Döner in der Johannstadt – fünfmal Drehspieß, fünfmal anders

eingestellt am 01.12.2025 von Nadine Kadic (Stadtteilredaktion), Headerbild: Aslan Grillhaus | Foto: Jenny Preibisch

Dieser Artikel ist in der Zeile 8 erschienen. Autorin: Jenny Preibisch

Wer in der Johannstadt unterwegs ist, merkt schnell: Wir haben hier eine sehr große Auswahl an Döner. Als ich vor zwei Jahren mit meiner Tochter auf die Pfotenhauerstraße zog, lag ein Döner-Restaurant direkt schräg gegenüber: das Aslan Kebab- und Grillhaus.

Auf dem Bönischplatzfest wurde es von Menschen aus der Johannstadt auf Platz 1 der Lieblingsläden gewählt. Das Zaza Döner Kebaphaus am Bönischplatz landete auf Platz 5. Grund genug, sich das Döner-Angebot in unserem Stadtteil einmal genauer anzuschauen. Gemeinsam mit meiner 15-jährigen Tochter und meinem Freund habe ich fünf Stationen getestet, um herauszufinden, wo sich der Besuch lohnt.

Aslan – Döner im Restaurantstil

Eingang über dem "Aslan Grillhaus" steht
Aslan Grillhaus | Foto: Jenny Preibisch

Den Anfang macht das Aslan Kebab- und Grillhaus auf der Pfotenhauerstraße 77. Anders als bei den meisten Dönerbuden sitzen wir hier in einem vollwertigen Restaurant mit Bedienung am Tisch und eigener Bar, an der frisch gezapftes Bier serviert wird. Der Döner kostet 7 Euro. Das ist ein sehr fairer Preis, wenn man das Ambiente mit einrechnet. Allerdings hat der hohe Andrang auch seine Schattenseiten: Wartezeiten sind die Regel, wenn man seinen Döner zum Mitnehmen bestellt, doch die Küche überzeugt. Vor allem die hausgemachten Soßen stechen hervor. Die Knoblauchsoße kommt leicht und frisch mit Joghurt, Zitrone und Minze, während die rote Soße deutlich nach echten Tomaten und Paprika schmeckt.

Jami’s – klein, neu, mit Gemüse-Plus

Tische und Bänke vor einem Imbiss
Jamis | Foto: Jenny Preibisch

Wenige Hausnummern weiter, auf der Pfotenhauerstraße 7c, findet sich das neu eröffnete Jami’s Gemüse Kebab. Dieser Laden befindet sich seit dem 31. Mai auf der Fläche des ehemaligen Blumenladens vor dem Konsum. Der kleine Imbiss bietet einige wenige Außenplätze. Der Döner ist mit 8,50 Euro der teuerste im Vergleich, doch dafür bekommen wir hier gegrilltes Gemüse mit ins Brot. Lecker! Geschmacklich hebt sich der Gemüse Kebab ab und liefert eine willkommene Abwechslung für alle, die mehr als nur Fleisch, Salat und Soße erwarten.

Global Spicy – Döner trifft Curryhaus

Tische vor einem Imbiss
Global Spicy | Foto: Jenny Preibisch

Bei Global Spicy auf der Pfotenhauerstraße 59 wird es exotisch. Als wir den Laden betreten, haben wir das Gefühl, in einem indischen Familienrestaurant zu sitzen. Aber wir dürfen uns freuen: Wir bekommen auch hier einen klassischen Döner. Er kostet 7 Euro und schmeckt so, wie man sich einen guten Kebab vorstellt: Wir bekommen genau das, was wir uns in einem leicht übermüdeten Moment um 23 Uhr nachts wünschen, wenn uns der Appetit auf Döner packt. 

Zaza – moderner Imbiss mit Wohnzimmerflair

Eingang über dem "Zaza Döner" steht
Zaza Döner | Foto: Jenny Preibisch

Auf dem Bönischplatz 17 steht das Zaza Döner Kebaphaus, ein mittelgroßer Imbiss mit modernem Lichtkonzept, viel indirekter Beleuchtung und überraschend stilvoller Atmosphäre. Wir setzen uns nach draußen, aber auch drinnen gibt es viele Sitzgelegenheiten und damit sogar Raum für kleine Feiern. Eine Gruppe älterer Damen mit Sekt war jedenfalls beim Besuch bester Stimmung. Der Döner kostet hier 6,50 Euro und schmeckt uns gut, wenn auch die Soße alles andere überdeckt. Geschmackssache ist das starke Dillaroma, das sehr dominiert. 

Q-bap – rustikal und herzlich

Blaue Tür über der "Q-bap Kebap Haus" steht
Q-bap | Foto: Jenny Preibisch

Wer ein bodenständiges Imbissgefühl mit rustikalem Charme sucht, ist beim Q-bap – Qualitäts-Kebap auf der Hans-Grundig-Straße 28 richtig. Wir sitzen in einem großen Innenbereich mit Massivholztischen, draußen wartet ein kleiner Platz mit Kunstrasen und Pflanzen. Zwar liegt der Laden direkt an einer viel befahrenen Straße, aber die freundliche Stimmung gleicht das wieder aus. Der Döner kostet hier 6,50 Euro und überzeugt uns mit zwei Besonderheiten: Das Fleisch wird nach dem Schneiden noch einmal gebacken und bekommt so eine knusprige Note. Und die cremige Kräutersoße ist sehr nussig und mayo-lastig, aber voller Geschmack. Das ist sicher nicht für jeden was, aber wir finden sie sehr gut gemacht. 

Im Ergebnis halten wir für uns fest: Ein Besuch lohnt sich bei allen fünf besuchten Dönerrestaurants. Jedes hat seine eigenen Besonderheiten, aber Vielfalt belebt und Geschmäcker sind ohnehin bekanntlich verschieden. 

 

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