Moving Borders: Das Kunstprojekt findet im Juli auf der Fähre statt

eingestellt am 05.06.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Die Fähre in Johannstadt. Foto: Philine Schlick

Das internationale Kunstprojekt „Moving Borders“ setzt sich mit dem Thema Grenzen auseinander. Es sollte eigentlich an diesem Wochenende stattfinden – auf der Fähre „Johanna“ und am Fähranleger Neustadt. Es wurde aufgrund von Corona in den Juli verlegt. Koordinatorin Paula Oevermann erläuterte der Stadtteilredaktion das Programm. 

Die Elbe trennt die Stadt – und verbindet sich gleichermaßen. Ein treues Vehikel, das zwischen den Stadtteilen vermittelt, ist die Fähre zwischen Johannstadt und Neustadt. Sie soll im Juli zur Bühne werden: Für Performances von je 2,5 Minuten Länge.

Eine Arche in sieben Städten

Ausgedacht haben sich das die Künstler*innen des Kollektivs „Quarantine“ aus Großbritannien. Die Truppe wurde für die Gestaltung des Gesamtkonzept ausgewählt. „Die hießen aber schon vorher so“, sagt Paula Oevermann, die das Kunstprojekt „Moving Borders“ am Spielhaus Hellerau koordiniert. „Quarantine“ ersannen gemeinsam mit den Künstler*innen Katja Heise und Mustafa Hasan das Thema „Arche“. Außer Dresden sind Kulturstätten in Mühlheim, Ütrecht, Porto, Warschau, Straßburg und Athen beteiligt. Eine Geschichte entsteht so über zwei Jahre an sieben unterschiedlichen Orten in Europa.

Sieben auf einen Streich – und ganz verschieden. Auf die Idee kam man aus Gründen der Nachhaltigkeit: „Normalerweise wird eine Produktion an einem Ort ersonnen und geht dann mit der kompletten Ausrüstung auf die Reise“, erklärt Paula. Warum also nicht lieber das Thema auf den Weg schicken und die Gestaltung dem jeweiligen Ort überlassen?

„Eigentlich war der Plan, das Programm in regelmäßigem persönlichen Kontakt zu gestalten“, berichtet Paula. „Quarantine“ wollte durch Europa reisen, um anzuleiten und Hilfestellungen zu geben. Dramaturgische und formale Beratungen konnten aufgrund der Pandemie dann aber nur online durchgeführt werden. „Wir wollten trotzdem den ko-produktiven Charakter erhalten“, sagt Paula.

Geschichten aus der Johannstadt auf der Bühne

Die Dresdner „Arche“ ist die Elbfähre. „Die Elbe ist ein Treffpunkt für alle Menschen“, erklärt die Koordinatorin. Deshalb wird auf der gepflasterten Fläche unweit des Fähranlegers auf der Neustädter Seite das Programm ausgerichtet. Im Vorfeld waren Künstler*innen mit einem umgebauten Lastenfahrrad in der Johannstadt unterwegs und haben Geschichten von Menschen gesammelt. Diese werden auf der Bühne von den Menschen selbst, oder einer*m Stellvertreter*in vorgetragen.

 

Das zur Fähre ausgebaute Lastenrad war zur Eröffnung des Wochenmarkts vor Anker am  Bönischplatz, um aufzusammeln, was die Johannstadt erzählt Foto: Anja Hilgert

 

Zudem wird es Comicstationen und eine Fahnenchoreografie geben. Das Programm setzt auf Beteiligung: „Alles ist zum Mitmachen gedacht. Wir sind auf die Teilnahme von Interessierten angewiesen.“ Weitergabe und Austausch sind das Grundthema von „Moving Borders“.

Kunst zum Mitmachen

Es sei erstaunlich, die Parallelen zwischen den Menschen festzustellen, die mit der Wende einen Bruch ihrer Biografie erlebt haben und denen, die aufgrund von Krieg oder Not aus ihren Heimatländern fliehen mussten.

Die täglich verschiedenen künstlerischen Formate stellen Fragen: Was ist verschütt gegangen? Was ist wichtig? Wo gibt es Gemeinsamkeiten? „Wir wollen Menschen zusammenbringen, die häufig im Alltag nichts miteinander zu tun haben“, sagt Paula Oevermann.

Moving Borders vom 9. bis 12. Juli

  • auf der Fähre & am Fähranleger Neustadt
  • Freitag: 18 bis 21 Uhr, mit einem Bühnen-Höhepunkt am Ende
  • Samstag: 15 bis 21 Uhr
  • Sonntag: 15 bis 21 Uhr
  • Montag: Kochen und Lagerfeuer mit dem Montagscafé von 17 bis 22 Uhr
  • alle Informationen auf www.moving-borders.de

Johanna fährt wieder

eingestellt am 19.02.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Die Johanna ist seit heute wieder in Betrieb. Foto: Philine Schlick

Der Elbpegel ist gesunken und die Elbfähre Johanna nimmt ihre Fahrten zwischen Johannstadt und Neustadt wieder auf. Heute hievte ein Kran den Anlegesteg wieder ins Wasser.

Johanna ist wieder im Dienst! Wegen des hohen Elbpegels war die Fähre zwei Wochen lang außer Betrieb. Der Steg auf der Neustädter Seite wurde aus dem Wasser gezogen und am Ufer gesichert. Die Fähre selbst war auf der Johannstädter Seite vertäut.

Jetzt ist der Elbpegel wieder gesunken, sodass die Johanna wieder pendeln kann. Am heutigen Vormittag setzte ein Kran den Anlegesteg zurück ins Wasser. Der Fährbetrieb ist nach dem Winterfahrplan wieder angelaufen.

„Elbflorenz“ pendelt ab Dienstag wieder

eingestellt am 25.05.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Die Fähre in Johannstadt. Foto: Philine Schlick

Die Fähre „Elbflorenz“ ist nach dreiwöchiger Pause ab Dienstagmorgen wieder im Einsatz. Auf dem Schiff werden am heutigen Montag die letzten Handgriffe erledigt, bevor der Fährbetrieb wieder startet. Die „Johanna“ befindet sich allerdings immer noch in der Werft in Kleinzschachwitz. 

Am Fährgarten Johannstadt sind wieder die vertrauten gelben Fähranleger zu sehen. Am heutigen Montag wurden die renovierten Pontons wieder angebracht, nachdem sie drei Wochen lang auf Vordermann gebracht wurden. In Betrieb geht die Anlage allerdings erst morgen früh.

„Die Elektrik am Steg muss noch angebracht werden“, berichtet DVB-Sprecher Falk Lösch. Die zuständigen Elektriker hätten an anderer Stelle noch eine Havarie gehabt, deshalb verzögerten sich die Arbeiten.

Die Fähre „Elbflorenz“ ist frisch gestrichen wieder im Einsatz und half dabei, die Pontons am Montagvormittag auf ihre Position zu schieben. Sie ersetzt weiterhin die „Johanna“, die sich wegen eines Motorschadens noch in Reparatur befindet.

Falk Lösch: „Der Motor der Johanna wurde in den Altbundesländern aufgearbeitet. Es handelt sich um ein Produkt der italienischen Marke Iveco. Derzeit wartet man noch auf einige Ersatzteile aus Italien.“

Sobald diese eingetroffen und verbaut sind, kann die „Johanna“ wieder pendeln. Bis dahin müssen Fahrgäste mit der älteren, aber auch größeren „Elbflorenz“ Vorlieb nehmen.

Fähre „Johanna“ ist seit gestern außer Dienst

eingestellt am 24.03.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Die "Elbflorenz" ersetzt die defekte "Johanna". Foto: Philine Schlick

Das Fährschiff „Johanna“ ist seit gestern „in Quarantäne“. Der Grund ist ausnahmsweise nicht Corona, sondern ein Motorschaden. Ersetzt wird sie derzeit von ihrer Schwester, der „Elbflorenz“. Wie lange die Reparatur dauert, ist noch offen.

Gestern Nachmittag bot sich auf der Elbe unweit der Fährstelle in der Johannstadt ein ungewohntes Bild: Fähre „Johanna“ im Schlepptau der „Elbflorenz“. Seit gestern Nachmittag ist das Reserveschiff, das normalerweise in Kleinzschachwitz liegt, im Dienst.

„Die Elbflorenz ist’s, nicht die Johanna“. Foto: Philine Schlick

Grund ist ein Motorschaden der „Johanna“. Das kann, so DVB-Sprecher Falk Lösch, den Autos passieren wie den Schiffen. „Der Kollege hat den Schaden glücklicherweise rechtzeitig bemerkt“, so Lösch. „Das Schiff wurde nicht abgetrieben.“

Die Mechaniker kümmern sich jetzt um den technischen Defekt. Zur Dauer der Reparaturmaßnahmen kam bislang keine Rückmeldung aus der Werkstatt, so Lösch. Bis die „Johanna“ wieder fit ist, können Passagiere mit der „Elbflorenz“ hinüber in die Neustadt und zurück pendeln.

Hinweis der Redaktion: Der im Rahmen des Projektes „Online-Stadtteilmagazin“ erschienene Beitrag wurde nicht von der Landeshauptstadt Dresden bzw. dem Quartiersmanagement erstellt und gibt auch nicht die Meinung der Landeshauptstadt Dresden oder des Quartiersmanagements wieder. Für den Inhalt des Beitrags ist der/die Autor*in verantwortlich.