Zweites WiD-Haus: Siegerentwurf steht fest

eingestellt am 16.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Blick auf die WiD-Baufläche am Käthe-Kollwitz-Ufer. Quelle: WiD

Nicht nur an der Florian-Geyer-Straße, auch am Käthe-Kollwitz-Ufer plant die WiD ein neues Wohnhaus. Für den Entwurf hatte die Wohnungsgesellschaft einen Wettbewerb ausgerufen. Der Siegerentwurf steht jetzt fest – 2022 soll Baustart sein.

Die WiD plant zwei neue Wohnhäuser in der nördlichen Johannstadt. Eines entsteht an der Florian-Geyer-Straße, ein weiteres ist am Käthe-Kollwitz-Ufer geplant. Für ersteres haben die Vorbereitungen auf dem Gelände vor wenigen Wochen begonnen, für zweiteres steht jetzt ein Entwurf fest.

Historie und Moderne treffen aufeinander

Im Dezember hat die WiD einen Wettbewerb an fünf Architekturbüros ausgeschrieben. Im Februar gingen die Entwürfe bei der WiD ein und wurden durch ein Gremium bewertet. „Sowohl die Auswahl der Büros als auch die Aufgabenstellung wurden gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt definiert“, gibt Claudia Herzog von der WiD bekannt.

Blick auf den Planweg verlängerte Elisenstraße in Richtung Käthe-Kollwitz-Ufer. Foto: Philine Schlick

Der Standort des Hauses stelle hohe Anforderungen an das Erscheinungsbild, berichtet sie. Historische Umgebung treffe auf neuzeitliche Bauweise – das  städtebauliche Erscheinungsbild des künftigen Quartiers muss dem gerecht werden.

Berücksichtigt werden mussten auch die angespannte Parkplatzsituation und der Wunsch nach Stadtgrün in der Umgebung. „Die Teilnehmer haben sehr unterschiedliche Konzeptideen eingereicht“, so Herzog.

Bebauung in L-Form, 130 Wohnungen

Letztendlich sei die Entscheidung nach städtebaulichen Aspekten, Grundrissstruktur, den Wohnungsschlüsseln und den Kosten getroffen worden.

„Nach Abwägung der Vor- und Nachteile wurde ein Konzept ausgewählt, welches auf Grund der guten Grundrissstruktur, dem gestalterischen Anspruch, der Lösung des ruhenden Verkehrs sowie der Umsetzung des zweiten Fluchtweges etwas mehr hervorsticht und eine sehr gute Basis für eine weiterführende Planung darstellt“, begründet Herzog.

Gebaut werde der Wohnungskomplex in L-Form entlang des Käthe-Kollwitz-Ufers und der Planstraße verlängerte Elisenstraße. Auf ca. 8500 Quadratmetern Wohnfläche entstehen 130 Wohnungen in der von dem Landeshauptstadt geforderten Wohnungsmix: Etwa 30 Wohnungen seien für den freifinanzierten Wohnungsbau vorgesehen.

Sechs Geschosse, Baustart 2022

Das neue Wohnhaus soll sechs Stockwerke in die Höhe wachsen und über fünf Eingänge zugänglich sein. Im Innenhof des Komplexes sind Grün- und Spielflächen angedacht. Auch dieses Haus soll über eine Tiefgarage verfügen.

„Wenn alles planmäßig verläuft, wollen wir 2022 mit dem Bau zu beginnen. Die Bauzeit schätzen wir auf ca. zwei Jahre, so dass wir zu Anfang 2025 ein bezugsfertiges Areal am Käthe-Kollwitz-Ufer haben“, sagt Claudia Herzog.

Florian-Geyer-Straße: Das neue WiD-Haus bekommt eine Tiefgarage

eingestellt am 04.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Im Außenbereich des neuen Wohnhauses sollen Flächen zum Spielen entstehen. Foto: Philine Schlick

An der Florian-Geyer-Straße wird derzeit wie geplant der Boden für einen Neubau der Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden (WiD) geebnet. Die Baumfällungen ermöglichen letzte Blicke auf die künstlerisch gestaltete Fassade der ehemaligen Kita. In ihren Bauplänen ist die WiD auf die Wünsche von Bürger*innen eingegangen und hat eine große Änderung vorgenommen.

Es kracht. Schwere Maschinen wühlen sich durch den Boden. Rund um die ehemalige Kita an der Florian-Geyer-Straße 13 hat sich das Dickicht gelichtet und übergroße bunte Gesichter schauen erstaunt in die Straßen. Sie zieren die Wände der ehemaligen Kita.

Blick auf die Fassade der ehemaligen Kita. Foto: Philine Schlick

Abriss der Kita wird vorbereitet

Auf deren Grundfläche entsteht nach das neue WiD-Wohnhaus, dessen Grundfläche nur geringfügig größer sein soll. Der Bau wird allen Planungen nach im dritten Quartal 2021 starten und zwei Jahre andauern.

Derzeit wird alles für den Abriss der Kita vorbereitet. Dazu gehören auch Baumfällarbeiten. Sträucher und Bäume mussten weichen.

Bäume und Sträucher sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben

„Auf dem Grundstück wurden bisher insbesondere notwendige Fällarbeiten und Arbeiten zur Befreiung vom Wildwuchs vorgenommen. Für den bevorstehenden Abriss der ehemaligen Kindertagesstätte wurde ein Bauzaun errichtet“, berichtet Claudia Herzog von der WiD.

„Alle Begrünungen, die in irgendeiner Form erhalten werden können, werden vor Beginn der Maßnahmen gesichert, so dass sie vor Einflüssen in Folge der Arbeiten geschützt sind. Außerdem werden nach Fertigstellung der Gebäudeteile auf dem Grundstück großzügige Ersatzpflanzungen vorgenommen.“

Bürgerbeteiligung: WiD baut niedriger

Nach dem Einbezug von Bürger*innen fällt der geplante Mehrgeschosser an der Ecke Bundschuh-/Florian-Geyer-Straße niedriger aus als einstmals angedacht. Außerdem werden nicht ausschließlich Sozialwohnungen angeboten, um eine Durchmischung des sozialen Gefüges zu erreichen. Von den 79 Wohnungen werden 62 mietpreisgebunden sein, besagt die Webseite der WiD.

Das WiD-Haus bekommt jetzt doch eine Tiefgarage. Quelle: WiD Wohnen in Dresden GmbH & Co KG

Vergangenes Jahr gab es eine Bürgerbeteiligung, die aufgrund von Corona auf 25 Teilnehmer*innen begrenzt war. Ihrer Wirksamkeit hat das keinen Abbruch getan. Auch im Nachhinein könnten Bürger*innen ihre Gedanken und Bedenken äußern. Die WiD hat reagiert.

Nun doch: Eine Tiefgarage

„Eines der relevantesten Themen aus der Bürgerbeteiligung haben wir aufgenommen, das Thema Parkplätze“, so Claudia Herzog. „Wir haben intensiv mit unseren Planern dazu beraten und schlussendlich unsere Planung dahingehend noch einmal angepasst.“

Jetzt wird doch eine Tiefgarage gebaut. Im ursprünglichen Entwurf war diese Option wegen zu hoher Kosten nicht enthalten. Alle Parkplätze sollten auf der Fläche um das Haus angeordnet werden.

„Dann wäre aber das gesamte Grundstück zum Parkplatz geworden, so dass wir nochmal alle Zahlen auf den Prüfstand gestellt haben und nun doch eine Parkebene ins Untergeschoss gebracht haben“, führt Herzog aus.

Farbenprächtig grüßt der Tukan – nur noch kurze Zeit. Foto: Philine Schlick

Zusätzliches Geschoss für Keller und Stellplätze

Für alle Nebenflächen wie Mieterkeller, Kinderwagen-, Rollatoren- und Fahrradstellplätze hatte die WiD ohnehin ein Untergeschoss geplant. Jetzt geht es noch ein Stockwerk tiefer unter die Erde: Unter den Kellerbereich wird die Tiefgarage gebaut.

„Somit können wir einen Großteil der Stellplätze in der Tiefgarage abbilden, und nur eine geringfügige Anzahl im Außenbereich, so dass wir mehr Platz für Grün- und Spielflächen vorsehen können“, begründet Claudia Herzog.

Die WiD baut an der Florian-Geyer-Straße