Noch können Johannstädter kühle Orte in die Karte selber eingetragen werden
Dresden erlebt aktuell die nächste Hitzewelle dieses Sommers mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Wohl dem, der ein kühles Plätzchen kennt, an dem es sich aushalten lässt. Im Rahmen der „Kühle-Orte-Kampagne“ hat die Landeshauptstadt Dresden genau solche Orte gesammelt – und die Dresdnerinnen und Dresdner haben fleißig Vorschläge geliefert. So sind über 50 zusammengekommen, darunter Museen, Friedhöfe, die Heide und der Botanische Garten. Die Agentur GreenAdapt (Gesellschaft für Klimaanpassung mbH) hat die eingereichten Orte anschließend geprüft.
Das Ergebnis ist eine öffentliche Kühle-Orte-Karte, die online unter www.dresden.de/kuehle-orte zu finden ist. Erfasst sind Orte und Einrichtungen im Freien, in Gebäuden und am Wasser, an denen es sich an heißen Tagen deutlich kühler als in der Umgebung anfühlt. Sie werden derzeit durch das Amt für Geodaten und Kataster in den Themenstadtplan der Landeshauptstadt Dresden eingetragen und erleichtern künftig die Suche nach angenehmen Aufenthaltsorten an heißen Tagen.
Die Karte ist eine Hilfestellung und soll Rückzugs- und Erholungsorte ins Bewusstsein der Dresdnerinnen und Dresdner rücken. Einige der kühlen Orte sind nur zu bestimmten (Öffnungs-)Zeiten erreichbar. Auch hier hilft die Karte, die fortlaufend aktualisiert werden soll und den Hitzeaktionsplan der Stadt ergänzt.
Auf der Karte befinden sich auch jetzt schon Sommerangebote wie die zwei mobilen Trinkwasserbrunnen mit Nebeldüsen in der Altstadt und der Neustadt, die lebendige Seestraße und Pfarrgasse oder die offene Schulfreifläche des Gymnasiums Dresden-Plauen. Es sind auch Stellen eingezeichnet, wo es kostenloses Trinkwasser zum Nachfüllen (engl. „refill“) gibt. Diese Stationen sind an dem Refill-Signet mit blauem Tropfen zu erkennen.
Finanziert wird die Aktion durch das europäische Projekt Time2Adapt.
Hintergrund:
In Dresden nimmt die Zahl der sehr heißen Tage deutlich zu. In diesem Sommer wurden bereits jetzt die Hitzerekorde gleich reihenweise gebrochen, es ging hoch bis 40 Grad. Auch sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, sind keine Ausnahme mehr. Eine körperliche Erholung in der Nacht ist dann nur noch eingeschränkt möglich.
Hitze stellt den menschlichen Organismus vor Herausforderungen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sich mehrere heiße Tage und Nächte in „Hitzewellen“ aneinanderreihen. Ältere oder chronisch kranke Menschen, Schwangere und Säuglinge sowie Obdachlose können besonders stark von dieser Belastung betroffen sein. Laut der letzten kommunalen Bürgerumfrage fühlt sich jeder fünfte Dresdner durch Hitze stark oder sehr stark beeinträchtigt.
Weitere Informationen:
www.dresden.de/hitzeportal
www.dresden.de/kuehle-orte
www.dresden.de/eu-projekte
www.dresden.de/klimaanpassung
Quelle: Pressemitteilung Landeshauptstadt Dresden
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