Wie gut wäre eine Welt ohne Internet?

eingestellt am 17.02.2026 von Nadine Kadic (Stadtteilredaktion), Headerbild: Zeichnung von Jillian Carla Mateo

Dieser Artikel ist in der Zeile 8 auf den Jugendseiten erschienen. Autorin: Anika, Klasse 7, Schülerzeitungs-Redakteurin beim Gymnasium Dresden-Johannstadt  

Eine Welt ohne Internet können sich die meisten Menschen wahrscheinlich nicht vorstellen, egal ob im Alltag, auf der Arbeit oder auch in der Schule. Das Internet wird heutzutage überall genutzt. Auch in meinem Alltag als Schülerin der Klassenstufe 7 ist das Internet nicht wegzudenken. Doch wie wäre die Welt ohne Internet? 

Eine Welt ohne Internet stelle ich mir besser vor. Anstatt über Handy zu schreiben, würden die Menschen deutlich mehr persönlich kommunizieren und Zeit miteinander verbringen. Zudem hätten sie mehr Zeit, herauszugehen, sich sportlich zu betätigen oder Sachen in der Natur zu unternehmen. Der Mensch würde deutlich gesünder leben, da er höchstwahrscheinlich Sport treiben oder mit anderen Menschen reden würde, anstatt herumzusitzen. Sport und Gespräche sind nicht nur gut für den Körper, sondern meiner Meinung nach auch gut für unsere Gesellschaft. 

Glaubst du mir nicht? Dann stell dir diese Situation vor: Ein gewöhnlicher Freitag- oder Samstagabend. Was machst du? Viele sagen „Filme oder Serien gucken“ oder ihre Antwort hat etwas anderes mit dem Internet zu tun.  

Jetzt stell dir vor, das Internet wird abgestellt.  

Was machst du jetzt? Vielleicht verbringst du einen Spieleabend mit Freunden oder der Familie? Oder du unternimmst einen gemütlichen Spaziergang mit Picknicken und Sonnenuntergang anschauen? 

Wie du merkst, sind dies Aktivitäten, die besser für dich sind. Und nicht nur für deinen Körper ist eine Welt ohne Internet besser, sondern auch für dein Gehirn. Unter dem hohen Medienkonsum leidet die Konzentrationsfähigkeit, was in der Schule zu vielen Nachteilen wie schlechten Noten führen kann. Außerdem hättest du ohne Internet mehr Zeit, dich auf Tests vorzubereiten oder Hausaufgaben zu machen. 

Es gibt viele Möglichkeiten, Zeit im Internet zu verbringen. Zum Beispiel Videospiele, die mit dem Internet verbunden sind. Ein sehr bekanntes Spiel ist Fortnite. Es wird online mit Freunden gespielt. In dem Spiel geht es vor allem ums Kämpfen. Fördert dieses Spiel eurer Meinung nach die Kreativität oder lernt man aus so einem Spiel etwas? Meiner Meinung nach nicht. Ich finde eher, dass aggressives Verhalten ein wenig verstärkt wird.  

Doch es gibt auch viele Nachteile, wenn das Internet ausgeschaltet wird. 

Zum einen macht es Spaß, im Internet zu surfen, Videospiele zu spielen und fernzuschauen. Auf diesen Spaß wollen viele Menschen nicht verzichten. Zudem kann die Zeit ganz ohne Internet leicht langweilig werden, auch wenn ich vieles genannt habe, was auch sehr spaßig ist. Obwohl man ein Buch lesen oder ein Hörbuch hören könnte, hat man manchmal einfach Lust, gar nichts zu machen, sich aufs Sofa zu schmeißen und ein wenig im Internet zu surfen.  

Machen wir weiter mit den Vorteilen des Internets. Das Internet ist ja nicht nur für den Spaß da, sondern auch ziemlich praktisch und wichtig für unsere Gesellschaft. Zum einen gäbe es ohne Internet kein WhatsApp, kein Signal und keine anderen Kommunikationsplattformen. Das heißt, man könnte keine schnellen Nachrichten schreiben oder jemanden kostenlos anrufen. Super aufwendig und für die meisten Menschen nicht vorstellbar. Zum anderen gäbe es ohne Internet auch keine Suchmaschinen wie Google, Ecosia oder DuckDuckGo. Man könnte nichts im Internet recherchieren, sondern müsste in Büchern oder Ähnlichem suchen. Auch das wäre sehr aufwendig und nicht gerade praktisch. Und wenn man es so nimmt, bestehen Bücher aus Holz von Bäumen, was heißt, dass Bücher eher schlecht für die Umwelt sind, da für ihre Herstellung mehr Bäume gefällt werden müssen. Da ist das Internet eine umweltfreundlichere Variante. 

Unsere Welt wäre weniger entwickelt, ohne Internet. 

Ohne das Internet wäre unsere Welt nicht so fortgeschritten und modern, wie sie jetzt ist. In vielen Jobs braucht es das Internet, darunter Bereiche, die Maschinen entwickeln oder Sachen bauen.  

Vieles, was wir heute kennen, würde es ohne das Internet nicht geben, weil es nicht entwickelt werden könnte.  

Auch spielt das Internet in der Schule eine große Rolle. Wenn man zum Beispiel einen Vortrag halten muss, ist es sehr praktisch, im Internet recherchieren zu können. Außerdem werden zum Beispiel auch Schulbücher gegen Tablets getauscht, wo wir wieder bei der Sache mit den Büchern wären. Auch Kreidetafeln werden durch digitale Tafeln oder Bildschirme ausgetauscht. 

Uns begegnet so gut wie überall das Internet. Und im Laufe der Zeit wird es wahrscheinlich sogar noch mehr genutzt. 

Fazit: Das Internet ist wichtig für unsere Welt. 

Halten wir fest, dass eine Welt ohne Internet machbar und gut für dich und deinen Körper wäre, doch im Allgemeinen wäre so eine Welt nicht unbedingt besser. Ich finde, dass das Internet notwendig für unsere Welt ist, auch wenn ich trotzdem der Meinung bin, dass es hauptsächlich für wichtige Dinge genutzt werden sollte und nicht für zu viele Videospiele, fürs Fernsehen gucken, für soziale Medien oder für sinnloses Surfen im Internet. 

Vielleicht ist jetzt auch für dich ein guter Moment gekommen, auf deinen Medienkonsum zu achten und ihn zu verringern. Natürlich sollst du nicht ganz auf das Internet verzichten, sondern es bewusst nutzen. Mal einen Film zu gucken, ist natürlich kein Problem und auch nicht schädlich für dich. 

Von Anika, Klasse 7, Schülerzeitungs-Redakteurin beim Gymnasium Dresden-Johannstadt  

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Ostern wird “Johannissimo” – die zweite Ausgabe der Schülerzeitung des Gymnasium Johannstadt kommt

eingestellt am 22.03.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Das Cover von "Johannissimo" und Einblicke in das Online-Interview. Quelle: L. Schäfer

Mit der Schülerzeitung “Johannissimo” ist am Gymnasium Johannstadt trotz Lockdown ein Projekt erfolgreich weitergelaufen, das Schüler*innen eine Stimme gibt. Die wöchentlichen “Redaktionssitzungen” fanden online statt. Die zweite Ausgabe erscheint als Lektüre für die Osterferien.

Drei Monate war das neu gegründete Gymnasium Johannstadt geöffnet, dann musste es wegen der Pandemie die Pforten wieder schließen. Ein schwerer Start mit wenig Kontakt zwischen Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen. “Es war ein krasses Jahr”, resümiert die Schulleiterin Sonja Hannemann.

Ein Lichtblick in dieser Zeit war das erfolgreiche Ganztages-Angebot “Johannissimo”. Es ist die Schülerzeitung des Gymnasiums Johannstadt, dessen erste Ausgabe kurz vor Weihnachten erschien. “Nach nur fünf Wochen! Ich war komplett baff”, staunt die Leiterin immer noch.

Beim Online-Meeting. Quelle: Gymnasium Johannstadt

Alle sind dabei geblieben

Unter der Anleitung der Medienprofis Sandra Heuschmidt und Lutz Schäfer gestalteten ein Dutzend interessierte Grundschüler*innen ihre eigene Zeitung. Mit Computerspielrezensionen, Lesetipps und nachdenklichen Texten. Normalerweise würden die Treffen einmal in der Woche nachmittags in der Schule stattfinden – so lief alles über den Bildschirm. Und mit Erfolg.

“Alle Schüler sind dabei geblieben”, berichtet Lutz Schäfer lächelnd. “Und wir haben alles, was wir angefangen haben, fertig bekommen. Das ist ungewöhnlich.” Der Medienstratege bietet gemeinsam mit seiner Kollegin Sandra Heuschmidt Ganztagsangebote in Sachen Medienkompetenz an verschiedenen Dresdner Schulen an. Kurz nach der Neugründung kam man mit dem Gymnasium Johannstadt in Kontakt.

Beim Online-Meeting. Quelle: Gymnasium Johannstadt

Ein Geschenk des Himmels

“Zum Inhalt geben wir den Kindern keine Vorgaben”, sagt Sandra Heuschmidt. “Wir fragen: Für was interessiert ihr euch? Was geht in euch vor? Dann helfen wir bei der Umsetzung.” Entstanden ist ein buntes Magazin, dessen erste Ausgabe die Schüler*innen mit in die Weihnachtszeit nehmen konnten. Ein großes Geschenk, ein dicker Erfolg in einer Zeit, in der viel abverlangt wurde und wenig Ausgleich in Spiel und Begegnung erfolgen konnte.

“Johannissimo” hat eine Brücke geschlagen und den jungen Autor*innen die Möglichkeit zur Teilhabe gegeben, berichten die Leiter*innen. “In manchen Kindern sind ganz neue Seiten wach geworden”, hat Sonja Hannemann beobachtet. Während der Lockdown an vielen Stellen dämpfend wirkte, hat er an anderen verborgene Talente offenbart. Die Zeitung war für die zwölf Kinder der AG eine Möglichkeit, gesehen zu werden und zu gestalten: “Ein echtes Geschenk des Himmels.”

Möglichkeit zur Teilhabe

Kurz vor Ostern wird die zweite Ausgabe von “Johannissimo” erscheinen. Wieder ein selbst gestaltetes Werk, das die Macher*innen ihren Mitschüler*innen stolz mit nach Hause geben können.

Die Zeitung steht passwortgeschützt auch auf der Webseite des Gymasiums zur Verfügung. Für eine größere Verbreitung muss noch an Konzept und rechtlichen Grundlagen gefeilt werden. “Obwohl wir sehr überrascht waren, wie präsent den Schüler*innen das Thema Urheberrechte war”, sagt Lutz Schäfer.

Die Perspektiven für “Johannissimo” sind offen: “Wir wollen die Möglichkeit nutzen, uns mit der Johannstadt zu vernetzen und mehr über den Stadtteil zu erfahren, in dem wir lernen.” Die Schülerzeitung sei eine wunderbare Möglichkeit zur Teilhabe und habe enormes Potential, ist sich Sonja Hannemann sicher.

Die Johannstadt erkunden

“Wir möchten noch mehr Projekte angehen.” So gebe es die Möglichkeit, mit Schüler*innen ein Denkmal im Stadtteil zu betreuen oder bei Spaziergängen Senior*innen zu begegnen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Corona-Situation sich entschärft.

“Zu Weihnachten haben sich unsere Schülerinnen und Schüler an einer Postkarten-Aktion beteiligt und an die umliegenden Senior*innenheime geschrieben”, erzählt die Schulleiterin.

Nicht nur im Viertel, auch in der Schule ist die Mitgestaltung der Kinder gefragt. Zu einem Wettbewerb zur Gestaltung des Lichthofes gingen zahlreiche Vorschläge zu Möbeln und Einrichtung ein, die man berücksichtigen werde. Das Gymnasium Johannstadt kommt an im Viertel – entgegen aller Widrigkeiten.

Gymnasium Johannstadt