Informationsaustausch und Gartenworkshop zum Johannstädter Naturtreff

eingestellt am 07.05.2026 von Gerd Gottwald (Stadtteilredaktion), Headerbild: Eine Veranstaltung der Stadtverwaltung im Grünen bei bestem Wetter • Foto: Gerd Gottwald

Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Geländes Elisenstraße 35

Ein Gemeinschaftsbeitrag von Nadine Kadić und Gerd Gottwald

Was passiert mit der freien Fläche beim ehemaligen Kulturtreff? Das Amt für Stadtplanung und Mobilität lud am Donnerstag, 23. April 2026, alle Anwohner der umliegenden Gebäude in den Garten hinter dem ehemaligen Johannstädter Kulturtreff ein, um über den aktuellen Stand der Planungen für dieses Grundstück zu berichten.

Mehrere Menschen stehen im Freien vor einer Infotafel zugewandt sitzenden Zuhörern
Das Amt für Stadtplanung und Mobilität begrüßt die Anwesenden • Foto: Gerd Gottwald

Wie wird der Naturtreff aussehen?

An diesem zwar kühlen, aber doch sonnigen April-Donnerstag kann man sich den Naturtreff auf der Fläche bereits gut vorstellen. Die Bäume und Sträucher treiben ihren Knospen aus und einige Blumen sagen dem Frühling „Hallo“. Hier an der Elisenstraße befindet sich ein gut gelegener Ort für den zukünftigen Johannstädter Naturtreff.

Aktuell ist geplant, im Herbst mit dem Abriss des Gebäudes zu beginnen und bereits Ende 2027 das Gelände als Naturtreff zur Nutzung zu übergeben. Frau Kraushaar von Kraushaar Lieske Freiraumplanung GbR stellte anhand einiger Planungszeichnungen die vorgesehenen Gestaltungselemente vor wie zum Beispiel ein Freiluft-Klassenzimmer, Sitzbänke, einen Balancierpfad und ausreichend Platz für Senioren-Hochbeete.

In die Planungen sind auch einige Vorschläge aus dem ersten Workshop eingeflossen, der am 6. Juni 2024 an gleicher Stelle stattgefunden hatte. Eine ältere Dame erzählt:

„Ich hatte mir beim ersten Workshop eine Schaukel für Erwachsene gewünscht.“

Ihr Lächeln wurde groß, als sie diese Schaukel tatsächlich in den Planungen entdeckte. Gleichzeitig bestand auch an diesem Abend die Möglichkeit Fragen zu stellen und weitere Wünsche für die Gestaltung des Johannstädter Naturtreffs zu äußern.

Gesamtplan der Anlage
Aktueller Stand der Planung für die gesamte Anlage • Foto: Gerd Gottwald

Die großen, grünen Flächen auf dem Plan bilden den Grundriss des abzureißenden Gebäudes nach. Diese Flächen sollen künftig als Gemeinschaftsgärten genutzt werden können. Zur Bewässerung ist ein Brunnen vorgesehen. Über die Nutzung von Regenwasser wird, auch nach einigen Anregungen der Anwesenden, noch beraten.

Bilder von geplanten Gestaltungselementen für den Naturtreff

Verschiedene, aus Naturmaterialien gestaltete Aufenthaltsmöglichkeiten im Grünen, wurden vom Planungsbüro vorgestellt.

Seitens der Anwohner gab es rege Diskussionen zu Fragen der Sicherheit und Ordnung auf dem Gelände. Als besonders wichtig wurde u. a. eine Toilette angesehen. Seitens der Stadtverwaltung wurde dies jedoch als äußerst unwahrscheinlich dargestellt; angesichts der zu erwartenden hohen Unterhaltskosten.
Für regelmäßige Begehungen, sowie Papierkörbe und deren Entleerung sei jedoch gesorgt.

Was ist im Park geplant?

  • Zentraler Weg über die zukünftige Grünfläche
  • Eingangszone inklusive Infotafel
  • Picknickbänke
  • Schachtische
  • kleiner Sandspielbereich für Kinder
  • Neupflanzung von Bäumen und Stauden
  • Erhalt aller Bäume
  • Entsiegelung des Parkplatzes
  • „Grünes Klassenzimmer“ mit Hochbeeten und Sitzmöglichkeiten
  • freie Fläche zum Gärtnern
  • Balancier- und Tastpfad
  • Schaukel
  • Wippe
  • kleine Bühne für Nachbarschaftsveranstaltungen und kleine Konzerte

„Gartenworkshop Teil 1“ zum Gemeinschaftsgarten im Naturtreff

ein Mann mit gelber Jacke steht vor einer Infotafel und spricht zu den Anwesenden
Einladung zu Teil zwei der Veranstaltung • Foto: Gerd Gottwald

Thomas Kowalski vom UFER-Projekte Dresden e. V. lud anschließend Interessenten für einen Gemeinschaftsgarten zu einem ersten Kennenlerngespräch und einem Workshop ein.

Wie wird der Gemeinschaftsgarten aussehen? Wer ist verantwortlich? Welche Regeln gelten im Garten? Noch sind die Antworten auf all diese Fragen offen, was aber auch den Vorteil habe, betont Kowalski, dass man den Gemeinschaftsgarten von Grund auf selbst gestalten kann.

Fest steht: Der Gemeinschaftsgarten wird auf der Fläche angelegt, auf der aktuell noch das alte Kulturtreff-Gebäude steht. Das hat den folgenden Vorteil: Es müssen keine Bäume für den Gemeinschaftsgarten gefällt werden, um genug Licht für Gemüse und Blumen zu gewährleisten.

Was sind eure Interessen am Gemeinschaftsgarten?

Am Gemeinschaftsgarten hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Gründen Interesse: Die einen wollten sich mit wenig Aufwand an leicht zugänglichen Hochbeeten betätigen, andere hegten beispielsweise den Wunsch, gemeinsam mit ihren Kindern zu gärtnern. Einige Interessierten hatten Interesse an einem eigenen Stück des Gartens, um aktiv selbst Gemüse direkt in der Johannstadt anbauen zu können.

Als Interessen wurden beispielsweise genannt:

  • Hochbeet für Senioren
  • Fortsetzung des Bönischgartens
  • Mitmachen, mitbauen, Beete anlegen
  • Kinder ans Gärtnern heranführen

Wie geht es weiter?

  • 30. Mai 2026: Bönischplatzfest mit einem Spaziergang zum Johannstädter Naturtreff
  • 12. Juni 2026: Eröffnung des neuen Stadtteilhauses und „Gartenworkshop Teil 2“, Ort: Stadtteilhaus in der Pfeifferhannsstraße 11
  • Oktober und November 2026: Baustellenführung zum Abbruch des Gebäudes.
  • Februar 2027: Baustart und „Gartenworkshop Teil 3“, Ort: Stadtteilhaus in der Pfeifferhannsstraße 11
  • Oktober 2027: Eröffnung und „Gartenworkshop Teil 4“, Ort: Elisenstraße 35

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