Querparken in der Thomaestraße

eingestellt am 07.01.2026 von Gerd Gottwald (Stadtteilredaktion), Headerbild: Parksituation von der Holbeinstraße aus gesehen © Gerd Gottwald

Die lange Geschichte einer einfachen Sache.

Die Redaktion erreichen immer wieder Anfragen zur Situation der Parkplätze für die private Nutzung im Stadtteil. Ein kleines Schlaglicht zu dem Thema soll dieser Beitrag liefern.

Bereits 2019 gab es eine Einwohneranfrage zum Lkw-Verkehr auf der Thomaestraße (EWA0122)19). Die Antwort des Oberbürgermeisters Dirk Hilbert enthielt unter anderm den folgenden Absatz:
Gemäß § 12 Absatz 3a StVO ist das regelmäßige Parken von Lkw über 7,5 t zulässige Gesamtmasse in Wohngebieten (also auch auf der Thomaestraße zwischen Dürer- und Gerokstraße) unzulässig. Das Ordnungsamt erhielt den Hinweis, die Situation zu überprüfen und etwaige Ordnungswidrigkeiten zu ahnden.

Im Februar 2021 reichte im Stadtbezirksbeirat Dresden Altstadt die Fraktion „DIE LINKE“ dazu einen Vorschlag zum Querparken in der Thomaestraße ein.

Begründung:
Der betreffende Abschnitt wird zunehmend häufiger für das Parken von Lkw, Aufliegern, Bussen und Verkaufswagen genutzt. Durch das sich östlich angrenzende Schulgelände des Bertolt-Brecht-Gymnasiums und die westlich anschließende Sportplatz- und Freizeitanlage wechseln in diesem Bereich besonders häufig Kinder und Jugendliche die Straßenseite. Insbesondere Kinder und Jugendliche werden durch die Dimensionen des ruhenden Verkehrs stark verdeckt und erst kurz vor dem Betreten der Fahrbahn bemerkt, sodass hier schon viele Beinahezusammenstöße zu beobachten waren.

Im April 2021 wurde ein Vorschlag vom Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau,
Verkehr und Liegenschaften, Stephan Kühn beantwortet. Darin wird eine kurzfristige Lösung noch für das Jahr 2021 angekündigt:
Dafür soll das Querparken auf der Seite des Sportplatzes durch eine Markierung und temporäre Beschilderung verdeutlicht werden. Die Zufahrt zum Sportplatz wird dabei durch Sperrflächenmarkierung freigehalten. Auf der Seite der Schule wird nur noch Parken für Pkw erlaubt sein.

Ein ebenfalls beantragter Zebrastreifen zwischen Schule und Sportplatz wurde mit Hinweis auf die – wegen der damaligen Pandemielage – nicht durchführbaren Verkehrszählungen auf den Zeitpunkt nach der Wiederaufnahme des Regelschul- und Sportbetriebs verschoben.

Anmerkung der Redaktion: Inzwischen findet der Schulbetrieb des Bertolt-Brecht-Gymnasiums wegen des geplanten Neubaus für das Gymnasium allerdings am Ausweichstandort am Terrassenufer statt, sodass diese Frage momentan nicht mehr auf der Tagesordnung stehen dürfte.

Da offensichtlich nichts passierte, geht es im November 2023 weiter mit einer (wieder von „DIE LINKE“ initiierten) Anfrage des Stadtbezirksbeirates zum Umsetzungsstand. Unter anderem mit der Frage, wann mit einer Umsetzung zu rechnen sei.

Die Antwort von Stephan Kühn kam dann im Januar 2024. Darin wird von der Umsetzung im 2. Quartal 2024 ausgegangen.

Der Zustand heute

Straßenmarkierungen Fußgängerüberweg für Schüler
Erhöhte Sicherheit für die Schüler des Bertolt-Brecht-Gymnasiums © Gerd Gottwald
längs- und Querparkende Autos
Viel ungenutzter Parkraum © Gerd Gottwald
Straßenmarkierung zum Querparken
Ist es den Autofahrern selbst überlassen, wie sie parken? © Gerd Gottwald

Wie die Bilder zeigen, wurden die Stellflächenmarkierungen so sparsam aufgebracht, dass offenbar nicht alle Autofahrer erkennen, wie das Parken hier erfolgen soll. Auch große Lkw/Busse werden immer wieder hier abgestellt.

Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt Dresden/Eigenrecherche

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