„Lieblingsplätze für alle“: Barrierefreiheit wird mit 380.000 Euro gefördert

eingestellt am 01.12.2020 von Philine Schlick, Headerbild: Symbolbild Barrierefreiheit. Quelle: Pixabay/kostenfrei/lizenzfrei

Kanten, Schwellen, Stufen und Rillen bedeuten für den Großteil der Menschen nur einen kleinen Schritt. Für Menschen mit Handicap allerdings können sie eine unüberwindbare Mauer sein. Der Freistaat fördert in Dresden mit 380.000 Euro „Lieblingsplätze für alle“. Die Bewerbung läuft noch bis 31. Dezember.

Um Menschen mit Behinderung den Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Plätzen zu erleichtern, will der Freistaat Sachsen die Landeshauptstadt Dresden im Jahr 2021 mit rund 380.000 Euro aus dem Programm „Lieblingsplätze für alle“ fördern.

Bis zu 25.000 Euro pro Projekt

Bis zum Ende des Jahres können Eigentümer*innen, Mieter*innen, Pächter*innen und Betreiber*innen, ihre Anträge stellen, um verschiedene Inklusion und Partizipation in ihren öffentlichen Einrichtungen umzusetzen.

Projekte im Kultur-, Freizeit-, Bildungs-, Gesundheits- und Gastronomiebereich, die zur Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben beitragen, können bis zu 25.000 Euro erhalten. Wann genau die Fördermittel vergeben werden, hängt vom Beschluss zum Haushalt durch den Sächsischen Landtag ab.

Zugänge für schaffen, Barrieren abbauen

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat das Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ 2014 ins Leben gerufen. Seitdem konnten durch die Fördergelder des Freistaates Sachsen die Barrieren in vielen Einrichtungen und Gebäuden sowie auf Plätzen reduziert werden. Diese können nun von allen Menschen als „Lieblingsplatz“ genutzt zu werden, denn barrierefreie Zugänge werden nicht nur von Rollstuhlfahrer*innen, sondern auch von Eltern mit Kinderwagen oder von Menschen mit Rollator genutzt.

Im Jahr 2020 erhielten 20 Anträge eine Förderzusage. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten jedoch nicht alle geplanten Projekte umgesetzt werden. Neben dem Einbau barrierefreier WC-Anlagen sowie barrierefreier Zugänge wurden auch technische Lösungen für Menschen mit Höreinschränkungen gefunden und gefördert.

So erhielt die Heilandskirche im Bereich der Kuppel einen besonderen Akustik-Putz. Nach umfangreichen Messungen war diese Variante die beste technische Lösung. In den letzten Jahren erhielten mehrere Friedhöfe im Stadtgebiet barrierefreie Toiletten, beispielsweise der Friedhof Gorbitz, der St.-Pauli-Friedhof und der Waldfriedhof Bad Weißer Hirsch.

Lieblingsplätze für alle

  • Förderanträge können bis 31. Dezember 2020 per Post, E-Mail oder Fax eingereicht werden
  • Dafür bitte dieses Formular nutzen: www.dresden.de/barrierefrei-bauen
  • Postadresse: Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Stadtplanungsamt, PF 12 00 20, 01001 Dresden
  • E-Mail: stadterneuerung@dresden.de
  • Fax: 0351-4883816