Im Gedenken an Marwa El-Sherbini und ihre Familie wird am 1. Juli jeden Jahres allen Opfern rassistischer Gewalt gedacht und ein Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus gesetzt.
Marwa El-Sherbini (7.10.1977–1.7.2009) war Sportlerin und Pharmazeutin und lebte mit ihrer Familie in Dresden. Sie wurde am 1. Juli 2009 als Zeugin während einer Verhandlung im Landgericht Dresden aus antimuslimischen und rassistischen Motiven ermordet. Hier wurde gegen den Täter verhandelt, der sie und ihren Sohn auf einem Johannstädter Spielplatz beleidigt und bedroht hatte.
Dem daraufhin gegründeten Initiativkreis “Gedenken.Erinnern.Mahnen” gehören verschiedene Einrichtungen und Vereine wie der Ausländerrat Dresden e. V., Projekte Frauentreff und Dresdner Migrationsgeschichten, die Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e. V. (RAA – Sachsen e. V.) AFROPA e. V., der Johannstädter Kulturtreff e. V. und der Integrations- und Ausländerbeirat der Landeshauptstadt Dresden an.
Am öffentlichen Gedenken beteiligt sich auch die Stadtverwaltung Dresden, um ein Zeichen für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft zu setzen, in der niemand aufgrund von Herkunft, Religion und Aussehen diskriminiert oder angegriffen wird.
Gleichzeitig loben der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden seit 2011 inzwischen zum siebten Mal gemeinsam das „Marwa El-Sherbini Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz“ aus. Ziel dieses Förderprogramms ist die Unterstützung zukünftiger Führungs- und Fachkräfte, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich aktiv für Freiheit, Demokratie sowie die Grund- und Menschenrechte einsetzen.
Mit den folgenden Veranstaltungen wird in diesem Jahr das Gedenken in die Stadtöffentlichkeit getragen:
Weitere Informationen finden Sie hier:
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