Ladesäulen für den Parkplatz an der Waldschlößchenbrücke

eingestellt am 18.06.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto: Philine Schlick

Die Zukunft stromert in die Johannstadt: Am Parkplatz Waldschlößchenbrücke hat die Sachsenenergie fünf Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufgestellt. Der Standort ist einer von vielen im Viertel und aufgrund seiner Lage besonders attraktiv. 

Ein Leser machte die Entdeckung: Auf dem Parkplatz an der Waldschlößchenbrücke rührt sich etwas. Elektro-Zapfsäulen wurden auf dem hinteren Teil installiert – fünf Stück an der Zahl. Es handelt sich um zwei Schnellladesäulen mit vier Ladepunkten und drei Ladesäulen mit sechs Ladepunkten für E-Fahrzeuge.

Dem Klimawandel begegnen

Bis 2022 sollen insgesamt 36 Ladepunkte in der Johannstadt verfügbar sein, gibt die Sachsenenergie Auskunft. Sie werden durch Fördermittel aus dem Programm DatenTanken finanziert. Das europäische Projekt “MAtchUp” unterstützt das Vorhaben durch wissenschaftliche Untersuchungen und neue Partnerangebote. Dresden gilt im Rahmen des international vernetzten Smart-City-Projekts als “Leuchtturmstadt” und soll für andere Städte wie Skopje (Mazedonien), Herzlia (Israel), Ostende (Belgien) und Kerava (Finnland) mit gutem Beispiel vorangehen.

 

“Innerhalb des Projektes geht es daher darum, intelligente, saubere Städte zu schaffen, die den Herausforderungen des Klimawandels begegnen können”, führt Nora Weinhold von Sachsenenergie aus. Auch die Ladesäulen am Bönischplatz sind mit der Unterstützung von “MatchUp” entstanden. Eine weitere Ladestation befindet sich am Fetscherplatz.

Laden für Gewerbe und Anwohnerschaft

Es ist geplant, dass die Ladesäulen am Parkplatz Waldschlößchenbrücke im dritten Quartal 2021 genutzt werden können.

“Der Standort an der Waldschlößchenbrücke ist sehr attraktiv, da er an einer zentralen Verkehrsachse liegt und die Lademöglichkeit gleichzeitig sowohl von Gewerbetreibenden als auch den Anwohnern gut erreicht und genutzt werden kann. Darüber hinaus ist dort die verlegte Stromnetz-Infrastruktur optimal, um die Ladesäulen zu betreiben”, erklärt Nora Weinhold.

Eine Stunde, so lässt das noch verhüllte Parkschild erahnen, darf ein Fahrzeug dort aufgeladen werden. Über den genauen Zeitpunkt der Eröffnung wird das Unternehmen noch informieren.

Blick auf die neuen Ladesäulen der Sachsenenergie. Foto: Philine Schlick

Am Waldschlößchen-Tunnel wird in der kommenden Woche gebaut

eingestellt am 21.11.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Blick auf die Waldschlößchenbrücke. Foto: Philine Schlick

Die Waldschlößchenbrücke wird in der kommenden Woche gewartet. Unter anderem wird die defekte Schildbrücke in Ordnung gebracht. Es kommt an verschiedenen Tagen zu Sperrungen. In der Nacht von Montag auf Dienstag ist der Tunnel nicht befahrbar.

Am Tunnel der Waldschlößchenbrücke finden von Montag bis Freitag Wartungsarbeiten statt, wobei es zu wechselseitigen Sperrungen beider Haupttunnelröhren kommen wird. Die Weströhre (Richtung Waldschlößchenbrücke) wird am 23. November und die Oströhre (Richtung Stauffenbergallee) am 24. November gesperrt. Die Verkehrsführung erfolgt in der jeweils freigegebenen Röhre in beiden Richtungen.

Überprüfung der Brandanlage

Die Zufahrt von der Bautzner Straße zur Waldschlößchenbrücke wird am 25. November von 20 Uhr bis circa 22.15 Uhr gesperrt. Die Sperrung der Zufahrt von der Brücke zur Bautzner Straße (stadtauswärts) erfolgt vom 26. zum 27. November in der Zeit von 22.30 Uhr bis fünf Uhr.

Die defekte Schildbrücke an der Waldschlößchenbrücke. Foto: Philine Schlick
Die defekte Schildbrücke an der Waldschlößchenbrücke. Foto: Philine Schlick

In der Nacht vom Montag auf Dienstag werden zwischen ein und vier Uhr alle Tunnelröhren sowie die Brücke komplett gesperrt.

Die Fachleute überprüfen die sicherheitstechnischen Anlagen, wie z. B. die Brandmeldeanlage, die Notrufeinrichtungen und die Verkehrssteuerung. Außerdem führen sie Reinigungsarbeiten an der Tunnelbeleuchtung, an der Entwässerungsanlage, den Tunnelwänden und Notgehwegen aus. Für die Arbeiten an der Sicherheitsstromversorgung ist die komplette Sperrung des Tunnels unumgänglich.

Am Mittwoch von neun bis 15 Uhr wird zudem die Schilderbrücke an den westlichen Bogen der Brücke montiert. Der Verkehr wird dabei mit je einem Fahrstreifen an der Baustelle vorbei geleitet.

Waldschlößchenbrücke am Sonntag wegen Bauarbeiten gesperrt

eingestellt am 27.08.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Die defekte Schildbrücke an der Waldschlößchenbrücke. Foto: Philine Schlick

Die Waldschlößchenbrücke wird am Sonntag, den 30. August, wegen Bauarbeiten gesperrt sein. Im Februar hatte sich der Deckel eines Müllcontainer-Lasters gelöst und eine Schildbrücke verbogen. Diese wird nun repariert. Auch weitere Arbeiten werden an diesem Tag vorgenommen. 

Für Sonntag kündigt die Stadt Waldschlösschenbrücke und -tunnel  zwischen 7 und 17 Uhr erhebliche Verkehrseinschränkungen an.

Der Verkehr wird auf der Brücke einspurig pro Richtung auf den beiden östlichen Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt. Im Tunnel wird in der Weströhre einspurig Gegenverkehrsprinzip gefahren. Der Nebentunnel Ost mit der Ausfahrt auf die Bautzner Straße in Richtung Bautzen und Radeberg ist voll gesperrt. Die Auffahrt auf die Brücke in Richtung Johannstadt ist möglich.

Der Linienverkehr des VVO fährt planmäßig, die Haltestelle Waldschlößchen (Steig 4) wird etwa 50 Meter in Richtung Brücke verlegt. Alle Busse der DVB fahren planmäßig.

Im Februar hatte sich der Deckel eines Müllcontainer-Lasters gelöst und eine Schild-Halterung demoliert. Womöglich war an dem Unfall der an diesem Tag starke Wind schuld. Geplant sind außerdem Arbeiten an der Brandmeldeanlage im Haupt- und Nebentunnel Ost und die Erneuerung eines zerstörten Geländers.

Bauarbeiten am Waldschlößchentunnel ab 30. März

eingestellt am 27.03.2020 von Philine Schlick

Am Tunnel Waldschlößchen finden von Montag, 30. März, bis Sonnabend, 4. April 2020, Wartungsarbeiten statt, wobei es zu wechselseitigen Sperrungen beider Haupttunnelröhren kommt. Die Weströhre (Richtung Waldschlößchenbrücke) bleibt am 30. und 31. März gesperrt und die Oströhre (Richtung Stauffenbergallee) am 1. und 2. April. Die Verkehrsführung erfolgt in der jeweils freigegebenen Röhre in beiden Richtungen.

Die Zufahrt von der Bautzner Straße zur Waldschlößchenbrücke ist am 3. April von 20 bis ca. 22:15 Uhr gesperrt. Die Sperrung der Zufahrt von der Brücke zur Bautzner Straße (stadtauswärts) erfolgt vom 3. zum 4. April in der Zeit von 22.30 bis 5 Uhr.

Die Fachleute überprüfen die sicherheitstechnischen Anlagen, wie z. B. die Brandmeldeanlage, die Notrufeinrichtungen und die Verkehrssteuerung. Außerdem führen sie Reinigungsarbeiten an der Tunnelbeleuchtung, an der Entwässerungsanlage, den Tunnelwänden und an den Notgehwegen aus.

Alle Arbeiten werden trotz der Coronavirus-Pandemie vorgenommen. Das Wartungspersonal ist sensibilisiert, möglichst großen Abstand voneinander zu halten und sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Arbeitsmittel sind jeweils nur von einer Person zu verwenden.

Trost bei Urgroßmutter Weide – Ein Weidenlied

eingestellt am 14.03.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Wie eine in der Drehung erstarrte Tänzerin: Die betagte Weide am Johannstädter Elbufer. Foto: Philine Schlick

Jeder Mensch hat in schwierigen Zeiten seine Trostpflaster. Etwas, das Hoffnungen wach kitzelt und genug Raum für Klagen bietet. Das kann ein Lied sein, ein Genussmittel, eine Person, ein Ort. Ich habe einen Baum. Er steht am Johannstädter Elbufer, ist eine Weide und zwischen 80 und 120 Jahren alt. Mit viel Glück bleiben uns noch zehn gemeinsame Jahre. 

Wenn alle anderen Bäume noch schlafen, kündet die Weide mit einer Ahnung von Grün vom Frühling. Foto: Philine Schlick

Wenn die Elbwiesen noch zerzaust und ausgeblichen daliegen, alle Baumkronen blattlos und monochrom braun sind, leuchtet oberhalb des Elbstrandes zwischen Bootshaus und Waldschlösschenbrücke ein ockergelber Fleck am Käthe-Kollwitz-Ufer. Das ist das Haar von Urgroßmutter Weide. Ihr Haupt kündet vor allen anderen vom Gelb der Osterglocken, vom klebrigen Puder der Kätzchen, von platzenden Knospen, vom neuen Frühling.

Die Weide hat so einige Vögel im Oberstübchen. Foto: Philine Schlick

Die Weide steht wie eine in der Drehung erstarrte Tänzerin. Je nach Perspektive ändert sie ihre Dramatik. Von Weitem aus betrachtet ist sie ein mächtiger, kraftstrotzender Baum. Bei näherer Betrachtung offenbart sie ihre Verletzlichkeit: Sie ist innen hohl. So leer, dass sich ein Mensch ganz hineinstellen kann. Die Energie, mit der sie ihre tausenden grünen Blättchen entfaltet, erscheint wie ein Wunder.

Die mächtige Weide ist innen hohl. Wenn niemand mehr zündelt, bringt sie es noch auf zehn Lebensjahre, schätzt das Umweltamt. Foto: Philine Schlick

Zweimal fühlten sich im vergangenen Jahr Menschen bemüßigt, in ihrem Kern Feuer zu entfachen. Seitdem ist ihr Inneres schwarz verkohlt und riecht nach Brand. Bäume, so haben Forscher*innen herausgefunden, senden bei Schmerz akustische Signale aus. Ich wünsche den Menschen, die einen lebenden Baum anzünden, einen nächtlichen Tinnitus mit diesen Schmerzensschreien.

Das Umweltamt sagt: Ohne Pflege bleiben der Hängeweide noch zehn Jahre – wenn sich wieder jemand an ihr vergreift, noch nicht einmal das. Mit einer regelmäßigen Sicherungspflege wären es zwanzig.

Blick durch die brüchige Borke in Richtung Elbe. Foto: Philine Schlick

Namen stehen in ihre Rinde geritzt, Beschimpfungen, Liebesbekundungen. Zerknüllte Verpackungen liegen in ihrem Schoß und Scherben. Abgeworfener Ballast. Die Weide steht und schweigt. Sie trotzt Sabrina, Xaver, Eberhard, Mortimer und wie sie alle heißen, die schneidenden Stürme, ihr bleibt ja nichts anderes übrig.

Sie steht in den Bruchstücken ihrer eigenen Borke und hält ihr Haupt den Meisen zugeneigt, die zwischen den Blattknospen Käferchen picken. Sie steht, als lausche sie dem Fluss. Als habe sie Sehnsucht nach anderen Orten. Der Wind spielt mit ihren Ästen wie mit seidigem Haar. Zu ihren Füßen knabbert der Biber nachstrebendes Holz. Das ihre ist zu morsch, zu trocken – sie bleibt verschont.

Die Hängeweide entstand 1815 in Frankreich – dieses Exemplar wurde gepflanzt oder aber angespült. Foto: Philine Schlick

Und sie hält auch meine Klagen noch aus, macht sie klein, steckt sie in die Tiefen ihrer Runzeln und Risse, schwitzt sie durch die Wurzeln. Ich muss lange sitzen, damit sie mich überhaupt bemerkt. Gemessen an ihren Jahren sind meine Minuten flüchtig, so wie meine Sorgen.

Die Weide lehrt mich etwas – ich kann nicht sagen, was. Eine Mischung aus Geduld, Ertragen, Widersetzen, Träumen. In zehn Jahren wird die Weide 90 sein, oder 100, möglicherweise auch 130 Jahre alt. Die Differenz ihrer geschätzten Jahre entspricht meiner derzeitigen Lebensdauer. Ich kann mich nicht in sie hineinver-, nur daneben setzen und staunen. Und meine Sorgen zu Käfern werden lassen, die die Meisen picken.

Schräg steht sie, doch sie steht: Die Weide am Johannstädter Ufer. Foto: Philine Schlick

Hinweis der Redaktion: Der im Rahmen des Projektes „Online-Stadtteilmagazin“ erschienene Beitrag wurde nicht von der Landeshauptstadt Dresden bzw. dem Quartiersmanagement erstellt und gibt auch nicht die Meinung der Landeshauptstadt Dresden oder des Quartiersmanagements wieder. Für den Inhalt des Beitrags ist der/die Autor*in verantwortlich.

O du friedliche? Nachdenkliches zu den Festtagen

eingestellt am 24.12.2019 von Philine Schlick, Headerbild: Worte können Brücken sein. Foto: Thomay Bay

Gastbeitrag von Thomas Bay

Jetzt ist wieder die Zeit, in der es früh dunkel wird. Wenn ich abends durch die Johannstadt gehe, kann ich die festlich geschmückten Fenster sehen und Weihnachtslieder hören, deren Thema nicht selten Frieden ist. Die Feiertage sind wie jedes Jahr schneller da als gedacht und man wünschte sich im Rahmen von Familie und Freunden gerne auch ein friedliches Weihnachtsfest. Bei den Messen wird aus dem Lukasevangelium eine der wichtigsten Botschaften Christi vorgetragen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“.

Bei Geld für Rüstung herrscht Einigkeit

Aber wie sieht die Welt um uns herum aus? Inzwischen hört man praktisch täglich in den Medien das immer lauter werdende Säbelrasseln, die ununterbrochenen Rufe nach höheren Militärausgaben, nach mehr und noch tödlicheren Waffen sowie weiteren Militäreinsätzen. Während die Koalition in Berlin an 1,5 Milliarden Euro für arme Rentner fast zerbricht und man in den Medien widerstreitende Standpunkte lesen bzw. hören konnte, herrscht bei mehr Geld für Rüstung eine seltene Einigkeit von Grün bis Blau. Auch in den Medien ist kaum ein gegenteiliger Standpunkt zu finden. Von immer neuen Rüstungsprojekten, über den Aufbau einer europäischen Armee, um zukünftig auch ohne Unterstützung der USA eigenständig Krieg führen zu können, bis zu immer neuen Militäreinsätzen – demnächst werden wir wohl auch vor der chinesischen Küste verteidigt – gibt es zu allem kaum noch Widerspruch. Im Gegenteil: Jeder noch so widersinnige Vorschlag, wie deutsche Marineschiffe im Pazifik, findet breite Zustimmung in der Politik, der Presse und den dort auftretenden Expert*innen. Und ich frage mich: Wo soll das hinführen?

Haben mehr Waffen mehr Frieden gebracht?

Hat das Mehr an Waffen und militärischen Interventionen in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Welt um uns herum sicherer gemacht? Oder hat es zu den vielen Konflikten in unserer Nachbarschaft beigetragen, diese verschärft und zum Teil nicht sogar erst verursacht? Inzwischen werden Abrüstungsverträge wie der INF-Vertrag, der zur Vernichtung aller landgestützten Mittelstreckenraketen der USA und UdSSR führte, gekündigt. Die Diplomatie besteht praktisch nur noch aus gegenseitigen Vorwürfen, um auf Biegen und Brechen die eigene Position durchzusetzen oder Ultimaten aufzustellen, um den Gegner mit Sanktionen zu überziehen, unter denen in der Regel die Bevölkerung im jeweiligen Land am meisten zu leiden zu hat.

Wer sich dafür einsetzt, die Position des Opponenten und seine Gründe zumindest nachzuvollziehen und zu verstehen, sich mit ihm zusammenzusetzen und zu verhandeln, wird ganz schnell als Wen-auch-immer-Versteher diskreditiert, wenn nicht gleich zum Sympathisanten und Unterstützer erklärt, um jede Diskussion darüber mittels Kontaktschuld im Keim zu ersticken. Dieser Trend ist auch in Deutschland zu beobachten: Die verschiedenen politischen Lager reden fast nur noch übereinander und kaum noch miteinander, was zu einer immer tieferen Spaltung der Gesellschaft und Eskalation der Gewalt führt. Selbst zur Hochzeit des Kalten Krieges schafften es die amerikanischen und sowjetischen Kontrahenten sich an einen Tisch zu setzen, miteinander zu reden und vertrauensbildende Maßnahmen sowie Abrüstungsverträge zu vereinbaren. Warum ist das heute nicht mehr möglich? Wo sind die Politiker*innen und Medienschaffenden, die diese Position vertreten? Wo sind die Menschen, die ihren Wunsch nach einer solchen Politik lautbar werden lassen?

Was könnte alles erreicht werden …?

1800 Milliarden Dollar haben die Staaten der Welt im letzten Jahr für Rüstung ausgegeben. Dieses Jahr werden es noch mehr gewesen sein und bald 2 Billionen erreicht. Jahr für Jahr für Jahr. Der deutsche Verteidigungshaushalt wird 2020 die Rekordsumme von über 50 Milliarden Euro betragen und wenn in den kommenden Jahren das Zwei-Prozent-Ziel der Nato erreicht wird, werden es rund 70 Milliarden sein. Was könnten die Menschen mit diesem Geld alles erreichen, wenn wir es für sinnvollere Dinge als Waffen ausgeben würden? Mit einem Bruchteil des Geldes ließe sich ein Großteil der ökonomischen, sozialen und ökologischen Probleme, vor denen die Menschheit heute steht, lösen oder zumindest deutlich mildern und dadurch die Ursachen vieler Konflikte der heutigen Zeit beseitigen oder wenigstens stark verringern. Was ließe sich nicht alles damit finanzieren? Zugang zu ausreichend sauberen Trinkwasser und Nahrung, funktionierende Bildungs- und Gesundheitssysteme, Bekämpfung der wachsenden sozialen Spaltung, zukunftsfähige Verkehrs- und Informationsinfrastruktur, Erhalt und Schutz der Natur …

Wir leben in keiner perfekten Welt. Waffen und die Fähigkeit sich zu verteidigen werden vorerst weiterhin notwendig sein. Wie wir an den Beispielen Jemen und Nordsyrien sehen, ist es jederzeit möglich, dass ein Land seinen Nachbarn überfällt und dort Krieg führt. Und es muss noch nicht einmal die Ächtung der Weltgemeinschaft oder auch nur der westlichen Wertegemeinschaft fürchten. Doch wäre es für unser aller Sicherheit und Wohlergehen nicht sinnvoller, mehr miteinander und auch mit dem (geo)politischen Gegner zu sprechen, anstatt immer weiter rhetorisch zu eskalieren?

Lasst uns die kommenden Tage und das nächste Jahr nutzen, um wieder mehr einander zu reden und einander zuzuhören, im Kleinen wie im Großen. Ich wünsche uns allen ein friedliches 2020.

Hinweis der Redaktion: Der im Rahmen des Projektes „Online-Stadtteilmagazin“ erschienene Beitrag wurde nicht von der Landeshauptstadt Dresden bzw. dem Quartiersmanagement erstellt und gibt auch nicht die Meinung der Landeshauptstadt Dresden oder des Quartiersmanagements wieder. Für den Inhalt des Beitrags ist der/die Autor*in verantwortlich.