Dieses Gedicht ist in der Zeile 8 erschienen. Autorin: Antonia Mögebier Cöğür
Wie gern wär ich mal wieder Offline.
Ich scrolle und zoome, ich like und markiere,
ich chatte und streame, bestelle und kopiere.
Ich swipe und vergleiche, ich tippe und teile,
und klick mich durchs Leben, in die digitale Weite.
Wir sind ständig verbunden, erreichbar und vernetzt,
teilen Momente von Fremden, fühlen uns gefangen im Online-Netz.
5G klingt nach Nähe, nach Austausch in dieser großen, schnellen Welt,
Ist doch echte Nähe jener Wert, der uns zusammenhält.
Wie gern bin ich doch Offline.
Hier in der Johannstadt, da wird das Smartphone leise,
und die Natur um mich herum summt auf ihre ganz spezielle Weise.
Keinen Filter braucht‘s, um die Schönheit zu entdecken,
Öffne deine Sinne, nur so kannst du sie erkennen.
Ein Gespräch am Elbufer, ein Lächeln am Rand,
ein Kind, das rennt, Akkorde ertönen aus Nachbars Hand.
Die Johannstadt erklingt, so echt, so nah, so unverstellt,
und für einen Augenblick verstummt die Online-Welt.
Von Antonia Mögebier Cöğür
In eigener Sache:
Gefällt dir unsere Arbeit? Um weiterhin Wissenswertes, Hintergründe und Geschichten aus der Johannstadt berichten zu können, bitten wir dich um eine Spende. Jetzt direkt spenden: Online-Spende.
Hast du Lust Teil der Stadtteilredaktion Johannstadt zu werden und über dein Stadtviertel zu schreiben, Beiträge zu lektorieren oder uns organisatorisch zu unterstützen? Dann melde dich unter redaktion@johannstadt.de.
Immer auf dem aktuellen Stand sein. Abonniere unseren WhatsApp-Kanal! Besuche uns auf Instagram und Facebook!