Eis in der Johannstadt  

eingestellt am 12.02.2026 von Nadine Kadic (Stadtteilredaktion), Headerbild: Collage von Wilma Langer

Dieser Artikel ist in der Zeile 8 erschienen. Autorin: Theresa Wenzel

Wer in den Sommerferien am Eisfenster am Bönischplatz durch die Scheibe sah, blickte auf zwei Sorten Streusel in Glasschüsseln. Die Eistheke war leer und der Laden hatte schon länger nicht mehr zum Verkauf geöffnet. Fragte man den Optiker im Geschäft nebenan, vermutete er, dass es sich wegen des schlechten Wetters nicht lohnt, den Laden zu öffnen. Und so war es tatsächlich: Kaum freuten wir uns Anfang August über warme Tage ohne Regen, kehrte auch das beliebte Eis zurück auf den Bönischplatz. Hinter der Theke bestätigte der Verkäufer die Vermutung: Der Laden war wegen Schlechtwetter geschlossen geblieben. 

Die Freude war groß! Kein Wunder, denn auf dem Bönischplatzfest im Frühjahr wurde „Johann*s Eisfenster“ zu einem der beliebtesten Läden in der Johannstadt gewählt.  

Collage einer Eiswaffel und dahinter bunte Figuren in einer Schlange
Collage von Wilma Langer

Zum Eisessen findet man in der Johannstadt noch weitere Eisläden. Es gibt viele Alternativen im Norden und Süden des Stadtteils: Das Ka’Fee Girrbach auf der Striesener Straße 31 verkauft unglaublich gutes Kugeleis von einer Eismanufaktur aus Brandenburg. Bei schlechtem Wetter kann man im Café verweilen. Die Bedienung ist sehr freundlich. Auf der Pfotenhauerstraße 71 gibt es die EisDiele (ehemals Eis-Keyl) und in mindestens drei Bäckereien in der Johannstadt können Kinder und Erwachsene auch gut Eis essen.  

Gibt es eigentlich in Dresden einen Stadtteil ganz ohne Eisladen? 

Von Theresa Wenzel 

In eigener Sache:

Gefällt dir unsere Arbeit? Um weiterhin Wissenswertes, Hintergründe und Geschichten aus der Johannstadt berichten zu können, bitten wir dich um eine Spende. Jetzt direkt spenden: Online-Spende.

Hast du Lust, Teil der Stadtteilredaktion Johannstadt zu werden und über dein Stadtviertel zu schreiben, Beiträge zu lektorieren oder uns organisatorisch zu unterstützen? Dann melde dich unter redaktion@johannstadt.de.

Immer auf dem aktuellen Stand sein. Abonniere unseren WhatsApp-Kanal! Besuche uns auf Instagram und Facebook!

Johann*s Eisfenster sucht einen Nachfolger

eingestellt am 06.02.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Die Zukunft von Johann*s Eisfenster hängt von einer würdigen Nachfolge ab. Foto: Philine Schlick

“Johann*s Eisfenster” am Bönischplatz sucht einen Nachfolger. Das besagt ein Schild in der Fensterscheibe. Es liegt nahe, dass die Zukunft der Standorte Neustadt und Pieschen vom Eisfenster in der Johannstadt abhängt.

Johann*s Eisfenster ist geschlossen – im Winter eigentlich nichts ungewöhnliches, denn Saison war von Frühjahr bis Herbst. Doch jetzt klebt ein gelber Zettel in der Scheibe: Nachfolger gesucht.

Inhaber Leander Bienert hatte bereits im November für das “Café Komisch” in der Neustadt eine Pause angekündigt. Einen dritten Standort stellte seit 2008 der umgerüstete Bauwagen vor dem Elbcenter Pieschen dar. Bienert betrieb die Eis-Läden gemeinsam mit Martin Petzold, der für die Eisproduktion zuständig war.

In der Johannstadt wurde das Eis für alle drei Standorte in altgedienten DDR-Maschinen produziert.  Jetzt suchen die Eismänner eine Nachfolge – ob nur übergangsweise oder endgültig, bleibt ebenso offen wie die Frage, ob es schon Meldungen auf das Angebot gibt.

Auf eine Anfrage an die ausgeschriebene Mailadresse erhielt die Redaktion bislang keine Antwort. Laut Aushang besteht für Interessenten die Möglichkeit der Einarbeitung – die Maschinen und das Interieur sollen demnach am Platz erhalten bleiben.

Wer also noch einen Sommer-Job mit Beliebtheitsgarantie sucht, sollte sich melden: cafeKomisch@web.de. Ohne Eisladen verlöre der Bönischplatz ungemein an Charme.

Leander Bienert pausiert auch das Café Komisch in der Neustadt. Foto: Philine Schlick.

Hinweis der Redaktion: Der im Rahmen des Projektes „Online-Stadtteilmagazin“ erschienene Beitrag wurde nicht von der Landeshauptstadt Dresden bzw. dem Quartiersmanagement erstellt und gibt auch nicht die Meinung der Landeshauptstadt Dresden oder des Quartiersmanagements wieder. Für den Inhalt des Beitrags ist der/die Autor*in verantwortlich.