Werbung für Rücksichtnahme auf dem Radweg

eingestellt am 23.09.2020 von Philine Schlick (Stadtteilredaktion), Headerbild: Ein eigens für die Stadt Dresden entworfenes Piktogramm wirbt am Fährgarten für Rücksichtnahme. Foto: Philine Schlick

Die Landeshauptstadt Dresden wirbt mit dem neuen Piktogramm „Rücksicht macht Wege breit“ für ein achtsames Miteinander von Radfahrern und Fußgängern.  Es ist kein amtliches Verkehrszeichen, sondern eine eigens für Dresden entwickelte Darstellung. Das 1,50 Meter mal 2 Meter große Piktogramm wird an mehreren Engstellen auf dem Elbradweg aufgesprüht, unter anderem am Fährgarten Johannstadt.

Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain erläutert die Idee dahinter: „Dort, wo viele Fußgänger und Radfahrer zusammen auf Wegen unterwegs sind, wird es öfter mal eng und es treten Konflikte auf. Auf dem Elbradweg gibt es mehrere solcher Stellen.“ Als Beispiel führt er den Fährgarten in der Johannstadt an.

Am Fährgarten ist es auf dem Elberadweg besonders eng. Foto: Philine Schlick
Am Fährgarten ist es auf dem Elberadweg besonders eng. Foto: Philine Schlick

Dort begegneten sich viele Nutzer*innen des Elbradweges – zu Fuß, per Fahrrad, auch per Inlineskates, Boards, E-Scooter, mit und ohne Kinder oder mit Hunden. Zudem kreuzen Passagiere der Fähre, Passanten laufen zum und vom Spielplatz und Biergarten, so Schmidt-Lamontain.

„Für eine Trennung nach Verkehrsmitteln oder eine richtungsbezogene Aufteilung fehlt der Platz. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme lassen sich Konfliktsituationen allerdings vermeiden. Darauf macht unser neues Piktogramm aufmerksam.“

Auf der Baustelle Augustusbrücke hat die Stadtverwaltung bereits im Sommer 2019 eine Vorab-Version des Piktogramms auf dem Geh- und Radweg getestet und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch andere Städte mahnen mit Schildern und Piktogrammen zu mehr Rücksichtnahme zwischen Radfahrern und Fußgängern, wie beispielsweise Potsdam.