Wahl Stadtteilbeirat Johannstadt

eingestellt am 27.02.2021 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), Headerbild: Foto: Torsten Görg

Am 27.2.2021 von 14 bis 16 Uhr können Sie in der JohannStadthalle den neuen Stadtteilbeirat Johannstadt wählen. Die Wahl findet am Rande der Infoveranstaltung Soziale Stadt „Nördliche Johannstadt“ statt, bei der Sie sich über die aktuellen Entwicklungen im Fördergebiet informieren un mit zahlreichen Akteur*innen ins Gespräch kommen können.

Wahlberechtigt sind alle Anwesenden, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und mit einem offiziellen Dokument einen Wohnsitz, ein Gewerbe oder ein Beschäftigungs- / Ausbildungsverhältnis in den Stadtteilen Johannstadt-Nord oder -Süd nachweisen können.

Alle Menschen, die in Johannstadt wohnen oder arbeiten, können sich als Mitglied in den Stadtteilbeirat wählen lassen oder als Vertreter*in ihrer Einrichtung kandidieren, um aktiv bei der Gestaltung ihres Stadtteils mitzuwirken. Wer kandidieren will, muss bis 17.2.2020 seine Mitwirkungserklärung beim Stadtteilverein einreichen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen.

Auf Wohnungssuche für Mehlschwalben – Ein Nisthilfe-Projekt in der Johannstadt

eingestellt am 28.11.2020 von Anja Hilgert, Headerbild: Gut verträgliche Nachbarschaft von Schwalben und Menschen Foto: Anja Hilgert

Kunstnester sind von Menschen geschaffene Nester zum Beispiel für Mehlschwalben, um sie zu beheimaten. Mehlschwalbenkunstnest, ist ein Wort, das man sich über die Lippen rinnen lassen kann, um der Bedeutung auf die Spur zu kommen.
Denn obwohl Schwalben die Nähe zu Menschen suchen und sich im städtischen Raum heimisch machen, finden sie in unseren Städten immer seltener die Lebensbedingungen mit den Baumaterialien und den Brutmöglichkeiten, die sie zum Überleben brauchen. Der Bestand der Schwalben ist rückläufig.

Die Kunst des Nestbaus – Nisthilfe für Schwalben

Jedes Jahr klingt der Ruf: „Die Schwalben sind zurück“ wie ein magischer Spruch und ist es auch, denn er macht den Einzug des Frühlings gewiss. Dann beginnen die Schwalben, aus ihrem Winterquartier südlich der Sahara zurückkehrend, bei uns mit dem Nestbau: Aus Ton und Lehm bauen sie ihre rundlichen Höhlen, die auf Vogelflughöhe an Hauswänden haften. Sie betreiben eine regelrechte Kunst des Nestbaus, die allerdings rar geworden ist.

Nun ist also Zeit, im Stadtteil vorzusorgen: Für die Rückkehr und hiesige Beheimatung der Schwalben nach diesem Winter.

Diesem Gedanken folgte Robert Arndt, der in der Johannstadt das Projekt ins Leben gerufen hat, Nistkästen für Mehlschwalben im Stadtteil zur Verfügung zu stellen. Das Anbringen von Nisthilfen kann lokal zu Bestandsverbesserungen bei den Schwalben führen. Um die Idee zum Schutz der Zugvögel bei uns umzusetzen, erhielt er die eindeutige Zustimmung des Johannstädter Stadtteilbeirates und Fördergelder aus dem Stadtteilfonds.

Beratende Unterstützung findet das Johannstädter Förderprojekt bei der Beauftragten für Umweltschutz mit Schwerpunkt Naturschutz und Ökologie des NABU Regionalverband Meißen-Dresden. Marion Lehnert arbeitet seit 23 Jahren professionell in der Vermittlung naturschutzrelevanter Themen und hat sich mit dem Projekt „Artenschutz an Gebäuden“ die Umsetzung von Naturschutz in der Stadt vorgenommen.

Ihre Nester haben die Zugvögel an den Häusern für die Rückkehr  hinterlassen Foto: Anja Hilgert

Ungewusst oder ungewollt – der Vogelbestand wird zurückgedrängt

Durch verstärkte Sanierung und Wärmedämmung von Gebäuden gehen den Tieren ihre Quartiere verloren. Meist ungewusst oder ungewollt wird damit der Bestand vor allem der Schwalben und Mauersegler zurückgedrängt.

Schwalbenarten sind jedoch sehr standorttreu und kehren vorzugsweise jahrelang an dieselben Plätze zurück. Robert Arndt wirbt dafür, dass sich Johannstädter*innen einsetzen, ihr Haus schwalbenfreundlich zu machen. Noch zehn Nistkästen sind im Rahmen des Projektes frei Haus zu vergeben. Und Marion Lehnert stellt in Aussicht: „Wenn Eigentümer*innen die Mehlschwalbenkunstnester anbringen, können wir als NABU Regionalverband ihnen auch die Schwalbenplakette verleihen.“

Die bestellten Nistkästen sind ein Naturschutzprodukt, das denjenigen, die sich am Projekt ‚Nisthilfe in der Johannstadt‘ beteiligen, zur Verfügung gestellt wird, zum mietfreien Wohnen für Schwalben! Laut Hersteller halten die Kästen ein Leben lang. Es gibt Varianten für Höhlen- und für Nischenbrüter: Einmal halboffene Nistkästen, die auch im Gebüsch aufgegangen werden können oder solche mit einer Fluglochgröße von 28mm und 32mm für Arten, die eine freie Einflugmöglichkeit brauchen.

 

Schwalbennisthilfe im Doppelpack: 3,5 kg schwer, Breite 38cm x Höhe 12 cm x Tiefe 15cm  Foto: Susi Jaeschke

Das A und O der guten Befestigung

Die Kästen sind aus Holzbeton und daher reichlich schwer. Das A und O ist also eine gute Befestigung.
Eigentlich wollte Robert Arndt anbieten, bei der Befestigung mitzuhelfen, aber durch Corona sind Wohnungs- bzw. Balkonbesuche nicht möglich. „Wir geben von Weitem viele Infos an die Hand“, sagt seine Frau Susi Jaeschke und erklärt, dass unterstützende Beratung dennoch gut möglich ist: „Einige Leute haben Bilder vorab geschickt, ob ihr Platz, den sie vorgesehen haben, für einen Nistkasten geeignet ist und wenn ja, welcher.“

Marion Lehnert meint, es kann gut und gerne zwei oder drei Jahre dauern, bis die Kästen angenommen werden. Sollte es gar nicht klappen, dann ist ein Platzwechsel angezeigt.

Es gibt einfache Faustregeln…. Mindesthöhe zwei bis drei Meter. Wenn es keinen Vorzugs-Nistplatz gibt, weichen die Vögel unmittelbar auf das nächstliegende Angebot aus. Ganz wichtig: Der Kasten darf auf gar keinen Fall Mittagssonne abbekommen. Sonst kollabiert die Brut in der Hitze und stirbt.

Holzbeton ist eine Materialmischung, die Witterungseinflüssen sowohl bei Kälte aber auch bei Hitze standhält. Zudem ist es pflegeleicht. Bereits kochendes Wasser genügt, um die Kästen zu reinigen. Die Nist-Pat*innen müssten im Oktober die Kästen, die benutzt wurden, reinigen. In der Natur würden die Nester nach zwei bis drei Jahren von alleine abbrechen und herunterfallen. Die Vögel würden an derselben Stelle im Folgejahr neu bauen. Das Gute in der Natur: Mit dem Nest fallen auch die verbliebenen Parasiten herunter. Das muss bei den Kunstnestern der Mensch mit übernehmen. Mit dem Reinigen reduziert man den Parasitendruck auf die Brut im nächsten Jahr.

Die Nisthilfe-Initiative läuft an

Die Anregung zum Anbringen von Schwalbennistkästen stößt im Viertel bereits auf Resonanz: In der WGJ (Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG) wird von einem Außenmitarbeiter nach passenden Stellen an den Häusern geforscht. Hier hat man mit seltenen Vogelarten, die ihr Zuhause bei der Wohnungsgenossenschaft suchen, bereits Erfahrung. An einem Haus in Elbnähe lebt derzeit ein Falke. Der wiederum ist das Ausschlusskriterium, dort auch Schwalben zum Nisten anzuregen, denn der Nachwuchs wäre sogleich ein gefundenes Fressen.

Auch der Abenteuerspielplatz (ASP Johannstadt-Altstadt) auf der Silbermannstraße bekundet Interesse an dem Nisthilfe-Projekt, um insbesondere Kinder miteinzubeziehen bei der Quartiersuche für die Zugvögel des kommenden Frühlings.

Private Hauseigentümer taten sich dagegen noch schwer. Manche scheuen, für die Vögel ein Loch in die Hausfassade zu bohren. Gerade bei Hauseigentümern sind Schwalben als Mitbewohner nicht sonderlich beliebt – wegen des Kots und der Spuren, die er möglicherweise am Gemäuer hinterlässt.

Ich erinnere mich, als ich Kind war, zählten schmale Bretter unter den aneinandergereihten Schwalbennestern zur Optik der Häuser dazu. Das Zusammenwohnen mit den Tieren, die dicht bis an die Häuser herankamen, war, wie mit Haustieren, hier selbstverständlich.
Gegen unliebsame Spuren an der Wand würden Kotbretter auch unter städtischen Nistplätzen gut helfen.

Mehlschwalben  – sie gehören mit ihrem weißen Bauch, den spitz zulaufenden, bläulich schimmernden schwarzen Flügeln und dem typischen gegabelten Schwanz zu den bekannteren Vögeln in der Stadt. Sie beheimaten sich gerne an Aussenwänden von Gebäuden, an Mauervorsprüngen, und unter Giebeln und Balkonen. Ihr schrilles Rufen während waghalsiger Flugmanöver zwischen den Häuserzeilen gehört in der Johannstadt fest zum Sommer dazu.

Zehn Nesthilfe-Kästen sind derzeit noch zu vergeben.

Weitere Informationen

Wahl des Stadtteilbeirats wird verschoben und erweitert

eingestellt am 15.11.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Wahllokal in der JohannStadthalle (Foto: Andrea Schubert)

Am 25. November war die Wahl für die Stadtteilbeiräte geplant. Sie wird wegen Corona auf den Tag der Infoveranstaltung „Soziale Stadt“ im Februar 2021 verschoben. Außerdem hat der Beirat eine Neuerung beschlossen: Es wird Briefwahlen geben.

Wegen Corona sollen Bürger*innen sich auf soziale Kontakte innerhalb des Hausstandes und der Familie beschränken. Achtsamkeit und Vorsicht sind geboten – aus Rücksicht auf Mitmenschen und aus Solidarität mit dem Personal von Pflege, Krankenhäusern und Gesundheitsamt. Denn diese arbeiten am Limit.

Derzeitige Beirät*innen bleiben länger im Amt

Der Stadtteilbeirat Johannstadt hat sich in Anbetracht des Teil-Lockdowns und der steigenden Fallzahlen für eine Verschiebung der Stadtteilbeiratswahl entschieden. Das bedeutet, die Amtszeit der derzeitigen Beirät*innen verlängert sich unfreiwillig. Doch das löste bei der Erklärung zur zehnten Stadtteilbeiratssitzung Verständnis aus. Alle digital und physisch anwesenden Beirät*innen wollen ihr Amt bis zur Wahl am 27. Februar noch bekleiden.

Novum: Briefwahl

Man rechnete wegen der Pandemie zum geplanten Termin am 25. November mit zu wenig Wahlbeteiligung, führte Matthias Kunert aus. Zudem sei jetzt die Option einer Briefwahl ins Spiel gekommen und für gut befunden worden. So wird aus der Krise eine Chance. Die Dokumente zur Briefwahl stellt der Stadtteilverein Johannstadt zur Verfügung. Die Bürger*innen können sich die Unterlagen ausdrucken und in den Briefkasten des Stadtteilladens an der Pfotenhauerstraße einwerfen. Weitere Orte im Viertel, an denen die Unterlagen ausgedruckt erhältlich sein werden, sind in Planung.

Briefwahlen sind mit einem höheren bürokratischen Aufwand verbunden: Doppelte Stimmabgabe muss vermieden, Anonymität gesichert werden. Stadtteilverein und Quartiersmanagement sehen jedoch die Chance auf eine höhere Wahlbeteiligung. Außerdem macht das Verfahren die Wahl flexibler, weil die Wähler*innen nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort anwesend sein müssen. Wahlberechtigt sind alle Johannstädter*innen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Etwaige Interessent*innen haben mit der Verschiebung noch einmal Zeit sich eine Kandidatur zu überlegen. Bürger*innen können sich bis zum 17. Februar als natürliche Personen oder als Vertreter*innen von Einrichtungen zur Wahl stellen.

Wahl zum Stadtteilbeirat 2021

  • am 27. Februar zwischen 14 bis 16 Uhr in der JohannStadthalle parallel zur Infoveranstaltung „Soziale Stadt“

Live und in Farbe: Die zehnte Stadtteilbeiratssitzung fand hybrid statt

eingestellt am 13.11.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Die JohannStadthalle bot ausreichend Platz für die neun physisch anwesenden Beirät*innen. Weitere drei waren online zugeschaltet. Foto: Philine Schlick

Die letzte Stadtteilbeiratssitzung des Jahres stand im Zeichen von Corona. Übertragen wurden dank vieler umsichtiger Vorkehrungen allerdings nur Bild, Ton und viele Informationen. Neun Beirät*innen waren vor Ort, drei an den Bildschirmen anwesend.

Die Vorbereitungen für die analog-digitale Sitzung waren aufwendiger als sonst. Im Bild: Matthias Kunert vom Quartiersmanagement und Andrea Schubert. Foto: Philine Schlick

Die Krise stellt vor Herausforderungen, so auch die zehnte, letzte Beiratssitzung in der Johannstadt in diesem Jahr. Die JohannStadthalle stellte ihre Räume zur Verfügung, in der ausreichend Platz für alle Teilnehmer*innen und ihren Sicherheitsabstand war.

Corona grätschte dazwischen

„Die Vorbereitungen liefen etwas angespannt ab“, sagt Andrea Schubert vom Stadtteilverein zur Eröffnung. Bis zum Beginn der Sitzung wurde noch eifrig verkabelt und getestet. Die erste hybride – also gleichzeitig analog und digital abgehaltene Sitzung – war eine Premiere, die mit letztendlich überwundenen Zerrgeräuschen und Knacken in der Leitung erfolgreich über die Bühne ging. Auch die Abstimmung über die Projektanträge gelang mit den zugeschalteten Teilnehmer*innen. Allen eingereichten Anträgen wurde stattgegeben.

Die letzte Stadtteilbeiratssitzung 2020 war die erste hybride überhaupt. Foto: Philine Schlick

Corona beeinträchtigte im Sommer und Herbst die Durchführung etlicher Projekte. Das Fest des Friedens und das Weihnachtsschauturnen des TSV Rotation müssen entfallen. Man wolle dennoch, so Daniela Tonk vom Johannstädter Kulturtreff, „weihnachtliche Signale“ ins Viertel senden. Zum Beispiel mit einem gemeinsamen Balkon-Singen mit dem Johannstädter Plattenchor. Genaueres wird noch bekannt gegeben.

Daniela Tonk vom Johannstädter Kulturtreff: „Trotz Corona weihnachtliche Signale senden“. Foto: Philine Schlick

Die Johannstädter Baum-Kalender kommen im Advent

Das Projekt Grüne Seife von Anzhelika Dementyeva konnte bislang nur an der 113. Grundschule durchgeführt werden. Dann kam Corona. Deshalb fließt der Großteil der Mittel zurück in den Stadtteilfonds. Die gute Nachricht: Mit den Restmitteln können neue Projekte finanziert werden.

Mein Lieblingsbaum – Detail.
Foto: Barbara König
– ausgewählt für den Wandkalender

Der dritte Johannstädter Lieblingsbaum-Spaziergang mit Interessierten und Expert*innen musste aufgrund von Krankheit entfallen. Er wird nach dem Teil-Lockdown nachgeholt. Der Kalender, den prämierte Baum-Motive aus dem Baum-Fotowettbewerb zieren, befindet sich derzeit im Druck und wird pünktlich im Advent auf Spendenbasis zu erwerben sein. Wiederholung ist für das beliebte Projekt angekündigt – womöglich befinden sich unter den kürzlich im Gewerbehof Blumenstraße gepflanzten Bäume ein neuer Liebling.

Futter und Herberge für Insekten und Vögel

Erfolgreich durchgeführt wurden die Kinder-Basteltage von Luise Schaller und Susi Jaeschke, die terminlich nach vorn verlegt wurden, um kurz vor dem Teil-Lockdown noch stattfinden zu können. Insgesamt nahmen 65 große und kleine Menschen daran teil. Gebastelt wurden Vogel- und Fledermaushäuser, Kerzen und eine Schlange aus Filz. Zugleich wurde den Kindern Wissen zu den jeweiligen Tieren vermittelt. Susi Jaeschke ist derzeit Initiatorin für zahlreiche weitere Ideen rund um die Themen Umwelt und Basteln.

Grüner und lebendiger wurde es dank ihr und ihrem Partner Robert Arndt auch an der Waldschlößchenbrücke und auf dem Trinitatisfriedhof. Blumenzwiebeln, Insektenhotels, Nistkästen und Futterstationen für Vögel und Eichhörnchen sollen die Artenvielfalt fördern.

Die beiden beantragten am Donnerstag jeweils Geld für fortführende Projekte: Neue Bewässerungsbeutel sollen Jungbäume auf dem Trinitatisfriedhof sprießen lassen, Kobel und Kästen Eichhörnchen und Fledermäusen Unterschlupf bieten. Unterstützt werden die Vorhaben von der Naturschutzjugend (NAJU) und dem Friedhofspersonal. Die Blumenwiese an der Waldschlößchenbrücke wird in Absprache mit der Stadt mit noch mehr sich selbst vermehrenden einheimischen Wildblumen bepflanzt.

Auf der Wiese am Parkplatz an der Waldschlösschenbrücke sollen Blumenzwiebeln gesteckt und ein großes Insektenhotel aufgebaut werden. (Foto: Torsten Görg)

Auch Susi Jaeschkes Projekt Johannstädter Apfelsaft fand viel Zuspruch und ruft nach einer Wiederholung im neuen Jahr. Viele Menschen fragten nach einer Kaufmöglichkeit für den Saft, der aus gemeinsam gesammeltem Obst an der Elbe gepresst wurde.

Ein kleiner Igel auf der Suche nach einem WInterquartier (Foto: Torsten Görg)

Stellvertretend für die an diesem Donnerstag verhinderte Antragstellerin Claudia Riedrich stellte Susi Jaeschke ein Projekt für Igel vor. Gerade im Herbst werden durch Gartenarbeiten häufig Igelnester aufgeschreckt. Claudia Riedrich ist das „Igel-Taxi“ und holt verwaiste, schwache oder verletzte Tiere ab. Sie werden in der „Igel-Kita“ aufgepäppelt. Das beantragte Geld soll für Starterpakete für Igel-Pflegefamilien verwendet werden. Darin enthalten sind Nagerboxen, Katzenfutter und Medikamente.

Dämpfer durch Anwohner-Krach

Einen befremdlichen Dämpfer erhielt Susi Jaeschke, als sie Werbung für einen von ihr initiierten Keramik-Zirkel machte. Für die Keramikmalerei, geleitet von einer Töpferin, brachte Jaeschke mit Klebestreifen Hinweiszettel an Haustüren an. Ein Anwohner vom Thomas-Müntzer-Platz behauptet nun, an seiner Tür sei dadurch ein Schaden in Höhe von 500 Euro entstanden. Juristischen Beistand konnte der Johannstädter Kulturtreff vermitteln.

181 Teilnehmer*innen bemalten insgesamt 121 Tassen und Becher beim Keramikmalkurs. Foto: Maria Pfennig

Susi Jaeschke hatte den Zettel kurz nach Eingang der Beschwerde entfernt. Die vorhandenen Schäden stimmten nicht mit der Position der Klebestreifen am betreffenden Hinweiszettel überein, erklärt Torsten Görg. „Wir hoffen, dass die Sache beigelegt werden kann“, so Daniela Tonk. „So etwas ist wirklich überflüssig.“

AG’s und ein Kulturvermittler bringen Ordnung und Austausch in den Wohnhof

Das Initial zur Verbesserung der Lebensqualität im Wohnhof Pfotenhauer-/Hopfgarten-/Elisenstraße ist gelungen. Obwohl das geplante Hof-Fest im September ebenso wie das Bundschuhstraßenfest ins Wasser fiel, fand man sich alternativ drinnen zu Kaffee und Kuchen zusammen.

Mittlerweile engagieren sich 50 Bewohner*innen in sieben Arbeitsgemeinschaften. Am ersten Müllworkshop nahmen 20 Anwohner*innen teil. Die Treffen seien meist erst einmal von starken Emotionen geprägt, berichtet die Projektverantwortliche Anne Richter. „Doch schnell stellt sich heraus: Es gibt hier einen gemeinsamen Schmerz. Man geht aufeinander zu.“

Anne Richter möchte die Erfolge der Arbeitsgruppen im Wohnhof Pfotenhauer-/Elisenstraße weiter ausbauen. Foto: Philine Schlick

Auch hat sich ein erster Kulturmittler unter den Bewohner*innen gefunden, der gut übersetzen kann, so Anne Richter. Sie beantragte weitere Fördermittel, um das Projekt fortzuführen. Mit dem Schwerpunkt „Ordnung und Sauberkeit“ sollen die jeweiligen AG-Leiter*innen das Geleistete dokumentieren und präsentieren. In begleiteten Gesprächen sollen die Ergebnisse vertieft und Perspektiven für das weitere Zusammenarbeiten geschaffen werden.

Neue sportliche Markierungen in „Claras Abenteuerland“

Ein neues Gesicht gab es unter den Antragsteller*innen: Jakob Osman setzte sich als Elternbeirat der Kita „Claras Abenteuerland“ auf der Neubertstraße für neue Bodenmarkierungen in der Turnhalle der Einrichtung ein.

Jakob Osman brachte den Antrag für neue Markierungen in der Turnhalle der Kita „Claras Abenteuerland“ vor. Foto: Philine Schlick

„Durch viele Sonderveranstaltung sind die Markierungen kaum noch sichtbar“, erläutert er. Die Halle werde nicht nur von Kindern und Betreuer*innen, sondern auch von Vereinen genutzt. Auch werden Café-Treffen in dem großen Raum abgehalten. Die neue Bodenfarbe soll wieder Abwechslung in die Nutzung der Turnhalle bringen, denn mit den Markierungen sind mehr Spiele möglich.

Stadtteilbeiratssitzungen in der Johannstadt

Über den Wolken – Stadtteilbeirat tagt im BioInnovationsZentrum

eingestellt am 19.10.2020 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), Headerbild: 9. Sitzung des Stadtteilbeirats Johannstadt am 15.10.2020 im BioInnovationsZentrum (Foto: Matthias Kunert)

Am Donnerstag, dem 15.10.2020 beschloss der Stadtteilbeirat Johannstadt die Förderung von insgesamt elf Projekten. Zudem wurde eine feierliche Eröffnung des Bönischplatzes angekündigt, die Wahl des neuen Stadtteilbeirats am 25. November geplant und dazu aufgerufen, weitere Projektanträge einzureichen.

Hoch über den Dächern der Johannstadt traf sich der Stadtteilbeirat am vergangenen Donnerstagabend mit einer Woche Verspätung zu seiner vorletzten Sitzung in diesem Jahr. Damit mit ausreichend Abstand und frischer Luft getagt werden konnte, hatte das BioInnovationsZentrum einen großen Besprechungsraum in der fünften Etage zur Verfügung gestellt. Statt romantischem Sonnenuntergang zeigte sich für die versammelten Stadtteilbeiräte beim Blick in Richtung Innenstadt jedoch eine große Leinwand mit voller Tagesordnung.

Ausblick aus dem Besprechungsraum in der 5. Etage des BioInnovationsZentrums (Foto: Torsten Görg)

Unter den 27 Teilnehmenden waren neben 13 Beiratsmitgliedern auch interessierte Gäste und engagierte Anwohner*innen mit ihren Ideen für mehr Lebensqualität in der Johannstadt. Drei Minuten hatte jede*r, um das jeweilige Vorhaben vorzustellen und für eine Förderung zu werben. Nach ausgiebiger Diskussion sprachen sich die Stimmberechtigten mit deutlicher Mehrheit für die Unterstützung der insgesamt elf beantragten Projekte aus.

Große Runde auf Abstand – im Vordergrund einige Mitglieder des 20-köpfigen Stadtteilbeirats Johannstadt, weiter hinten die Antragstellenden und Gäste (Foto: Matthias Kunert)

So wird es auch in diesem Jahr wieder ein Fest des Friedens geben, das allerdings auf Grund der durch Corona bedingten Hygieneauflagen nicht im Kulturtreff gefeiert wird, sondern draußen im Garten. Als Teil des ebenfalls geförderten Johannstädter Advent 2020 ist die Veranstaltung nur eine von 24 winterlichen Aktionen in der Vorweihnachtszeit. Auch die JohannStadthalle erhält einen Zuschuss für ein abwechslungsreiches Familien-Weihnachtsprogramm. Diskutiert wurde im Beirat, wie insbesondere auch ältere Menschen für den geplanten Bastel-Sonntag, die magische Weihnachtsshow und die Puppentheateraufführung begeistert werden können.

Anne Schikora vom Stadtteilverein stellt den Antrag auf Förderung des Johannstädter Advents 2020 vor. (Foto: Bertil Kalex)

Familien, die gemeinsam kreativ werden wollen, sind von Susi Jaeschke und Luise Schaller eingeladen zur Keramikmalerei und einem Bastelworkshop, bei dem unter anderem Nistkästen und Fledermauskästen gebaut werden sollen. Dem Schutz der Vögel im Stadtteil widmet sich auch ein Projekt von Robert Arndt, das gleich an drei Stellen ansetzt. Überdachte Futtersäulen für Singvögel, sowie ein Nistkasten für den Waldkautz sollen den Lebensraum Trinitatisfriedhof für Vögel attraktiver machen, während unterschiedliche Vogelhäuschen im Hinterhof zwischen Blumenstraße und Burkhardtstraße zukünftig zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen und spezielle Folien an den Glasscheiben der Fahrgastunterstände der DVB verhindern sollen, dass Vögel dagegenfliegen und dadurch sterben.

Robert Arndt stellt sein Projekt „Vogelschutz in der Johannstadt“ vor und erhält dafür eine Förderung aus dem Stadtteilfonds. (Foto: Bertil Kalex)

Für noch mehr Naturschutz im Viertel sorgt Annabell Wenzels Vorhaben, auf der Wiese am Parkplatz an der Waldschlösschenbrücke Blumenzwiebeln zu stecken und ein großes Insektenhotel aufzustellen. Um Insekten geht es auch bei Jan Sarrazins Bienen-Projekttagen im Bienengarten Johannstadt. An den Unterricht der Schulen angepasst, sollen über das Schuljahr verteilt insgesamt 480 Schüler*innen in 15 Workshops etwas über das Leben der Bienen lernen und an das Imkern herangeführt werden.

Eine neue Nahrungsquelle finden die Johannstädter Bienen dank Malika Wichtendahl und Nadine Lange demnächst in der Blumenstraße 80. Auf einer Wiese mitten im Gewerbehof wollen die beiden vier neue Bäume pflanzen und rufen alle ansässigen Unternehmen dazu auf, gemeinsam den Spaten in die Hand zu nehmen. Die Wahl fiel auf drei Himalaya-Birken und eine Silberlinde; Arten, die als besonders robust in Bezug auf Hitze und Trockenheit gelten und daher für den Standort optimal geeignet sind.

Wenn die Heidelbeersträucher von Kristin Franke gut wachsen, finden bald nicht nur Insekten Nahrung, sondern auch die naschende Nachbarschaft in der Blumenstraße. Noch in diesem Jahr werden die fünf Kübelpflanzen aufgestellt und von den Anwohnenden versorgt. Bis es die ersten Heidelbeeren gibt, muss man sich allerdings noch etwas gedulden. Wer jedoch jetzt schon ernten will, beteiligt sich am besten an der Aktion „Apfelsaft für die Johannstadt“, wo Fallobst von Streuobstwiesen und aus Gärten gesammelt und zu Saft verarbeitet werden soll, der dann an die Teilnehmenden sowie an soziale Projekte gespendet wird.

So viele Anträge wie in dieser spätherbstlichen Sitzung wurden dem Stadtteilbeirat in diesem Jahr noch nicht aufs Mal vorgelegt, was unter anderem auf die erfolgreiche Ideenwerkstatt im September zurückzuführen ist. Alles sind kleine Förderprojekte, die dem Viertel einen großen Zugewinn an Lebensqualität und Nachhaltigkeit verschaffen und Anwohner*innen bei ihrem Engagement im Stadtteil unterstützen.

Für weitere Projekte, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen, stehen noch immer insgesamt reichlich 14.500 Euro zur Verfügung. Wer Ideen hat, kann sich vom Stadtteilverein Johannstadt e.V. oder dem Quartiersmanagement Nördliche Johannstadt beraten lassen und bis zum 26. Oktober noch Anträge stellen, über die der Stadtteilbeirat dann am 12. November entscheidet. Das ist zugleich auch die letzte Sitzung in seiner derzeitigen Zusammensetzung, denn am 25. November wird ein neuer Stadtteilbeirat gewählt.

Weitere Informationen zur vergangenen Sitzung unter www.johannstadt.de/gremien/stadtteilbeirat/sitzungen/15-10-2020.

Bringt Ideen in die Werkstatt! – Das bot die Ideenwerkstatt des Stadtteilvereins

eingestellt am 15.09.2020 von Anja Hilgert, Headerbild: Ideen sind gefragt für die Johannstadt, die der Zukunft entgegen geht Foto: Anja Hilgert

Eine Werkstatt feierte Eröffnung am Donnerstagabend 10.09.2020 in der Johannstadt. Hobelspäne, Funkenflug, Geruch nach Schweiß und Arbeit lagen hier anders in der Luft als in traditionellen Handwerksbetrieben. Die Türen öffneten sich nämlich in eine Ideenwerkstatt: Damit lud der Stadtteilverein Johannstadt e.V. Bürger*innen in die JohannStadthalle ein, konstruktive Ideen für ein vitaleres Stadtteilleben vorzustellen, um bald darauf Taten folgen zu lassen. Zeit also für eine Inspektion! Es war eine Suchanzeige, in den Stadtteil geschaltet, um herauszufinden, wo etwas gärt oder schon reif ist, um ins Leben gerufen zu werden. Für diesen Sprung in die Umsetzung bot der Stadtteilverein Mittel und Wege zur Unterstützung an.

Die Werkstattausstattung

Es ist nicht wenig, was der Stadtteilverein Johannstadt e.V. im Rahmen der Zukunftsstadt Dresden an Ausstattung und Know How bereithält, um eigeninitiierte Vorschläge von Johannstädter Bürger*innen zu fördern. Was vielen nur unzureichend bekannt ist, wurde mit der Ausrichtung dieser Ideenwerkstatt gezielt in die Öffentlichkeit gerückt und aktiv beworben: Mit dem Werkzeug des Stadtteilfonds steht dem Stadtteilverein jetzt zum zweiten Mal ein Topf an Fördergeldern im Rahmen der Zukunftsstadt Dresden zur Verfügung, mit denen Bürger*innen ihre Ideen für ein nachhaltig lebenswertes Leben im Stadtteil selbst umsetzen können.

Auch in diesem Jahr hat der Stadtbezirksbeirat Altstadt die Arbeit des Johannstädter Stadtteilfonds wieder mit 37.618 Euro unterstützt, und ein Großteil der Gelder ist noch nicht ausgeschöpft. Es stehen also reichlich Mittel zur Verfügung und müssten bestenfalls im Oktober/November beantragt werden, um selbstbestimmten Bürger*innen-Projekten zufließen zu können.

Wer also die Glocken des Stadtteilfonds hat läuten hören, war zur Ideenwerkstatt gekommen.
30 Anmeldungen waren eingegangen und etwa 50 Menschen waren über den frühen Abend versammelt, um am Ideenaustausch teilzuhaben. Einige, aber längst nicht alle hatten eine Idee im Gepäck, die sie teilen oder gar schon konkret in die Umsetzung steuern wollten. Die meisten, die gekommen waren, zeigten sich zunächst aber zurückhaltend, zögerten, sich mit konkreter Ideenbekundung vorzustellen und äußerten erst einmal generell Interesse an den Ideen überhaupt und den Möglichkeiten, in der Werkstatt für Ideen Hilfe und Unterstützung für ein eigenes Thema zu bekommen.

Ideen-Gesuch für das gute Johannstädter Leben
Foto: Anja Hilgert

Wer eine zündende Idee hat, der melde sich

Lang gehegte Träume, plötzlicher Einfall oder nur so gemunkelt – einen diffusen Gedanken, was es mal noch geben oder was man mal noch machen oder besser machen könnte, hegt jede*r irgendwann mehr oder weniger deutlich für sein Umfeld. Meist bleibt es im Dunst und der Himmel voller Sterne. Und die Johannstadt ist zum allgemeinen Bedauern immer noch ohne den Treffpunkt einer Gastronomie, wie sie sich die Leute wünschen.

Es braucht Ermutigung, so die Erfahrung, aufzustehen für eine eigene Idee, denn schließlich ist es nicht leicht und die wenigsten sind geübt, sich ganz auf eigene Füße und mit persönlichem Anliegen vor die Gruppe zu stellen. Das eigene Café eröffnen, die eigene Werkstatt oder den Laden mit Selbstgemachtem – in jedem Traum steckt im Keim die Idee vom selbstbestimmten Handeln, vom kreativen Potential, das nach Ausdrucksmöglichkeiten sucht. 

Das genau wollte die Ideenwerkstatt bei den Einzelnen ab und in den Stadtteil hinein holen:
Den Spaß am Engagement, Begeisterung teilen, Gleichgesinnte treffen und die Lust mehren, gemeinsam etwas zu tun im Wohnumfeld.

Torsten Görg blickte als Projektleiter des Stadtteilfonds zuversichtlich auf eine eingereichte Zahl von Ideen, die dem Stadtteil aus dem Herzen sprechen: Eine gemeinschaftliche Reparatur-Werkstatt wurde angeregt, für die ein Raum zu finden wäre, Johannplasto, der aus recyceltem Plastik neue Gebrauchsgegenstände schafft, benötigt Bekanntmachung, ein Bildungsangebot mit den Johannstädter Bienen sucht Anschluss an Kitas und Schulen, Lebensmittel möchten fairteilt werden, die Einkaufshallen sollen einen eingebauten Baum erhalten mit wiederverwendbaren Tragetaschen, junge Leute möchten sich an einem Pizzaofen treffen, Jugendliche U18 wollen am Wahlgeschehen beteiligt sein – reichlich engagierte Impulse und Vorschläge standen zur Diskussion.

Mittel und Wege des Stadtteilfonds

Für Bürger*innen, die es zu Taten für das Gemeinwohl drängt, wird der Stadtteilfonds vermittelnd tätig: Torsten Görg steht beratend in der Planungsphase zur Seite, berät bei der Antragstellung der Fördergelder, motiviert die Präsentation des Projektes vor dem Stadtteilbeirat und ist begleitender Ansprechpartner bis zur Umsetzung des Projektes. Das alles geschieht unter Schirmherrschaft der Zukunftsstadt Dresden. Deren Moderatoren übernahmen in der Werkstatt das Management der vorgebrachten Ideen, die erstaunlich konkret und, wie sich später zeigte, in vielerlei Hinsicht durchaus anschlussfähig waren.

Der Mehrwert einer Idee ist letztlich das Überzeugende. Die Zukunftsstadt verlangt nach innovativen Ideen, die für eine allen gemeinsame Zukunft nachhaltig wirksam sein sollen, so das Hauptkriterium für eine Kooperation.

In der Johannstadt ist es die Vielzahl unterschiedlichster kultureller Inseln, die von Lebendigkeit und Lebensqualität zeugen. Das Engagement Einzelner, das hier Früchte trägt, kommt dem Stadtteil insgesamt stärkend zugute. Mit seinen schon umgesetzten Projekten hat der Stadtteilfonds bereits maßgeblich die Szenerie des Viertels bereichert: Ob Hofflohmarkt-Fest, Hochbeete für einen gemeinschaftlich genutzten Hinterhof, ein Holz-Bau-Workshop für Jugendliche, ein Kalender und Fotowettbewerb zum schönsten Baum der Johannstadt oder die Generationen-Riksha, die jetzt die Johanneskirchgemeinde beherbergt und viele andere Einzelprojekte – sie alle bilden Bedürfnisse und kreative Visionen der Johannstädter*innen ab. Auch das online-Stadtteilmagazin, in dem gerade aktuell dieser Artikel vorliegt, ist eine durch den Stadtteilfonds geförderte Projektidee.

Johannstädter Ideenträger*innen in der Werkstatt des Stadtteilvereins Johannstadt e.V. Foto: Torsten Görg

Über den Mehrwert einer Idee

Mit den beiden Werkzeugen, die der Stadtteilverein im Rahmen der Zukunftsstadt Dresden verwaltet, dem Stadtteilfonds einerseits und dem entscheidungstragenden Stadtteilbeirat andererseits, entsteht ein Weg für engagierte Menschen, sich direkt zu involvieren und das Leben im Stadtteil selbstbestimmt mitzugestalten. Damit kann vielfältige Beteiligung unmittelbar dort entstehen, wo die Menschen wohnen und leben. Menschen finden aus passiver Betroffenheit in verwandelnde Teilnahme und aktive Verwirklichung.

Der Slogan des Stadtteilvereins zur ersten Ideenwerkstatt 2017 hieß dementsprechend: Du bist die Johannstadt! Dort wurden vor drei Jahren die Ideen geboren zu den Strukturen, die heute das Wesen des Vereins ausmachen. Daraus resultierend sind im Stadtteil heute die Organe des Stadtteilfonds, des Stadtteilbeirats und der Stadtteilredaktion wirksam.

Deshalb bestimmen über die letztendliche Förderung von Projekten in der Johannstadt auch die Menschen, die es betrifft, selbst: In der Johannstadt gründete sich der erste Dresdner Stadtteilbeirat.

Der erste Dresdner Stadtteilbeirat in der Johannstadt

20 Bürger*innen bilden das Gremium, das über die Förderanträge abstimmt. Die Entscheidungsgewalt liegt damit in den eigenen Reihen: 10 aktive Vertreter*innen aus Einrichtungen der Stadtteilarbeit werden berufen und 10 weitere Mitglieder werden aus der Mitte der Bevölkerung gewählt: Je ein*e Vertreter*in sämtlicher Bevölkerungsgruppen im Stadtteil kommen zusammen: Jugendliche, Senior*innen, Vertreter*innen mit und ohne Migrationsbiografie, Ladenbesitzer*innen, Freiberufler*innen – Jede*r Johannstädter Bürger*in kann kandidieren und sich zur Wahl aufstellen lassen! Aktuell läuft die Amtszeit des derzeitigen Stadtteilbeirats zum Jahresende ab, in der Johannstadt werden im November Wahlen durchgeführt. Die Chance, aktiv zu werden für den Stadtteil besteht gerade jetzt: Wer sich berufen fühlt, meldet sich und kann sich aufstellen lassen!

Noch ist die Frist nicht abgelaufen: Für Mitbeteiligung gibt es kein Zu-Spät
Foto: Anja Hilgert

Expert*innen am Werk

Eine Ideen-Werkstatt hat nicht mit demselben handfesten Material zu tun was sonst im klassischen Handwerk zählt. In der gegenwärtigen Zeit verschiebt sich der Begriff der Arbeit ins Geistige.

Vielleicht lässt sich im Nachgang zu der Veranstaltung sogar besser nach-denken, was es bedeutet, Ideen in eine Werkstatt einzuladen. Die Idee hütet ein inniges Anliegen, das, oft nur in einer Ahnung liegend, entwickelt werden möchte. Aus nur eigenen Kräften ist das nur bedingt möglich.

In einer Werkstatt, so das Aushängeschild, sind Expert*innen am Werk. Und was mit Verstand und viel Geschick und Sorgfalt hergestellt wird, hat den Charakter von etwas Besonderem, Neuem, vielleicht so noch nicht Dagewesenem, denn es ist ein Werk und nicht bloß Ware. In dem Falle das Herzensanliegen eine*r kompetenten Bürger*in.

Andrea Schubert als Stadtteilvereinsvorsitzende bedankte sich in ihrer Schlussrede vor allem bei denen, die den Mut hatten, allein nach vorne zu gehen und ihre Idee vorzustellen. Letztlich ist die Unterstützung durch den Stadtteilfonds, den die Zukunftsstadt Dresden ermöglicht, eine Würdigung dieses gelebten Vertrauens in die je eigenen Fähigkeiten, etwas wirklich Neues zu vermögen. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit bildet schließlich das Fundament für reife demokratische Entscheidungsprozesse und sozialen Zusammenhalt überhaupt.

Den Stadtteil im Gespür haben

In der Abschlussrunde bedankten sich die meisten für Impulse und Anstöße, die sie durch die anderen Teilnehmenden erhalten hätten. Dabei ging es nicht so sehr um die eigene Idee und diese durchzubringen, sondern mehr um auch emotionale Motive, persönlich aktiv zu werden und sich zu vernetzen, um gemeinschaftlich Lebensraum zu gestalten. 

Die eigentliche Geburtshilfe für den Schritt in die aktive Mitbeteiligung erfolgte in der Ideenwerkstatt durch den Austausch und die Öffnung der Leute füreinander und untereinander. Dieses Zusammenkommen hätte stärker gewichtet und fließender moderiert sein können, um mehr Zeit und Erleben für den Prozess des Miteinanders zu geben.

In der Johannstadt braucht es Zuhörer*innen und Offenheit für noch Ungesprochenes, damit die Bedürfnisse wirklich gefunden werden, die sich im Stadtteil unter der Last des Alltags ansonsten noch weiter zurückziehen und stauen oder andere, auch kriminelle Wege bahnen, um nach aussen zu kommen. Es wird im Stadtteil oft genug und von Kindesalter an mit Gewalt operiert und randaliert gegen das, was als bremsend oder einfach nur unverstanden empfunden wird. Kleinste Schnittmengen, in denen Verständigung sich anbahnen und eine verbindende Erfahrung sich machen lässt, sind tatsächlich wertvoll für das Zusammenleben jetzt und für zukünftige Entwicklung.

Auch nach der Ideenwerkstatt ist es keinesfalls zu spät. Wer sich angesprochen fühlt, mit seiner Idee das Stadtteilleben zu bereichern, kann unmittelbar mit dem Stadtteilverein in Kontakt treten.

Ein Beitrag von Dresden Fernsehen über die Ideenwerkstatt findet sich unter www.sachsen-fernsehen.de/ideen-gesucht-fuer-eine-nachhaltige-johannstadt-770604.

Ideenwerkstatt Johannstadt

  • Stadtteilverein Johannstadt e.V., Projekt Stadtteilfonds und Stadtteilbeirat Johannstadt, Ansprechpartner Torsten Görg, Pfotenhauerstraße 66
    01307 Dresden
  • Telefon 0351 – 41 88 16 67
  • E-Mail email hidden; JavaScript is required
  • Beratung und Hilfestellung bei Projektentwicklung und Antragstellung/Abrechnung jeden Freitag 15-17 Uhr nach telefonischer Vereinbarung

Was tun mit 30.000 Euro? Die Ideenwerkstatt am Donnerstag

eingestellt am 07.09.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Bunte Mosaike für die Sitze am Bönischplatz

Die Ideenwerkstatt am Donnerstag ist eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres, wenn es um die Verwirklichung von Projekt-Ideen geht. Hier erklären Stadtteilverein, Quartiersmanagement und Zukunftsstadt, wie Anträge gelingen. Die Teilnahme lohnt sich auch ohne eigene Projekt-Idee. Zur Verfügung stehen noch 30.000 Euro. 

Marthy und Lars vom Stadtteilfondsprojekt "Grüne Pfote 66" (Foto Torsten Görg)
Marthy und Lars vom Stadtteilfondsprojekt „Grüne Pfote 66“ (Foto Torsten Görg)

Ein Kinderzirkus auf den Elbwiesen, ein Hochbeet im Hinterhof? Bunt gestaltete Papierkörbe, Bienenwiesen, Reparatur-Workshops…? Es sind die kleinen Ideen, die Menschen zusammenbringen und das Viertel lebenswerter machen. Sie zu haben ist eine Sache, sie umzusetzen eine andere. Wie das geht, erklären Macher*innen der Johannstadt am Donnerstag von 18 bis 21 Uhr in der JohannStadthalle an der Holbeinstraße.

Eine Zukunftsidee ist nur einen Antrag weit entfernt

Vertreter*innen der Zukunftsstadt, des Stadtteilvereins und des Quartiersmanagements geben Einblicke helfen dabei, eigene Ideen zu verwirklichen. Bereits 15 externe Teilnehmer*innen sind angemeldet, so Torsten Görg vom Projekt Zukunftsstadt.

Die Stadtteilbeiräte lauschen den Antragsteller*innen. Foto: Philine Schlick
Die Stadtteilbeiräte lauschen den Antragsteller*innen. Foto: Philine Schlick

Um eine Förderung für Ideen zu erhalten, sind ein Kostenplan und ein Projektantrag nötig. Wie diese erstellt und ausgefüllt werden, wird in der Ideenwerkstatt erklärt. In seinen nächsten Sitzungen am 8. Oktober und 12. November entscheidet dann der Stadtteilbeirat in seinen öffentlichen Sitzungen über die Förderung. Je vier Wochen vor der nächsten Sitzung müssen die Anträge eingereicht sein.

NaJo2025: Das Bönischplatzfest 2019. Foto: E.Heinke
NaJo2025: Das Bönischplatzfest 2019. Foto: E.Heinke

In der letzten Sitzung im Juli waren z.B. ein Gymnastikkurs für muslimische Frauen, Mosaik geschmückte Sitzbänke für den Bönischplatz, ein Holzbauworkshop für Jugendliche und ein Videodreh mit der Band Lasse Reinstroem zum Parking Day am 18. September beschlossen worden. Zum Parking Day verwandelt das Projekt Nachhaltige Johannstadt 2025 die Hertelstraße für einige Stunden in einen autofreien Lebensraum.

Zwei Euro pro Einwohner können frei verwaltet werden

Mit Geld aus dem Stadtteilfonds wurden seit 2019 bereits 27 Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in der Johannstadt gefördert. Rund 37.000 Euro wurden im Januar per Beschluss aus dem Budget des Stadtbezirks Altstadt zur Verfügung gestellt. Das entspricht einem Anteil von 2 Euro pro Einwohner, die selbst verwaltet werden können.

Darüber hinaus hat die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) 12.000 Euro gespendet, die abzüglich einer Verwaltungspauschale ebenfalls in den Stadtteilfonds fließen. Zudem hält der Verfügungsfonds „Nördliche Johannstadt“ weitere 3.700 Euro bereit. Aktuell stehen für das Jahr 2020 insgesamt noch reichlich 30.000 Euro zur Verfügung und warten auf mutige Macher*innen.

Ideenwerkstatt am 10. September

Die 8. Stadtteilbeiratssitzung bringt Geld für sechs neue Projekte

eingestellt am 23.07.2020 von Philine Schlick

Unerwartet viel Beteiligung brachte die achte Stadtteilbeiratssitzung am vergangenen Donnerstag. Es kamen mehr Beirät*innen als angekündigt und beschieden nahezu einstimmig sechs neue Projekte für die Johannstadt. Darunter Mosaik-Sitzbänke für den Bönischplatz, Gymnastikkurse für muslimische Frauen und einen ungewöhnlichen Videodreh zu einem besonderen Anlass. Den Auftakt gab eine gute Botschaft. 

Lange währten sie, die Planungen für das Bönischplatzfest alias Bundschuhstraßenfest. Corona grätschte dazwischen, dann wurde ein neuer Organisator gesucht. Stadtteilbeirat Lutz Hoffmann übernahm das Zepter von Katja Hilbert und machte sich an die Partyplanung: Am 26. September wird das Straßenfest nun gefeiert. Zwischen 12 und 22 Uhr wird die Bundschuhstraße bespielt mit einem Programm, das sich insbesondere dem Tanz verschrieben hat.

Gastgeber der achten Stadtteilbeiratssitzung war die Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas. Sie stellte das Gemeindezentrum an der Fiedlerstraße zur Verfügung. Foto: Philine Schlick
Gastgeber der achten Stadtteilbeiratssitzung war die Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas. Sie stellte das Gemeindezentrum an der Fiedlerstraße zur Verfügung. Foto: Philine Schlick

Tanz, Tanz, Tanz zum Bundschuhstraßenfest

Neben Musik der Banda Internationale wird es einen Tanzauftritt der 102. Grundschule geben. Selbst getanzt werden kann bei einem Latin-Tanzkurs ab 18 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt werden die Stände bereits wieder abgebaut, um die Straße freizugeben. Im Anschluss darf frei getanzt werden. Einstimmend für den Tanz-Tag wird Aga Becker ab 12 Uhr zum Yoga anleiten. Um 22 Uhr ist Zapfenstreich.

Gymnastik für Muslimas

„In Bewegung“ sollen muslimische Frauen mit einem gleichnamigen Gymnastikkurs bleiben. Die Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH mit ihrem Projekt Wir sind Paten stellten den Antrag. Das Bestreben ist, acht muslimischen Teilnehmerinnen einen Schutzraum frei von Ressentiments zu bieten, um sich sportlich zu betätigen.

Antragsteller*innen für "In Bewegung - Gymnastikkurs für muslimische Frauen." Foto: Philine Schlick
Antragsteller*innen für „In Bewegung – Gymnastikkurs für muslimische Frauen.“ Foto: Philine Schlick

Eine Ergotherapeutin wird den einmal pro Woche angebotenen Kurs anleiten. Die monatliche Gebühr beträgt zwei Euro. Im Anschluss an die geförderten drei Monate soll der Kurs in Eigenregie weiter laufen und sich nach Möglichkeit auch für andere weibliche Interessierte öffnen.

Mosaik-Bänke für den Bönischplatz

Die Bauarbeiten am Bönischplatz, so konnte Anke Ostermeyer vom Stadtplanungsamt bestätigen, verlaufen immer noch nach Plan und werden pünktlich zum 31.10.2020 abgeschlossen sein.

Anke Ostermeyer: "Wir haben die richtige Baufirma für den Bönischplatz gewählt." Foto: Philine Schlick
Anke Ostermeyer: „Wir haben die richtige Baufirma für den Bönischplatz gewählt.“ Foto: Philine Schlick

Für das Wohlgefühl auf dem Platz sollen Sitzbänke mit Keramik-Mosaiken von Bürger*innen gestaltet werden. Der Johannstädter Kulturtreff e.V. plant hierfür einen offenen Workshop an zwei Terminen. Zum ersten Termin werden die Keramiken nach eigenem Gusto geformt. Bis zum zweiten Termin werden sie im Töpfer-Ofen gebrannt, um schließlich glasiert und an den Sitz-Bänken angebracht zu werden. Platz ist für sechs bis acht Teilnehmer*innen, willkommen sind Jung und Alt.

Blick auf den Bönischplatz. Foto: Christina Eppers

johannstadt.de berichtet weiter – gedruckt und online

Fördergelder aus dem Stadtteilfonds wurden dem Online-Stadtteilmagazin johannstadt.de für das zweite Halbjahr 2020 beschieden. Die bewilligten Gelder werden für Honorare – also Artikel wie diesen -, den Umbau der Internetseite und die Bewerbung des Portals eingesetzt. Beispielsweise sollen die Artikel auf der Startseite künftig mit Beitrags-Bildern angezeigt werden. Tipps und Hinweise für eine bessere Lesbarkeit sind stets unter email hidden; JavaScript is required willkommen.

In diesem Zusammenhang wurde bei der Sitzung die Idee einer Druck-Version des Stadtteilmagazins vorgestellt. Die Fördermittel für die kostenlose Zeitung kommen aus dem Projekt Utopolis, das sich mit künstlerischen Initiativen wie dem Plattenchor oder der Postkartenwerkstatt „Komm‘ rum“ für die soziokulturelle Belebung der Johannstadt einsetzt.

Anja Hilgert (Stadtteilredaktion) präsentierte gemeinsam mit Meike Weid (Utopolis) die Idee eines gedruckten Stadtteilmagazins für die Johannstadt. Foto: Philine Schlick
Anja Hilgert (Stadtteilredaktion) präsentierte gemeinsam mit Meike Weid (Utopolis) die Idee eines gedruckten Stadtteilmagazins für die Johannstadt. Foto: Philine Schlick

Das Print-Magazin soll bestehende Artikel – insbesondere Porträts von Menschen und Orten – angereichert mit vielen Bildern, Rätseln und Mitmach-Aktionen für Bürger*innen analog lesbar machen. Die erste Ausgabe soll schon im Dezember im Stadtteil ausliegen.

Holzbau für Jugendliche und ein Gottesdienst für Menschen mit Handicap

Menschen, die von einer gesellschaftlich konstruierten Norm abweichen, werden „Menschen mit Behinderung“ genannt. Doch ist es nicht die Gesellschaft, die diese behindert? Der Gottestdienst zum Thema „Wer behindert mich?“ der ev.-luth. Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas soll dieser Frage nachgehen.

Blick in die Runde bei der 8. Stadtteilbeiratssitzung am 15. Juli an der Fiedlerstraße. Foto: Philine Schlick
Blick in die Runde bei der 8. Stadtteilbeiratssitzung am 15. Juli an der Fiedlerstraße. Foto: Philine Schlick

Der Gottesdienst soll dazu dienen, Berührungsängste abzubauen und Ideen für mehr Teilhabe zu sammeln. Eingeladen sind Menschen mit Handicap, ihre Angehörigen, Lobby-Vertreter*innen, Pädagog*innen, Bewohner*innen und alle sonstigen Interessierten. Sollten die dann geltenden Abstandsregeln nicht allen Besucher*innen eine Teilnahme ermöglichen, soll der Gottesdienst mit einem digitalen Streaming übertragen werden.

Pfarrer Tobias Funke stellte auch noch einen zweiten Antrag der Gemeinde vor: Er möchte einen Holzworkshop für Jugendliche anbieten, um mit den erlangten Kenntnissen den Gemeinschaftsgarten des Gemeindehauses zu verschönern. Entstehen sollen Sitzbänke, Beschattungen und schützende Zäune für spielende Kinder.

Film ab für Lasse Reinstroem zum Parking Day

Zu erleben wird im September ein weiteres Projekt der Kirchgemeinde in Aktion sein: Die Generationen-Rikscha. Christian Bähler ist Musiker der Band „Lasse Reinstroem“ und möchte auf besondere Weise Werbung für Lebensqualität in der Johannstadt machen. Er beantragte Fördermittel für einen Videodreh zum neuen Song „Ferry of the common man“. Das Lied ist eine Hymne an das Fahrrad, das auch im Fokus des alljährlichen Parking Day steht. Für das Video sucht Lasse Reinstroem Johannstädter*innen mit emissionsfreien Zwei- und Dreirädern aller Art, um einen Tross von Albertbrücke bis Hertelstraße zu sammeln. Die Generationen-Rikscha soll auch dabei sein.

Esther Heinke zeigte die Ziele und Pläne des Projektes "Nachhaltige Johannstadt", das Klimaschutz und Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen vorantreibt. Foto: Philine Schlick
Esther Heinke präsentierte die Ziele und Pläne des Projektes „Nachhaltige Johannstadt“, das Klimaschutz und Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen vorantreibt. Foto: Philine Schlick

Der Parking Day wird am 18. September auf der Hertelstraße gefeiert, indem drei bis vier Parkplätze frei von Autos geräumt werden. An ihre Stelle rücken Sofas, Spiele und Picknicks. Es soll gezeigt werden, wie sich die Atmosphäre einer Straße wandelt, wenn auf ihr Platz für Freizeit und Geselligkeit ist. Der Aktionstag wird gestaltet vom Projekt NaJo2025, das sich mit zahlreichen Initiativen wie einem Tauschschrank, sicheren Fußgängerquerungen, Fahrrad-Bügeln und Fair-Teilern für Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Viertel einsetzt.

Bernd Sauer vom Copy Shop Sauer bei der Stadtteilbeiratsszung. Foto: Philine Schlick
Bernd Sauer vom Copy Shop Sauer bei der Stadtteilbeiratsszung. Foto: Philine Schlick

 

Weitere Informationen