Geschichte

Geschichte der Johannstadt

Im Mittelalter dehnten sich Wiesen und Felder von der Elbe aus bis zur Bürgerwiese und dem späteren Großen Garten sowie zu den Fluren von Striesen und Blasewitz. Sie gehörten anfangs größtenteils dem Augustinerkloster in Altendresden (Dresden-Neustadt) und dem bereits vor 1287 gegründeten Maternihospital. Nach Aufhebung der Klöster im Jahre 1539 durch Herzog Heinrich den Frommen gelangten die Flurstücke des Augustinerklosters in den Besitz des Landesherrn, der die Wiesen an der Elbe dem Stallamt übertrug. Zwischen Elbe und Tatzberg lag die Brückenwiese, sie gehörte bis 1852 dem Brückenamt.

Grüne Idylle und Ausflugsziel für die Städter

Der Umfang des Gebietes der heutigen Johannstadt entspricht ungefähr dem der Ranvoltitzer Flur um das 1310 erstmals urkundlich erwähnte Dörfchen Ranvoltitz, dessen Bewohner von Elbfischerei und vom Ackerbau sowie vom Abbau des hiesigen Lehmvorkommens lebten. Im östlichen Teil, etwa von der Hertelstraße bis zum Trinitatisfriedhof, begann das Blasewitzer Tännicht. Es war ein Fichten- und Kiefernwald, der vermutlich einen reichen Hasen- und Rebhuhnbestand aufwies. Die durch die Nördliche Johannstadt führende Blumenstraße wurde auf alten Urkunden als Jagd- und Fürstenweg bezeichnet.

Plan von Dresden (1:5000), Blatt 1/4, Kartensammlung SLUB/KS 6052, Vermessungsamt Gerke 1911 (Quelle: JohannStadtArchiv, Kartensammlung SLUB)

Um 1800 dienten die Grundstücke „Hopfgartens“, „Stückgießers“, „Engelharts“ und „Antons“ mit ihrer ländlichen Idylle den Anwohnern Dresdens als Ausflugsziele. An Sonntagen machten sich die Dresdner auf den Weg aus den engen Gassen in das Gelände vor dem Ziegelschlag außerhalb der Stadtbefestigung. In der Gegend befanden sich prächtige Blumengärten (Blumenstraße). Der Kunst- und Handelsgärtner Lüdicke legte hier 1859 einen vielbesuchten Wintergarten (Wintergartenstraße) an, der bis 1878 bestand und als botanische Sehenswürdigkeit galt und besonders reich an Kamelien war (Kamelienstraße, heute nicht mehr existent). Der Fährbetrieb und die Elbbäder avancierten zum Freizeitvergnügen der Anwohner.

Blick in die Kamelienstraße (heute nicht mehr existent), 1920er Jahre, Quelle: JohannStadtArchiv

Ausbau der Verkehrswege und Industrialisierung

Nach 1846 begann man mit der Weiterführung des ins Stocken geratenen Ausbaus des sog. Environ-Weges bis zum Eliasfriedhof. Die jetzige Güntzstraße ist ein Teil dieses ehemaligen Weges, der später durch die Straßenbahnen im „Sechsundzwanziger Ring“ genutzt wurde. Am 19. März 1872 erfolgte am Güntzplatz der erste Spatenstich zum Bau der Pferdeeisenbahn, die am 26. September 1872 den Linienverkehr aufnahm, zunächst nur auf der Strecke von Blasewitz zum Pirnaischen Platz. Mit der Übergabe der Albertbrücke am 19. November 1877 begann ein industrielles Wachstum der östlichen Vororte Dresdens.

Hopfgartenstraße, Ecke Elisenstraße, 1920er Jahre, Quelle: JohannStadtArchiv

Nach Aufhebung des Bauverbots 1874 und durch die nun verkehrende Pferdeeisenbahn schritten die Bebauung und die Bevölkerungszahl stetig voran. 1876 wurde die Johannstadt als reiner Wohnbezirk ausgewiesen. Damit mussten die hier angesiedelten Gärtnereien das Gebiet dem Wohnungsneubau überlassen. Sie zogen weiter nach Osten, also größtenteils in die Flur Striesen, wo noch freie Flächen zur Verfügung standen. Im Jahr 1875 wurde die lange geplante und heiß diskutierte Hochuferlinie entlang des heutigen Käthe-Kollwitz-Ufers festgelegt. Damit wurde die Gefahr, dass es zu Überbauungen der Elbwiesen kommen könnte, endgültig gebannt. Am Sachsenplatz begann 1880 der Bau der Jägerkaserne. Sie galt als der schönste Kasernenbau des 19. Jahrhunderts in Sachsen.

Die fortschreitende Industrialisierung erfasste vor allem die nördliche Johannstadt. In den Hinterhöfen und Hinterhäusern befanden sich zahlreiche Gewerbebetriebe. Vorwiegend waren hier die Feinmechanik-, Kamera- und Zigarettenindustrie ansässig. Weiterhin wurden Maschinen-, Kartonagen- und Gardinenfabriken errichtet, so auf der Blasewitzer und Pfotenhauerstraße. Auf der Arnoldstraße war die Firma Heinrich Gläser beheimatet, die durch ihre Karosserieproduktion deutschlandweit bekannt war. Am Bönischplatz hatte die Münchner Traditionsbiermarke Eberlbräu eine Niederlassung mit Flaschenabfüllung.

Bönischplatz (Blickrichtung Osten), 1930er Jahre, Quelle: JohannStadtArchiv

Um die Jahrhundertwende zählte Johannstadt zu den bevölkerungsreichsten Stadtteilen Dresdens. Während 1880 nur 940 Einwohner gezählt wurden, waren zur nächsten Zählung im Jahre 1900 bereits 52.161 Personen im Stadtteil ansässig, das entsprach bei einer Fläche von 3,51 km² einer Bevölkerungsdichte von 149 Einwohnern je Hektar. Durch die zunehmende Industrialisierung und den dadurch bedingten Zuzug von Arbeitskräften war Johannstadt 1910 mit 60.843 Einwohnern der am stärksten besiedelte Dresdner Stadtteil. In den folgenden Jahren nahm dann die Einwohnerzahl durch Wegzug und vor allem durch den Ersten Weltkrieg wieder ab. 1933 wurde eine Einwohnerzahl von 56.853 ermittelt.

Stadthaus Johannstadt am Eliasplatz (heute Güntzplatz), 1920er Jahre, Quelle: JohannStadtArchiv

Zerstörung, Enttrümmerung und Wiederaufbau

Die Bombenangriffe vom Februar 1945 haben die Johannstadt bis auf einige Wohngebiete vor allem in der nördlichen Johannstadt am Bönischplatz, Thomas-Müntzer-Platz bis zur Hertelstraße fast völlig zerstört. Der Stadtteil bildete die größte zusammenhängende Trümmerfläche Dresdens. Verschiedene Quellen sprechen von einem Zerstörungsgrad zwischen 75 und 80 Prozent sowie von 4.000 bis 5.000 verbliebenen Einwohnern. Nach Angaben der Historikerkommission verloren 2.000 Johannstädter ihr Leben. Die später ermittelte Trümmermenge betrug 19 Kubikmeter pro Einwohner.

Auch die vorwiegend in Johannstadt-Nord ansässige Industrie wurde größtenteils zerstört. Unter anderem die Maschinenfabrik Laube, die Jasmatzi-Zigarettenfabrik, die Kunstdruckanstalt Römmler & Jonas und die Sächsische Cartonagen- und Maschinen-AG auf der Blasewitzer Straße sowie das Gläser-Karosserie-Werk wurden zu fast 100 Prozent zerstört. Dazu kamen viele zerbombte kleine Handwerksbetriebe und Geschäfte aller Art. Starke Schäden erlitt auch der Straßenbahn-Betriebshof auf der Pfotenhauerstraße mit vielen untergestellten und auf dem Streckennetz befindlichen Fahrzeugen.

SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, Richard Peter: Trümmerbahn auf Johannstädter Flur, September 1945 (CC)

Wie überall in Dresden wurde zuerst mit der notdürftigen Beräumung der Verkehrswege begonnen. Im weiteren Verlauf wurde aus Johannstadt ein Modellgebiet für die verschiedenen Wieder­aufbaustadien, zuerst durch die komplexe Enttrümmerung, später für die Errichtung von Neubaugebieten in industrieller Großblockbauweise.

Am 13. Januar 1946 begannen die Enttrümmerungsarbeiten auf dem Thomas-Müntzer-Platz. Mit dem Beginn der großflächigen Beräumung wurden nacheinander zwei Trümmerbahnstrecken eingerichtet. Die als T2 bezeichnete Strecke wurde Mitte 1946 in Betrieb genommen. Sie begann an der Nicolaistraße und endete an der Kippe auf dem ehemaligen Vogelwiesengelände am Käthe-Kollwitz-Ufer. Hier verkippte man von Antons-Bad bis zur Einmündung des Käthe-Kollwitz-Ufers in die Emser Allee die Schuttmassen aus Johannstadt und der Pirnaischen Vorstadt. Als Standorte der Trümmersortier- und Aufbereitungsanlagen wurden der Dürerplatz, das Gelände des ehemaligen Carolahauses auf der Gerokstraße und der Thomas-Müntzer-Platz ausgewählt. Aus der Aufbereitungsanlage Gerokstraße ging später das Plattenwerk Dresden hervor, wo Ende April 1955 die Herstellung von großflächigen Betonelementen begann.

Der erste Aufbauplan wurde am 5. Januar 1946 erlassen. Er sah die Wiederherstellung der nur leicht bis mittelschwer beschädigten Wohnungen sowie den Bau neuer Wohnungen vor. Der Wiederaufbau begann an der Comeniusstraße, es folgten Ende der 50er Jahre Wohnhäuser an der Fetscher- und Striesener Straße, die nach den Plänen der Architekten Wolfgang Hänsch und Johannes Rascher entstanden. Erstmals verließ man die klassische Bauweise und montierte stattdessen vorgefertigte Decken- und Bodenelemente mit Drehkränen.

Ab 1968/69 begann der planmäßige Wiederaufbau in Plattenbauweise. In der ersten Phase entstanden in Johannstadt-Süd unter der Leitung des Architekten Udo Fehrmann bis 1971 2.523 Wohnungen. Sie wurden in Großblockbauweise als zehn- und fünfgeschossige Wohnhäuser errichtet. Großzügige begrünte Innenhöfe boten Kinderspiel- und Wäschetrockenplätze mit Ruheflächen an. Im Jahr 1972 wurde mit dem Aufbau von Johannstadt-Nord begonnen. Hier entstanden unter der Leitung des Architekten Kurt Röthig bis 1975 10, 11 und 15-geschossige Wohnbauten mit 3.800 Wohnungen. Beide Wohnkomplexe wurden mit öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kindereinrichtungen, Kaufhallen, wie die sog. Modrow-Kaufhalle als größte ihrer Art in Dresden, Polikliniken und Jugendklubs ergänzt.

Vermessungsarbeiten am Nadirgerät, Neubauten an der Holbeinstraße, 1970, Quelle: Matthias Erfurth / Bundesarchiv Zentralbild Häßler

DDR-Zeit und Nachwende-Revitalisierung

Prägend für die nördliche Johannstadt waren zu DDR-Zeiten auch die jährlich organisierten Johannstädter Festspiele rund um das Elbgelände an der Johannstädter Fähre sowie einige Projekte für Kunst am Bau (Giebelgestaltung anlässlich der Weltfestspiele). Ein doppeltes Schulgebäude vom Schultyp „Dresden-Atrium“ entstand an der Pfotenhauerstraße (heutige 101. Oberschule “Johannes Gutenberg”). Zu Wendezeiten besaßen die Wohngebäude der Florian-Geyer-Straße bereits eine moderne Gemeinschaftsantennenanlage zum Satellitenempfang.

Mit Wiederaufnahme des Studienfaches „Biologie“ an der TU Dresden 1994 und der Medizinforschung am Uniklinikum Johannstadt begann für das Gebiet um den Tatzberg die Entwicklung eines leistungsfähigen Standortes für Biotechnologie und Biomedizin. Zu den Gründungen zählen dabei das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie (1998), das Medizinisch-Theoretische Zentrum der TU Dresden (2000) und das BioInnovationszentrum (2004). Mit der Grundsteinlegung des Neubaus des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen der Helmholtz-Gesellschaft und des Zentrums für Innovationskompetenz B CUBE (2016) erfolgte der nächste große Schritt hin zu einem Biopolis Johannstadt.

Text: Matthias Erfurth

Weitere Informationen zur Geschichte des Stadtteils finden Sie unter www.johannstadtarchiv.de. Für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Stadtteilgeschichte folgen Sie uns auf einen historischen Rundweg durch die Nördliche Johannstadt.

Datenschutzerklärung

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung. Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Cookies

Die Internetseiten verwenden teilweise sogenannte Cookies. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Andere Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Diese Cookies ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

Kontaktformular

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Matomo (ehemals Piwik)

Diese Website benutzt den Open Source Webanalysedienst Matomo. Matomo verwendet Cookies (siehe Absatz Cookies), die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über die Benutzung dieser Website werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können.

Wenn Sie mit der Speicherung und Nutzung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, können Sie die Speicherung und Nutzung hier deaktivieren. In diesem Fall wird in Ihrem Browser ein Opt-out-Cookie hinterlegt der verhindert, dass Matomo Nutzungsdaten speichert. Wenn Sie Ihre Cookies löschen, hat dies zur Folge, dass auch das Matomo Opt-out-Cookie gelöscht wird. Das Opt-out muss bei einem erneuten Besuch unserer Seite wieder aktiviert werden.

Server-Log-Files

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in sogenannten Server-Log Files, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

  • Browsertyp und Browserversion
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL
  • Hostname des zugreifenden Rechners
  • Uhrzeit der Serveranfrage

Diese Daten sind nicht bestimmten Personen zuordenbar. Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen. Wir behalten uns vor, diese Daten nachträglich zu prüfen, wenn uns konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Nutzung bekannt werden.

SSL-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel der Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

Twingle

Diese Website nutzt das Spendenformular der twingle GmbH, Prinzenallee 74, 13357 Berlin. Die twingle GmbH stellt für dieses Spendenformular die technische Plattform für den Spendenvorgang zur Verfügung. Die von Ihnen bei der Spende eingegebenen Daten (z.B. Adresse, Bankverbindung etc.) werden von twingle lediglich zur Abwicklung der Spende auf Servern in Deutschland gespeichert.
Wir haben mit twingle einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen und setzen bei der Nutzung des Spendenformulars von twingle die strengen Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung und der deutschen Datenschutzbehörden vollständig um. Die Übermittlung Ihrer Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 a DSGVO (Einwilligung) und Art. 6 Abs. 1 b DSGVO (Verarbeitung zur Erfüllung eines Vertrags). Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus.

Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten bei Spenden

Bei einer Spende erheben und verwenden wir Ihre personenbezogenen Daten nur, soweit dies zur Erfüllung und Abwicklung Ihrer Spende sowie ggf. zur Bearbeitung Ihrer Anfragen erforderlich ist. Die Bereitstellung der Daten ist für die Abwicklung des Spendenvorgangs erforderlich. Eine Nichtbereitstellung hat zur Folge, dass Ihre Spende nicht empfangen werden kann. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage des Art. 6 (1) b DSGVO und ist für Abwicklung der Spende erforderlich. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung erfolgt nicht. Ausgenommen hiervon sind lediglich unsere Dienstleistungspartner, die wir zur Abwicklung der Spende benötigen oder Dienstleister derer wir uns im Rahmen einer Auftragsverarbeitung bedienen. Neben den in den jeweiligen Klauseln dieser Datenschutzerklärung benannten Empfängern sind dies beispielsweise Empfänger folgender Kategorien: Zahlungsdienstleister, Dienstleister für den Versand der Spendenbescheinigung. In allen Fällen beachten wir strikt die gesetzlichen Vorgaben. Der Umfang der Datenübermittlung beschränkt sich auf ein Mindestmaß. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus

Recht auf Auskunft, Löschung, Sperrung

Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.

Widerspruch Werbe-Mails

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-E-Mails, vor.

Quellen: https://www.e-recht24.de, twingle GmbH 

1. Benutzerkonten Stadtteilplattform johannstadt.de

  • Der Stadtteilverein1 stellt dem/der Zugangsberechtigten2 ein Benutzerkonto (Log-in und Passwort) zur Internetplattform www.johannstadt.de zur Verfügung, der es diesem ermöglicht, eigenständig Texte und Bilder auf der Onlineplattform zu veröffentlichen.
    • Der Zugang ist personengebunden und nicht übertragbar.
    • Das Erscheinungsbild (Anzeigename über Beiträgen) wird so dargestellt:

      „Vorname Name (ggf. Projekt- bzw. Organisations-/Einrichtungsname)“

  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, dass vom Stadtteilverein zur Verfügung gestellte Passwort zu ändern und die Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich das Passwort in regelmäßigen Abständen (Empfehlung: alle zwei Jahre, mindestens 10 Zeichen – Ziffern, Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen) zu ersetzen, um den unbefugten Zugriff durch Dritte zu erschweren.
  • Der Stadtteilverein behält sich vor die Log-in-Methode zu ändern bzw. zu erweitern, z. B. durch Einführung einer Zwei-Faktor-Anmeldung.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, keine illegalen, anstößigen oder diskriminierenden Inhalte zu veröffentlichen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte versichert insbesondere, keine Inhalte zu veröffentlichen, mit denen Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte, Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden.
  • Vor dem Einstellen von Informationen Dritter bzw. der Einräumung erweiterter Zugriffsbefugnisse an Dritte sorgt der/die Zugangsberechtigte für den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zur Übertragung von Nutzungsrechten.
  • Beim Hochladen von Mediendateien sorgt der/die Zugangsberechtigte für eine urheberrechtskonforme Quellenangabe durch einen entsprechenden Eintrag in das Feld „Untertitel“ in der Mediathek.
  • Der/Die Zugangsberechtigte sorgt selbständig für die Aktualisierung der veröffentlichten Informationen im Falle von Änderungen sowie für das Löschen nicht mehr benötigter Daten (Bilder, Dokumente, Texte) von der Plattform (Seiten/Beiträge/Mediathek).
  • Bei Benutzerkonten, die zwei Jahre oder länger nicht genutzt wurden, werden die Zugangsberechtigten von den Webseitenadministratoren angeschrieben. Erfolgt darauf keine Reaktion oder die in den Zugangsdaten hinterlegte E-Mail-Adresse ist nicht mehr erreichbar, wird das entsprechende Benutzerkonto gelöscht. Vorher wird jedoch geprüft, ob von dem Benutzerkonto Beiträge und/oder Seiten erstellt wurden. Diese werden vor der Löschung auf ein anderes, im Zugriff des Stadtteilvereins befindliches Benutzerkonto übertragen.

2. Einstellen und Veröffentlichen von Beiträgen nach Berechtigungsgruppen

  • Der Stadtteilverein teilt Zugangsberechtigte in Berechtigungsgruppen, Rollen genannt, ein.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins redaktionelle Beiträge erstellen, wird die Rolle „Redakteur“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für sich selbst und/oder im Auftrag einer Einrichtung, eines Vereins oder sonstigen Organisation redaktionelle Beiträge verfassen, wird die Rolle „Autor“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins arbeiten und Inhalte der Webseite auf Fehler (Rechtschreibung, Grammatik, Syntax), inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Kriterien, die in den Punkten 3., 4. und 5., inklusive Unterpunkten, Erwähnung finden, überprüfen und ggf. korrigierend eingreifen, wird die Rolle „Administrator“ zugewiesen. Weitere Rechte und Pflichten der Rolle „Administrator“ werden hier nicht aufgeführt, da diese i. d. R. Gegenstand separater Vereinbarungen, z. B. Arbeits- und/oder Honorarverträge,  mit dem Stadtteilverein sind.
  • Rolle „Redakteur“
    • Redaktionelle Beiträge können ohne Freigabeprüfung veröffentlicht werden.
    • Vor dem Veröffentlichen redaktioneller Beiträge empfiehlt es sich jedoch diese von Mitgliedern der Stadtteilredaktion und/oder Administratoren auf (inhaltliche) Fehler überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen.
  • Rolle „Autor“
    • Redaktionelle Beiträge können nur verfasst und müssen zur Überprüfung eingereicht werden (automatisch bei Klick auf „Zur Überprüfung einreichen“).
    • Unter dem Beitrag ist der Vermerk „Verantwortlich im Sinne der Pressearbeit“ (V. i. S. d. P.) mit folgenden Angaben verpflichtend:

      – bei natürlichen Personen: Vorname Nachname

      – bei juristischen Personen: Vollständiger Name des Autors/der Autorin, vollständiger Name der Trägerorganisation ggf. mit Link zur Homepage, (namentliche Nennung der vertretungsberechtigten Person(en))
    • Jedem redaktionellem Beitrag wird (automatisch) ein Hinweistext, dass es sich um einen Beitrag Dritter handelt (und um diesen von Beiträgen der Stadtteilredaktion bzw. des Stadtteilvereins zu unterscheiden), hinzugefügt. Der Hinweistext kann vor, inmitten und/oder am Ende des Beitrags erscheinen.

3. Anforderungen für das Hochladen von Dateien

  • Vor dem Hochladen von Dateien müssen diese für die Darstellung auf der Webseite angepasst werden. Eine Anpassung auf der Webseite ist nur eingeschränkt möglich.
    • Bilder
      • Bilder können standardmäßig nur in Dateiformaten JPG, JPEG, WebP, PNG, GIF und ICO dargestellt werden. Die Formate GIF und ICO sind für diese Seite belanglos.
      • Bilder sollten im Querformat, optimal 16:9, zum Einsatz kommen.
      • Die Speichergröße eines Bildes sollte nicht mehr als 1 MB betragen.
      • Die Bilder sollten nicht größer als 2500 Pixel (lange Bildseite) sein.
    • Dokumente
      • Dokumente können in den Dateiformaten DOCX, ODT, PPTX, XLXS und PDF verarbeitet werden.
      • Vor dem Hochladen sollten diese auf barrierefreie Zugänglichkeit geprüft und entsprechend korrigiert werden. Alle bekannten Office-Programme verfügen über entsprechende Assistenzsoftware, die Fehler anzeigen kann und Korrekturvorschläge anbietet.
  • Nach dem Hochladen von Bildern sollten diese in der Mediathek beschriftet werden.
    • Die Beschreibung für Blinde und Sehschwache gehört in das Feld „Alternativer Text“.
    • In das Feld „Untertitel“ sind die Bildbezeichnung sowie die Bildquellenangabe zu schreiben.
    • Inhalte, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, müssen als solche gut sichtbar und verständlich ausgewiesen werden.

4. Kommentare

  • Kommentare werden grundsätzlich moderiert und erst nach Prüfung auf inhaltliche Relevanz sowie Einhaltung unserer Netiquette freigeschaltet.
  • Das Einfügen von Verlinkungen auf Drittseiten in den Kommentaren sollte unterbleiben, da diese automatisch als Spam abgewiesen werden.

5. Text- und Bildeinsendungen

  • Texte, z. B. für Gastbeiträge3, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte4 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Texte entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Texte keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Bilder, z. B. für Foto der Woche, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte5 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Bilder entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Bilder keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Die eingesendeten Bilder dürfen weder gewaltverherrlichende, pornografische noch anderweitig schockierende Inhalte aufweisen.
  • Durch das Zusenden von Texten und Bildern, über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de), wird dem Stadtteilverein automatisch ein Einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht nach der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0 eingeräumt.
  • Es werden keine Entgelte für Veröffentlichungen gezahlt.
  • Es besteht kein Anrecht auf Veröffentlichung.
  • Bei Nichtveröffentlichung werden die mitgeteilten Daten unverzüglich und datenschutzkonform gelöscht.
  • Die Veröffentlichung kann jederzeit widerrufen werden, durch eine formlose Mitteilung per E-Mail an stadtteilverein@johannstadt.de.

6. Preise/Werbeeinnahmen

  • Die Nutzung dieser Webseite ist kostenfrei. Sie können jedoch sehr gern spenden (Link zur Spendenseite).
  • Werbung auf johannstadt.de: Interessierte lokale gewerbliche Akteure können per E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) unverbindlich die aktuelle Preisliste und Mediadaten anfordern.

Fußnoten:

  1. Der Stadtteilverein Johannstadt e. V. ist Träger der Webseite www.johannstadt.de und wird der Einfachheit halber nur Stadtteilverein benannt. ↩︎
  2. Zugangsberechtige sind Mitarbeiter*innen des Stadtteilvereins, Redakteur*innen der Stadtteilredaktion sowie Dritte, die in der Dresdner Johannstadt gemeinwohlorientierte Veranstaltungen durchführen und/oder andere gemeinwohlorientierte Angebote vorhalten. ↩︎
  3. Bezieht sich auch auf Angebotsdarstellungen gemeinnütziger sowie gewerblicher Akteure, die in der Johannstadt aktiv bzw. niedergelassen sind. ↩︎
  4. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎
  5. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎

Stand: 06/2026