Fortschritt heißt Wachstum, Arbeit ist Wettbewerb und globale Lieferketten sichern unseren Wohlstand. Solche Vorstellungen prägen unseren Blick auf das Heute und Morgen. Oft, ohne dass wir es merken.
Zukünfte dekolonialisieren heißt, unsere Annahmen über das, was vor uns liegt, offenzulegen und gemeinsam bestehende Deutungshoheiten aufzubrechen. Doch wer prägt die Narrative, die bestimmen, welche Zukünfte wir für möglich halten? Und welche alternativen Zukünfte und Perspektiven bleiben unsichtbar?
In einem interaktiven Workshop nutzen wir die Causal Layered Analysis (CLA), um solche Narrative anhand aktueller Aussagen über die Zukunft zu dekonstruieren. Von der Oberfläche über Strukturen und Weltbilder bis hin zu den zugrunde liegenden Metaphern. Gemeinsam entwickeln wir anschließend alternative Narrative und erweitern den Raum für gerechtere, global verbundene Zukünfte. Die Teilnehmenden nehmen eine konkrete Methode und einen geschärften Blick auf die eigenen Annahmen und Zukunftsbilder mit, die sie auch im Alltag verwenden können.
Anmeldung: bitte an l.m.reifegerste@gmail.com zur besseren Planung, aber gern spontan vorbei kommen.
barrierefrei: Rampe für Rollstuhl vorhanden, aber Toilette nur über Treppe erreichbar.
Eine Veranstaltung von: Institut Futur der Freien Universität Berlin
Lina Reifegerste

Lina ist Masterstudentin der Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin mit einem
Fokus auf partizipative Verfahren und gesellschaftliche Transformationsprozesse. In ihrer
Arbeit beschäftigt sie sich insbesondere mit der Frage, wer die Möglichkeit hat, Zukunft zu
denken und aktiv mitzugestalten, welche Perspektiven Gehör finden und welche unberücksichtigt bleiben. Sie verfügt über einen Hintergrund in der Nachhaltigkeits- und Innovationsberatung und ist derzeit an einem Berliner Forschungsinstitut im Bereich Nachhaltigkeitsforschung tätig.
Nico Dams

Nico ist Masterstudent der Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkten in spekulativem Design, Szenarioanalyse und partizipativen Methoden. Insbesondere beschäftigt er sich mit der Frage, wie sich mithilfe von Design-Praktiken Zukünfte aktiv und gemeinschaftlich gestalten lassen. Sein Profil verbindet gestaltungsbasierte Forschungsansätze mit qualitativer Zukunftsforschung und praktischer Erfahrung im organisationalen Wissenstransfer
Quelle: https://dearfuturedresden.de/festival2026/programm/decolonizing-future-s-wem-gehort-die-zukunft