Erste Maßnahme aus Dresdner Modellprojekt Smart City umgesetzt – Neue „cleema App“ ermöglicht den Klimaschutz vor Ort – mit NaJo-cleema-Challenges

eingestellt am 11.04.2023 von Andrea Schubert (Stadtteilverein), Headerbild: Grafik: www.cleema.de
Mit dem Modellprojekt Smart City will die Landeshauptstadt Dresden experimentelle und innovative Formate für die Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung untersuchen und modellhaft umsetzen. Dafür arbeitet sie gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden (TUD) an einer Smart-City-Strategie. Nachdem am 1. Januar 2022 der Start für das Modellprojekt Smart Cities im Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen der Landeshauptstadt Dresden erfolgt war, wurde nun mit der „cleema App“ die erste geförderte Maßnahme umgesetzt.

Das Dresdner Start-up cleema will Menschen in Dresden mit einer Handy-Applikation zu nachhaltigem Handeln bewegen – mit spielerischen Anreizen und leicht umsetzbaren Tipps für einen bewussteren Alltag. Die App ist seit Mitte Februar kostenfrei in den App-Stores erhältlich. Erste Nutzerinnen und Nutzer sind bereits in der App aktiv. Vielen ist die Vorgängerversion bekannt, die im letzten Jahr erfolgreich erprobt wurde. Die im Pilotbetrieb mit etwa 3.000 Teilnehmenden gesammelten Erkenntnisse stecken inzwischen in der neuen App.

Diese Anwendung bietet neben Quiz, News und Tipps die Möglichkeit, allein oder gemeinsam mit Freunden Challenges zu absolvieren und sich aktiv an lokalen Projekten zu beteiligen. Die Themen sind breit gefächert: von Energie und Mobilität über Naturschutz, Müll, Recycling, nachhaltigem Konsum bis hin zu Wissen und Gesellschaft. Mit dabei sind auch die Klima-Challenges des inzwischen abgeschlossenen Projektes “Nachhaltige Johannstadt 2025” des Stadtteilverein Johannstadt e. V.

Die App zahlt damit auf Nachhaltigkeits- und Klimaziele aus dem Klimaschutzkonzept und dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Landeshauptstadt Dresden ein.
Gemeinsam mit der Community tüftelt, entwickelt und testet das cleema-Team stetig weiter. Vor allem wegen dieses Beteiligungsgedankens passt die „cleema App“ sehr gut in das Modellprojekt Smart City Dresden.

Prof. Dr. Michael Breidung, Betriebsleiter des Eigenbetriebes IT-Dienstleistungen der Landeshauptstadt Dresden: „Als digitale Lösung soll auch die cleema App mithelfen, die Stadtentwicklung partizipativer zu gestalten. Das unterstützt unser Ziel, dass mit dem Smart-City-Projekt intelligente Quartiere mit höherer Lebensqualität, Beteiligung und Nachhaltigkeit entstehen sollen“. Die deutschen Smart Cities sollen in dem Zuge die Chancen von Informations- und Vernetzungstechnologien im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung nutzen.

Nach der Strategiephase startet demnächst die Umsetzungsphase: Das Modellprojekt Smart Cities teilt sich in zwei Phasen: die Strategiephase, die noch bis 30. Juni 2023 läuft und die Umsetzungsphase, in der zwischen 1. Juli 2023 und 31. Dezember 2026 konkrete Maßnahmen und Projekte realisiert und optimiert werden. In der aktuell laufenden Strategiephase stand bisher die Erstellung der Smart-City-Strategie im Fokus. Durch das Labor der Wissensarchitektur (Laboratory of Knowledge Architecture) an der Technischen Universität Dresden wurden Ziele definiert, wie ein smartes Dresden in Zukunft aussehen soll. Dazu führten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Interviews und Strategieworkshops durch und entwickelten so mit Beteiligung verschiedener städtischer Organisationseinheiten, externen Unterstützern und den Dresdner Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam Ideen, Inhalte und mögliche Lösungsansätze für die Smart-City-Strategie.

Das Modellprojekt Smart Cities wird gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen und den Projektträger Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

 

Hintergrund
Die cleema GmbH ging im Juni 2022 aus einem unternehmensübergreifenden Projekt der Landeshauptstadt Dresden, SachsenEnergie, Dresdner Verkehrsbetriebe und Ostsächsische Sparkasse Dresden hervor. Das fünfköpfige Gründerteam hat seitdem den erfolgreich erprobten Ansatz weiterentwickelt und ist nun mit einem eigenen Produkt auf dem Markt. Seit 2022 ist das Projekt cleema Teil des Modellprojektes Smart City Dresden, in dem die Entwicklerkosten für die Überarbeitung der bestehenden App durch Fördermittel des Projektes finanziert werden konnten.

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden

In eigener Sache: Dieser Artikel wurde verfasst durch die ehrenamtliche Stadtteilredaktion von johannstadt.de & die ZEILE. Sie haben auch Lust über die Johannstadt zu schreiben und Teil der Stadtteilredaktion zu werden oder die Redaktion organisatorisch zu unterstützen? Dann melden Sie sich unter redaktion@johannstadt.de.

Ladesäulen für den Parkplatz an der Waldschlößchenbrücke

eingestellt am 18.06.2021 von Philine Schlick, Headerbild: Foto: Philine Schlick

Die Zukunft stromert in die Johannstadt: Am Parkplatz Waldschlößchenbrücke hat die Sachsenenergie fünf Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufgestellt. Der Standort ist einer von vielen im Viertel und aufgrund seiner Lage besonders attraktiv. 

Ein Leser machte die Entdeckung: Auf dem Parkplatz an der Waldschlößchenbrücke rührt sich etwas. Elektro-Zapfsäulen wurden auf dem hinteren Teil installiert – fünf Stück an der Zahl. Es handelt sich um zwei Schnellladesäulen mit vier Ladepunkten und drei Ladesäulen mit sechs Ladepunkten für E-Fahrzeuge.

Dem Klimawandel begegnen

Bis 2022 sollen insgesamt 36 Ladepunkte in der Johannstadt verfügbar sein, gibt die Sachsenenergie Auskunft. Sie werden durch Fördermittel aus dem Programm DatenTanken finanziert. Das europäische Projekt “MAtchUp” unterstützt das Vorhaben durch wissenschaftliche Untersuchungen und neue Partnerangebote. Dresden gilt im Rahmen des international vernetzten Smart-City-Projekts als “Leuchtturmstadt” und soll für andere Städte wie Skopje (Mazedonien), Herzlia (Israel), Ostende (Belgien) und Kerava (Finnland) mit gutem Beispiel vorangehen.

 

“Innerhalb des Projektes geht es daher darum, intelligente, saubere Städte zu schaffen, die den Herausforderungen des Klimawandels begegnen können”, führt Nora Weinhold von Sachsenenergie aus. Auch die Ladesäulen am Bönischplatz sind mit der Unterstützung von “MatchUp” entstanden. Eine weitere Ladestation befindet sich am Fetscherplatz.

Laden für Gewerbe und Anwohnerschaft

Es ist geplant, dass die Ladesäulen am Parkplatz Waldschlößchenbrücke im dritten Quartal 2021 genutzt werden können.

“Der Standort an der Waldschlößchenbrücke ist sehr attraktiv, da er an einer zentralen Verkehrsachse liegt und die Lademöglichkeit gleichzeitig sowohl von Gewerbetreibenden als auch den Anwohnern gut erreicht und genutzt werden kann. Darüber hinaus ist dort die verlegte Stromnetz-Infrastruktur optimal, um die Ladesäulen zu betreiben”, erklärt Nora Weinhold.

Eine Stunde, so lässt das noch verhüllte Parkschild erahnen, darf ein Fahrzeug dort aufgeladen werden. Über den genauen Zeitpunkt der Eröffnung wird das Unternehmen noch informieren.

Blick auf die neuen Ladesäulen der Sachsenenergie. Foto: Philine Schlick