Der Johannstädter Advent 2020: Alles bleibt anders

eingestellt am 30.11.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Poster des Johannstädter Advents. Grafik: Grit Koalick

Die aktuellen Corona-Bestimmungen machen es unmöglich, den Johannstädter Advent wie geplant stattfinden zu lassen. Lagerfeuertreffen, gemeinsames Basteln oder Backen sind passé. Die Veranstalter*innen tüfteln fleißig an Alternativen. Auch die Kreativität der einzelnen „Tür-Öffner*innen“ ist gefragt.

Anne Schikora hat in diesem Jahr die Organisation des Johannstädter Advents übernommen – gerade in diesem Jahr kein leichtes Unterfangen. Nachdem im Sommer und Herbst die Hoffnungen und Hygiene-Konzepte reiften, rückte der November-Lockdown kulturelle Veranstaltungen und größere Menschen-Versammlungen in weite Ferne.

Adventsgrüße über den Bildschirm

„Wir möchten den Menschen im Viertel trotzdem etwas bieten“, sagt Anne Schikora. Wie so vieles aus dem privaten und beruflichen Leben rückt der lebendige Johannstädter Adventskalender nach Möglichkeit ins Internet. Behelfsmäßig sollen Veranstaltungen am Bildschirm zuhause mitzuerleben sein.

Die beliebten großen Adventskalender-Plakate sind bereits gedruckt. In diesem Fall leider, denn sie sind durch etliche Absagen und Um-Planungen inaktuell. Anne Schikora möchte deshalb die einzelnen Veranstaltungen verstärkt im Internet bewerben. Da sie bereits unter www.johannstadt.de/advent eingestellt sind, können Videos, Fotos und Texte ersatzweise für eine reale Veranstaltung dort präsentiert werden.

Für Anne Schikora ist die Arbeit nicht weniger geworden. „Es steht immer noch nicht fest, welche Akteur*innen dabei sind und welche nicht.“ Planungssicherheit bleibt in diesen Zeiten ein unerreichbares Ziel. Umso mehr freue sie sich über Angebote, die den Kalender virtuell füllen.

Der Johannstädter Advent 2020 geht online

  • www.johannstadt.de/advent
  • Kontakt: advent@johannstadt.de

Johannstädter Advent: Das erste Türchen öffnet sich am Sonntag

eingestellt am 30.11.2019 von Philine Schlick, Headerbild: Jeden Adventstag eine neue Geselligkeit (Quelle: Philine Schlick)

Alle Jahre wieder … öffnet sich seit 2016 jeden Adventstag in der Johannstadt ein Türchen. Dieses Jahr leiht die 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“ die Scheiben ihres Foyers für die großformatige Bewerbung des Ereignisses aus.

Ein Adventskalender versüßt das Warten auf Weihnachten. Der Johannstädter Advent kann mehr als Schokolade: Seine 24 Türchen öffnen sich als Haustüren und gewähren einen Blick hinter die Kulissen des Viertels. Dieses Jahr wird die Aktion besonders groß-artig beworben.

Das Glasfoyer der 101. Oberschule verwandelt sich in einen Adventskalender mit 24 Türchen

Der Adventskalender ist Teil der Johannstadt

Knapp, aber noch rechtzeitig kam er, der Beschluss des Stadtteilbeirats zum Druck von 24 großformatigen Plakaten. Diese zieren nun die Scheiben des Foyers in der 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“. Die Idee ging von Schulleitung und Schüler*innen aus und konnte mit Fördergeldern des Verfügungsfonds Nördliche Johannstadt realisiert werden, die aufgrund des Abbruchs eines anderen Projektes zur Verfügung standen.

Das Motiv des Adventskalenders entwarf die 2017 die Künstlerin Grit Koalick.

„Die Organisation des Adventskalenders, der Druck des 2017 von Grit Koalick gestalteten bunten Kalenders sowie der Aushang in Geschäften und Einrichtungen des Stadtteils wird in diesem Jahr erstmals über den Stadtteilfonds gefördert, da sich die Angebote auf die gesamte Johannstadt und nicht nur auf das Soziale-Stadt-Gebiet ‚Nördliche Johannstadt‘ beziehen“, führt Matthias Kunert vom Quartiersmanagement aus.

Torsten Görg, der den Adventskalender seit zwei Jahren für den Stadtteilverein Johannstadt e.V. zusammenträgt, betont die Bedeutung des Adventskalenders im Stadtteil: „Der Adventskalender ist zu einem Teil der Johannstadt geworden.“ Das schließt er aus der regen Teilnahme. Erste Anfragen zur Mitgestaltung des „Johannstädter Advents“ erreichten ihn schon im März.

Fensterscheiben werden zu 24 Türchen

Eine weithin sichtbare Idee zur Bewerbung brachte die 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“ ein: An den Fensterscheiben des gläsernen Foyers kleben seit Freitag 24 großformatige Plakate. Sie stellen die 24 Türchen und ihre Aktionen vor: Vom Kerzenziehen bis zur Beobachtung des nächtlichen Winterhimmels. Der Schriftzug darüber wurde von Schüler*innen im Kunstunterricht gestaltet und weist auf den lebendigen Adventskalender im Viertel hin.

Bereits zum vierten Mal vermittelt er in der Adventszeit nachbarschaftliche Begegnungen, praktische Fähigkeiten, Zeit zum Innehalten und außergewöhnliche Erlebnisse. Zum Beispiel das Basteln einer umweltfreundlichen Computermaus.

Hier geht es zum Online-Adventskalender.

Hinweis der Redaktion: Der im Rahmen des Projektes „Online-Stadtteilmagazin“ erschienene Beitrag wurde nicht von der Landeshauptstadt Dresden bzw. dem Quartiersmanagement erstellt und gibt auch nicht die Meinung der Landeshauptstadt Dresden oder des Quartiersmanagements wieder. Für den Inhalt des Beitrags ist der/die Autor*in verantwortlich.