eingestellt am 24.09.2025 von Bertil Kalex (Stadtteilverein), Headerbild: Im Raum „Kommunikation“ geht es um Gefühle der Sterbenden und um die eigenen Belastungen im Umgang mit Tod und Trauer.
Quelle: Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden / Stephan Floss Fotografie
St. Joseph-Stift Dresden macht gesellschaftlich wichtiges Thema sichtbar
Sterben und Tod sind Themen, die uns alle betreffen und doch oft verdrängt werden. Besonders Beschäftigte im Gesundheitswesen stehen immer wieder vor der Frage: Wie begleite ich Sterbende und ihre Angehörigen achtsam – ohne mich selbst zu verlieren?
eingestellt am 03.01.2025 von Anja Hilgert (ZEILE), Headerbild: Aufbau von Grund auf: Wohnungsneubau Pfotenhauerstraße und Schulneubauten Anfang der 1970er Jahre, Foto: Privatarchiv
Beitrag und Aufruf von Anja Hilgert und Carola Simon:
„Stimmen und Erinnerungen an den Aufbau der Nördlichen Johannstadt
in den 1970er Jahren“ – Ein Ausstellungs-Projekt für 2025
stellt sich vor
2024/25 feiert die Johannstadt und mit ihr die ältesten Bewohner und Bewohnerinnen ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre Erstbezug in den Neubauten, wie sie im Kern des Stadtteils in serieller Plattenbauweise gefertigt worden sind: Auf der Gerok-, Holbein-, Elisen-, Hopfgarten-, Pfotenhauer-, Florian-Geyer-, Bundschuh-, Pfeifferhanns- und Elsasser Straße.
In den Jahren 1973 bis 1975 fanden die entscheidenden Aufbaujahre der nördlichen Johannstadt statt! Noch einige Anwohner und Anwohnerinnen dieser ersten Stunden leben bis heute in denselben Wohnungen, die sie vor 50 Jahren erstmals neu bezogen haben. Damals taten sie den entscheidenden Glücks-Schritt in das neue komfortable Wohnen, u.a. mit Zentralheizung, Bad und Balkon. Die von einem Großteil der Neuzugezogenen erbrachten Aufbaustunden haben zum Aufblühen des Stadtteils maßgeblich beigetragen.
Dieses Jubiläum ist uns das Feiern und das Erinnern
in Form einer Ausstellung wert!
Erstbezug Nördliche Johannstadt!
Ein besonderer Anlass, um in Erinnerungen zu schwelgen und gemeinsam die bewegenden Erlebnisse der Zeitzeugen lebendig werden zu lassen!
* Haben Sie den Wiederaufbau der Nördlichen Johannstadt miterlebt? *
Dann ist jetzt der Zeitpunkt, Ihre einzigartigen Erinnerungen mit uns zu teilen und Teil des spannenden Ausstellungs-Projekts u.a. für das neue Stadtteilhaus, zu werden, das die Aufbaujahre der Nördlichen Johannstadt würdigt!
Auf der Sonnenseite: Plattenbauten Pfeifferhannsstraße Foto: Anja Hilgert
und Elsasser Straße Foto: Anja Hilgert
In den 1970er Jahren entstand ein Großwohnsiedlungsgebiet, in dem viele Menschen aus Dresden und Umgebung ein neues Zuhause nach den Nachkriegsjahren fanden. Der Wiederaufbau nach der fast vollständigen Zerstörung im zweiten Weltkrieg war nicht nur ein besonderer architektonischer, sondern auch ein sozialer Prozess – Kollektivgeist, Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung prägten das Leben in den Anfangsjahren.
* Wie war das Leben im neu aufzubauenden Stadtteil?
* Welche Herausforderungen brachten Infrastruktur und Zusammenleben mit sich? * Was sind die individuellen Erzählungen dieses neuen Wohnens? * Wie veränderten sich die sozialen Strukturen nach der Wende? *
Und wie lebt es sich heute in den Plattenbauten? *
Aufbau von Grund auf: Wohnungsneubau Pfotenhauerstraße und Schulneubauten Anfang der 1970er Jahre, Foto: Privatarchiv
Das Ausstellungsvorhaben für das Jahr 2025 möchte die Erinnerungen der ersten Bewohner:innen der Nördlichen Johannstadt dokumentieren. Da das Leben im Erstbezug Mitte der siebziger Jahre kaum fotografisch festgehalten worden ist und höchstens noch mündlich weitergegeben werden kann, sind wir genau jetzt zur Stelle, um mit Bedacht die Erzählungen zu sammeln – bevor sie verloren gehen.
* Damit ist deutlich zu Tage getreten, wieviel mehr Geschichten noch erzählt werden wollen! *
Einblicke in die Vergangenheit – für die Zukunft
Bei den Jubiläumsfeiern mit Erstbeziehern und Erstbezieherinnen, die von August bis November 2024 bereits stattfanden, wurde besonders eindrücklich von dem alltäglichen Miteinander erzählt: Das gegenseitige Grüßen im Treppenhaus, das Feiern zahlreicher Feste und die gemeinsamen Aufbauleistungen für die Gemeinschaftsflächen, die eine starke soziale Bindung schufen. Aber auch die Veränderungen nach der Wende, die explosiv gestiegenen Mietpreise und die Entfremdung innerhalb der Nachbarschaften wurden angesprochen.
Die Hopfgartenstraße als ‘Rückseite’ im Wohnhof der Nördlichen Johannstadt. Foto: Anja Hilgert
Im Rahmen der Jubiläumsfeier mit Bewohner*innen des ‚Wohnhofs’ wurden erstmals historische Fotografien aus der Johannstadt gezeigt, von markanten Orten des Wiederaufbaus wie das Betonplattenwerk, die Tankstelle, die Kaufhalle, die Schulen und diverse Großbaustellen in meist noch unbefestigten Straßenzügen.
Die schnelle Errichtung der Wohnungen in serieller Plattenbauweise, die Zuteilung der Wohnungen über die Betriebe und Institutionen, die Schlüsselvergabe, Nahversorgung über Einkaufsmöglichkeiten, Kinderbetreuung und Gesundheit waren Themen, die mehr und mehr lebendig wurden. Die Bilddokumente riefen bei den Anwesenden viele persönliche Erinnerungen wach und brachten miteinander ins Gespräch über die damalige Zeit. Sie weckten ein kollektives Erinnern, das von vielen emotionalen Momenten geprägt war. Die Fotografien möchten wir für die Ausstellung aufarbeiten. Sie vermitteln Wissen, das tragend ist für das (Selbst)Verständnis des Stadtteils.
* Melden Sie sich bitte gern, wenn Sie eine der wenigen Personen sind, die Fotos aus der Zeit der 1970er Jahre zur Stadtteil-Ausstellung beisteuernkönnen! *
Ihr Erlebnis – Unsere gemeinsame Geschichte
Jede Erinnerung, jedes Erlebnis trägt dazu bei, das Bild dieses einzigartigen Stadtteils klarer zu zeichnen und seine Geschichte sichtbar werden zu lassen. Tragen Sie bei, beteiligen Sie sich an der Erhaltung eines kulturellen Erbes!
Im Vorfeld der Ausstellung 2025 suchen wir weiterhin Kontakte sowie Zeitdokumente! Unterstützen Sie uns, die Stadtteilgeschichte in all ihren Facetten rückblickend zu verstehen und für eine lebendige Gegenwart und zukünftiges Wohnen sichtbar zu machen.
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Erinnerungen und Erzählungen!
Ihre Anja Hilgert & Carola Simon
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* Was denken Sie zu einer Johannstädter Ausstellung, die sich mit dem Wiederaufbau der 1970er Jahre und den vor 50 Jahren im Stadtteil errichteten Plattenbauten befasst? Was erachten Sie für wichtig? Welche Fragen haben Sie dazu oder welche Anregung möchten Sie geben? *
Hinterlassen Sie hier gerne Ihren Kommentar!
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Weitere Informationen und Kontakt zu den Projektleiterinnen
eingestellt am 06.12.2024 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Kinderbeiräte aus der Johannstadt gestalten die Kinderbiennale.
Foto: Andrea Schubert
Eine besondere Ehre wurde der 4c der Johanna am vergangenen Mittwoch zuteil. Als ehemalige Kinderbeiräte, die die Ausstellung mitgestaltet hatten, durften die Schülerinnen und Schüler aus der Johannstadt die Kinderbiennale noch einmal exklusiv besuchen.
Ein Beitrag von Anja Hilgert (Text) und Gerd Gottwald (Bild)
Am Donnerstag 18.7.2024 eröffnete im Johannstädter Kulturtreff die Ausstellung der Dresdner Selbsthilfegruppe „Farbenfrohe Depression“ und der seit über 20 Jahren bestehenden Selbsthilfegruppe „Malwini“ 1mit einer gut besuchten festlichen Vernissage. Eine Auswahl von über 120 Kunstwerken haben die beteiligten Gruppenmitglieder zusammengestellt, die nun auf allen Fluren und im großen Veranstaltungsraum des JoKT noch bis 5.September gezeigt wird.
eingestellt am 28.08.2023 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Stühleinstallation, Foto: Torsten Görg
Am Freitag, den 01.09. findet die Abschlussveranstaltung des vom Bund geförderten Programms „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ am Johannstädter Kulturtreff statt: Der PLATTENWECHSEL zieht mit Utopie-Karawane durch den Stadtteil und präsentiert abschließend viele seiner unwiederbringlichen Momente in einer künstlerisch kuratierten Ausstellung.Utopolis-Abschluss: Utopie-Karawane zieht durch die Johannstadt weiterlesen
eingestellt am 28.03.2023 von Willkommen in Johannstadt, Headerbild: Foto: Hans Teuchert
Eine Fastenzeit kennen alle Religionen und auch alle Menschen, die nicht religiös gebunden sind. Sie hilft dabei, sich von der Hektik des Alltags zu lösen, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen und sein Leben neu auszurichten.
Willkommen in Johannstadt e.V. hat eine kleine Ausstellung zu diesem Thema zusammengestellt. Sie informiert darüber, wie muslimische, katholische, evangelische und jüdische Gläubige und Menschen, die nicht an einen bestimmten Glauben gebunden sind, in Dresden das Fasten verstehen und leben.
Unsere Kooperationspartner*innen arbeiteten uns Texte zu, die Willkommen in Johannstadt auf Plakate gebracht und grafisch ausgestaltet hat. Sie laden zum Lesen ein und erlauben es, Vergleiche anzustellen. Es gibt viel Gemeinsames in den religiösen und nichtreligiösen Beweggründen für einen solchen Verzicht!
Die Ausstellung wurde am 20. März 2023 von Musikern des Orchesters „Paradiesisch Musizieren“ eingeleitet, die ägyptische und hebräische Stücke spielten. Unsere Kooperationspartner*innen stellten das Fasten in ihrer Religion vor und ergänzten sie mit weiteren Informationen. Anschließend wurde die Gelegenheit genutzt, bei einem Imbiss religionsübergreifend ins Gespräch zu kommen.
Zeitlich orientiert sich die Ausstellung am Ramadan, der in diesem Jahr vom 22. März bis zum 21. April 2023 dauert. Willkommen in Johannstadt hat seine muslimischen Freund*innen und Bekannte gefragt, was ihnen die islamische Fastenzeit bedeutet und wie sie sie praktizieren. Die elf sehr persönlichen Gesprächsprotokolle liegen im Ausstellungsraum aus.
Die Ausstellung ist montags 16.00 – 18.00 und mittwochs 12.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.
Foto: Arndt Schiller
Foto: Arndt Schiller
Foto: Arndt Schiller
Angeregte Gespräche
Foto: Hans Teuchert
Paul Hoorn und Paradiesisch Musizieren spielen auf
Foto: Hans Teuchert
Vorstellung der evangelischen Fastenzeit
Foto: Hans Teuchert
Vorstellung der katholischen Fastenzeit
Foto: Hans Teuchert
Vorstellung der islamischen Fastenzeit
Foto: Hans Teuchert
Buffet mit typischen Fastenspeisen
Foto: Hans Teuchert