Dieses Gedicht ist in der Zeile 8 erschienen. Autor: fH
Rastlos
Rastlos streifen Gedanken durch die laue Sommernacht.
Wonach sie wohl suchen mögen?
Nach einem Traum, in dem sie sich verfangen und auflösen?
Und ich öffne alle Fenster und Türen,
Um zu spüren, wie der Sturmwind mich durchdringt,
Gedankentreibgut fortbringt.
Dort an die einsame Felsenklippe, vor dem Abgrund der Zeit,
Wo sich Gewittertosen mit Meeresgewühl vermengt
Und alles zersprengt, aufhebt und fallen lässt,
Sich kreischende Gischt am Steinmassiv verfängt.
Blitze spannen wild zerfasernd Netze zwischen Wolkentürmen.
Windrauschen.
Regenbrausen.
Und endlich ertönt erlösend dumpfer Donnerschlag.
Uraltes Grollen der Weltenseele
Kühl-würzige Regenluft durchströmt befreiend meine Kehle.
So erhebt sich des Unwetters mächtiger Klang
Mahnend über zielloses Lebensgedräng
Durchwirkt von sanftem Klagenlied zerspringender Tropfen.
Verschlucken ahnend des Weltenlaufes Wirklichkeit;
Für kurze Zeit
Bedeutungslosigkeit.
Wieder zuckt der Himmelspfeile Leuchtwerk vor schweigend dunkler Schattenkulisse.
Flieg im Winde!
Fang´ die Welle!
Finde Weg und Wort.
fH
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