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eingestellt am 22.11.2021 von Torsten Görg (Stadtteilfonds), zuletzt geändert am 23.11.2021, Headerbild: Impressionen vom Wahltag. Foto: Torsten Görg

Ergebnisse der Stadtteilbeiratswahl – So hat die Johannstadt gewählt

Der Stadtteilverein Johannstadt hatte am Samstag, dem 20. November 2021, von 13 bis 16 Uhr dazu eingeladen, acht Personen als Bürgervertretung in den Stadtteilbeirat Johannstadt zu wählen. Zuvor hatten sich 14 Kandidat*innen gemeldet. Vom 12. bis 19. November 2021 hatten die Wähler*innen zudem die Gelegenheit zur Briefwahl. Insgesamt 187 Menschen, die in den Stadtteilen Johannstadt-Nord und Johannstadt-Süd wohnen, arbeiten oder lernen, beteiligten sich und warfen 182 gültige Stimmzettel in die Urne, davon 132 per Briefwahl und 50 im Wahllokal vor der JohannStadthalle, wo viele die Gelegenheit nutzten, bei einem heißen Getränk mit den anwesenden Kandidat*innen ins Gespräch zu kommen.

Foto: Torsten Görg
Das Café für alle-Mobil vor dem Wahllokal (Foto: Matthias Kunert)

Zehn natürliche Personen ziehen in den Stadtteilbeirat ein

In der Gruppe „Bürger*innen der Johannstadt (nicht näher spezifizierte natürliche Personen)“, wo fünf Bewerber*innen um zwei Plätze rangen, erlangte Annett Bachmann mit 93 Stimmen Platz 1, knapp gefolgt von Tobias Funke, der mit 91 Stimmen Platz 2 belegt. Mit den nächstmeisten Stimmen wurden als potenzielle Nachrückerinnen im Falle des Ausscheidens eines Mitglieds Annick Ghaldouni mit 66 Stimmen, Andrea Albrecht mit 55 Stimmen und Karin Schorsch mit 21 Stimmen gewählt.

Mit deutlicher Mehrheit wählten die Johannstädter*innen die Vertretung der „Senior*innen ab vollendetem 60. Lebensjahr“. In dieser Gruppe setzte sich Andrea Peisker mit 118 Stimmen durch, gefolgt von 38 für Marion Löffler. Ebenfalls ein klares Ergebnis gab es bei den „Ladenbesitzer*innen“. Diese vertritt zukünftig Andrej Klein, der mit 98 Stimmen vor Gabriele Schwank mit 54 lag. Für die „Freiberufler*innen“ geht Christian Ecklebe Dank 105 Stimmen in den Stadtteilbeirat, gefolgt von Mitbewerber Ruslan Yavorsky mit 51.

In der Gruppe der “Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren” hatte nur Tom Fischbach kandidiert, der 115 Stimmen erhielt und in den Stadtteilbeirat einzieht. In der Gruppe der „Bewohner*innen mit Migrationshintergrund“ übernimmt Muawia Dafir als einziger Kandidat mit 161 Stimmen die Vertretung im Gremium. In der Gruppe der „Bewohner*innen mit Behinderung“ erlangt Thomas Pietsch 147 Stimmen und behält sein bestehendes Mandat. Auf die Plätze 9 und 10 wurden bereits am 9. Oktober 2019 im Stadtbezirksbeirat Altstadt Anna Kahlich und Lutz Hoffmann gewählt, die bis zur nächsten Wahl zweier Entsendeter des Stadtbezirksbeirats weiterhin die Schnittstelle zwischen Stadtteilbeirat und nächsthöherem Entscheidungsgremium herstellen.

In den neuen Stadtteilbeirat gewählte natürliche Personen (Fotosquellen siehe Einzeldarstellung der Kandidat*innen)

Weitere zehn Vertreter*innen juristischer Personen werden berufen

Ergänzt wird die gewählte Bürgervertretung im Stadtteilbeirat durch weitere zehn Vertreter*innen wichtiger Institutionen im Stadtteil: Den Trägern von Kinder- und Jugendarbeit, Senioren- und Integrationsarbeit, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Wohnungsunternehmen sowie das Stadtbezirksamt Altstadt. Die Einrichtungsvertreter*innen konnten sich bewerben und wurden durch den Stadtteilverein in ihr Amt berufen. Das sind Heike Heubner-Christa vom Kinderschutzbund, Anna Geiser vom Ausländerrat Dresden, Juliana Dressel-Zagatowski von der 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“, Daniela Tonk vom Johannstädter Kulturtreff, Claudia Windisch von der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, André Barth vom Stadtbezirksamt Altstadt, Charlotte Döbrich von der JohannStadthalle, Cathrin Bochert vom Seniorenzentrum Amadeus, Stefan Pohontsch von der Wohnungsgenossenschaft Aufbau und Sonja Hannemann vom Gymnasium Johannstadt.

In den neuen Stadtteilverein berufene Vertreter*innen wichtiger Einrichtungen (juristische Personen) (Fotoquellen siehe Einzeldarstellung der Mitglieder)

Ein Modell für gelebte Demokratie auf Stadtteilebene

Bereits zum zweiten Mal wurden nun Bürger*innen in den 2018 mit Unterstützung des Quartiersmanagements Nördliche Johannstadt eingerichteten 20-köpfigen Beirat gewählt, der viermal im Jahr gemeinsam über aktuelle Themen der Stadtteilentwicklung berät, sich für die Interessen des Stadtteils einsetzt und über die Verwendung der Mittel aus zwei Fonds mit einem Gesamtvolumen von jährlich mehr als 50.000 Euro entscheidet. Das Modellprojekt im Rahmen der „Zukunftsstadt Dresden 2030+“ soll Beteiligung, Engagement und Zusammenarbeit auf Stadtteilebene fördern und hat eine Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen zum Ziel – seit zwei Jahren erfolgreich erprobt in Johannstadt und in Pieschen-Süd/Mickten, während sich der Verein In Gruna leben e.V. gerade auf den Weg begibt.

Der neue Stadtteilbeirat konstituiert sich im neuen Jahr

Zur konstituierenden Sitzung trifft sich der neue Stadtteilbeirat Johannstadt im neuen Jahr, sobald die erforderlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Nach einer Einführung in die Arbeit des Stadtteilbeirats werden die zu beratenden Themen gesammelt und vermutlich auch schon erste Beschlüsse über die Förderung von Projektanträgen gefasst.

Vielen Dank!

Die Vorstandsvorsitzende des Stadtteilvereins Andrea Schubert, Projektleiter Torsten Görg und Quartiersmanager Matthias Kunert bedanken sich bei allen, die sich an den Wahlen zum 2. Stadtteilbeirat Johannstadt beteiligt haben, insbesondere den Kandidat*innen, den Wähler*innen, den Wahlhelfer*innen sowie der JohannStadthalle.

Die Auszählung. Foto: Matthias Kunert
Fot: Matthias Kunert

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