„Hey Alter!“ beschert Schüler*innen der 101. Oberschule neun Laptops

eingestellt am 09.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Die Initiative Hey Alter! übergab der 101. Oberschule neun Laptops zum Verschenken. Foto: Philine Schlick

Die Initiative „Hey Alter!“ hat heute in einer feierlichen Übergabe im kleinsten Rahmen Schüler*innen der 101. Oberschule neun Laptops beschert. Diese sind gebraucht, aber voll funktionstüchtig. Sie kommen wie gerufen.

Schulleiterin Juliana Dressel-Zagatowski strahlt. Zumindest ist das unter ihrer Maske zu erahnen. Sie nahm heute im Foyer der 101. Oberschule neun Laptops entgegen, die sie an Schüler*innen verschenken wird. „Wir machen noch die Einweisung und dann werden die in Betrieb genommen!“

Auf der Suche nach alten Laptops

Überbracht haben die Geräte Tina Gruhl und Kai-Uwe Schurig von der IT-Firma PDV-Systeme Sachsen. Ehrenamtlich beteiligen sich beide an der Initiative „Hey Alter!“ Diese möbelt gebrauchte Laptops wieder auf und spendet sie jungen Menschen. Gerade in der Krise eine große Unterstützung.

Bislang wurden deutschlandweit über 2300 Laptops durch „Hey Alter!“ verteilt. „Wir sind immer auf der Suche nach Unternehmen und Privatpersonen, die ihre alten Geräte spenden“, sagt Kai-Uwe Schurig. Sie werden dann bei PDV-Systeme wieder zum Laufen gebracht. Derzeit herrscht krisenbedingt ein Mangel an überschüssigen Notebooks und Laptops.

Homeoffice und Homeschooling haben technische Geräte und einen Internetanschluss unabdingbar gemacht. Wer über beides nicht in ausreichendem Maße verfügt, wird schnell abgehängt.

Keine Unterrichts-Lücken entstehen lassen

„Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und ihre Familien brauchen besondere Unterstützung“, weiß Juliana Dressel-Zagatowksi. „Sie haben nicht viel Zeit.“ Es sei schwer, den Anschluss zu finden, wenn Land, Sprache und Schule neu sind. Das Pensum bleibe dasselbe wie für Muttersprachler*innen. Deshalb sei es wichtig, keine Lücken im Unterricht entstehen zu lassen.

Corona habe die Lehr-Situation ohnehin erschwert. „Ich hatte zu meiner Klasse am Anfang nur Kontakt über Quickmessage von Lernsax“, berichtet Hüseyin Küçük, der an der 101. Oberschule als Lehrer für Deutsch als Zweitsprache ist.

Hüseyin Küçük unterrichtet Kinder u.a. aus Afghanistan, Syrien, Bulgarien und Weißrussland. „Viele Fluchtrouten führen über die Türkei“, erzählt er. „Deshalb sprechen viele Kinder türkisch. Das ist praktisch für den Anfang, auch wenn ich im Unterricht nur deutsch spreche.“

Aus dem Lockdown lernen

Nicht alle Kinder haben einen eigenen PC zur Verfügung und kommunizieren via Smartphone. Für den Unterricht abseits der Schule ist das nur begrenzt geeignet, weswegen die neun Laptops händeringend gebraucht werden. Sie sind mit Linux und den gängigen Programmen bespielt, haben funktionstüchtige Kameras und neue Festplatten, stellt Kai-Uwe Schurig vor.

„Bei der Einrichtung eines Internetzugangs helfen unsere Schulsozialarbeiter“, bietet die Schulleiterin an. Denn schon „Papierkram“ dieser Art ist für Nicht-Deutschsprachler*innen eine echte Herausforderung.

Ausgestattet mit der richtigen Ausrüstung birgt der Lockdown auch Chancen: „Zahlreiche digitale Kompetenzen haben sich unsere Schüler durch den Umgang mit Technik zuhause angeeignet“, berichtet die Schulleiterin. Aus allen 20 Klassen der 101. Oberschule wurden Empfänger*innen der „neuen alten“ Geräte ausgewählt.

Hey Alter! Gebrauchte Laptops für junge Menschen

  • Hey Alter in Dresden unter diesem Link
  • Kontakt: email hidden; JavaScript is required
  • Projektpartner: PDV Systeme Sachsen

Grundschulen und Kitas starten am Montag mit Einschränkungen

eingestellt am 12.02.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Blick auf die DRK-Kita "Claras Abenteuerland": Geöffnet, aber streng geregelt. Foto: Philine Schlick

Am Montag, dem 15. Februar, dürfen Grundschulen und Kitas wieder öffnen. Es gelten Einschränkungen, die beachtet werden müssen. Die Vorfreude auf das Wiedersehen ist auf allen Seiten groß.

Endlich wieder Schule! Wer hätte gedacht, dass dies ein Seufzer der Erleichterung sein könnte? Lange haben sich Kinder, Betreuer*innen und Lehrer*innen durch den Lockdown seit November 2020 nicht mehr persönlich gesehen. Am Montag öffnen Kitas und Grundschulen wieder ihre Pforten.

Getrennte Gruppen, viel Zeit draußen

„Ganz normal“ ist der Start in den Kita- und Grundschulalltag natürlich nicht. Wie im Frühjahr 2020 gelten strenge Hygienekonzepte. Händewaschen, Wegesysteme, getrennte Gruppen, feste Klassen und viel Zeit draußen sind Maßnahmen, die das Infektionsrisiko minimieren sollen. „Die Erfahrungen aus dem eingeschränkten Regelbetrieb im vergangenen Jahr haben uns gezeigt, dass die Maßnahmen bei anhaltendem Infektionsgeschehen sehr wirksam sind“, erklärt Bildungsbürgermeister Jan Donhauser. Eltern sollen darauf achten, ihre Kinder entsprechend vorzubereiten und warm anzuziehen.

„Wir wissen, welche Herausforderungen die Dresdner Eltern in den vergangenen Wochen bewältigen mussten. Neben den allgemeinen Einschränkungen erlebten die meisten enorme Doppelbelastungen bei der gleichzeitigen Bewältigung von Arbeitsalltag und Kinderbetreuung“, erklärt Donhause weiter. Jetzt geht der Betrieb wieder los und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

„Aus den Medien ließ sich ja schon heraushören, dass es wohl bald wieder losgehen wird“, sagt Ines Frömmel, Schulleiterin der 102. Grundschule Johanna. „Wir wissen von vielen Eltern, dass den Kindern die sozialen Kontakte gefehlt haben.“ Trotz aller Einschränkungen ist es ein lang ersehntes Wiedersehen. „Wir können natürlich nicht einfach mit dem Lehrplan weitermachen, sondern müssen uns einen Überblick verschaffen und an den Stand der häuslichen Lernzeit anknüpfen“, so Frau Frömmel.

Zu viel gezahlte Elternbeiträge werden zurück gezahlt

Da die Kinder in festen Gruppen mit festem Personal betreut werden, ist der eingeschränkte Regelbetrieb sehr personalaufwändig. Es kann daher sowohl in Kitas also auch Horten unabhängig von der Trägerschaft zu Einschränkungen bei den Öffnungszeiten kommen. „Uns ist bewusst, dass von den Einschränkungen besonders Familien betroffen sein werden, die auf diese Randzeiten angewiesen sind. Alle Dresdner Kindertageseinrichtungen werden ihre Öffnungszeiten deshalb sehr verantwortungsvoll überprüfen und nur dort einschränken, wo es unbedingt erforderlich ist“, so der Bildungsbürgermeister.

Angesichts der Wiedereröffnung wird das Amt für Kindertagesbetreuung im Februar 2021 die Elternbeiträge von Eltern mit Kindern in kommunalen Kindertageseinrichtungen einziehen. Der Einzug erfolgt bei allen Eltern, die ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, automatisch am 15. Februar 2021. Eltern ohne SEPA-Lastschriftenmandat werden gebeten den gesamten Elternbeitrag für den Monat Februar eigenständig zu überweisen. Zu viel gezahlte Beiträge werden mit den Elternbeiträgen in den kommenden Monaten automatisch verrechnet.

Ein Stück Johannstädter Kulturtreff im Briefkasten

eingestellt am 11.01.2021 von Anja Hilgert, Headerbild: Die Winteredition des Alternativprogramms des Johannstädter Kulturtreffs e.V. wartet noch auf reichhaltige Be(i)träge Foto: Johannstädter Kulturtreff e.V.

Der Johannstädter Kulturtreff e.V. ist als Soziokulturelles Zentrum der Dresdner Johannstadt eine wichtige Anlaufstelle für interkulturelle Begegnung und Austausch in unserem Stadtteil. Da sämtliche kulturellen Kurse, kreativen und sportlichen Angebote und Veranstaltungen aktuell ausfallen, sind die Anwohnenden abgetrennt von regelmäßigen Treffpunkten, Kreisen, Zirkeln und Runden mit Angeboten. Das soll eine alternative Lösung noch für die Winterzeit ändern.

 

Besonders betroffen ist der hohe Anteil von Senior*innen, denen nicht nur ein fester Bezugspunkt, sondern ein Hort an sozialen Kontakten wegbricht. Dem wirkte das Team des Johannstädter Kulturtreff e.V. schon zu Beginn des Lockdowns unmittelbar entgegen mit dem Signal, dass sich gerade jetzt niemand allein fühlen sollte.

Das alternative Angebot des „Virenschutzprogramms“ brachte liebgewonnene Formate von Strick- und Backanleitungen über Fitnessübungen, Sprachspiele und Rätsel zu den Menschen nach Hause: Per mehrseitigem Heft durch den Briefkasten in die umliegenden Haushalte. 

Von Juni bis Dezember 2020 sind vier Ausgaben erschienen, gefördert durch den Fonds Soziokultur, um Kontakt und Verbindung ins Viertel zu halten und Ideen zum Selbermachen zu teilen.

Vier Ausgaben haben bis ins neue Jahr die Situation gerettet, für 2021 wird Starthilfe gebraucht                                 Foto: Johannstädter Kulturtreff e.V.

Für die volle Alternative fehlt die Förderung

Nun ist die Förderung ausgelaufen und gleichzeitig hat sich die Phase des Lockdowns auf unabsehbare Zeit verlängert. Der Kulturtreff bleibt weiterhin geschlossen. Trotz Lockdowns soll aber gerade jetzt in der Winterzeit ein weiteres Stück Johannstädter Kulturtreff im Briefkasten erscheinen: Um eine Winteredition des Virenschutzprogramm herausgeben zu können, hatte der Verein über den Jahreswechsel ein Crowdfunding geschaltet: 

https://www.startnext.com/virenschutzprogramm 

Ziel 1 von 2 erreicht

Im Finanzierungszeitraum vom 11.12.20 bis 08.01.21 wurden durch 31 Unterstützer*innen erfolgreiche 954 € an Spenden gesammelt.

Damit wurde allerdings nur das erste der Funding-Ziele erreicht: Eine Ausgabe, die Winteredition, des Johannstädter Virenschutzprogramms kann erscheinen. Die Druckkosten sind gedeckt, aber die festangestellten Mitarbeiterinnen des Kulturtreffs müssen für die Angebotsseiten des Heftes selbst kreativ und erfinderisch tätig werden.

Wäre das zweite Fundingziel 1.500 € auch erreicht, könnten den vereinsbekannten Dozent*innen angemessene Entschädigungen für Artikel und Ideenbeiträge gezahlt werden. So würden sie die Möglichkeit erhalten, sich durch inhaltliche Beiträge am Programm zu beteiligen. Da Honorarkräfte vorrangig freiberuflich tätig sind, befinden sie sich aktuell in einer prekären Lage.

Aufruf zur zweiten Runde

Der Kulturtreff hofft deshalb darauf, die Summe des zweiten Fundingziels noch durch weitere Spenden zu erreichen.

Sobald alle Artikel beisammen sind, wird alles wieder liebevoll von Lisa Metziger im Virenschutzformat arrangiert. Das Heft entsteht im A5-Format und wird in der Auflage von mindestens 3.000 Stück produziert. Und landet schließlich in den Johannstädter Briefkästen.

Sollte auch das zweite Fundingziel übertroffen werden, würde ab März ein weiteres Virenschutzprogramm für die Johannstadt herausgebracht.

Wer den Verein mit seinen Dozent*innen oder das Projekt des Virenschutzprogramms mit einer Spende unterstützen möchte, kann gerne folgende Bankverbindung nutzen – auch gegen Spendenbescheinigung:

Spendenkonto Johannstädter Kulturtreff e.V.:

Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN: DE36850503003120001740
BIC: OSDDDE81XXX

Jeder noch so kleine Betrag hilft, ein Kulturprogramm in Ihren Briefkasten zu veröffentlichen.

Für weitere Informationen

Johannstädter Kulturtreff e.V.
Telefon: 0351 4472823