Nachrichten

„Frauentag – wann ist der denn?“ – Auf Stimmenfang in der Johannstadt

Beitrag von Anja Hilgert und Philine Schlick

Am 8. März ist Frauentag. Wir wollten wissen, was Frauen im Stadtteil an diesem Tag bewegt, sind auf die Straße gegangen und haben an Knotenpunkten des Stadtviertels Passant*innen gefragt: Was machen Sie am Frauentag? Und: Was bedeutet Ihnen der Frauentag?

„Frauentag?“, sagt eine Gruppe Tagesmütter erstaunt. „Das hätte ich nicht gewusst. Wir würden den nicht begehen. Das ist anders beim Männertag, der ist etablierter. Aber der Frauentag geht an uns vorüber.“ Also heißt das allein für sich betrachtet ohne Wert, wenig auffällig, lautlos leise sogar, nicht wahrgenommen und nur der Logik nach existent, im Vergleich zum männlichen Namensvettertag? Auch eine junge Frau mit bunt geflochtenen Rastas muss gestehen: „Ich denke nicht darüber nach. Ich weiß nicht, was das ist.“

Kein schlechter Anfang, denken wir uns, nach über 100 Jahren Tradition des als Frauenkampftag in die Kalender eingegangenen Datums. Immer am 8.März ist das, alljährlich seit über einem Jahrhundert: Zum Internationalen Frauentag, auch Weltfrauentag, demonstrieren und zeigen sich Frauen über den ganzen Globus mit Veranstaltungen, Aktionen und Bündnissen für Frauenrechte, rufen Frauenorganisationen weltweit Missstände in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Frauentag an nur einem Tag im Jahr?

In seiner Bedingungslosigkeit, Überzeugungskraft und Wirksamkeit und damit in seiner Freude ist ein sich selbst frei setzender Wille zu selbstbestimmtem Leben unvergleichlich und nicht zu bremsen. Davon zeugen Frauenrechtlerinnen auf der ganzen Welt mit beispiellosem Einsatz.

Vielleicht können Menschen, die in den angeprangerten Strukturen feststecken und den angestammten Pol unbewegt lassen, davon wirklich nichts ahnen. Also sei mit Nachsicht betrachtet, wenn selbst junge 30jährige irritationslos an der Bewusstlosigkeit alter patriarchaler Muster festhalten.

Überraschend dennoch, dem an diesem Johannstädter Morgen live vor Ort zu begegnen. Ein junger Mann führt aus: „Frauentag – wann ist der denn? Wahrscheinlich gab es zuerst den Männertag und dann dachten die Frauen, das ist ja ungerecht, wir wollen auch einen Tag. Wenn sie sich mit Schnittblumen zufrieden geben … Zum Männertag betrinken sich alle gemeinsam – so ein kollektiver Rausch in der Natur ist schöner als Schnittblumen. Sie könnten ja ihren eigenen Tag gestalten. Schön raus mit Sekt und Selters und einem Cabrio. Männer sollten ausgeladen werden. Das gäbe ein selbstbewusstes Bild. Aber es bleibt den Frauen überlassen, sich das zu erkämpfen.“

Da stehen wir verblüfft auf der Straße.

Was denken Menschen in der Johannstadt über den Frauentage, haben wir uns gefragt. Foto: Philine Schlick

Der Blick in die Arbeitswelt genügt

Ein Blick in die heutige Arbeitswelt genügt, um sich zu überzeugen: Kennt sie hier keiner, die Forderung nach Chancengleichheit, gleichem Lohn für gleiche Arbeit, Anerkennung der Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeiten, nach besserer Bezahlung und mehr Personal in der Care-Arbeit und nach einem Ende von verletzenden Witzen, Kommentaren, Übergriffen, sexualisierter Unterdrückung und körperlicher Gewalt an Frauen und Mädchen?

Drei junge Frauen, die an der Hauswand stehen, vor der Arbeit noch eine zusammen rauchen, fragen wir auch. Eine, die für alle spricht, fasst schnell zusammen, was der Frauentag bedeutet für sie alle drei: „Bringing flowers, chocolate or going to a restaurant. With girlfriends or boyfriends. We celebrate our day together.“ Die anderen beiden nicken bekräftigend.

Wir wollten doch wissen, was ist lebendig unter Frauen, was kümmert Frauen, wofür stehen sie ein in der Johannstadt? Wissen Sie, was ihre Stimme zählt? Singen sie, schreien, rufen sie, melden sie sich zu Wort? Was sagen sie?

Eine Frau mit blitzenden Augen, die gerade die Straße überquert hat, ist direkt und gerade heraus entschlossen: „Frauentag ist schön! Aber die Frauen sollten jeden Tag Frauentag haben. Frauen haben so viel zu tun. So viele Schwierigkeiten…“

Ursprünge in der Arbeiter*innenschaft

Arbeiterinnen aus den USA hatten den Frauenkampftag ausgelöst, als sie wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken 1908 die Arbeit niederlegten und für Ihre Rechte eintraten. Dem Beispiel der amerikanischen Arbeiterinnen folgend, beschlossen dann zur zweiten sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen 98 Frauen aus 17 Nationen, sich zu solidarisieren und den Frauentag weltweit abzuhalten. Vor 100 Jahren bewegten Frauen die Öffentlichkeit, wie es die Welt noch nicht gesehen hatte, um für die Einführung eines Frauenwahlrechtes zu kämpfen und die volle politische Mündigkeit von Frauen zu erwirken.

Von uns auf der Straße einfach angesprochen, wollten viele nicht mit uns sprechen oder wichen direkt aus. „Was wollen Sie? Ach nee- ich habe keine Zeit, ich muss weiter“, war die häufigste Antwort. Ernüchterung. Trostlosigkeit. Kein Durchkommen. Leer auf der Straße stehen, warten, einmal noch um die nächste Ecke gehen. Dann Unkenntnis, durchwachsene Antworten und alte Klischees. Kommt die öffentliche Diskussion an in der Johannstadt?

Frau und Ehre

Unter den Nazis war der Frauentag von 1933 bis 1945 verboten. Indem sie Frausein auf biologische Reproduktion und sorgende Mutterschaft verkürzten, schnitten sie den Frauen per Ideologie ihr Begehren nach freiheitlichen Rechten ab. Der Muttertag wurde über den Frauentag gestülpt. Die Umdeutung trägt bis heute Blüten: „Muttertag? Schöne Sache von der DDR ist das! Meine Frau kriegt eine Blume und einen dicken Schmatz!“

Bevor noch alles durcheinander gerät, fädeln wir weiter Stimmen auf und gelangen allmählich in ein einsichtiges Fahrwasser: „Mir bedeutet der Frauentag gar nichts. Ich habe keinen Mann, keine Kinder. Ich werde von niemandem gefeiert. Früher auf Arbeit war das anders, in den Betrieben.“ Eine junge Frau mit Kinderwagen steht kurz still, sagt dann: „Ich halte vom Frauentag nicht viel. Ich komme ursprünglich aus Tschechien, da war das sehr ans Regime gebunden. Das wird oft als etwas Altes weggeschoben. In Deutschland habe ich den Frauentag nicht thematisiert.“

Von wem wurde der Tag nun wie zum Thema gemacht? Eine Rentnerin, die als Witwe durch das Gehalt ihres Mannes mitversorgt ist, merkt an: „Ich feiere, aber nicht so wie früher. Die Kinder schenken mir manchmal was. Als Berufstätige wurde der Frauentag gefeiert. Das lag sicher an der ideologischen Prägung. Die Frauen haben es immer nötig, gefeiert zu werden. Eigentlich haben wir alles. Solange man gut abgesichert ist, ist man nicht in Not.“

Ohne Pfiffe nicht möglich

Da, endlich, kommen wir der Sache näher. Eine Frau stellt die Einkaufstasche ab, lässt sich etwas ruhiger ein, schaut, besinnt sich wie rückwärtig lächelnd und führt mit Leuchten auf dem fröhlichen Gesicht aus: „Frauentag! Ich bin ehemalige DDR-Bürgerin, da wurde das in den Betrieben groß gefeiert. Die Kinder haben in der Schule oder im Kindergarten was gebastelt und dann hieß es: ‚Mutti, wir gratulieren dir zum Frauentag!‘ Früher gab es in den Abteilungen Kaffee und Kuchen oder eine Veranstaltung im großen Speisesaal. Die Frauen haben sich zu DDR-Zeiten viel erkämpft und durchgesetzt.

Ich habe auch studiert. Ein Frauen-Sonderstudium. Ich bin Tiefbauingenieurin, Bereich Abwasser. Ich musste mir meine Anerkennung erkämpfen und musste als einzige Frau meinen Standpunkt in einer Gruppe von Männern verteidigen. Ein Gang über den Hof war ohne Pfiffe nicht möglich.

Es hat sich schon gelohnt zu kämpfen. Was mir wichtig ist, dass man selbstständig ist und eigenes Geld verdient. Ich habe eine Freundin aus Braunschweig, die durfte nicht arbeiten wegen ihrem Mann. Der sagte: ‚Ich werde ja wohl noch meine Familie ernähren dürfen.‘ Das muss man sich mal vorstellen.“

Frauenfeierstunde in der DDR

In der DDR wurden zum ‚Internationalen Kampf- und Ehrentag aller Frauen’ in aller Festlichkeit die Frauen als Leistungsträger der sozialistischen Gesellschaft gewürdigt. Ihnen wurden Fleiß, Tüchtigkeit und allseitiges Zupacken mit großen, lange vorbereiteten Feierlichkeiten in Festsälen, Festakten und an blumengeschmückten Festtafeln gedankt. Die Frauen wurden für diesen Tag in den Mittelpunkt der Gesellschaft gehoben und für besondere Verdienste vor allen Versammelten mit der Clara-Zetkin-Medaille ausgezeichnet.

Erinnerungen an Ehrung und Würdigung sind geblieben, doch nun liegt das weit zurück und zeitigt für den Frauentag, der hier ins Haus steht, gar keine Spuren?: „Mein Mann und ich feiern den Frauentag nicht, aber wir denken dran, da wir ja aus dem Osten sind. Früher wurde das ja staatlich gefeiert, jetzt ist das eher privat. Ich denke schon, dass Frauen früher mehr geehrt wurden. Es ist Nächstenliebe, Wärme, Nachbarschaftsliebe im Haus verloren gegangen. Man hofft, dass man da noch was erreichen kann. Man muss es den jungen Leuten weiter erzählen.“

Mit der Wiedervereinigung trugen Bedenken gegen die Übernahme des DDR-Feiertages zur Verschleppung der Bedeutung des Frauentags bei. Es dauerte bis 1994, bis der Weltfrauentag auch im vereinigten Deutschland wieder eine größere Aufmerksamkeit bekam.

Im Johannstädter Straßenbild erinnern offensichtlich nur die Blumengeschäfte an den Frauentag. Foto: Philine Schlick

Wir müssen wieder kämpfen

Es hilft, weiter auf der Suche und im Gespräch zu bleiben, kurz vor dem Konsum, als wir schon fast einpacken, äußert sich auf Nachfragen eine Frau mittleren Alters, mit heller sommersprossiger Haut doch noch ausführlicher: „Also, jetzt halte ich sehr viel vom Frauentag, weil man kämpfen muss. Wir haben ja gedacht, wir hätten das hinter uns. Aber dass das nun so ausschlägt mit fortlaufender Zeit … Da bin ich jetzt für den Frauentag. Zu sozialistischen Zeiten haben wir das überhaupt nicht ästimiert. Wir waren nicht so erzogen. Frauentag, Kommunismus, Sozialismus – waren wir nicht.

Jetzt müssen wir Frauen wieder kämpfen. Wir waren ja im Sozialismus weiter – da war das automatisch. Das schon. Aber mittlerweile … wenn man so grob über die Nachrichten guckt, ist das wieder ganz aktuell. Erst heute früh auf Deutschlandfunk: Frauenmorde in Südamerika … Finde ich schon erschreckend. Entweder man hat es früher nicht so gehört … Und auch die Rechten und was es so für Grüppchen gibt. Frauen, Kranke, Alte, Kinder – geht alles den Bach runter. Finde ich. Muss man kämpfen.“

In der Nachkriegs-Bundesrepublik lag der Frauentag in Vergessenheit. Erst mit den 68ern rief die Forderung nach Selbstbestimmung der Frauen über ihren Körper in der Debatte um §218 und das Recht auf Abtreibung den emanzipatorischen Charakter des Frauentags wieder wach.

Na klar zum Frauentag!

Seit 1977 gilt der 8. März durch die UN-Generalversammlung als „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ und verheißt die Rechte auf Würde und Gleichberechtigung der Frauen in aller Welt.

Der globale Ruf geht an Frauen, gegen alle Widerstände sich selbst zu behaupten und mit der feministischen Forderung nach Gleichbehandlung, Gleichberechtigung, Gleichstellung gesellschaftlich Friedensarbeit zu leisten. 2020 lautet das Thema der Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag „Each for Equal“, d.h. „Jede*r für Gleichberechtigung“.

Auf dem Nachhauseweg sehe ich vor mir eine Frau den Gehweg entlang laufen, die ein rotes Paket in der Hand trägt, eine Pralinenpackung und auch einen Bund Osterglocken dazu. An der Haustür, an der sie klingelt, hole ich sie ein und frage nur: „Ist das zum Frauentag?!“ Sie lacht zurück: „Ja, na klar, zum Frauentag!“

Datenschutzerklärung

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung. Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Cookies

Die Internetseiten verwenden teilweise sogenannte Cookies. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Andere Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Diese Cookies ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

Kontaktformular

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Matomo (ehemals Piwik)

Diese Website benutzt den Open Source Webanalysedienst Matomo. Matomo verwendet Cookies (siehe Absatz Cookies), die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über die Benutzung dieser Website werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können.

Wenn Sie mit der Speicherung und Nutzung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, können Sie die Speicherung und Nutzung hier deaktivieren. In diesem Fall wird in Ihrem Browser ein Opt-out-Cookie hinterlegt der verhindert, dass Matomo Nutzungsdaten speichert. Wenn Sie Ihre Cookies löschen, hat dies zur Folge, dass auch das Matomo Opt-out-Cookie gelöscht wird. Das Opt-out muss bei einem erneuten Besuch unserer Seite wieder aktiviert werden.

Server-Log-Files

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in sogenannten Server-Log Files, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

  • Browsertyp und Browserversion
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL
  • Hostname des zugreifenden Rechners
  • Uhrzeit der Serveranfrage

Diese Daten sind nicht bestimmten Personen zuordenbar. Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen. Wir behalten uns vor, diese Daten nachträglich zu prüfen, wenn uns konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Nutzung bekannt werden.

SSL-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel der Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

Twingle

Diese Website nutzt das Spendenformular der twingle GmbH, Prinzenallee 74, 13357 Berlin. Die twingle GmbH stellt für dieses Spendenformular die technische Plattform für den Spendenvorgang zur Verfügung. Die von Ihnen bei der Spende eingegebenen Daten (z.B. Adresse, Bankverbindung etc.) werden von twingle lediglich zur Abwicklung der Spende auf Servern in Deutschland gespeichert.
Wir haben mit twingle einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen und setzen bei der Nutzung des Spendenformulars von twingle die strengen Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung und der deutschen Datenschutzbehörden vollständig um. Die Übermittlung Ihrer Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 a DSGVO (Einwilligung) und Art. 6 Abs. 1 b DSGVO (Verarbeitung zur Erfüllung eines Vertrags). Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus.

Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten bei Spenden

Bei einer Spende erheben und verwenden wir Ihre personenbezogenen Daten nur, soweit dies zur Erfüllung und Abwicklung Ihrer Spende sowie ggf. zur Bearbeitung Ihrer Anfragen erforderlich ist. Die Bereitstellung der Daten ist für die Abwicklung des Spendenvorgangs erforderlich. Eine Nichtbereitstellung hat zur Folge, dass Ihre Spende nicht empfangen werden kann. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage des Art. 6 (1) b DSGVO und ist für Abwicklung der Spende erforderlich. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung erfolgt nicht. Ausgenommen hiervon sind lediglich unsere Dienstleistungspartner, die wir zur Abwicklung der Spende benötigen oder Dienstleister derer wir uns im Rahmen einer Auftragsverarbeitung bedienen. Neben den in den jeweiligen Klauseln dieser Datenschutzerklärung benannten Empfängern sind dies beispielsweise Empfänger folgender Kategorien: Zahlungsdienstleister, Dienstleister für den Versand der Spendenbescheinigung. In allen Fällen beachten wir strikt die gesetzlichen Vorgaben. Der Umfang der Datenübermittlung beschränkt sich auf ein Mindestmaß. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus

Recht auf Auskunft, Löschung, Sperrung

Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.

Widerspruch Werbe-Mails

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-E-Mails, vor.

Quellen: https://www.e-recht24.de, twingle GmbH 

1. Benutzerkonten Stadtteilplattform johannstadt.de

  • Der Stadtteilverein1 stellt dem/der Zugangsberechtigten2 ein Benutzerkonto (Log-in und Passwort) zur Internetplattform www.johannstadt.de zur Verfügung, der es diesem ermöglicht, eigenständig Texte und Bilder auf der Onlineplattform zu veröffentlichen.
    • Der Zugang ist personengebunden und nicht übertragbar.
    • Das Erscheinungsbild (Anzeigename über Beiträgen) wird so dargestellt:

      „Vorname Name (ggf. Projekt- bzw. Organisations-/Einrichtungsname)“

  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, dass vom Stadtteilverein zur Verfügung gestellte Passwort zu ändern und die Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich das Passwort in regelmäßigen Abständen (Empfehlung: alle zwei Jahre, mindestens 10 Zeichen – Ziffern, Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen) zu ersetzen, um den unbefugten Zugriff durch Dritte zu erschweren.
  • Der Stadtteilverein behält sich vor die Log-in-Methode zu ändern bzw. zu erweitern, z. B. durch Einführung einer Zwei-Faktor-Anmeldung.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, keine illegalen, anstößigen oder diskriminierenden Inhalte zu veröffentlichen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte versichert insbesondere, keine Inhalte zu veröffentlichen, mit denen Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte, Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden.
  • Vor dem Einstellen von Informationen Dritter bzw. der Einräumung erweiterter Zugriffsbefugnisse an Dritte sorgt der/die Zugangsberechtigte für den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zur Übertragung von Nutzungsrechten.
  • Beim Hochladen von Mediendateien sorgt der/die Zugangsberechtigte für eine urheberrechtskonforme Quellenangabe durch einen entsprechenden Eintrag in das Feld „Untertitel“ in der Mediathek.
  • Der/Die Zugangsberechtigte sorgt selbständig für die Aktualisierung der veröffentlichten Informationen im Falle von Änderungen sowie für das Löschen nicht mehr benötigter Daten (Bilder, Dokumente, Texte) von der Plattform (Seiten/Beiträge/Mediathek).
  • Bei Benutzerkonten, die zwei Jahre oder länger nicht genutzt wurden, werden die Zugangsberechtigten von den Webseitenadministratoren angeschrieben. Erfolgt darauf keine Reaktion oder die in den Zugangsdaten hinterlegte E-Mail-Adresse ist nicht mehr erreichbar, wird das entsprechende Benutzerkonto gelöscht. Vorher wird jedoch geprüft, ob von dem Benutzerkonto Beiträge und/oder Seiten erstellt wurden. Diese werden vor der Löschung auf ein anderes, im Zugriff des Stadtteilvereins befindliches Benutzerkonto übertragen.

2. Einstellen und Veröffentlichen von Beiträgen nach Berechtigungsgruppen

  • Der Stadtteilverein teilt Zugangsberechtigte in Berechtigungsgruppen, Rollen genannt, ein.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins redaktionelle Beiträge erstellen, wird die Rolle „Redakteur“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für sich selbst und/oder im Auftrag einer Einrichtung, eines Vereins oder sonstigen Organisation redaktionelle Beiträge verfassen, wird die Rolle „Autor“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins arbeiten und Inhalte der Webseite auf Fehler (Rechtschreibung, Grammatik, Syntax), inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Kriterien, die in den Punkten 3., 4. und 5., inklusive Unterpunkten, Erwähnung finden, überprüfen und ggf. korrigierend eingreifen, wird die Rolle „Administrator“ zugewiesen. Weitere Rechte und Pflichten der Rolle „Administrator“ werden hier nicht aufgeführt, da diese i. d. R. Gegenstand separater Vereinbarungen, z. B. Arbeits- und/oder Honorarverträge,  mit dem Stadtteilverein sind.
  • Rolle „Redakteur“
    • Redaktionelle Beiträge können ohne Freigabeprüfung veröffentlicht werden.
    • Vor dem Veröffentlichen redaktioneller Beiträge empfiehlt es sich jedoch diese von Mitgliedern der Stadtteilredaktion und/oder Administratoren auf (inhaltliche) Fehler überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen.
  • Rolle „Autor“
    • Redaktionelle Beiträge können nur verfasst und müssen zur Überprüfung eingereicht werden (automatisch bei Klick auf „Zur Überprüfung einreichen“).
    • Unter dem Beitrag ist der Vermerk „Verantwortlich im Sinne der Pressearbeit“ (V. i. S. d. P.) mit folgenden Angaben verpflichtend:

      – bei natürlichen Personen: Vorname Nachname

      – bei juristischen Personen: Vollständiger Name des Autors/der Autorin, vollständiger Name der Trägerorganisation ggf. mit Link zur Homepage, (namentliche Nennung der vertretungsberechtigten Person(en))
    • Jedem redaktionellem Beitrag wird (automatisch) ein Hinweistext, dass es sich um einen Beitrag Dritter handelt (und um diesen von Beiträgen der Stadtteilredaktion bzw. des Stadtteilvereins zu unterscheiden), hinzugefügt. Der Hinweistext kann vor, inmitten und/oder am Ende des Beitrags erscheinen.

3. Anforderungen für das Hochladen von Dateien

  • Vor dem Hochladen von Dateien müssen diese für die Darstellung auf der Webseite angepasst werden. Eine Anpassung auf der Webseite ist nur eingeschränkt möglich.
    • Bilder
      • Bilder können standardmäßig nur in Dateiformaten JPG, JPEG, WebP, PNG, GIF und ICO dargestellt werden. Die Formate GIF und ICO sind für diese Seite belanglos.
      • Bilder sollten im Querformat, optimal 16:9, zum Einsatz kommen.
      • Die Speichergröße eines Bildes sollte nicht mehr als 1 MB betragen.
      • Die Bilder sollten nicht größer als 2500 Pixel (lange Bildseite) sein.
    • Dokumente
      • Dokumente können in den Dateiformaten DOCX, ODT, PPTX, XLXS und PDF verarbeitet werden.
      • Vor dem Hochladen sollten diese auf barrierefreie Zugänglichkeit geprüft und entsprechend korrigiert werden. Alle bekannten Office-Programme verfügen über entsprechende Assistenzsoftware, die Fehler anzeigen kann und Korrekturvorschläge anbietet.
  • Nach dem Hochladen von Bildern sollten diese in der Mediathek beschriftet werden.
    • Die Beschreibung für Blinde und Sehschwache gehört in das Feld „Alternativer Text“.
    • In das Feld „Untertitel“ sind die Bildbezeichnung sowie die Bildquellenangabe zu schreiben.
    • Inhalte, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, müssen als solche gut sichtbar und verständlich ausgewiesen werden.

4. Kommentare

  • Kommentare werden grundsätzlich moderiert und erst nach Prüfung auf inhaltliche Relevanz sowie Einhaltung unserer Netiquette freigeschaltet.
  • Das Einfügen von Verlinkungen auf Drittseiten in den Kommentaren sollte unterbleiben, da diese automatisch als Spam abgewiesen werden.

5. Text- und Bildeinsendungen

  • Texte, z. B. für Gastbeiträge3, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte4 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Texte entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Texte keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Bilder, z. B. für Foto der Woche, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte5 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Bilder entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Bilder keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Die eingesendeten Bilder dürfen weder gewaltverherrlichende, pornografische noch anderweitig schockierende Inhalte aufweisen.
  • Durch das Zusenden von Texten und Bildern, über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de), wird dem Stadtteilverein automatisch ein Einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht nach der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0 eingeräumt.
  • Es werden keine Entgelte für Veröffentlichungen gezahlt.
  • Es besteht kein Anrecht auf Veröffentlichung.
  • Bei Nichtveröffentlichung werden die mitgeteilten Daten unverzüglich und datenschutzkonform gelöscht.
  • Die Veröffentlichung kann jederzeit widerrufen werden, durch eine formlose Mitteilung per E-Mail an stadtteilverein@johannstadt.de.

6. Preise/Werbeeinnahmen

  • Die Nutzung dieser Webseite ist kostenfrei. Sie können jedoch sehr gern spenden (Link zur Spendenseite).
  • Werbung auf johannstadt.de: Interessierte lokale gewerbliche Akteure können per E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) unverbindlich die aktuelle Preisliste und Mediadaten anfordern.

Fußnoten:

  1. Der Stadtteilverein Johannstadt e. V. ist Träger der Webseite www.johannstadt.de und wird der Einfachheit halber nur Stadtteilverein benannt. ↩︎
  2. Zugangsberechtige sind Mitarbeiter*innen des Stadtteilvereins, Redakteur*innen der Stadtteilredaktion sowie Dritte, die in der Dresdner Johannstadt gemeinwohlorientierte Veranstaltungen durchführen und/oder andere gemeinwohlorientierte Angebote vorhalten. ↩︎
  3. Bezieht sich auch auf Angebotsdarstellungen gemeinnütziger sowie gewerblicher Akteure, die in der Johannstadt aktiv bzw. niedergelassen sind. ↩︎
  4. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎
  5. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎

Stand: 06/2026