Informationsveranstaltung Soziale Stadt Nördliche Johannstadt

eingestellt am 12.06.2021 von Matthias Kunert (QM Johannstadt)

Auf der Veranstaltung werden der Planungs- und Umsetzungsstand der Schwerpunktmaßnahmen im Fördergebiet „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ sowie eine Auswahl weiterer Bauvorhaben und begleitender Projekte im Umfeld vorgestellt und Fragen beantwortet. Soweit im Rahmen der dann geltenden Abstandsregelungen möglich, soll auch der direkte Austausch zwischen interessierten Bürger*innen und Planungsbüros / Bauträgern ermöglicht werden. Coronabedingt musste die ursprünglich für den 27.2. geplante Informationsveranstaltung auf den 12.6. verschoben werden. Sie findet 15-18 Uhr in der JohannStadthalle statt. Weitere Informationen und die Agenda für die Veranstaltung werden rechtzeitig vor der Veranstaltung auf dieser Seite veröffentlicht.

Für Fragen oder Anregungen steht das Quartiersmanagement (email hidden; JavaScript is required, Tel. 21961804) gern zur Verfügung.

Bürotechnik von der Gerokstraße gestohlen

eingestellt am 07.04.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto der Polizeiwachstelle Altstadt. Foto: PS

Wie die Polizei meldet, sind Unbekannte in den vergangenen Tagen in ein Büro an der Gerokstraße eingebrochen.

Die Täter hebelten die Terrassentür eines Gebäudes auf und gelangten in den Flur. Sie versuchten eine Brandschutztür aufzuhebeln was nicht gelang. In der Folge brachen sie die Tür zu einem Büro auf und durchsuchten dieses. Sie stahlen unter anderem einen Fotoapparat, einen Computer sowie einen Akkuschrauber samt Akkus. Der Stehlschaden wurde mit etwa 400 Euro angegeben. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro.

Osterspaziergang durch die Johannstadt 2021

eingestellt am 03.04.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Osterparade am Fährgarten. Foto: Philine Schlick

Jetzt kommt es mit flatternden Absperrbändern, das zweite „CorOstern“. Spazierengehen ist wohl die Freizeitbeschäftigung, die im vergangenen Jahr am meisten Zulauf bekam. Ein Osterspaziergang durch die Johannstadt gibt den Blick auf originelle Details frei.

Noch mehr als nach Ostereiern suchen die Menschen derzeit nach Orientierung. Öffnungen, Schließungen, Kürzungen, Pausierungen – der Hase hoppelt im Zickzack. Zeit, vor die Haustüre zu treten und auf Entdeckerreise durch das Viertel zu gehen. Auf einem Osterspaziergang bringen Umwege neue Einsichten.

Mal Auftauchen aus dem Alltag … Maulwurf an der Pfeifferhannsstraße. Foto: Philine Schlick

Die Waldschlößchentreppe ist wieder frei

Macht die Tore hoch! Es scheint wirklich Frühling zu werden. Nicht einmal die Stadt Dresden glaubt mehr an eine Rückkehr von Eis und Schnee, deshalb sind die Treppen der Waldschlößchenbrücke endlich wieder freigegeben und die Zeit der abkürzenden Klettereien ist vorbei.

Osterparade am Fährgarten

Die Szenerie am Fährgarten sieht aus, als wäre sie eine Darstellung von Erich Kästners Gedicht „Der April“:

[…] Und schon hoppeln die Hasen,
mit Pinseln und Tuben
und schnuppernden Nasen,
aus Höhlen und Gruben
durch Gärten und Straßen
und über den Rasen
in Ställe und Stuben.
Dort legen sie Eier, als ob’s gar nichts wäre,
aus Nougat, Krokant und Marzipan.
Der Tapferste legt eine Bonbonniere,
er blickt dabei entschlossen ins Leere –
Bonbonnieren sind leichter gesagt als getan! […]

Hase, Igel und Maulwurf haben die Schneemänner, Wichtel und Rentiere abgelöst und sich zur Parade versammelt. Das Figurenstillleben wird ergänzt von rastenden Menschen.

Sich einen Lenz machen im prallen Sonnenschein. Foto: Philine Schlick

Sie haben wieder Frisuren und sich aus dem Ei gepellt. Die Sonne lässt die blassen Gesichter auftauen und rötet die Nasenrücken der mit erhobenem Haupt thronenden Sonnengötter. Die Farben der Kirschblüte.

Mediterranes Flair im Güntzareal

Das Güntzareal wirkt wie eine Piazza – Sonnenbrillen, ärmellose Plaudergruppen und rasende Rollerfahrer. Auf dem Pflaster liegt eine abgestürzte Sternschnuppe aus Eis. Ein neues gibt es bei Johann’s Eisfenster, denn das hat wieder offen!

Von allem Trubel der Welt haben sich die Osterglocken in den Rabatten an der Pfeifferhannsstraße nicht aus dem Takt bringen lassen. Sie nicken und klingen leise. In der stillgelegten Stadt kann man die Bienen in ihren Kelchen summen hören. Im Innenhof hängen zwei komische Vögel am Futterhäuschen – mit buschigem Schwanz und Knopfaugen. Ist das eine eingewanderte Art? Nein, zwei Eichhörnchen lassen sich ihr Müsli schmecken.

Suchbild: Wer futtert hier aus dem Häuschen? Foto: Philine Schlick

Zu Ostern läuft man gesenkten Blickes in Kaffeebohnen durch die Straßen. Blitzt dort ein Schokoladenhase im Rasen? Leider nur ein Fetzen Dönerfolie. Und dort? Hat jemand für ein erotisches Osternest ein außergewöhnliches Versteck gewählt? Wohl doch eher das Werk eines frechen Windstoßes …

Ein ungewöhnliches Versteck …? Foto: Philine Schlick

Doch irgendwann wird man fündig. Goldene Eier liegen im Osternest. Die fleißigen Hasen der Bäckerei Siemank haben sie veredelt. Oder kamen sie schon so aus dem Huhn …? Am Gründonnerstag waren alle 500 Stück verteilt.

Goldene Eier vom Bäcker Siemank. Foto: Philine Schlick

„Viel zu schön zum Eierstoßen“, befinden wir und nehmen stattdessen die mit Zwiebelschalensud gefärbten. Klack, macht es. Und die Schale ist gesprungen. So stelle ich mir das Geräusch vor, wenn jemand ein kniffliges Problem löst.

Die zerborstene Schale als Zeichen des Neuanfangs. Was still und leblos aussieht, entpuppt sich zu neuem Leben. Die Hoffnung auf die Erfüllung der österlichen Botschaft hat in diesem Jahr wieder auf vielen Ebenen ein besonderes Gewicht.

Die Stadtteilredaktion wünscht entspannte freie Tage!

Sonnenaufgang über der Johannstadt. Foto: Philine Schlick

redaktion@johannstadt.de

Pilotprojekt: Uniklinikum startet Impfung schwerkranker Patient*innen

eingestellt am 01.04.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Prof. Gunnar Folprecht, Leiter des Fachbereichs Onkologie der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums Dresden (rechts) impft Peer Schmidt. Der Leukämiepatient wird seit 2016 nach erfolgreicher Stammzelltransplantation am Dresdner Uniklinikum ambulant nachbetreut und erhielt heute im Rahmen einer Routineuntersuchung im NCT/UCC seine erste Impfung gegen das Corona-Virus. Fotos: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

Als erste Einrichtung in Ostsachsen hat das Uniklinikum Dresden mit der Impfung schwer erkrankter Patient*innen begonnen. Es handelt sich um ein Modellprojekt, für das der Freistaat rund 3000 Impfdosen des Serums Pfitzer/Biontech bereit gestellt hat.

Seit dem heutigen Donnerstag können am Uniklinikum Dresden etwa 1500 schwer erkrankte Patient*innen mit dem Impfstoff Pfitzer/Biontech versorgt werden. In das Pilotprojekt werden Menschen aufgenommen, die bereits im Dresdner Uniklinikum behandelt werden und die entsprechend der Prioritätsregeln aktuell für eine Impfung vorgesehen sind.

Das Sozialministerium hatte insgesamt vier sächsischen Einrichtungen 12.000 Dosen des Vakzins zur Verfügung gestellt. Neben der Uni-Klinik gehören die Medizinischen Versorgungszentren Freital und Dippoldiswalde und das Städtische Klinikum Görlitz dazu.

Die anderen drei Einrichtungen beginnen in der nächsten Woche mit den Impfungen.

Schwerkranke fürchten Risiko beim Gang ins Impfzentrum

„Aufgrund ihrer schweren und häufig auch komplexen Erkrankungen sind viele Patientinnen und Patienten unserer Spezialambulanzen besonders gefährdet. Ihnen auf diesem Wege eine Impfung im Klinikum selbst anzubieten, vermittelt ihnen zusätzliche Sicherheit“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.

„Denn niemand kennt sie besser als unsere Spezialisten. Im Rahmen des Pilotprojekts ist eine Beratung zu allen Fragen bezüglich des Impfstoffs ebenso möglich wie die Begleitung nach der Impfung.“

Insbesondere für immunschwache Krebspatient*innen sei der Besuch von Impfzentren besonders riskant und löse deshalb bei Betroffenen Ängste aus.

Wichtiger Partner im Kampf gegen die Pandemie

Die Impfdosen für die anderen ausgewählten Einrichtungen werden über die Klinikapotheke des Uni-Klinikums verteilt. Das Krankenhaus erfüllt damit eine weitere wichtige Kernaufgabe bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Von hier aus werden auch die Krankenhausbetten der 35 regionalen Kliniken gesteuert. Das Uniklinikum betreibt  die Corona-Leitstelle für Dresden und Ostsachsen.

Gans schön rätselhaft – die Graugänse in der Johannstadt

eingestellt am 30.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Graugänse an der Elbe mit Blick auf die Johannstadt. Foto: Matthias Kunert

Die Elb-Gänse in der Johannstadt warfen bei einer „Zeile“-Leserin zahlreiche Fragen auf. Die Stadtteilredaktion möge sich auf die Suche nach Antworten machen, bat sie in einer Zuschrift. Wir watschelten los, auf den Spuren der Gänse.

Das Wappentier der Johannstadt könnte eine Gans sein. Keine goldene, sondern eine Graugans: Selbstbewusst, international, gesellig, rührig, durchsetzungsstark, familiär. Anders als ihr Name vermuten lässt, trägt sie ein braun-creme-farbenes Gefieder. Das ist nicht das einzige Rätsel, das sie aufgibt. Eine Leserin wandte sich per E-Mail an die Stadtteilredaktion:

„Wo kommen sie her, warum kommen sie? Manchmal sitzen hunderte rechts und links vom Fahrradweg, dann, am nächsten Tag sind nur noch welche auf der linken oder rechten Seite, und dann wieder sind sie plötzlich alle weg (nicht eine sitzt noch am Ufer). Sie fressen unentwegt Gras, sind also fleißig. Wo sind sie, wenn sie ‚weg sind‘, denn am nächsten Tag sind sie alle (soweit ich das beurteilen kann) wieder da. Und wenn sie für immer weg sind, wo fliegen sie dann hin? Legen sie Eier, wo brüten sie, und wo sind die Kleinen, alle sind gleich groß. Ich höre sie nachts schnattern, wann schlafen sie?“

Der Ruf der Graugänse ist in der Johannstadt wohlbekannt. Foto: Matthias Kunert

Die Graugans als Wintergast

Die Graugans mit ihrem wiegenden Watschelgang strahlt Sesshaftigkeit aus. Und tatsächlich, gerade im Winter besiedeln das Johannstädter Elbufer Gänse. Was machen die denn hier?

Sebastian Schmidt vom Umweltamt kann das Rätsel lösen: „Die meisten der gegenwärtig an der Elbe zu beobachtenden Graugänse gehören nicht nach Dresden, sondern sie sind nur als Wintergäste bei uns. Die Elbe ist eine wichtige Zuglinie für durchziehende Wasservögel im Winter und zieht diese an.“ Beheimatet auf jahrtausendealten Routen also.

Vom Zug- zum Standvogel

Von der Raststätte Dresden-Fährgarten geht es für die Graugänse weiter in den Süden bis auf die iberische Halbinsel, an die Adria, nach Tunesien und Algerien. Aber auch beim Vogelzug hat der Klimawandel Einflüsse: Durch steigende Jahrestemperaturen überwintern die Tiere immer weiter im Norden.

Einige ziehen nicht mehr, sondern werden sesshaft und damit von Zug- zu Standvögeln. Besonders dort, wo es reichliche Futtergründe gibt. Die Johannstadt zählt sicherlich dazu: Während tausende Artgenoss*innen Weihnachten und dem Martinstag zum Opfer fallen, wird den grauen Eminenzen in Johannstadt mit Krumen gehuldigt. Auf dem natürlichen Speiseplan der Graugans stehen Samen, Kräuter und Gräser, die sie an den Elbwiesen ebenfalls findet.

Zuviel energiereiches Futter wie Brot macht die Tiere schnell fett und damit krank. Bei guter Gesundheit haben sie das Zeug zu wahren Urgesteinen und können an die zwanzig Jahre alt werden.

Johannstadt in Teilzeit, Reise durch ganz Europa

In ganz Sachsen ansässig ist der bis zu vier Kilogramm schwere Wasservogel seit dem 19. Jahrhundert. „Der Bestand zählt zwischen 400 bis 600 Graugans-Brutpaare, vor allem in der Lausitz (dort sind auch wichtige Teiche zum Übernachten), weniger im Elbe-Röder-Bereich und nur einzelne in Nordwestsachsen. Auf Durchreise und Rastpause dagegen sind 3500 bis 4000 Gänse in Sachsen unterwegs“, führt Sebastian Schmidt aus.

Das ist auch der Grund, warum die Johannstädter Teilzeitgänse nie beim Brüten oder mit Gösseln zu sehen sind. „Die überwiegende Anzahl der zur Zeit in der Johannstadt zu beobachtenden Gänse ziehen also ihre Jungvögel gar nicht bei uns auf, sondern tun dieses in kälteren Regionen nördlich oder östlich von uns und kommen uns nur im Winter besuchen“, so der Experte.

Die Brutgebiete liegen in Großbritannien, an der skandinavischen Küste sowie in ganz Kontinentaleuropa nordöstlich einer Linie von Dünkirchen bis Patras in Griechenland, wobei die Hauptbrutgebiete sich in den Niederlanden, Norddeutschland, an der Südküste der Ostsee sowie in einem Gebiet zwischen Österreich, Ungarn und Tschechien befinden. Während ihrer Reisen ist die Graugans in ganz Europa anzutreffen.

Graugänse werden bis zu vier Kilo schwer. Foto: Matthias Kunert

Imposant sind die Vögel, neugierig und zweifelsohne majestätisch. Mit gerecktem Hals schreiten sie über den Onkel und kommentieren tratschend und glucksend das Gedrängel auf dem Fahrradweg. Hin und wieder lassen sie Federn – man findet sie im platt gedrückten Gras, ebenso wie ihre grünlichen Hinterlassenschaften.

Die Gänse zupfen Hälmchen am Fährgarten, ruhen mit dem Kopf unterm Flügel am Elbstrand und schippern hinüber zur Prießnitzmündung, um den Stockenten das Fürchten zu lehren. Graugänse sind tag- und nachtaktiv. Wenn sie bei der Futtersuche gestört werden, nehmen sie ihre Mahlzeiten einfach im Dunkeln ein. Deshalb hört man sie auch in der Nacht schnattern.

Stadtbezirksbeirat Altstadt beschließt 37.618 Euro für Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat Johannstadt

eingestellt am 26.03.2021 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), Headerbild: Berichterstattung zum Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat 2020 und Antragstellung 2021 im Stadtbezirksbeirat Altstadt am 17.3.2021 (Foto: Torsten Görg)

Am 17. März legte der Stadtteilverein Johannstadt vor dem Stadtbezirksbeirat Altstadt Rechenschaft über die Verwendung der 37.618 Euro ab, die die Landeshauptstadt Dresden für den Stadtteilfonds Johannstadt 2020 zur Verfügung gestellt hatte. Darüber hinaus wurde das Modellprojekt zur Förderung des Engagements von Bürger*innen und Einrichtungen für eine nachhaltige Stadtteilentwicklung auch für das laufende Jahr 2021 wieder mit demselben Betrag ausgestattet. Es werden nun auch lokale Unternehmen gesucht, die das Vorhaben finanziell unterstützen.

Anhand der Ziele, die der Stadtteilverein mit dem Zukunftsstadt-Projekt „Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat Johannstadt“ seit 2019 verfolgt, berichtete Torsten Görg am 17. März 2021 im Stadtbezirksbeirat Altstadt über die Arbeit des Stadtteilbeirats Johannstadt.

Stadtbezirksamt Altstadt (Foto: Frank Lehmann)

Demokratie nachhaltig fördern

Der Beirat wurde eingerichtet, um Eigenverantwortung, Vernetzung und gelebte Demokratie in der Johannstadt zu fördern. Er traf im vergangenen Jahr zu fünf Sitzungen zusammen und fasste insgesamt 43 Beschlüsse, davon 38 zur Förderung von Projekten mit Geld aus Stadtteilfonds und Verfügungsfonds. Neben der Entscheidung über Projektanträge von Bürger*innen und Einrichtungen berieten die Beiräte auch über zahlreiche Planungen und Projekte im Stadtteil und bereiteten die Wahlen des neuen Stadtteilbeirats im Juni 2021 vor.

Plan des Fördergebietes „Nördliche Johannstadt“

Ziel der Einrichtung des Stadtteilfonds war die Förderung des Engagements von Bürger*innen und Einrichtungen für eine nachhaltige Stadtteilentwicklung. Damit sollten einfache und vergleichsweise unbürokratische Fördermöglichkeiten für lokale Projekte, wie sie der Verfügungsfonds seit 2015 bereits für das Fördergebiet „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ bot, auch in der Johannstadt außerhalb des Fördergebiets geschaffen werden.

1000 Ehrenamts-Stunden eingebracht

Um diese im Stadtteil bekannt zu machen, hatte der Stadtteilverein im Sommer Infoflyer und Postkarten zur Einreichung von Projektideen an fast alle Haushalte in der Johannstadt verteilt und im September in Kooperation mit dem Zukunftsstadt-Team und dem Quartiersmanagement eine Ideen- und Projektwerkstatt veranstaltet. Über das Jahr verteilt folgten insgesamt 16 Privatpersonen, darunter zwei mit Unterstützung durch Vereine sowie sechs Einrichtungen dem Aufruf und setzten 22 Projekte um, darunter gleich mehrere zur ökologischen Gestaltung des Stadtteils, aber auch Workshops, geführte Rundgänge, eine Filmproduktion sowie ein Fotowettbewerb und das Online-Stadtteilmagazin.

Budenbau-Workshop. Foto: Ufer-Projekte Dresden e.V.

Vier weitere Projekte mussten trotz beschlossener Förderung auf Grund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen werden. In die umgesetzten Projekte flossen Mittel der Landeshauptstadt in Höhe von insgesamt 36.261,40 Euro und 7.457,70 Euro Spendenmittel. Darüber hinaus wurden über 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden eingebracht.

WGJ spendet 12 000 Euro

Erklärtes Ziel des Projektes war und ist es, Stadtteilbeirat und Stadtteilfonds über die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Erprobungsphase im Rahmen von „Zukunftsstadt Dresden“ hinaus zu verstetigen. Matthias Kunert stellte den zu diesem Zweck entwickelten, ambitionierten Finanzierungsplan vor. Dieser sieht vor, dass neben der Kommune mehr und mehr Unternehmen dafür gewonnen werden, das Engagement von Bürger*innen und Einrichtungen für eine nachhaltige Stadtteilentwicklung zu unterstützen, indem sie Geld für den Stadtteilfonds und die Beteiligungsarbeit des Stadtteilvereins spenden.

Häuser der WGJ. Foto: Kim Oliver Gottschalk

Angestrebt wird eine öffentlich-private Partnerschaft, bei der lokale Unternehmen und die Landeshauptstadt jährlich 37.618 Euro und damit einen Betrag von 2 Euro pro Einwohner*in in das Projekt einbringen. Eine erste große Spende tätigte 2020 die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG (WGJ) in Höhe von 12.000 Euro.

Anträge bis 2. April einreichen

Im Stadtbezirksbeirat äußerte man sich erfreut über bisherige Entwicklung des Projekts und begrüßte die Bemühungen um Einbindung privater Mittel. Mit 13 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen beschlossen die Mitglieder des Stadtbezirksbeirats, auch 2021 wieder 37.618 € für den Stadtteilfonds und die damit verbundene Arbeit des Stadtteilvereins bereitzustellen, davon 31.348 Euro für die Förderung nachhaltiger Projektideen aus dem Stadtteil.

Die letzte Stadtteilbeiratssitzung 2020 war die erste hybride überhaupt. Foto: Philine Schlick

Für die Bürger*innen und Einrichtungen in der Johannstadt bedeutet das, dass ab sofort wieder Projektanträge gestellt werden können. Wer den Stadtteilbeirat bereits zur nächsten Sitzung am 29. April über eine Förderung seines Projekts entscheiden lassen will, muss bis zum 2. April einen Antrag einreichen.

Anträge auf Förderung von Projekten außerhalb des Fördergebiets „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ sind beim Stadtteilverein zu stellen, Anträge für Projekte innerhalb dieses Gebiets beim Quartiersmanagement. Dort stehen im Verfügungsfonds „Nördliche Johannstadt“ für 2021 wieder 20.000 €Euro zur Verfügung, über die ebenfalls der Stadtteilbeirat entscheidet.

Stadtteilfonds 2021

  • Anträge für die nächste Sitzung des Stadtteilbeirats einreichen bis 2.4.2021
  • Bei der nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtteilbeirats dabei sein am 29.4.2021
  • Als Mitglied des Stadtteilbeirats kandidieren bis 2.6.2021
  • Per Briefwahl persönlichen Favorit*innen in den Stadtteilbeirat wählen vom 4.6. bis 11.6.2021
  • Bei der Wahlveranstaltung (vorbehaltlich eventueller Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie) mit den Kandidat*innen ins Gespräch kommen und wählen am 12.6.2021

Kontakt:
Stadtteilverein Johannstadt e.V.,
Projekt „Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat“
Tel. 41881667, E-Mail email hidden; JavaScript is required

>> Präsentation „Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat Johannstadt 2020“ – Download PDF (1,23 MB)

„Schütze, was du liebst“ – Das Umweltamt bewirbt die Dresdner Elbwiesen

eingestellt am 24.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto: Christina Eppers

Das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden legt in diesem Jahr einen speziellen Fokus auf die Dresdner Elbwiesen. Besonders das vergangene Jahr habe gezeigt, wie wertvoll „das grüne Band Dresdens“ für Menschen, Pflanzen und Tiere ist. Nur durch gegenseitige Rücksicht bleibt die Natur mitten in der Stadt erhalten.

„Mit dem Frühlingsanfang kommt wieder sichtbar Leben in das grüne Herzstück unserer Stadt: Unsere Elbwiesen“, freut sich Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen auf den Beginn der warmen Jahreszeit. „Die Dresdner Elbwiesen sind das Markenzeichen unserer Stadt, sie machen Dresdens Silhouette erst möglich und laden zum Spazieren, Wandern und Verweilen ein“, führt sie aus.

Motiv der CityLightPlakate zur Aktion: „Schütze, was du liebst“. Foto: Stadt Dresden

Von enormer Bedeutung für Mensch und Tier

Und nicht nur das: „Die Elbwiesen haben eine enorme ökologische Bedeutung für unsere Stadt“, ergänzt sie. Die Umweltbürgermeisterin stellt die Elbwiesen deshalb gemeinsam mit dem Umweltamt und dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft in den Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Kampagne startet das Umweltamt mit neuen City-Light-Plakaten. Sie tragen den Slogan „Anziehend vielfältig. Unsere Elbwiesen“ und sind an Dresdens Straßen zu sehen. Auf der städtischen Internetseite zu den Elbwiesen gibt es unter dem Motto „Schütze, was du liebst“ viel Wissenswertes über typische Pflanzen und Tiere dieses Naturraums zu entdecken. Es wird erklärt, welche Bedeutung die Elbauen für Stadtklima und Artenvielfalt haben, aber auch welche Interessenkonflikte zuweilen entstehen und wie jede*r etwas zu ihrem Schutz und Erhalt beitragen kann.

Wiesenknopf, Bunthummel und Biberburg

Die Elbwiesen sind ein Landschaftsschutzgebiet und Heimat vieler Tier- und Pflanzenarten. Einige Vertreter*innen sind geschützt, manche gefährdet oder sogar schon länger nicht mehr gesichtet. Häufig unbeachtet stehen Glatthafer, Großer Wiesenknopf und Wiesenstorchschnabel am Wegesrand, die Sumpfschrecke sucht im hohen Gras Deckung oder die Bunthummel ist auf Nahrungssuche. Im vergangenen Jahr beschrieb Anja Hilgert von der Stadtteilredaktion das blühende Leben zwischen Gräsern und Pflanzen und ihren Pat*innen an den Elbwiesen.

Die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea) leuchtet noch spät im Jahr und setzt einen Akzent für den Schutz von Insekten aller Art, Hummeln, Schmetterlinge, Falter und Bienen, die in dieser Wiese eine Weide haben.  Foto: Anja Hilgert

Erholung, Auslauf und Naturschutz

Für mehr Aufmerksamkeit sorgt dann schon die Sichtung eines Bibers, wie es am Johannstädter Elbufer mehrere gibt. All diese Tiere und Pflanzen sind typisch und kennzeichnen das Ökosystem Elbwiesen. Diese Vielfalt gilt es zu bewahren und zu schützen.

Die Umweltbürgermeisterin erläutert: „Unser Fokus liegt auf dem Naturraum Elbwiesen und dem Schutz der Artenvielfalt. Wir zeigen, welchen Schatz wir vor der Tür haben, dass dieser nicht selbstverständlich ist und pfleglich behandelt werden will.“

Magisches Geschenk an Ruhe und Glückseligkeit: Die selbstgebaute Schaukel am Elbestrand. Foto: Anja Hilgert

Gleichzeitig sind die Elbwiesen ein Ort der Erholung und Begegnung. Die Umweltbürgermeisterin betont: „Gerade im vergangenen Jahr, als coronabedingt viele Menschen nur noch im näheren Umfeld unterwegs waren und sich die Freizeitaktivitäten oft auf einen Spaziergang oder eine kleine Radtour beschränkten, zeigte sich der große Wert der Elbauen.“ Die Elbwiesen seien immer geöffnet und locken gerade bei gutem Wetter tausende Menschen an. „Damit wir weiterhin die Schönheit dieser Landschaft genießen können, jeder auf seine Weise, müssen wir ein gutes Miteinander finden, ein Miteinander von Natur und Mensch geprägt von Rücksicht und Achtsamkeit“, so Jähnigen.

Bunt bepunktet war die Winterlandschaft vor lauter Vergnügen. Foto: Anja Hilgert

Schaugarten an der Waldschlößchenbrücke

Neben dem Potpourri an Fakten und Hintergründen, informiert das Umweltamt auf seiner Internetseite über aktuelle Führungen und Aktionen direkt vor Ort, die hoffentlich im Sommer wieder möglich sind. Beispielsweise entsteht schon seit vergangenem Jahr an der Waldschlößchenbrücke auf der Neustädter Seite ein kleiner Schau-Garten mit Blick auf die Elbwiesen, wo Besucher*innen verweilen, gärtnern und sich informieren können.

„Schütze, was du liebst“ – Die Dresdner Elbwiesen

Autoscheibe eingeschlagen

eingestellt am 23.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto der Polizeiwachstelle Altstadt. Foto: PS

In der Nacht zum Montag haben Unbekannte einen VW Up! auf der Junghansstraße beschädigt.

Die Täter schlugen eine Seitenscheibe des Wagens ein und verursachten einen Schaden in Höhe von etwa 300 Euro. Nach erster Übersicht stahlen sie nichts aus dem VW.

Ostern wird „Johannissimo“ – die zweite Ausgabe der Schülerzeitung des Gymnasium Johannstadt kommt

eingestellt am 22.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Das Cover von "Johannissimo" und Einblicke in das Online-Interview. Quelle: L. Schäfer

Mit der Schülerzeitung „Johannissimo“ ist am Gymnasium Johannstadt trotz Lockdown ein Projekt erfolgreich weitergelaufen, das Schüler*innen eine Stimme gibt. Die wöchentlichen „Redaktionssitzungen“ fanden online statt. Die zweite Ausgabe erscheint als Lektüre für die Osterferien.

Drei Monate war das neu gegründete Gymnasium Johannstadt geöffnet, dann musste es wegen der Pandemie die Pforten wieder schließen. Ein schwerer Start mit wenig Kontakt zwischen Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen. „Es war ein krasses Jahr“, resümiert die Schulleiterin Sonja Hannemann.

Ein Lichtblick in dieser Zeit war das erfolgreiche Ganztages-Angebot „Johannissimo“. Es ist die Schülerzeitung des Gymnasiums Johannstadt, dessen erste Ausgabe kurz vor Weihnachten erschien. „Nach nur fünf Wochen! Ich war komplett baff“, staunt die Leiterin immer noch.

Beim Online-Meeting. Quelle: Gymnasium Johannstadt

Alle sind dabei geblieben

Unter der Anleitung der Medienprofis Sandra Heuschmidt und Lutz Schäfer gestalteten ein Dutzend interessierte Grundschüler*innen ihre eigene Zeitung. Mit Computerspielrezensionen, Lesetipps und nachdenklichen Texten. Normalerweise würden die Treffen einmal in der Woche nachmittags in der Schule stattfinden – so lief alles über den Bildschirm. Und mit Erfolg.

„Alle Schüler sind dabei geblieben“, berichtet Lutz Schäfer lächelnd. „Und wir haben alles, was wir angefangen haben, fertig bekommen. Das ist ungewöhnlich.“ Der Medienstratege bietet gemeinsam mit seiner Kollegin Sandra Heuschmidt Ganztagsangebote in Sachen Medienkompetenz an verschiedenen Dresdner Schulen an. Kurz nach der Neugründung kam man mit dem Gymnasium Johannstadt in Kontakt.

Beim Online-Meeting. Quelle: Gymnasium Johannstadt

Ein Geschenk des Himmels

„Zum Inhalt geben wir den Kindern keine Vorgaben“, sagt Sandra Heuschmidt. „Wir fragen: Für was interessiert ihr euch? Was geht in euch vor? Dann helfen wir bei der Umsetzung.“ Entstanden ist ein buntes Magazin, dessen erste Ausgabe die Schüler*innen mit in die Weihnachtszeit nehmen konnten. Ein großes Geschenk, ein dicker Erfolg in einer Zeit, in der viel abverlangt wurde und wenig Ausgleich in Spiel und Begegnung erfolgen konnte.

„Johannissimo“ hat eine Brücke geschlagen und den jungen Autor*innen die Möglichkeit zur Teilhabe gegeben, berichten die Leiter*innen. „In manchen Kindern sind ganz neue Seiten wach geworden“, hat Sonja Hannemann beobachtet. Während der Lockdown an vielen Stellen dämpfend wirkte, hat er an anderen verborgene Talente offenbart. Die Zeitung war für die zwölf Kinder der AG eine Möglichkeit, gesehen zu werden und zu gestalten: „Ein echtes Geschenk des Himmels.“

Möglichkeit zur Teilhabe

Kurz vor Ostern wird die zweite Ausgabe von „Johannissimo“ erscheinen. Wieder ein selbst gestaltetes Werk, das die Macher*innen ihren Mitschüler*innen stolz mit nach Hause geben können.

Die Zeitung steht passwortgeschützt auch auf der Webseite des Gymasiums zur Verfügung. Für eine größere Verbreitung muss noch an Konzept und rechtlichen Grundlagen gefeilt werden. „Obwohl wir sehr überrascht waren, wie präsent den Schüler*innen das Thema Urheberrechte war“, sagt Lutz Schäfer.

Die Perspektiven für „Johannissimo“ sind offen: „Wir wollen die Möglichkeit nutzen, uns mit der Johannstadt zu vernetzen und mehr über den Stadtteil zu erfahren, in dem wir lernen.“ Die Schülerzeitung sei eine wunderbare Möglichkeit zur Teilhabe und habe enormes Potential, ist sich Sonja Hannemann sicher.

Die Johannstadt erkunden

„Wir möchten noch mehr Projekte angehen.“ So gebe es die Möglichkeit, mit Schüler*innen ein Denkmal im Stadtteil zu betreuen oder bei Spaziergängen Senior*innen zu begegnen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Corona-Situation sich entschärft.

„Zu Weihnachten haben sich unsere Schülerinnen und Schüler an einer Postkarten-Aktion beteiligt und an die umliegenden Senior*innenheime geschrieben“, erzählt die Schulleiterin.

Nicht nur im Viertel, auch in der Schule ist die Mitgestaltung der Kinder gefragt. Zu einem Wettbewerb zur Gestaltung des Lichthofes gingen zahlreiche Vorschläge zu Möbeln und Einrichtung ein, die man berücksichtigen werde. Das Gymnasium Johannstadt kommt an im Viertel – entgegen aller Widrigkeiten.

Gymnasium Johannstadt

Johannstädter Kalender geht in die zweite Runde – mit einer Abstimmung

eingestellt am 19.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Ein großer Innenhof-Baum, an dem sich nicht nur Amsel, Elster und die gelegentliche Taube erfreuen. Foto: Patrick Petschel

Auch 2022 soll es einen Johannstädter Foto-Kalender geben. Die Bilder dafür werden im Rahmen eines Wettbewerbs im Stadtteil gesammelt. Noch bis Sonntag können Bürger*innen abstimmen, unter welchem Motto dieser ausgelobt wird.

Im vergangenen Jahr organisierten Bertil Kalex und Marie Engelin einen Fotowettbewerb zum Thema Lieblingsbäume in der Johannstadt. Angeknüpft waren geführte Spaziergänge, die einluden: „Zeig mir deinen Lieblingsbaum.“

Aus den eingesandten Geschichten und Bildern entstand ein Jahreskalender, der gegen eine freiwillige Spende im Stadtteilladen erhältlich war.

Welche Fotos bringt 2022?

Das Projekt erhielt viele positive Rückmeldungen, also krempelt Bertil Kalex die Ärmel hoch und bereitet die nächste Runde vor: In einer Umfrage hat er Themenvorschläge gesammelt, über die noch bis Sonntag in einer Online-Umfrage abgestimmt werden kann. Fotos zu welchem Thema sollen 2022 im Johannstädter Jahreskalender versammelt sein?

Vergessene Orte, Fensterblicke, ein Mix aus historischen und künstlerisch gestalteten Postkarten, Visionen – oder doch lieber wieder Bäume? Die Bürger*innen haben die Wahl.

Sobald das Thema feststeht, macht sich Bertil Kalex an die Umsetzung des Fotowettbewerbs.

Fotowettbewerb zum Johannstadt-Kalender 2021

Ablufthaube in Flammen

eingestellt am 18.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto der Polizeiwachstelle Altstadt. Foto: PS

Am Mittwochnachmittag wurde der Feuerwehr ein Küchenbrand an der Elsasser Straße gemeldet. Die Mieter hatten den Brand bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte bereits selbst gelöscht.

Sie hatten Speisen in einer Pfanne zubereitet, die plötzlich in Brand gerieten. Dabei fing auch die Ablufthaube über dem Herd Feuer. Die Mieter löschten den Brand mit einer Decke und flohen aus der Wohnung. Der Rettungsdienste versorgte die Mieter ambulant vor Ort. Die Feuerwehr führte eine Belüftung der leicht verrauchten Küche durch und entfernten verbrannte Teile der Ablufthaube aus der Wohnung. Es wurde niemand verletzt.

Zweites WiD-Haus: Siegerentwurf steht fest

eingestellt am 16.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Blick auf die WiD-Baufläche am Käthe-Kollwitz-Ufer. Quelle: WiD

Nicht nur an der Florian-Geyer-Straße, auch am Käthe-Kollwitz-Ufer plant die WiD ein neues Wohnhaus. Für den Entwurf hatte die Wohnungsgesellschaft einen Wettbewerb ausgerufen. Der Siegerentwurf steht jetzt fest – 2022 soll Baustart sein.

Die WiD plant zwei neue Wohnhäuser in der nördlichen Johannstadt. Eines entsteht an der Florian-Geyer-Straße, ein weiteres ist am Käthe-Kollwitz-Ufer geplant. Für ersteres haben die Vorbereitungen auf dem Gelände vor wenigen Wochen begonnen, für zweiteres steht jetzt ein Entwurf fest.

Historie und Moderne treffen aufeinander

Im Dezember hat die WiD einen Wettbewerb an fünf Architekturbüros ausgeschrieben. Im Februar gingen die Entwürfe bei der WiD ein und wurden durch ein Gremium bewertet. „Sowohl die Auswahl der Büros als auch die Aufgabenstellung wurden gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt definiert“, gibt Claudia Herzog von der WiD bekannt.

Blick auf den Planweg verlängerte Elisenstraße in Richtung Käthe-Kollwitz-Ufer. Foto: Philine Schlick

Der Standort des Hauses stelle hohe Anforderungen an das Erscheinungsbild, berichtet sie. Historische Umgebung treffe auf neuzeitliche Bauweise – das  städtebauliche Erscheinungsbild des künftigen Quartiers muss dem gerecht werden.

Berücksichtigt werden mussten auch die angespannte Parkplatzsituation und der Wunsch nach Stadtgrün in der Umgebung. „Die Teilnehmer haben sehr unterschiedliche Konzeptideen eingereicht“, so Herzog.

Bebauung in L-Form, 130 Wohnungen

Letztendlich sei die Entscheidung nach städtebaulichen Aspekten, Grundrissstruktur, den Wohnungsschlüsseln und den Kosten getroffen worden.

„Nach Abwägung der Vor- und Nachteile wurde ein Konzept ausgewählt, welches auf Grund der guten Grundrissstruktur, dem gestalterischen Anspruch, der Lösung des ruhenden Verkehrs sowie der Umsetzung des zweiten Fluchtweges etwas mehr hervorsticht und eine sehr gute Basis für eine weiterführende Planung darstellt“, begründet Herzog.

Gebaut werde der Wohnungskomplex in L-Form entlang des Käthe-Kollwitz-Ufers und der Planstraße verlängerte Elisenstraße. Auf ca. 8500 Quadratmetern Wohnfläche entstehen 130 Wohnungen in der von dem Landeshauptstadt geforderten Wohnungsmix: Etwa 30 Wohnungen seien für den freifinanzierten Wohnungsbau vorgesehen.

Sechs Geschosse, Baustart 2022

Das neue Wohnhaus soll sechs Stockwerke in die Höhe wachsen und über fünf Eingänge zugänglich sein. Im Innenhof des Komplexes sind Grün- und Spielflächen angedacht. Auch dieses Haus soll über eine Tiefgarage verfügen.

„Wenn alles planmäßig verläuft, wollen wir 2022 mit dem Bau zu beginnen. Die Bauzeit schätzen wir auf ca. zwei Jahre, so dass wir zu Anfang 2025 ein bezugsfertiges Areal am Käthe-Kollwitz-Ufer haben“, sagt Claudia Herzog.

Internationale Wochen gegen Rassismus in der Johannstadt

eingestellt am 14.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Auf der Gedenkfeier zu Ehren Marwa El-Sherbnis am 1.Juli im elften Jahr nach dem Mord. Foto: Anja Hilgert

Am Montag starten die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Dresden beteiligt sich an der Veranstaltungsreihe, die seit 25 Jahren existiert. Auch in der Johannstadt finden Veranstaltungen statt. Hier, an der Holbeinstraße, war die letzte Wohnstatt des ermordeten Vertragsarbeiters Jorge Gomondai. Und hier starb im Landgericht Marwa El-Sherbini durch 18 Messerstiche.

Die Internationalen Wochen gegen Rassimus finden seit nunmehr 25 Jahren statt und machen auf Missstände und Verletzungen aufmerksam, die durch Diskriminierung und Herabwürdigung von Menschen aufgrund sozialer, körperlicher oder kultureller Eigenschaften entstehen.

Rassistische Vorurteile und Anfeindungen, strukturelle Benachteiligung und Unterdrückung gehören nach wie vor zum Alltag zahlreicher Betroffener. Auch in der Johannstadt laden Veranstaltungen dazu ein, sich zum Thema zu informieren, auszutauschen und Position zu beziehen.

Im Gedenken an Marwa und Jorge

In Dresden wird vor allem dem ermorderten Vertragsarbeiter Jorge Gomondai gedacht, zu dessen Gedenken der Platz zwischen Hauptstraße und Albertplatz in der Neustadt benannt ist. Es ist die Stelle, wo Jorge Gomondai am Ostersonntag 1991 von einer Gruppe Jugendlicher aus der Straßenbahn gestoßen und durch Tritte und Schläge so schwer am Kopf verletzt wurde, dass er nach einer Woche im Krankenhaus verstarb. Er gilt als das erste Todesopfer eines rassistischen Übergriffs nach der Wiedervereinigung. Zuletzt wohnte er in einer Wohnung in der Holbeinstraße 42.

„Das Gedenken an Jorge Gomondai, dessen rassistisch motivierte Ermordung sich 2021 zum 30. Mal jährt, erinnert uns an die Folgen von Menschenfeindlichkeit und Hass und mahnt, das Zusammenleben tolerant und gewaltfrei zu gestalten“, erklärt OB Hilbert in seinem Grußwort zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Marwa El-Sherbini war als Zeugin in einem Gerichtsprozess am Dresdner Landgericht geladen. Sie hatte einen Mann wegen rassistischer Beleidigung angezeigt. Dieser Angeklagte tötete die Frau im Gerichtssaal mit 18 Messerstichen aus rassistischen und islamfeindlichem Motiven heraus. Marwa El-Sherbini war zu diesem Zeitpunkt schwanger. Um ihren gewaltsamen Tod zu mahnen, trägt der Park vor dem Dresdner Landgericht in der Johannstadt seit 2020 ihren Namen.

Kundgebung am Marwa El-Sherbini-Park

Am Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März organisiert die SPD-Fraktion Dresden eine Kundgebung mit verschiedenen Redebeiträgen und anschließendem Open Space am Marwa El-Sherbini-Park. Das Motto lautet: „Für Jorge, Marwa und Dich: Kein Platz für Rassismus in Dresden!“ Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr.

Zweisprachige Schnitzeljagd

Der Johannstädter Kulturtreff organisiert am 24. und 29. März einen interkulturellen Spaziergang mit interaktiver Schnitzeljagd  durch’s Viertel. Eine Smartphone-Rallye vermittelt Perspektiven auf die Johannstadt aus der Sicht einer Person mit Fluchterfahrung. Zum Einsatz kommt die App Actionbound.  Treffpunkt ist jeweils der Johannstädter Kulturtreff an der Elisenstraße 35. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Info-Veranstaltung zu privater Seenotrettung

Am 24. März findet zudem eine Infoveranstaltung statt. Von 18.30 bis 20 Uhr können sich Interessierte zu den Menschenrechtsverletzungen im Mittelmeerraum und zur privaten Seenotrettung informieren. Ein interaktiv gestalteter Vortrag und eine Diskussionsrunde erklären, warum die private Seenotrettung nicht kriminalisiert werden darf. Veranstaltet wird sie von der Dresdner Hochschulgruppe von Amnesty International. Auch hier wird um eine Anmeldung gebeten.

Internationale Wochen gegen Rassismus 2021

    • vom 15. März bis 6. April
    • 21. März, 11 Uhr: Kundgebung am Marwa El-Sherbini-Park
    • 24. März, 11 bis 12.30 Uhr: Interkultureller Spaziergang durch die Dresdner Johannstadt –  Interaktive und zweisprachige Schnitzeljagd. Anmeldung: kontakt@johannstaedterkulturtreff.de
    • 24. März, 18.30 bis 20 Uhr: Infoveranstaltung zur privaten Seenotrettung. Anmeldung unter diesem Link
    • 29. März, 16 bis 17.30 Uhr: Interkultureller Spaziergang durch die Dresdner Johannstadt –  Interaktive und zweisprachige Schnitzeljagd. Anmeldung: kontakt@johannstaedterkulturtreff.de
    • hier geht es zum gesamten Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Little John Bikes ist „der Neue“ neben Konsum an der Pfotenhauerstraße

eingestellt am 12.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Es brennt Licht in der Halle: Little John eröffnet am 26. März. Foto: Philine Schlick

In der ehemaligen Aldi-Halle neben dem Konsum wird gewerkelt. Viele Nasen haben sich in den letzten zwei Wochen an der Scheibe platt gedrückt. Das Geheimnis ist gelüftet: Der Fahrrad-Händler Little John Bikes zieht ein. Am 26. März soll die Eröffnung stattfinden.

Zum Wochenende sind die Umbauarbeiten nach zwei Wochen geschafft. Der regionale Fahrradhändler Little John Bikes zieht auf die 900 Quadratmeter Ladenfläche neben dem Konsum an der Pfotenhauerstraße ein.

Eine Fahrradwerkstatt für die Johannstadt

„Wir haben bereits vier Läden in Dresden“, berichtet Marketingleiter Jan Schneidewind. Ein Standort in der Johannstadt fehlt aber noch: „Es gibt hier viele Menschen, die Fahrrad fahren, die Elbe ist nicht weit und ein Laden mit Werkstatt in Reichweite bietet sich an“, begründet er die Wahl.

Little John Bikes ist 1997 aus einem Zuliefererbetrieb für Deutschlands größte Fahrradfabrik, der Biria, entstanden. Ursprünglich war die Firma in Neukirch in der Oberlausitz beheimatet. Im Jahr 2014 wechselte der Sitz nach Dresden. Little John gehört zu den großen der Branche.

Im Angebot ist alles vom Laufrad bis zum E-City-Bike. „Wir haben ein Vollsortiment!“ Spezialisierte Biker wie Downhill-Sportler*innen dagegen würden bei Little John weniger fündig. „Wir sind der Händler für die fahrradfahrende Familie“, sagt Schneidewind. Wichtig ist dem Unternehmen, für Kund*innen erreichbar zu sein. Deshalb wird neben den Verkaufsräumen eine Werkstatt eingerichtet.

Eröffnung am 26. März

Gerade Corona habe bei vielen Menschen die Lust auf’s Radeln geweckt, erzählt Schneidewind. Gesundheits- und umweltbewusst die Umgebung erkunden liegt im Trend. „Viele haben sich schon interessiert erkundigt, wer hier einzieht und sich gefreut!“, erzählt der Pressesprecher. Zum Anfang beginnen ab 26. März fünf Mitarbeiter*innen ihren Dienst. „Mal sehen, wie es sich entwickelt.“

Eine Eröffnungsfeier kann natürlich aufgrund von Corona nicht stattfinden, aber die Werkstatt darf regulär öffnen. Einkaufen ist online, nach vorheriger Terminabsprache oder mit Click&Collect möglich.

Little John Bikes Johannstadt

Verfügungsfonds bietet 20.000 Euro für Bürgerprojekte

eingestellt am 09.03.2021 von Torsten Görg (QM Johannstadt), Headerbild: Inspiration und Eingebung in der Johannstadt gesucht Foto: Anja Hilgert

Der Verfügungsfonds bietet auch 2021 wieder 20.000 Euro zur Förderung von Projekten von Bürger*innen und Einrichtungen im Soziale-Stadt-Gebiet „Nördliche Johannstadt“. Anträge auf Förderung können Bewohner*innen und Einrichtungen stellen.

Es ist wieder Geld im Topf für Ideen und Wünsche von Johannstädter Bürger*innen. Ob Handwerkskurs, Blumenbeet, Straßenfest oder Parkbank – Fantasie und Engagement sind keine Grenzen gesetzt. Der Verfügungsfonds stellt finanzielle Unterstützung zur Verfügung, wenn es um die Gestaltung des Viertels geht. 

Hilfe beim Projektantrag

Das Angebot richtet sich an Privatpersonen ebenso wie an Vereine und Initiativen. Wie das abläuft?

Die Idee muss in einem Projektantrag vorgestellt und kalkuliert werden. Das Quartiersmanagement unterstützt bei der Entwicklung von Projekten und der Erstellung von Anträgen. Das hilft, der eigenen Vorstellung einen Rahmen zu geben und konkrete Schritte zu erarbeiten.

Entscheidung durch den Stadtteilbeirat

Die Entscheidung, welche Projekte gefördert werden, trifft der Stadtteilbeirat Johannstadt, der sich aus Akteur*innen und Interessenvertreter*innen, sowie Bürger*innen zusammensetzt.

Bei einer der Stadtteilbeiratssitzungen wird das Projekt präsentiert. Die Stadtteilbeirät*innen stellen Fragen, geben Tipps und wägen ab. Oft ergeben sich schon in dieser Fragerunde neue Impulse zur Umsetzung. Wer kann mit anpacken? Gibt es schon ähnliche Projekte, an die man anknüpfen kann? Danach wird abgestimmt. Und dann kann es los gehen!

Auf diese Weise wurden seit 2015 bereits rund 100 Projekte aus den Bereichen Sport, Soziales, Gestaltung, Freizeit, Umwelt, Kunst und Alltag umgesetzt. Eine Übersicht über alle geförderten Projekte findet sich unter diesem Link.

Die nächste Antragsfrist ist der 2. April 2021, die nächste Stadtteilbeiratssitzung wird am 29. April 2021 stattfinden. Die fertigen Anträge können beim Quartiersmanagement mit Sitz im Johannstädter Kulturtreff an der Elisenstraße 35 eingereicht werden.

Bürgerprojekte finanziert aus dem Verfügungsfonds

  • eine telefonische oder persönliche Beratung ist möglich am 11. März und 18. März von 9 bis 12 Uhr und am 15, März von 15 bis 18 Uhr
  • Weitere Informationen zu Förderbedingungen und Beratung finden Sie auf www.johannstadt.de/soziale-stadt/verfuegungsfonds

„Hey Alter!“ beschert Schüler*innen der 101. Oberschule neun Laptops

eingestellt am 09.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Die Initiative Hey Alter! übergab der 101. Oberschule neun Laptops zum Verschenken. Foto: Philine Schlick

Die Initiative „Hey Alter!“ hat heute in einer feierlichen Übergabe im kleinsten Rahmen Schüler*innen der 101. Oberschule neun Laptops beschert. Diese sind gebraucht, aber voll funktionstüchtig. Sie kommen wie gerufen.

Schulleiterin Juliana Dressel-Zagatowski strahlt. Zumindest ist das unter ihrer Maske zu erahnen. Sie nahm heute im Foyer der 101. Oberschule neun Laptops entgegen, die sie an Schüler*innen verschenken wird. „Wir machen noch die Einweisung und dann werden die in Betrieb genommen!“

Auf der Suche nach alten Laptops

Überbracht haben die Geräte Tina Gruhl und Kai-Uwe Schurig von der IT-Firma PDV-Systeme Sachsen. Ehrenamtlich beteiligen sich beide an der Initiative „Hey Alter!“ Diese möbelt gebrauchte Laptops wieder auf und spendet sie jungen Menschen. Gerade in der Krise eine große Unterstützung.

Bislang wurden deutschlandweit über 2300 Laptops durch „Hey Alter!“ verteilt. „Wir sind immer auf der Suche nach Unternehmen und Privatpersonen, die ihre alten Geräte spenden“, sagt Kai-Uwe Schurig. Sie werden dann bei PDV-Systeme wieder zum Laufen gebracht. Derzeit herrscht krisenbedingt ein Mangel an überschüssigen Notebooks und Laptops.

Homeoffice und Homeschooling haben technische Geräte und einen Internetanschluss unabdingbar gemacht. Wer über beides nicht in ausreichendem Maße verfügt, wird schnell abgehängt.

Keine Unterrichts-Lücken entstehen lassen

„Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und ihre Familien brauchen besondere Unterstützung“, weiß Juliana Dressel-Zagatowksi. „Sie haben nicht viel Zeit.“ Es sei schwer, den Anschluss zu finden, wenn Land, Sprache und Schule neu sind. Das Pensum bleibe dasselbe wie für Muttersprachler*innen. Deshalb sei es wichtig, keine Lücken im Unterricht entstehen zu lassen.

Corona habe die Lehr-Situation ohnehin erschwert. „Ich hatte zu meiner Klasse am Anfang nur Kontakt über Quickmessage von Lernsax“, berichtet Hüseyin Küçük, der an der 101. Oberschule als Lehrer für Deutsch als Zweitsprache ist.

Hüseyin Küçük unterrichtet Kinder u.a. aus Afghanistan, Syrien, Bulgarien und Weißrussland. „Viele Fluchtrouten führen über die Türkei“, erzählt er. „Deshalb sprechen viele Kinder türkisch. Das ist praktisch für den Anfang, auch wenn ich im Unterricht nur deutsch spreche.“

Aus dem Lockdown lernen

Nicht alle Kinder haben einen eigenen PC zur Verfügung und kommunizieren via Smartphone. Für den Unterricht abseits der Schule ist das nur begrenzt geeignet, weswegen die neun Laptops händeringend gebraucht werden. Sie sind mit Linux und den gängigen Programmen bespielt, haben funktionstüchtige Kameras und neue Festplatten, stellt Kai-Uwe Schurig vor.

„Bei der Einrichtung eines Internetzugangs helfen unsere Schulsozialarbeiter“, bietet die Schulleiterin an. Denn schon „Papierkram“ dieser Art ist für Nicht-Deutschsprachler*innen eine echte Herausforderung.

Ausgestattet mit der richtigen Ausrüstung birgt der Lockdown auch Chancen: „Zahlreiche digitale Kompetenzen haben sich unsere Schüler durch den Umgang mit Technik zuhause angeeignet“, berichtet die Schulleiterin. Aus allen 20 Klassen der 101. Oberschule wurden Empfänger*innen der „neuen alten“ Geräte ausgewählt.

Hey Alter! Gebrauchte Laptops für junge Menschen

  • Hey Alter in Dresden unter diesem Link
  • Kontakt: email hidden; JavaScript is required
  • Projektpartner: PDV Systeme Sachsen

Kamera aus Büro gestohlen

eingestellt am 09.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto der Polizeiwachstelle Altstadt. Foto: PS

Unbekannte sind am Montagabend zwischen 18 und 21 Uhr in ein Büro an der Güntzstraße eingedrungen und haben unter anderem eine Kamera gestohlen.

Die Täter gelangten auf bislang unbekannte Weise in das Gebäude und begaben sich in einen Laborraum. Aus diesen stahlen sie eine Fototasche samt Kamera und zwei Objektiven im Gesamtwert von rund 1.900 Euro. Sachschaden entstand augenscheinlich nicht.

Das Schadstoffmobil kommt am Freitagabend in die Johannstadt

eingestellt am 08.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Schadstoffe können dem Schadstoffmobil bis zu einer Menge von 25 Litern kostenfrei übergeben werden. Foto: Philine Schlick

Das Schadstoffmobil kommt am Freitagabend in die Johannstadt

Am Freitag, den 12. März, macht das Schadstoffmobil Halt in der Johannstadt. An zwei Sammelpunkten können Batterien, Lackdosen, Frittieröle, flüssige Farben und Co. abgegeben werden. Arzneimittel gehören übrigens nicht zu den Schadstoffen … 

Das Schadstoffmobil ist zwischen dem 8. und dem 27. März auf Frühjahrstour im Stadtgebiet. Am 12. März macht es auch Station in der Johannstadt. Schadstoffe können bis zu einer Menge von bis zu 25 Litern unentgeltlich abgegeben werden. Wichtig dabei ist, die Schadstoffe unvermischt, möglichst in den Originalbehältern direkt dem Annahmepersonal zu übergeben.

Gefahr für Mensch und Umwelt

Es ist nicht erlaubt, die Stoffe vor dem Eintreffen des Mobils am Straßenrand abzustellen, da Schadstoffe schädlich für Menschen, Tiere und die Umwelt sind. Aus diesem Grund sind sie mit einem orangefarbenen oder rot umrandeten Gefahrensymbol gekennzeichnet.

Schadstoffe sind unter anderem:

  • Haushaltsreiniger, Entkalker, Desinfektionsmittel, Nagellackentferner
  • Spraydosen mit Restinhalt
  • flüssige Farben, Lacke, Lösungsmittel, Klebstoff
  • Insektenspray, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel,Düngemittel
  • Imprägnier- und Abbeizmittel, PUR-Montageschaumdosen
  • mineralisches Öl wie Motor- und Getriebeöl, Kraftstoffe
  • quecksilberhaltige Abfälle wie Thermometer
  • Batterien, Akkus, Autobatterien
  • größere Mengen Speiseöle und -fette, Frittieröle

Medikamente nicht in die Toilette werfen

Abgelaufene Arzneimittel und Medikamentenreste sind keine Schadstoffe. Sie können in die Restabfalltonne geworfen werden. Sie sollten beim Öffnen der Tonne jedoch möglichst nicht sicht- und greifbar sein.

Flüssige Medikamente können in der verschlossenen Flasche in die Restabfalltonne. Medikamente können aber auch weiterhin am Schadstoffmobil oder auf den Wertstoffhöfen abgeben werden. Auf keinen Fall gehören Medikamente jedoch in die Toilette, da sie in der Kläranlage nur teilweise aus dem Abwasser entfernt werden können. Die Folge: Medikamentenrückstände gelangen in die Elbe und wirken sich negativ auf die Umwelt aus. So führen zum Beispiel Hormonpräparate zur Verweiblichung des Fischbestandes.

Bei der Abgabe ist als Schutzmaßnahme gegen das Corona-Virus der Mindestabstand von 1,50 Metern zum Annahmepersonal sowie zu anderen Bürgerinnen und Bürgern zu beachten.

Schadstoffmobil in der Johannstadt am 12. März

  • 17 bis 17.45 Uhr, Reißigerstraße/Wallotstraße
  • 18.15 bis 19 Uhr, Marschnerstraße/Striesener Straße

Seniorin wendet Betrugsversuch via Telefon ab

eingestellt am 07.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto der Polizeiwachstelle Altstadt. Foto: PS

Unbekannte haben versucht, eine Seniorin um 900 Euro zu betrügen. Sie stellten einen Gewinn von 38 000 Euro in Aussicht. 

Eine 77-jährige Dresdnerin wurde von Donnerstag auf Freitag mehrfach von Trickbetrügern über das Telefon kontaktiert, berichtet die Polizei.

Die unbekannten Personen stellten der Seniorin einen Gewinn von 38.000 Euro in Aussicht. Für die Abwicklung forderten sie GooglePlay-Karten im Wert von 900 Euro. Die Geschädigte kannte diese Zahlungsmethode nicht und bat ihren Sohn um Hilfe. Dieser erkannte den Betrug und informierte die Polizei.

Trauer um Dr. Ralf Reinsperger – ein Nachruf

eingestellt am 06.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Dr. Ralf Reinsperger verstarb im Januar 2021. Foto: privat

Am 10. Januar 2021 verstarb nach längerer Krankheit – viel zu früh, im Alter von 65 Jahren – unser Gemeindeglied und langjähriger Kirchenvorstandsvorsitzender Dr. Ralf Reinsperger. Auch an der Gründung des Stadtteilvereins Johannstadt war er als Vertreter der Johanneskichgemeinde beteiligt und im Stadtteil gut vernetzt und engagiert. Ein Nachruf von Tobias Funke.

Ralf Reinsperger hat in den vergangenen Jahrzehnten, davon allein zwölf Jahre im Kirchenvorstand, die Geschicke der Johanneskirchgemeinde entscheidend mitbestimmt und -geprägt.

Es gab in dieser Zeit viele Herausforderungen wie Pfarrvakanzen und Sanierungsstau in den Gemeindehäusern, Weiterentwicklung der Außendarstellung der Gemeinde, Perspektiven für die Trinitatiskirchruine und nicht zuletzt die Strukturreform in der Landeskirche – all diese Aufgaben ging Ralf Reinsperger mit Optimismus an, arbeitete zielstrebig an Lösungen und brachte seine eigene Leitungserfahrung ein.

Im Kirchenvorstand war er geschätzt wegen seiner Ehrlichkeit, er konnte zuhören und war immer bereit, Aufgaben zu übernehmen. Sein Grab auf dem Trinitatisfriedhof befindet sich in der Nähe des Andachtsplatzes mit freiem Blick zum Trinitatiskirchturm. Ralf Reinsperger wird uns an vielen Stellen schmerzlich fehlen. In der Hoffnung, dass nicht der Tod das letzte Wort hat gedenken wir seiner und befehlen ihn in Gottes Hand. 

Im Namen des Kirchenvorstandes der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Johannes Kreuz Lukas Dresden,

 

Pfarrer Tobias Funke