Soziale Stadt » Schwerpunktmaßnahmen » Herstellung ehemalige Stephanienstraße

eingestellt am 09.07.2019 von Matthias Kunert (QM Johannstadt), zuletzt geändert am 09.11.2021, Headerbild: Ausgangszustand ehem. Stephanienstraße, Blick in Richtung Pfotenhauerstraße. Foto: Christina Eppers

Die Wegeverbindung zwischen der Johannstädter Rettungswache an der Gerokstraße und dem Schulstandort Pfotenhauerstraße ist in desolatem Zustand. Früher verlief hier die Stephanienstraße. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ gestaltet die Landeshauptstadt Dresden diesen Verbindungsweg nun neu.

Die Planung für die Wegeverbindung zwischen der Johannstädter Rettungswache an der Gerokstraße und dem Schulstandort Pfotenhauerstraße folgt dem Bebauungsplan Nr. 295. Der Abschnitt zwischen Gerokstraße und Hopfgartenstraße wird als Anliegerstraße ausgebaut, der Abschnitt zwischen Hopfgarten- und Pfeifferhannsstraße als Geh- und Radweg mit Aufenthaltsbereich. Eine Sanierung erfährt auch der südliche Abschnitt der Pfeifferhannsstraße. Zudem wird die Bushaltestelle Pfeifferhannsstraße barrierefrei umgebaut.

Für den Teilbereich zwischen Hopfgartenstraße und Pfeifferhansstraße suchte die Landeshauptstadt Dresden im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Vorschläge für die Gestaltung von Spiel- und Sportangeboten, Aufenthaltsmöglichkeiten, Grünanlagen oder Kunst- und Kreativangeboten. Vom 24. September bis zum 18. Oktober 2020 konnten Interessierte ihre Ideen, Wünsche und Anregungen über eine Onlinebefragung, einen analogen Fragebogen sowie zwei Vorort-Termine einbringen. Zugleich bot die Beteiligung die Gelegenheit, sich über den bisherigen Planungsstand zu informieren. Den Ergebnisbericht zur Beteiligung finden Sie hier.

In der Stadtteilbeiratssitzung am 30.9.2021 stellte Frau Auerbach vom Straßen- und Tiefbauamt Auszüge aus den Vergabeunterlagen vor (siehe Sitzungsunterlagen, Folien 3-9). Im Zuge der Planung konnten zahlreiche Bewohneranliegen umgesetzt werden. U.a. entstehen eine Brunnenanlage mit Wasserspiel, verschiedene Sport- und Spielgeräte, darunter eine Wippe, ein Reck und ein Bodentrampolin, 61 Fahrradständer, 17 Sitzbänke, eine schattenspendende Pergola und eine in Blau-, Lila- und Gelbtönen gehaltene Bepflanzung. Der gesamte Straßenverlauf erhält eine zweireihige Baumallee mit 58 großkronigen Eschen. Dabei wird erstmals in Dresden eine Bewässerungsmöglichkeit durch unterirdische Zisternen errichtet, in denen Regenwasser gesammelt und nach Bedarf abgegeben wird. Am südlichen Ende der Pfeifferhannsstraße entsteht ein Wendehammer, in dessen Bodenbelag Schach- und Mühlespielfelder eingelassen sind. Die Planung wird auch im Rahmen der Informationsveranstaltung am 20.11.2021 vorgestellt.

Auszug Übersichtslageplan Vergabeunterlagen, Stand: 30.9.2021. Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Straßen- und Tiefbauamt.

Im Anschluss an die bis 2.2.2022 laufende Ausschreibung der Bauleistungen ist die Bauausführung vom 16.2. bis 2.12.2022 geplant. Begonnen wird mit dem Umbau der Haltestelle Pfeifferhannsstraße sowie mit dem Kanalanschluss in der Pfotenhauerstraße. Anschließend folgen die Baumaßnahmen zwischen Pfotenhauer- und Gerokstraße. Um die Baustelle zum östlich angrenzenden Grundstück abzusichern, wird eine 180 Meter lange Spundwand errichtet, die anschließend durch lokale Akteure künstlerisch gestaltet werden kann. Ein Teil des Johanngartens wird temporär zur Baustelleneinrichtung genutzt.

>> Ergebnisbericht Beteiligung Stephanienstraße (Download PDF)

>> Infoblatt zur Gestaltung der ehemaligen Stephanienstraße (Download PDF)

  • Projekttyp: Großprojekt
  • Beauftragtes Planungsbüro: BIT Brücken-, Ingenieur- und Tiefbau PartGmbB
  • Gesamtkosten: 3,44 Mio. EUR, davon 2,04 Mio. EUR für Abschnitt 1 Gerokstraße-Pfeifferhannsstraße
  • Förderung: rund 1,0 Mio. EUR Städtebaufördermittel aus den Bund-Länder-Programmen „Soziale Stadt” und “Sozialer Zusammenhalt” für Abschnitt 1 sowie 331.000 EUR aus dem Förderprogramm “Nachhaltig aus der Krise” für das Teilprojekt “Baumallee und Brunnen”
  • Fördergebietsziele: barrierefreies und attraktives Wohnumfeld, umweltfreundliche Mobilität, Beteiligung und Mitgestaltung
  • Umsetzungszeitraum: 2020-2022