Update: Gesucht / Wanted: Ölgemälde Plattenwerk Johannstadt

eingestellt am 14.05.2025 von Gerd Gottwald (Stadtteilredaktion), Headerbild: Gemälde von Elsa Sturm-Lindner

Gesucht wird ein verschollenes Ölgemälde, das den Produktionsprozess im Plattenwerk Johannstadt zeigt. Das Ölgemälde stammt von Elsa Sturm-Lindner (1916 – 1988), einer Dresdner Malerin und Grafikerin. Sie war unter anderem Hauszeichnerin des “Sächsischen Tageblatt“, dort illustrierte sie tagesaktuelle Berichte und Reportagen.

Daneben war sie auch “Auftragskünstlerin” des Wohnungsbaukombinates Dresden (WBK Dresden). In dieser Eigenschaft fertigte sie Ansichten von Dresden, als Pastellzeichnungen oder Ölgemälde, auf denen Plattenbauten des WBK zu sehen waren. Damit erfüllten diese Kunstwerke die Anforderungen für einen Ankauf durch das WBK und wurden dort in den Büros aufgehängt. Ihre Zeichnungen und Gemälde hat Elsa Sturm-Lindner in der Regel mit dem deutlich lesbaren Schriftzug “Sturm-Lindner” signiert.
Das Ölgemälde über diesem Beitrag zeigt die Johannstadt von der Albertbrücke aus gesehen. Inzwischen ist ein Foto des gesuchten Gemäldes aufgetaucht:

minderwertige farbige Kopie des Gemäldes Plattenwerk Johannstadt von Elsa Sturm-Lindner
Foto des originalen Gemäldes aus dem damaligen Stadtteilladen – bereitgestellt von Fotograf Detlef Zille

Das gesuchte Gemälde zeigt die Produktion von Wohnungsbauplatten im Werk Johannstadt.

Es befand sich lange im Besitz des Tausendsassas der Johannstadt, Werner Ehrlich. Er stellte es auch in dem Stadtteilladen am Bönischplatz aus. Die letzte Information zu dem Gemälde stammt auch von Werner Ehrlich, er sagte, er habe es mit seinem gesamten Bestand an Archivalien und Material an die Johannstadthalle (jetzt JohannStadt Quartier e. V.) gegeben. Nun ist es leider nicht mehr auffindbar.

Das Stadtmuseum Dresden ist gerade dabei eine große Sonderausstellung mit dem Titel “Platte OST / WEST – Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise” vorzubereiten.
Dafür wäre das Gemälde vom Plattenwerk Johannstadt eine Bereicherung.

Wer weiß etwas über den Verbleib, oder weiß gar, wo es sich derzeit befindet?

Tipps und Hinweise bitte an die Kustodin der Ausstellung Dr. Claudia Quiring, platte@projekte-museen-dresden.de.

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