interkultureller Stadtrundgang

Die Dresdner Johannstadt aus den Perspektiven der Einwohnerinnen und Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund. Veranstalter: Johannstädter Kulturtreff e. V., Wir sind Paten

Johannstädter Kulturtreff, Elisenstraße 35

Sonntag, 27. September

13 bis 18 Uhr: Vietnamesisches Vollmondfest 2020

Traditionelles, vietnamesisches Fest für Kinder und Familien mit Bühnenprogramm und Kinder-spielen zum Mitmachen. Veranstalter: Verein der Vietnamesen in Dresden e. V.

JohannStadthalle, Holbeinstraße 68

Mittwoch, 30. September

15.30 bis 17 Uhr: Workshop „Let’s Play Together – Auf der ganzen Welt wird gespielt“

Ob alleine oder zusammen, ob analog oder digital. In der Ausstellung „Schöne neue Cyberwelt?“ wollen wir uns mit Themen rund ums (Computer-)Spielen beschäftigen und in digitale Welten eintauchen.Veranstalter: Museen der Stadt Dresden

Technische Sammlungen, Junghansstraße 1 bis 3

Donnerstag, 1. Oktober

19 – 20.30 Uhr: Diskussionsrunde „Gemeinsam zu Tisch: Ein interreligiöses Gastmahl“

Mit den Gästen wird nach den Hintergründen religiöser Speisegebote und gleichzeitig deren Perspektive für eine nachhaltige Zukunft geforscht. Veranstalter: Deutsches Hygiene-Museum

Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1

Sonntag, 4. Oktober

11 bis 16 Uhr: Johannstädter Drachenfest

Das 15. Drachenfest auf den Elbwiesen heißt alle willkommen, in geselliger Atmosphäre ihre selbstgebauten Drachen steigen zu lassen und beim gemütlichen Beisammensein ins Gespräch zu kommen.Veranstalter: JohannStadthalle e.V.

Fährgarten Johannstadt, Käthe-Kollwitz-Ufer 23

Dienstag, 6. Oktober

18 bis 20 Uhr: Film „Fluch(t) oder Segen“

Ein Dokumentarfilm über Sachsens Zugezogene von Filmemacherin Elena Pagel. Er soll Migrant*innen sowie Geflüchteten in Dresden eine Stimme geben.Veranstalter: Johannstädter Kulturtreff e.V.

Johannstädter Kulturtreff, Elisenstraße 35

Mittwoch, 7. Oktober

15 bis 17 Uhr: Workshop Ornamentwerkstatt

Ornamente sind nicht nur Zierde, sondern haben religiöse und kulturelle Bedeutung. Verschiedene Ornamente werden untersucht und mit verschie-densten Materialien gestaltet.Anmeldungen an service@museen-dresden.de oder Telefon (03 51) 4 88 72 72 bis 6. Oktober. Veranstalter: Museen der Stadt Dresden

Technische Sammlungen, Junghansstraße 1 bis 3

Sonnabend, 10. Oktober

14.30 bis 17 Uhr: Baklava und Eierschecke – Interkulturelles Seniorencafé

Bei süßem Gebäck aus Dresden und aller Welt öffnet sich ein Raum zum Zuhören und Fragen-stellen: Geflüchtete und deren Paten erzählen vom Ankommen und vom Bleiben.Ausschließlich für Erwachsene. Veranstalter: Willkommen in Johannstadt e. V.

Johanneskirchgemeinde, Gemeindezentrum, Haydnstraße 23

Interkulturelle Tage Dresden 2020

Bürgerbeteiligung zur ehemaligen Stephanienstraße in der Johannstadt

eingestellt am 24.09.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion)

Die Wegeverbindung zwischen der Johannstädter Rettungswache an der Gerokstraße und dem Schulstandort Pfotenhauerstraße ist in desolatem Zustand. Früher verlief hier die Stephanienstraße. Bürger*innen können bis zum 18. Oktober ihre Vorschläge und Meinungen zur Gestaltung abgeben. Es gibt dafür mehrere Termine und Orte.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ gestaltet die Landeshauptstadt Dresden die ehemalige Stephanienstraße neu. Für den Teilbereich zwischen Hopfgartenstraße und Pfeifferhannsstraße sucht die Landeshauptstadt Dresden im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Vorschläge für die Gestaltung von Spiel- und Sportangeboten, Aufenthaltsmöglichkeiten, Grünanlagen oder Kunst- und Kreativangeboten.

Beteiligung bis 18.10. möglich

Bis Sonntag, 18. Oktober 2020, können alle Interessierten ihre Ideen, Wünsche und Anregungen online, per Post oder vor Ort einbringen. Die Anwohner*innen in der unmittelbaren Umgebung erhalten einen Fragebogen per Postwurfsendung zugestellt und können diesen über die dort angegebenen Rückgabeboxen zurückgeben.

Alle Interessierten können entweder online unter www.dresden.de/stephanienstrasse oder am 1.10.2020 von 15-19 Uhr am Informationsstand im Johanngarten an der Befragung teilnehmen. Auch während der Sprechzeiten des Quartiersmanagements montags 15 bis 18 Uhr und donnerstags 9 bis 12 Uhr im Johannstädter Kulturtreff auf der Elisenstraße 35 ist eine Beteiligung möglich.

Ergebnisse sollen am 27. Februar 2021 präsentiert werden

Die Ergebnisse der Befragung sollen in die weiteren Planungen einfließen. Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ stellen das Stadtplanungsamt und das Quartiersmanagement am 27. Februar 2021, 15 bis 18 Uhr, in der JohannStadthalle die Ergebnisse vor und informieren über den weiteren Ablauf der Baumaßnahme.

Auch Sanierung der südlichen Pfeifferhannsstraße geplant

Die Planung für die Wegeverbindung zwischen der Johannstädter Rettungswache an der Gerokstraße und dem Schulstandort Pfotenhauerstraße folgt dem Bebauungsplan Nr. 295. Der Abschnitt zwischen Gerokstraße und Hopfgartenstraße wird als Anliegerstraße ausgebaut, der Abschnitt zwischen Hopfgarten- und Pfeifferhannsstraße als Geh- und Radweg.

Eine Sanierung erfährt auch der südliche Abschnitt der Pfeifferhannsstraße. Der gesamte Verlauf erhält eine zweireihige Baumallee. Darüber hinaus werden unter anderem Pkw-Stellplätze geschaffen und Fahrradbügel aufgestellt. Der Bau soll 2021 beginnen und Ende 2022 abgeschlossen sein. Im Bereich zwischen Hopfgartenstraße und Pfeifferhannsstraße verbleibt zwischen den beiden Baumreihen und den anschließenden Geh- und Radwegen eine 60 Meter lange und ca. acht Meter breite Fläche, für die die Landeshauptstadt Ideen sucht.

Für Fragen und Hinweise steht das Quartiersmanagement Nördliche Johannstadt gern zur Verfügung.

Bürgerbeteiligung zur Stephanienstraße

  • Online unter diesem Direktlink
  • am 26. September zwischen 15 und 18 Uhr am Infostand des Stadtplanungsamtes beim Bundschuhstraßenfest (abgesagt)
  • am 1. Oktober zwischen 15 und 18 Uhr am Infostand im Johanngarten
  • zu den Sprechzeiten des Quartiersmanagements montags 15 bis 18 Uhr und donnerstags 9 bis 12 Uhr im Johannstädter Kulturtreff, Elisenstraße 35

Ansprechpartner im Quartiersmanagement ist Matthias Kunert, Telefon: 0351-21961804, E-Mail: info@qm-johannstadt.de