Nachrichten

Unterwasser-Begegnung zweier Künstlerinnen an der Elbe

Am Bücherregal entlang streifen und ein Buch, neugierig hervorgezogen, aufblättern, an Seiten hängenbleiben, die, willkürlich aufgeschlagen, in dem Moment genau Sinn machen. Manchmal geht es so und genau das Richtige kommt zu einem. Was zuerst kam – das Buch von Ingeborg Bachmann oder was davor war, weiß ich nicht mehr genau.
Es hat mit der markanten Skulptur zu tun, die am Grat des Uferwegs steht, wo die Wiesen beim Fährgarten übergehen in den schmalen Elbstrand. Mit ihr wird mehr als eine Geschichte erzählt. Namenlos, wie sie da steht, diese hohe Frauengestalt, wirft sie zu Lande und vom Wasser aus die Frage auf, wer sie denn sei und was sie im Sinn trage, die große Schreitende.

 

Wort oder Bild – wer erzählt zuerst seine Geschichte

In der Krise ist Zeit, wirklich wieder einmal zu lesen, eine Novelle, Erzähltext von nicht gleich nachvollziehbarer Geschichte, aber in einem Wortlaut, der ergreifend ist. Und einem Thema, das kraftvoll in tiefe Gewässer zieht. So kam es zur erstaunlichen Begegnung mit der verehrten Dichterin Ingeborg Bachmann, unerwartet und ausgerechnet in der Johannstadt.

Ich bin, wie häufig von meiner Johannstädter Wohnstatt aus, an der Elbe spazieren gewesen. Da ist, wie in Wiederholung einer häufig gerätselten Frage diese einzige Skulptur dort am Ufer, weithin hervorstehend, mir in den Weg getreten und hat den Anstoß versetzt, zu recherchieren, wenn es sich anders nicht auflösen lässt: Wer ist diese Frauengestalt, die, Haare raufend, ihre Mähne schüttelnd, himmelwärts gestikulierend oder kurz davor, wild einzutauchen in die Elbe, am Ufer steht oder geht?

Man ist ihr ohne Hinweis vor Ort direkt ausgesetzt. Es findet sich nicht wie so oft ein titelgebendes Täfelchen oder ein Name verzeichnet. Nur die 3,50m hohe Skulptur selbst, die nichts anderes tut, als da zu sein und sich in den Weg zu stellen, gestisch, energisch, rostverwittert, geheimnisträgerisch.

An ihrem Fuß ist ein Klappmechanismus angebracht, um sie bei flutendem Hochwasser umlegen zu können, dass kein Treibgut sich an ihr verfängt. Im Trockenen stehend, verfangen sich Aufschriften und Kritzeleien aus Kreide, was meint, dass sie es auf sich zieht, sich mit ihr auseinanderzusetzen.

 

Zuschreibungen, die sich auf der Skulptur verfangen                                 Foto: Anja Hilgert

Expressive künstlerische Zärtlichkeit

Mein Nachforschen ergibt, es handelt sich um das Werk der Dresdner Künstlerin Angela Hampel (*1956) mit dem Titel „Undine geht“.

Angela Hampel ist bekannt. Ihr künstlerisches Werk und engagierter Einsatz für Natur und Umwelt bis ins Politische hinein stehen für eine intensive Verbundenheit, die ihr bis heute ununterbrochen Anerkennung zukommen lässt.

Als Grafikerin vereint sie sinnlich starkes Einfühlungsvermögen und unerschrockene Expressivität in verschiedenen drucktechnischen Verfahren. Sie ist experimentell als Objektkünstlerin und ist Schöpferin zahlreicher Künstlerbücher für Literaten und Schriftstellerinnen. Eine Stärke Angela Hampels scheint zu sein, entscheidende Momente zu ergreifen und unmittelbar wirksam zu werden. So war sie Gründungskünstlerin der Dresdner Sezession 89. Zeit ihres Schaffens ist Angela Hampel deutlich eingetreten für eine weibliche Repräsentation in der Kunst.

Und Undine? Wer ist Undine? Warum will sie gehen? Gefällt es ihr nicht in der Johannstadt?

Beseelte Natur

Mit Undine (vgl. ital. l’onda, französisch l’onde: die Welle) gelangen wir in die Welt des Mythischen und Sagenhaften. Hier ist die Natur beseelt. Undinen sind Nymphen, weiblich jungfräuliche Elementarwesen in der Natur des Wassers. Ihr tänzerisch heiteres Spielen und Wirken verleiht dem Wasser seine Lebendigkeit.

Die Herkunft der Undinen liegt unergründlich in der magischen Tiefe des Ozeans, der sich in Flüssen und Seen fruchtbringend über das Land ergießt. Seinem natürlichen Element nach ist Wasser ewiges unaufhaltsames Fließen. Undinen als Geistwesen des Wassers gehören dem weiblich bezeichneten grenzenlos Naturhaften, Kreisenden, Träumenden, Unbewussten an.

Sie begleiten unter anderem als Gespielinnen Aphrodite oder Venus, Göttin der Liebe und der Schönheit, die auf Wellenschaumkronen aus dem Wasser an Land getragen wird.

Wo sie auftritt, sprießt und gedeiht und blüht es. Dafür muss Wasser über die Ufer treten, muss die Liebe an Land gehen und empfangen werden.

 

Silhouette einer Wassernymphe vor der Stadt am Elbufer                                Foto: Anja Hilgert

Das geheimnisvolle Leben der Wasserfrau

Eine Undine kann das in sich kreisende, immer wieder zum eigenen Ursprung rückkehrende Element des Wassers nur verlassen und selbst eine Seele und gegenwärtiges Leben erlangen, indem sie sich mit einem Menschen-Mann vereint.
Dazu muss sie, die aus dem Wasser stammt, an Land gehen und einen Mann finden, der ihrem unbändigen, freien, ungestümen, sich stets entwindenden Wesen die Treue hält. Einem Mann, der ihr untreu wird und sie verrät, bringt sie den Tod und sie selbst muss ins Wasser zurückkehren.

Dem Mythos nach kommt die Schöpfernatur in ihrem ewig nährenden Fluss ohne Anfang und Ende nur im schaffenden Geist der Formgebung zu wirklichem Halt und Gestalt und eigenem Erkennen. An ihm wacht sie auf. Zu ihr ist er hingezogen.
In der Vereinigung von Natur und Geist, Unbewusstem und wachendem Bewusstsein, Fülle und Fokus, Weiblichem und Männlichem, entsteht und pulsiert Leben. In dieser Begegnung, Reibung und diesem Spiel besteht das nie leer werdende Elixier sowohl der Liebe als auch der Kunst.

Kraft der eigenen Stimme bei Verstand bleiben

Eine Dichterin, der Kunst wie der Liebe bedingungslos hingegeben, hat der unter Wasser lebenden, sprachlosen Undine Stimmgewalt verliehen.
Ingeborg Bachmann (1926-1973) hat sich des Mythos’ aus der Innensicht der Wasserfrau angenommen: „Undine geht“ gehört zu ihren bekanntesten Erzählungen aus dem ersten Erzählband „Das dreißigste Jahr“ (1961).

Ihre Undine klagt, empört sich, bäumt sich auf, sträubt und verwehrt sich gegen Landgang und Begegnenmüssen mit dem beharrlich männlichen Wesen, den verschiedenen Männern, die sie in ihrem fließend flutenden Wesen nicht erkennen, nicht halten und ertragen, ihr nicht vertrauen und ihr entfliehen, ins Häusliche.

Ein Text, der es in sich hat, vor Aufschrei und Abrede über das Unwiderstehliche, Lust- und Leidvolle des Hingebens, in der Liebe wie der Kunst. Eindringlich wie ein Mantra über die permanente Nähe zum Scheitern und Verlorengehen als Elixier, es glücken zu lassen, in der Liebe, im künstlerischen Prozess. Beide sind, ihrer Natur nach unendlich, vergegenwärtigen sich in der Magie eines Moments.

In Dresden an Land gebracht

Angela Hampel, die in Dresden beheimatet und nicht gegangen, sondern da geblieben ist, hat sich in verschiedenen Werken dem Element Wasser gewidmet.
Die Arbeit der Undine, die 1998 als Gemeinschaftsprojekt an Rhein und Elbe entstanden ist, reicht an den Mythos heran und nimmt über den Titel hinaus Bezug auf Ingeborg Bachmanns Erzählung und die unerbittliche Thematik des elementar Weiblichen.

Die eine, „Undine geht“ steht hoch aufragend am Johannstädter Ufer und bildet, stadteinwärts blickend, ihr Profil vor der Dresdner Stadtsilhouette ab.
Ihr Pendant, „Undine kommt“ ist in Pieschen aufgestellt, ursprünglich an der Hafenmole, doch zum Bau der Fahrradbrücke umgezogen ans Ufer zu deren Fuße.
Beide verbindet der Fluss der Elbe.

Angela Hampel hat für ihre Undinen das überdauernde, wetterfeste und robuste Material des Baustahls gewählt und seiner übermannshohen Fläche einen filigranen Schnitt  verliehen. Die Figur, in weicher Linie eines weiblich konturierten Körpers, passt sich in ihrer Überlebensgröße dem Landschaftsrahmen an und vermag mit der Weite des Flusses zu sprechen.

Kommen und Gehen sind ein Wellenschlag

Vor dem Sprung zurück in die Strömung          Foto: Anja Hilgert

Undine geht von der Johannstadt aus mit der Strömung des Flusses. Sich treiben lassen, flussabwärts, das Wasser trägt, von der Quelle aus leicht und fließend. Um wieder zu kommen, muss sie gegen den Strom aus dem Wasser steigen. Es ist ein Moment von Kampf und geht beschwerlich gegen den Widerstand des Wassers. Alle Kraft muss von ihr ausgehen. Was, wenn das Ufer anders bereit wäre?

Der Ruf der Undinen, zu dessen Repertoir der betörende Gesang der Sirenen zählt, der Odysseus nahezu den Verstand gekostet hätte, legt sich lockend über die Wasser. Der weiche, wellenartige, rhythmisch wogende Gesang erklingt, wenn die Liebe im Begriff ist zu landen.

Ein Kunstwerk magischen Wissens hat diese Entdeckung beschert.
Manchmal stößt man auf eigentümliche Dinge und ohne zu wissen, was sie bedeuten, folgt man ihrer Spur. Dann ist wieder einmal Zeit, an sich selbst aufzuwachen und die Fließrichtung neu auszumachen.

 

 

Aktuelle Ausstellung von Angela Hampel in Dresden:

https://www.artundform.de/angela-hampel-sei-dennoch-unverzagt.html

 

Weiterführende Hinweise:

http://www.angelahampel.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Hampel

Datenschutzerklärung

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung. Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Cookies

Die Internetseiten verwenden teilweise sogenannte Cookies. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Andere Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Diese Cookies ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

Kontaktformular

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Matomo (ehemals Piwik)

Diese Website benutzt den Open Source Webanalysedienst Matomo. Matomo verwendet Cookies (siehe Absatz Cookies), die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über die Benutzung dieser Website werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können.

Wenn Sie mit der Speicherung und Nutzung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, können Sie die Speicherung und Nutzung hier deaktivieren. In diesem Fall wird in Ihrem Browser ein Opt-out-Cookie hinterlegt der verhindert, dass Matomo Nutzungsdaten speichert. Wenn Sie Ihre Cookies löschen, hat dies zur Folge, dass auch das Matomo Opt-out-Cookie gelöscht wird. Das Opt-out muss bei einem erneuten Besuch unserer Seite wieder aktiviert werden.

Server-Log-Files

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in sogenannten Server-Log Files, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

  • Browsertyp und Browserversion
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL
  • Hostname des zugreifenden Rechners
  • Uhrzeit der Serveranfrage

Diese Daten sind nicht bestimmten Personen zuordenbar. Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen. Wir behalten uns vor, diese Daten nachträglich zu prüfen, wenn uns konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Nutzung bekannt werden.

SSL-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel der Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

Twingle

Diese Website nutzt das Spendenformular der twingle GmbH, Prinzenallee 74, 13357 Berlin. Die twingle GmbH stellt für dieses Spendenformular die technische Plattform für den Spendenvorgang zur Verfügung. Die von Ihnen bei der Spende eingegebenen Daten (z.B. Adresse, Bankverbindung etc.) werden von twingle lediglich zur Abwicklung der Spende auf Servern in Deutschland gespeichert.
Wir haben mit twingle einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen und setzen bei der Nutzung des Spendenformulars von twingle die strengen Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung und der deutschen Datenschutzbehörden vollständig um. Die Übermittlung Ihrer Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 a DSGVO (Einwilligung) und Art. 6 Abs. 1 b DSGVO (Verarbeitung zur Erfüllung eines Vertrags). Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus.

Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten bei Spenden

Bei einer Spende erheben und verwenden wir Ihre personenbezogenen Daten nur, soweit dies zur Erfüllung und Abwicklung Ihrer Spende sowie ggf. zur Bearbeitung Ihrer Anfragen erforderlich ist. Die Bereitstellung der Daten ist für die Abwicklung des Spendenvorgangs erforderlich. Eine Nichtbereitstellung hat zur Folge, dass Ihre Spende nicht empfangen werden kann. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage des Art. 6 (1) b DSGVO und ist für Abwicklung der Spende erforderlich. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung erfolgt nicht. Ausgenommen hiervon sind lediglich unsere Dienstleistungspartner, die wir zur Abwicklung der Spende benötigen oder Dienstleister derer wir uns im Rahmen einer Auftragsverarbeitung bedienen. Neben den in den jeweiligen Klauseln dieser Datenschutzerklärung benannten Empfängern sind dies beispielsweise Empfänger folgender Kategorien: Zahlungsdienstleister, Dienstleister für den Versand der Spendenbescheinigung. In allen Fällen beachten wir strikt die gesetzlichen Vorgaben. Der Umfang der Datenübermittlung beschränkt sich auf ein Mindestmaß. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus

Recht auf Auskunft, Löschung, Sperrung

Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.

Widerspruch Werbe-Mails

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-E-Mails, vor.

Quellen: https://www.e-recht24.de, twingle GmbH 

1. Benutzerkonten Stadtteilplattform johannstadt.de

  • Der Stadtteilverein1 stellt dem/der Zugangsberechtigten2 ein Benutzerkonto (Log-in und Passwort) zur Internetplattform www.johannstadt.de zur Verfügung, der es diesem ermöglicht, eigenständig Texte und Bilder auf der Onlineplattform zu veröffentlichen.
    • Der Zugang ist personengebunden und nicht übertragbar.
    • Das Erscheinungsbild (Anzeigename über Beiträgen) wird so dargestellt:

      „Vorname Name (ggf. Projekt- bzw. Organisations-/Einrichtungsname)“

  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, dass vom Stadtteilverein zur Verfügung gestellte Passwort zu ändern und die Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich das Passwort in regelmäßigen Abständen (Empfehlung: alle zwei Jahre, mindestens 10 Zeichen – Ziffern, Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen) zu ersetzen, um den unbefugten Zugriff durch Dritte zu erschweren.
  • Der Stadtteilverein behält sich vor die Log-in-Methode zu ändern bzw. zu erweitern, z. B. durch Einführung einer Zwei-Faktor-Anmeldung.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, keine illegalen, anstößigen oder diskriminierenden Inhalte zu veröffentlichen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte versichert insbesondere, keine Inhalte zu veröffentlichen, mit denen Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte, Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden.
  • Vor dem Einstellen von Informationen Dritter bzw. der Einräumung erweiterter Zugriffsbefugnisse an Dritte sorgt der/die Zugangsberechtigte für den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zur Übertragung von Nutzungsrechten.
  • Beim Hochladen von Mediendateien sorgt der/die Zugangsberechtigte für eine urheberrechtskonforme Quellenangabe durch einen entsprechenden Eintrag in das Feld „Untertitel“ in der Mediathek.
  • Der/Die Zugangsberechtigte sorgt selbständig für die Aktualisierung der veröffentlichten Informationen im Falle von Änderungen sowie für das Löschen nicht mehr benötigter Daten (Bilder, Dokumente, Texte) von der Plattform (Seiten/Beiträge/Mediathek).
  • Bei Benutzerkonten, die zwei Jahre oder länger nicht genutzt wurden, werden die Zugangsberechtigten von den Webseitenadministratoren angeschrieben. Erfolgt darauf keine Reaktion oder die in den Zugangsdaten hinterlegte E-Mail-Adresse ist nicht mehr erreichbar, wird das entsprechende Benutzerkonto gelöscht. Vorher wird jedoch geprüft, ob von dem Benutzerkonto Beiträge und/oder Seiten erstellt wurden. Diese werden vor der Löschung auf ein anderes, im Zugriff des Stadtteilvereins befindliches Benutzerkonto übertragen.

2. Einstellen und Veröffentlichen von Beiträgen nach Berechtigungsgruppen

  • Der Stadtteilverein teilt Zugangsberechtigte in Berechtigungsgruppen, Rollen genannt, ein.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins redaktionelle Beiträge erstellen, wird die Rolle „Redakteur“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für sich selbst und/oder im Auftrag einer Einrichtung, eines Vereins oder sonstigen Organisation redaktionelle Beiträge verfassen, wird die Rolle „Autor“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins arbeiten und Inhalte der Webseite auf Fehler (Rechtschreibung, Grammatik, Syntax), inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Kriterien, die in den Punkten 3., 4. und 5., inklusive Unterpunkten, Erwähnung finden, überprüfen und ggf. korrigierend eingreifen, wird die Rolle „Administrator“ zugewiesen. Weitere Rechte und Pflichten der Rolle „Administrator“ werden hier nicht aufgeführt, da diese i. d. R. Gegenstand separater Vereinbarungen, z. B. Arbeits- und/oder Honorarverträge,  mit dem Stadtteilverein sind.
  • Rolle „Redakteur“
    • Redaktionelle Beiträge können ohne Freigabeprüfung veröffentlicht werden.
    • Vor dem Veröffentlichen redaktioneller Beiträge empfiehlt es sich jedoch diese von Mitgliedern der Stadtteilredaktion und/oder Administratoren auf (inhaltliche) Fehler überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen.
  • Rolle „Autor“
    • Redaktionelle Beiträge können nur verfasst und müssen zur Überprüfung eingereicht werden (automatisch bei Klick auf „Zur Überprüfung einreichen“).
    • Unter dem Beitrag ist der Vermerk „Verantwortlich im Sinne der Pressearbeit“ (V. i. S. d. P.) mit folgenden Angaben verpflichtend:

      – bei natürlichen Personen: Vorname Nachname

      – bei juristischen Personen: Vollständiger Name des Autors/der Autorin, vollständiger Name der Trägerorganisation ggf. mit Link zur Homepage, (namentliche Nennung der vertretungsberechtigten Person(en))
    • Jedem redaktionellem Beitrag wird (automatisch) ein Hinweistext, dass es sich um einen Beitrag Dritter handelt (und um diesen von Beiträgen der Stadtteilredaktion bzw. des Stadtteilvereins zu unterscheiden), hinzugefügt. Der Hinweistext kann vor, inmitten und/oder am Ende des Beitrags erscheinen.

3. Anforderungen für das Hochladen von Dateien

  • Vor dem Hochladen von Dateien müssen diese für die Darstellung auf der Webseite angepasst werden. Eine Anpassung auf der Webseite ist nur eingeschränkt möglich.
    • Bilder
      • Bilder können standardmäßig nur in Dateiformaten JPG, JPEG, WebP, PNG, GIF und ICO dargestellt werden. Die Formate GIF und ICO sind für diese Seite belanglos.
      • Bilder sollten im Querformat, optimal 16:9, zum Einsatz kommen.
      • Die Speichergröße eines Bildes sollte nicht mehr als 1 MB betragen.
      • Die Bilder sollten nicht größer als 2500 Pixel (lange Bildseite) sein.
    • Dokumente
      • Dokumente können in den Dateiformaten DOCX, ODT, PPTX, XLXS und PDF verarbeitet werden.
      • Vor dem Hochladen sollten diese auf barrierefreie Zugänglichkeit geprüft und entsprechend korrigiert werden. Alle bekannten Office-Programme verfügen über entsprechende Assistenzsoftware, die Fehler anzeigen kann und Korrekturvorschläge anbietet.
  • Nach dem Hochladen von Bildern sollten diese in der Mediathek beschriftet werden.
    • Die Beschreibung für Blinde und Sehschwache gehört in das Feld „Alternativer Text“.
    • In das Feld „Untertitel“ sind die Bildbezeichnung sowie die Bildquellenangabe zu schreiben.
    • Inhalte, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, müssen als solche gut sichtbar und verständlich ausgewiesen werden.

4. Kommentare

  • Kommentare werden grundsätzlich moderiert und erst nach Prüfung auf inhaltliche Relevanz sowie Einhaltung unserer Netiquette freigeschaltet.
  • Das Einfügen von Verlinkungen auf Drittseiten in den Kommentaren sollte unterbleiben, da diese automatisch als Spam abgewiesen werden.

5. Text- und Bildeinsendungen

  • Texte, z. B. für Gastbeiträge3, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte4 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Texte entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Texte keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Bilder, z. B. für Foto der Woche, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte5 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Bilder entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Bilder keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Die eingesendeten Bilder dürfen weder gewaltverherrlichende, pornografische noch anderweitig schockierende Inhalte aufweisen.
  • Durch das Zusenden von Texten und Bildern, über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de), wird dem Stadtteilverein automatisch ein Einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht nach der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0 eingeräumt.
  • Es werden keine Entgelte für Veröffentlichungen gezahlt.
  • Es besteht kein Anrecht auf Veröffentlichung.
  • Bei Nichtveröffentlichung werden die mitgeteilten Daten unverzüglich und datenschutzkonform gelöscht.
  • Die Veröffentlichung kann jederzeit widerrufen werden, durch eine formlose Mitteilung per E-Mail an stadtteilverein@johannstadt.de.

6. Preise/Werbeeinnahmen

  • Die Nutzung dieser Webseite ist kostenfrei. Sie können jedoch sehr gern spenden (Link zur Spendenseite).
  • Werbung auf johannstadt.de: Interessierte lokale gewerbliche Akteure können per E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) unverbindlich die aktuelle Preisliste und Mediadaten anfordern.

Fußnoten:

  1. Der Stadtteilverein Johannstadt e. V. ist Träger der Webseite www.johannstadt.de und wird der Einfachheit halber nur Stadtteilverein benannt. ↩︎
  2. Zugangsberechtige sind Mitarbeiter*innen des Stadtteilvereins, Redakteur*innen der Stadtteilredaktion sowie Dritte, die in der Dresdner Johannstadt gemeinwohlorientierte Veranstaltungen durchführen und/oder andere gemeinwohlorientierte Angebote vorhalten. ↩︎
  3. Bezieht sich auch auf Angebotsdarstellungen gemeinnütziger sowie gewerblicher Akteure, die in der Johannstadt aktiv bzw. niedergelassen sind. ↩︎
  4. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎
  5. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎

Stand: 06/2026