Geschichte

1918: Kindheitserinnerungen aus der Hertelstraße 

Dieser Artikel ist in der Zeile 8 erschienen. Autor: Gerd Gottwald

Weiter aus den Aufzeichnungen von Herbert Mehner 

Eine Anwohnerin aus der Elsasser Straße hat der ZEILE freundlicherweise die Lebenserinnerungen ihres Onkels Herbert Mehner überlassen, der einen Großteil seines Lebens in der Johannstadt verbrachte. Geboren 1912, berichtet er auf über 50 Seiten aus seinem Leben bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In Fortsetzung der in ZEILE 6 begonnenen Reihe folgt hier nun der zweite Teil der Lebenserinnerungen von Herbert Mehner.  

Wohnsituation um 1918 

Herbert Mehners Vater war im Herbst 1917, nach einem Lazarettaufenthalt in Merseburg, aus dem Krieg nach Hause gekommen und bald darauf bekam Herbert eine kleine Schwester „Irma‟ – von allen nur „Puppi“ genannt. Das war dann auch der Grund, weshalb die Familie von ihrem Notquartier in der Gabelsbergerstraße in eine Dreizimmerwohnung in die erste Etage der Hertelstraße 22 umzog. Herbert schildert ausführlich, wie es sich in der neuen Wohnung der Familie lebte: 

„Aus heutiger Sicht war so eine Wohnung doch noch etwas primitiv. Kein elektrisches Licht, sondern Gasfunzeln, wobei Gas-, Wasser – und Abwasserrohre auf Putz verlegt waren und eine besonders spinnenfreundliche Zierde darstellten.“ 

Toilette 

„Statt des heute gar nicht mehr wegzudenkenden WC gab’s nur ein schlichtes Plumpsklosett und zwar nicht in der Wohnung, sondern draußen im Treppenhaus. E i n e n Vorteil hatte es allerdings gegenüber dem WC: Es war ein zuverlässiger Wetterprophet! Wenn besonders aufdringlicher Mief durchs Haus zog, wusste man, es kommt schlechtes Wetter.“  

Bad 

„Der Begriff Badezimmer war erst recht ein Fremdwort. Wollte man das laut Wilhelm Busch mit Recht so beliebte “Bad am Samstagabend” veranstalten, so ging dem eine umständliche Prozedur voraus und man muss sich wundern, dass es trotzdem regelmäßig stattfand. Zunächst wurde die große Zinkbadewanne aus ihrem Versteck hinterm Vorhang im Korridor hervorgeholt und in die ohnehin enge Küche bugsiert. Im Küchenherd musste extra Feuer gemacht werden. Dann wurden alle verfügbaren Töpfe und die “Pfanne” gefüllt und für alle Badegäste genügend Wasser heiß gemacht. War dann der erste sauber und der nächste an der Reihe, konnte man nicht etwa einfach den Stöpsel ziehen und das Wasser ablaufen lassen, denn diese segensreiche Einrichtung hatten die transportablen Badewannen nicht. Wollte der nächste Nackedei nicht in die gleiche Brühe hüpfen, musste man sie erst mit Töpfen und Eimern in die “Gosse” oder vornehmer ausgedrückt in den Ausguß wieder ausschöpfen und die Wanne neu füllen – bei einer fünfköpfigen Familie ganz schön ätzend!“ 

Wohn- und Schlafzimmer 

Bild einer Häuserfront
Wohnhaus Herbert Mehner heute | Foto: Gerd Gottwald

„Wohnzimmer und Schlafzimmer hatten je zwei mit Jalousien ausgestattete Fenster zur Straße mit einem extra breiten Steinsims, auf dem im Sommer regelmäßig Blumenkästen mit Petunien prangten. Die Räume waren drei Meter hoch mit einem Stuckabschluss an der Decke und gestrichenen Holzdielen. In einer Ecke des Wohnzimmers stand ein hoher Kachelofen, neben dem Küchenherd die einzige Wärmequelle in der Wohnung und im Winter der beste Freund der Familie. Er stellte allerdings auch Ansprüche, die viele vergessen, die sich heute im Zeitalter der Zentralheizung einen solchen Freund wünschen. Sein Futter musste mühsam aus dem Kohlenkeller herauf geschleppt und nach der Verdauung wieder hinunter in die Aschegrube getragen werden. Wer‘s erlebt hat, wird wissen, wieviel Dreckerei damit verbunden war. 

Mit Ausnahme des Wohnzimmers wurden die Wände allgemein nur farbig getüncht und, wenn es besonders schön aussehen sollte, mit einer Gummirolle farbig gemustert. Kam der Tapezierer, um dem Wohnzimmer neuen Glanz zu verleihen, lieferte man ihm ein paar Pfund Weizenmehl, das er mit Wasser zu einem guten Kleister verrührte. Damit klebte er erst eine Lage Zeitungspapier und darauf die Tapete. Bei Normalverbrauchern wie bei uns, die zumindest am Anfang keine teuren Linoleumteppiche oder gar Perser liegen hatten, wurden die Holzdielen in regelmäßigen Abständen, etwa alle zwei Jahre, mit Fußbodenfarbe gestrichen – ein Horror für die ganze Familie den man gern so lange wie möglich hinaus schob. Alle Möbel wurden in den anderen, ohnehin schon vollgestopften Räumen untergebracht. Um sich in dem daraus entstehenden Chaos bewegen zu können, musste man schon Parterreakrobat oder Schlangenmensch sein. Die ganze Prozedur dauerte seine Zeit, denn bis der Grundanstrich und die folgende Lackierung durchgetrocknet waren, verging fast eine ganze Woche. Die heutigen, schnell trocknenden Kunststofffarben gab es leider noch nicht. Jedenfalls ein Heidenspaß, vor allem für unsere arme Mutter, die den Betrieb der fünfköpfigen Familie trotzdem aufrechterhalten musste.“ 

Winter 

„Stand der Winter vor der Tür mussten die „Doppelfenster‟ von der Bodenkammer heruntergeholt werden. Das waren Fensterrahmen mit einem verglasten Oberteil und zwei einhängbaren, verglasten Fensterflügeln, die von außen genau in die Fensterhöhle passten. Dass es keine Leichtgewichte waren, merkte man spätestens, wenn man sie durchs Fenster freihändig hinaus balancieren und von außen in die vorgesehenen Ösen im Fenstersturz einhängen musste. Damit weder Scheiben, noch Köpfe unten vorbeilaufender Passanten zu Bruch gehen konnten, wurde die kitzlige Angelegenheit erst abends abgewickelt, wenn die Straße leer war. Aber der Aufwand lohnte sich, denn sie schützten vor Kälte – auch die Winter machten damals noch ihrem Namen alle Ehre. Außerdem boten sie zwischen den Fenstern einen geeigneten Platz für Vaters Hyazinthengläser, die schon im zeitigen Frühjahr aus den Zwiebeln so herrlich bunte Blüten hervor zauberten.“ 

Küche 

„Schauen wir in die Küche: Der gesamte Komfort bestand damals aus einem gemauerten Küchenherd mit Wasserpfanne, Backröhre und Wärmeröhre, einem Wasserkran über einem gußeisernen Ausgussbecken, der schon erwähnten „Gosse‟ und einem Gasanschluss für den Gaskocher. Sachen, die kühl gehalten werden mussten, wurden in den Keller hinunter getragen und bei Bedarf wieder heraufgeholt, für uns als Bewohner der ersten Etage immerhin noch erträglich. Dazu muss man allerdings erwähnen, dass die Kellergänge und Kellerräume stockfinster waren – elektrische Beleuchtung existierte natürlich auch hier nicht. Eisschränke waren noch Mangelware. Wir verfügten erst in den dreißiger Jahren über ein solch allerdings umweltfreundliches Monstrum ohne Stromverbrauch und ozonlochfördernde Kältemittel. Damit er seiner kühlenden Aufgabe gerecht werden konnte, musste man ihn mit Stangeneis füttern, etwa 10 cm im Quadrat und ein Meter lang. Pferdewagen der Dresdner Felsenkellerbrauerei boten es mit Glockengebimmel auf der Straße feil. Starke Männer mit Lederschürzen und Schulterpolstern, aus Hanfseilen gewickelt, brachten es in die Wohnung, wenn man sie vom Fenster aus hochrief. Die Eisstangen wurden im Winter aus gefrorenen Teichen herausgesägt und für die Sommermonate in den tiefen Felsenkellern im Plauenschen Grund gelagert.“ 

Waschfest 

„War Waschfest angesagt, herrschte Hochspannung, denn davon war mit Ausnahme des Hausherrn die ganze Familie betroffen. In Ermangelung einer heutigen Waschmaschine spielte sich das Ganze unten im Keller im sogenannten „Waschhaus‟ ab, auch ohne Beleuchtung wie alles da unten. Die ganze Einrichtung bestand aus einem eingemauerten Kochkessel mit Kohlefeuerung, Wasserhahn, Abfluss im Boden und einem rohen Holztisch. Anstatt wie heute die Wäsche in die Trommel zu stopfen und einzuschalten, mussten die schweren Holzwannen rechtzeitig aus dem Keller herbei geschafft und mit Wasser gefüllt werden, damit die ausgetrockneten, hölzernen Faßdauben wieder wasserdicht wurden, und dazu ausreichen Kohlen. Der Wäscheberg, und der war in unserer fünfköpfigen Familie ansehnlich, wurde in Wäschekörben ins Waschhaus hinunter transportiert und dort beim trauten Schein einer Petroleumfunzel zunächst über Nacht eingeweicht. 

Am nächsten Tag ging es ans Wäschekochen im großen Kessel – die Petroleumfunzel erleuchtete die Szene gerade ausreichend – und Muttern trat in Aktion, manchmal auch Frau Mattern aus der Nachbarschaft, die sich als Waschfrau ein Zubrot verdiente. Portionsweise holte sie sich die heiße Wäsche mit einem besonders dafür vorgesehen Holzstab aus dem Kessel in eine kleine Wanne, um sie aus Leibeskräften – und davon brauchte man eine ganze Menge – auf dem Waschbrett mit Wurzelbürste und Kern- oder Schmierseife zu schrubben. War dann alles gekocht, gerubbelt, zum Spülen mehrfach aus einer Wanne in die andere geschmissen und zwischendurch mit der handbedienten Wringmaschine ausgewrungen – Spül– und Schleudergang erledigen das heute in wenigen Minuten – war ein arbeitsreicher Tag zu Ende. 

Schwarz Weißbild eines Platzes mit Haus im Hintergrund
R. W. Franke´s Wäsche-Bleich-Trockenplatz und Schrebergärten in der Blumenstraße 83

Frühzeitig am nächsten Morgen wurde das kostbare Gut in Körben auf den Handwagen geladen und zu Frankes unten an der Elbe auf die „Bleiche‟ transportiert. In langen Streifen lag sie dann bis zum Abend auf dem Rasen ausgebreitet in der Sonne, von Zeit zu Zeit gewendet und mit der Gießkanne neu bewässert. Einer aus der Familie musste dabei sitzen und Wache schieben, damit nix geklaut wurde. Am Ende des Bleichtages wurde sie zusammengetragen und in großen Wasserbottschen nochmal durchgespült, wobei Muttern streng darauf achtete, dass keine grünen Grasflecken zurückblieben. Im Abendsonnenschein ging dann die Fuhre wieder nach Hause mit dem stillen Wunsch, dass Petrus auch am nächsten Tag ein freundliches Gesicht machen möge, damit die Wäsche unten im Grasgarten auf der Leine baumeln konnte, und die Schlepperei bis hinauf unters Dach zum Trockenboden erspart bliebe. 

Hatte die Sonne schließlich ihre Pflicht und Schuldigkeit getan – wir schreiben inzwischen den vierten Tag – wurde alles schön sortiert, ordentlich zusammengelegt, im Wäschekorb verstaut und über die Straße zur „Wäschemangel‟ getragen. Das war der Akt des Waschfestes, der mir am meisten Spaß machte. Der mit schweren Steinen gefüllte und an einer dicken Kette aufgehängte Riesenkasten musste mit einer Handkurbel dreimal hin und her bewegt werden, während meine Mutter die nächste „Docke‟ fertig machte. Ich wollte natürlich immer eher fertig sein, als sie mit dem Wickeln und drehte dann wie verrückt, bis ich eines Tages merkte, dass die Kurbel keinen „Freilauf‟ hatte und mir gegen den Arm sauste. Das habe ich mir gemerkt. So eine „Docke‟ war übrigens eine Hartholzrolle, die hüben und drüben unter dem Mangelkasten herausschauen. Zusammen mit einem Mangeltuch wurde die Wäsche drumherum gewickelt und dann unter der Last des Mangelkastens platt gedrückt. Das war schließlich der letzte Streich und Muttern konnte sie daheim fein säuberlich im Wäscheschrank aufstapeln. Die Kanten der Wäschefächer zierte bei uns ein mit blauem Kreuzstich gesticktes Band. Darauf stand: „Gereift im Sommerwinde, gebleicht auf grüner Au, so liegt es jetzt im Spinde zum Stolz der deutschen Frau“. Gemeint war damit das schöne weiße Leinen, aus dem damals noch alle Hauswäsche und zum größten Teil auch die Leibwäsche hergestellt wurden. 

Ein wichtiges Utensil der Hausfrau war das „Plätteisen‟ zum Bügeln vor allem der Oberhemden – die bügelfreie Wäsche war noch nicht erfunden. Es sah fast so aus wie heute, nur ohne Schnur und Stecker. Es war hohl und hinten mit einer Klappe abgeschlossen. Damit es seinen Zweck erfüllen konnte, wurde der Küchenherd angeheizt, im Kohlenfeuer ein Formstahl glühend gemacht und in den Hohlraum geschoben, der für die Hitze sorgte. Und da dies nicht ewig währt, hatte man inzwischen „ein zweites Eisen im Feuer‟. Das glühende Ding hatte ein Loch, wo man den Feuerhaken durchstecken, den Stahl damit aus dem Feuer holen und ins Plätteisen manipulieren konnte. Später gab es modernere Bügeleisen mit einem passend geformten Rohr anstelle des Stahls. Das hatte kleine Löcher und endete in einem kleinen Tank hinterm Griff. Dieser wurde mit Brennspiritus gefüllt und sorgte für Betriebsstoff, wenn das Rohr angezündet war. Das waren noch Zeiten für die Feuerwehr!“ 

Übertragen von Gerd Gottwald 


In eigener Sache:

Gefällt dir unsere Arbeit? Um weiterhin Wissenswertes, Hintergründe und Geschichten aus der Johannstadt berichten zu können, bitten wir dich um eine Spende. Jetzt direkt spenden: Online-Spende.

Hast du Lust Teil der Stadtteilredaktion Johannstadt zu werden und über dein Stadtviertel zu schreiben, Beiträge zu lektorieren oder uns organisatorisch zu unterstützen? Dann melde dich unter redaktion@johannstadt.de.

Immer auf dem aktuellen Stand sein. Abonniere unseren WhatsApp-Kanal! Besuche uns auf Instagram und Facebook!

Datenschutzerklärung

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung. Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Cookies

Die Internetseiten verwenden teilweise sogenannte Cookies. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Andere Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Diese Cookies ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

Kontaktformular

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Matomo (ehemals Piwik)

Diese Website benutzt den Open Source Webanalysedienst Matomo. Matomo verwendet Cookies (siehe Absatz Cookies), die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über die Benutzung dieser Website werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können.

Wenn Sie mit der Speicherung und Nutzung Ihrer Daten nicht einverstanden sind, können Sie die Speicherung und Nutzung hier deaktivieren. In diesem Fall wird in Ihrem Browser ein Opt-out-Cookie hinterlegt der verhindert, dass Matomo Nutzungsdaten speichert. Wenn Sie Ihre Cookies löschen, hat dies zur Folge, dass auch das Matomo Opt-out-Cookie gelöscht wird. Das Opt-out muss bei einem erneuten Besuch unserer Seite wieder aktiviert werden.

Server-Log-Files

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in sogenannten Server-Log Files, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

  • Browsertyp und Browserversion
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL
  • Hostname des zugreifenden Rechners
  • Uhrzeit der Serveranfrage

Diese Daten sind nicht bestimmten Personen zuordenbar. Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen. Wir behalten uns vor, diese Daten nachträglich zu prüfen, wenn uns konkrete Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Nutzung bekannt werden.

SSL-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel der Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

Twingle

Diese Website nutzt das Spendenformular der twingle GmbH, Prinzenallee 74, 13357 Berlin. Die twingle GmbH stellt für dieses Spendenformular die technische Plattform für den Spendenvorgang zur Verfügung. Die von Ihnen bei der Spende eingegebenen Daten (z.B. Adresse, Bankverbindung etc.) werden von twingle lediglich zur Abwicklung der Spende auf Servern in Deutschland gespeichert.
Wir haben mit twingle einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen und setzen bei der Nutzung des Spendenformulars von twingle die strengen Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung und der deutschen Datenschutzbehörden vollständig um. Die Übermittlung Ihrer Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 a DSGVO (Einwilligung) und Art. 6 Abs. 1 b DSGVO (Verarbeitung zur Erfüllung eines Vertrags). Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus.

Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten bei Spenden

Bei einer Spende erheben und verwenden wir Ihre personenbezogenen Daten nur, soweit dies zur Erfüllung und Abwicklung Ihrer Spende sowie ggf. zur Bearbeitung Ihrer Anfragen erforderlich ist. Die Bereitstellung der Daten ist für die Abwicklung des Spendenvorgangs erforderlich. Eine Nichtbereitstellung hat zur Folge, dass Ihre Spende nicht empfangen werden kann. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage des Art. 6 (1) b DSGVO und ist für Abwicklung der Spende erforderlich. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung erfolgt nicht. Ausgenommen hiervon sind lediglich unsere Dienstleistungspartner, die wir zur Abwicklung der Spende benötigen oder Dienstleister derer wir uns im Rahmen einer Auftragsverarbeitung bedienen. Neben den in den jeweiligen Klauseln dieser Datenschutzerklärung benannten Empfängern sind dies beispielsweise Empfänger folgender Kategorien: Zahlungsdienstleister, Dienstleister für den Versand der Spendenbescheinigung. In allen Fällen beachten wir strikt die gesetzlichen Vorgaben. Der Umfang der Datenübermittlung beschränkt sich auf ein Mindestmaß. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung jederzeit zu widerrufen. Ein Widerruf wirkt sich auf die Wirksamkeit von in der Vergangenheit liegenden Datenverarbeitungsvorgängen nicht aus

Recht auf Auskunft, Löschung, Sperrung

Sie haben jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung sowie ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.

Widerspruch Werbe-Mails

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-E-Mails, vor.

Quellen: https://www.e-recht24.de, twingle GmbH 

1. Benutzerkonten Stadtteilplattform johannstadt.de

  • Der Stadtteilverein1 stellt dem/der Zugangsberechtigten2 ein Benutzerkonto (Log-in und Passwort) zur Internetplattform www.johannstadt.de zur Verfügung, der es diesem ermöglicht, eigenständig Texte und Bilder auf der Onlineplattform zu veröffentlichen.
    • Der Zugang ist personengebunden und nicht übertragbar.
    • Das Erscheinungsbild (Anzeigename über Beiträgen) wird so dargestellt:

      „Vorname Name (ggf. Projekt- bzw. Organisations-/Einrichtungsname)“

  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, dass vom Stadtteilverein zur Verfügung gestellte Passwort zu ändern und die Zugangsdaten vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich das Passwort in regelmäßigen Abständen (Empfehlung: alle zwei Jahre, mindestens 10 Zeichen – Ziffern, Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen) zu ersetzen, um den unbefugten Zugriff durch Dritte zu erschweren.
  • Der Stadtteilverein behält sich vor die Log-in-Methode zu ändern bzw. zu erweitern, z. B. durch Einführung einer Zwei-Faktor-Anmeldung.
  • Der/Die Zugangsberechtigte verpflichtet sich, keine illegalen, anstößigen oder diskriminierenden Inhalte zu veröffentlichen.
  • Der/Die Zugangsberechtigte versichert insbesondere, keine Inhalte zu veröffentlichen, mit denen Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte, Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden.
  • Vor dem Einstellen von Informationen Dritter bzw. der Einräumung erweiterter Zugriffsbefugnisse an Dritte sorgt der/die Zugangsberechtigte für den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zur Übertragung von Nutzungsrechten.
  • Beim Hochladen von Mediendateien sorgt der/die Zugangsberechtigte für eine urheberrechtskonforme Quellenangabe durch einen entsprechenden Eintrag in das Feld „Untertitel“ in der Mediathek.
  • Der/Die Zugangsberechtigte sorgt selbständig für die Aktualisierung der veröffentlichten Informationen im Falle von Änderungen sowie für das Löschen nicht mehr benötigter Daten (Bilder, Dokumente, Texte) von der Plattform (Seiten/Beiträge/Mediathek).
  • Bei Benutzerkonten, die zwei Jahre oder länger nicht genutzt wurden, werden die Zugangsberechtigten von den Webseitenadministratoren angeschrieben. Erfolgt darauf keine Reaktion oder die in den Zugangsdaten hinterlegte E-Mail-Adresse ist nicht mehr erreichbar, wird das entsprechende Benutzerkonto gelöscht. Vorher wird jedoch geprüft, ob von dem Benutzerkonto Beiträge und/oder Seiten erstellt wurden. Diese werden vor der Löschung auf ein anderes, im Zugriff des Stadtteilvereins befindliches Benutzerkonto übertragen.

2. Einstellen und Veröffentlichen von Beiträgen nach Berechtigungsgruppen

  • Der Stadtteilverein teilt Zugangsberechtigte in Berechtigungsgruppen, Rollen genannt, ein.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins redaktionelle Beiträge erstellen, wird die Rolle „Redakteur“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für sich selbst und/oder im Auftrag einer Einrichtung, eines Vereins oder sonstigen Organisation redaktionelle Beiträge verfassen, wird die Rolle „Autor“ zugewiesen. Die Anfrage erfolgt über ein entsprechendes Formular dieser Webseite.
    • Zugangsberechtigten, die für die Stadtteilredaktion und/oder im Auftrag des Stadtteilvereins arbeiten und Inhalte der Webseite auf Fehler (Rechtschreibung, Grammatik, Syntax), inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Kriterien, die in den Punkten 3., 4. und 5., inklusive Unterpunkten, Erwähnung finden, überprüfen und ggf. korrigierend eingreifen, wird die Rolle „Administrator“ zugewiesen. Weitere Rechte und Pflichten der Rolle „Administrator“ werden hier nicht aufgeführt, da diese i. d. R. Gegenstand separater Vereinbarungen, z. B. Arbeits- und/oder Honorarverträge,  mit dem Stadtteilverein sind.
  • Rolle „Redakteur“
    • Redaktionelle Beiträge können ohne Freigabeprüfung veröffentlicht werden.
    • Vor dem Veröffentlichen redaktioneller Beiträge empfiehlt es sich jedoch diese von Mitgliedern der Stadtteilredaktion und/oder Administratoren auf (inhaltliche) Fehler überprüfen und ggf. korrigieren zu lassen.
  • Rolle „Autor“
    • Redaktionelle Beiträge können nur verfasst und müssen zur Überprüfung eingereicht werden (automatisch bei Klick auf „Zur Überprüfung einreichen“).
    • Unter dem Beitrag ist der Vermerk „Verantwortlich im Sinne der Pressearbeit“ (V. i. S. d. P.) mit folgenden Angaben verpflichtend:

      – bei natürlichen Personen: Vorname Nachname

      – bei juristischen Personen: Vollständiger Name des Autors/der Autorin, vollständiger Name der Trägerorganisation ggf. mit Link zur Homepage, (namentliche Nennung der vertretungsberechtigten Person(en))
    • Jedem redaktionellem Beitrag wird (automatisch) ein Hinweistext, dass es sich um einen Beitrag Dritter handelt (und um diesen von Beiträgen der Stadtteilredaktion bzw. des Stadtteilvereins zu unterscheiden), hinzugefügt. Der Hinweistext kann vor, inmitten und/oder am Ende des Beitrags erscheinen.

3. Anforderungen für das Hochladen von Dateien

  • Vor dem Hochladen von Dateien müssen diese für die Darstellung auf der Webseite angepasst werden. Eine Anpassung auf der Webseite ist nur eingeschränkt möglich.
    • Bilder
      • Bilder können standardmäßig nur in Dateiformaten JPG, JPEG, WebP, PNG, GIF und ICO dargestellt werden. Die Formate GIF und ICO sind für diese Seite belanglos.
      • Bilder sollten im Querformat, optimal 16:9, zum Einsatz kommen.
      • Die Speichergröße eines Bildes sollte nicht mehr als 1 MB betragen.
      • Die Bilder sollten nicht größer als 2500 Pixel (lange Bildseite) sein.
    • Dokumente
      • Dokumente können in den Dateiformaten DOCX, ODT, PPTX, XLXS und PDF verarbeitet werden.
      • Vor dem Hochladen sollten diese auf barrierefreie Zugänglichkeit geprüft und entsprechend korrigiert werden. Alle bekannten Office-Programme verfügen über entsprechende Assistenzsoftware, die Fehler anzeigen kann und Korrekturvorschläge anbietet.
  • Nach dem Hochladen von Bildern sollten diese in der Mediathek beschriftet werden.
    • Die Beschreibung für Blinde und Sehschwache gehört in das Feld „Alternativer Text“.
    • In das Feld „Untertitel“ sind die Bildbezeichnung sowie die Bildquellenangabe zu schreiben.
    • Inhalte, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, müssen als solche gut sichtbar und verständlich ausgewiesen werden.

4. Kommentare

  • Kommentare werden grundsätzlich moderiert und erst nach Prüfung auf inhaltliche Relevanz sowie Einhaltung unserer Netiquette freigeschaltet.
  • Das Einfügen von Verlinkungen auf Drittseiten in den Kommentaren sollte unterbleiben, da diese automatisch als Spam abgewiesen werden.

5. Text- und Bildeinsendungen

  • Texte, z. B. für Gastbeiträge3, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte4 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Texte entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Texte keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Bilder, z. B. für Foto der Woche, die durch Dritte (Rechteinhaber*in) über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) in die Obhut des Stadtteilvereins gelangen,  werden vor Veröffentlichung lektoriert und auf entsprechende Nutzungsrechte5 geprüft.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, zur Übertragung des Nutzungsrechts befugt zu sein, weil er/sie die eingesandten Bilder entweder selbst erstellt hat oder die für die Übertragung notwendigen Rechte selbst wirksam erworben hat.
    • Der/Die Rechteinhaber*in versichert, dass mit der Veröffentlichung der eingesandten Bilder keine Rechte Dritter (z. B. gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden. Sollten Dritte in Bezug auf diese Werke Rechteverletzungen gegenüber den Vertragsparteien geltend machen, unterstützt der/die Rechteinhaber*in den Stadtteilverein bei der Abwehr von Ansprüchen, insbesondere durch zur Verfügung stellen der zur Verteidigung erforderlichen Informationen.
  • Die eingesendeten Bilder dürfen weder gewaltverherrlichende, pornografische noch anderweitig schockierende Inhalte aufweisen.
  • Durch das Zusenden von Texten und Bildern, über Formulare dieser Webseite und/oder via E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de), wird dem Stadtteilverein automatisch ein Einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht nach der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0 eingeräumt.
  • Es werden keine Entgelte für Veröffentlichungen gezahlt.
  • Es besteht kein Anrecht auf Veröffentlichung.
  • Bei Nichtveröffentlichung werden die mitgeteilten Daten unverzüglich und datenschutzkonform gelöscht.
  • Die Veröffentlichung kann jederzeit widerrufen werden, durch eine formlose Mitteilung per E-Mail an stadtteilverein@johannstadt.de.

6. Preise/Werbeeinnahmen

  • Die Nutzung dieser Webseite ist kostenfrei. Sie können jedoch sehr gern spenden (Link zur Spendenseite).
  • Werbung auf johannstadt.de: Interessierte lokale gewerbliche Akteure können per E-Mail an die Stadtteilredaktion (redaktion@johannstadt.de) unverbindlich die aktuelle Preisliste und Mediadaten anfordern.

Fußnoten:

  1. Der Stadtteilverein Johannstadt e. V. ist Träger der Webseite www.johannstadt.de und wird der Einfachheit halber nur Stadtteilverein benannt. ↩︎
  2. Zugangsberechtige sind Mitarbeiter*innen des Stadtteilvereins, Redakteur*innen der Stadtteilredaktion sowie Dritte, die in der Dresdner Johannstadt gemeinwohlorientierte Veranstaltungen durchführen und/oder andere gemeinwohlorientierte Angebote vorhalten. ↩︎
  3. Bezieht sich auch auf Angebotsdarstellungen gemeinnütziger sowie gewerblicher Akteure, die in der Johannstadt aktiv bzw. niedergelassen sind. ↩︎
  4. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎
  5. Entsprechend den Angaben in Formularen bzw. Mitteilungen per E-Mail. ↩︎

Stand: 06/2026