Wer in den vergangenen Wochen durch die Johannstadt spaziert ist, hat es vielleicht schon bemerkt: Die grauen Trafokästen sind immer häufiger farbenfrohe Kunstwerke. Hinter diesen Gestaltungen steht, mit House of Urban Culture gGmbH (HOUC), ein neuer junger Kulturträger aus Dresden, der die Potenziale der Hip-Hop- und Urban-Art-Szene bündelt und für den Stadtteil sichtbar macht.
Das Urban – Art – Projekt ist nicht neu. In den Vorjahren vom SPIKE Dresden e.V. umgesetzt, wird das Urban Art – Projekt auch in 2025 fortgeführt und wieder vom Stadtbezirksbeirat Altstadt mit ca. 21.000 Euro gefördert. Das Ziel: Orte, die bisher eher grau und funktional wirkten, sollen in lebendige Blickpunkte verwandelt werden – Kunstwerke, die Stadtteilgefühl vermitteln, Orientierung schaffen und Alltagssituationen verschönern.
Johannstadt wird zur Urban-Art-Meile
Besonders die Fetscherstraße steht 2025 im Fokus. Sie ist eine wichtige Lebens- und Verkehrsachse zwischen Großer Garten, Waldschlösschenbrücke und Uniklinik – von vielen täglich genutzt, aber selten bewusst wahrgenommen. An mehreren Stellen wurden hier bereits Gestaltungen umgesetzt und zu einer zusammenhängenden „Urban-Art-Meile“ weiterentwickelt.
Dabei arbeitet HOUC bewusst mit der lokalen Szene und Künstlerinnen und Künstlern aus der Johannstadt zusammen. Es geht nicht nur um Farbe an der Wand, sondern auch um Teilhabe: Junge Künstlerinnen erhalten legale Möglichkeiten, sich auszuprobieren und weiterzuentwickeln – begleitet von erfahrenen Urban-Art-Akteuren.
Mehr als Verschönerung
Urban Art schafft Identifikation. Sie sorgt dafür, dass Ecken, die vorher als „Schmuddelstellen“ galten, plötzlich zum Lieblingsblickpunkt werden. Sie erzählt Stadtgeschichte – manchmal leise, manchmal laut, aber immer sichtbar. Viele Anwohner*innen berichten, dass die Kunstwerke ihren täglichen Weg „leichter“ machen: Statt grauer Mauern wartet ein freundlicher Farbakzent.
Ein Projekt für den Stadtteil – und aus dem Stadtteil
Die Fortführung des Projektes wurde durch den Stadtbezirksbeirat Altstadt auch deshalb unterstützt, weil es nicht von außen „übergestülpt“ wird. Die Künstler*innen leben hier, die Motive haben Bezug zu Ort, Alltag und Geschichte, und die Entwicklungen werden transparent kommuniziert.
Kontakt & Informationen
Weitere Informationen zum House of Urban Culture gGmbH: www.houc.de
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